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Full text of "Führer durch die Literatur der Streichinstrumente (Violine, Viola, Violoncello) : kritisches, progressiv geordnetes Repertorium von instruktiven Solo- und Ensemble-Werken : mit besonderer Berücksichtigung ihrer Nützlichkeit für den Unterricht : nebst einem kurzen bibliographischen Anhang"

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HAROID B. LEE LIBRARY 

BRIGHAM YOUNG UNIVERSIT> 

PROVO, UTAH 



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Handbücher der Musiklehre 

Auf Anregung des Musikpädagogischen Verbandes 

zum Gebrauch an Musiklehrer-Seminaren 

^und 

für den Privatunterricht 

herausgegeben von 

Xaver Scharwenka 



Band X 
Führer durch die Literatur der Streichinstrumente 

(Violine, Viola, Violoncello) 
von 

Max Orünberg 




Leipzig 

Druck und Verlag von Breitkopf & Härtel 

1913 




Führer 

durch die 

Literatur der Streichinstrumente 

(Violine, Viola, Violoncello) 

Kritisches, progressiv geordnetes Kepertorium 
von instruktiven Solo- und Ensemble -Werken 

Mit besonderer Berücksichtigung ihrer Nützlichkeit für den Unterricht 

Nebst einem kurzen bibliographischen Anhang 
Von 

Max Grünberg 




Leipzig 

Druck und Verlag von Breitkopf & Härtel 

1913 



Copyright 1912 by Breitkopf & Härtel, Leipzig 



Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung, vorbehalten 



HAROLD B. LEE LIBRARV 

BRiGHAM YOUNG UNtVTPStT> 

PROVO, UTAH 



Herrn Professor Gustav HoUaender 

zugeeignet 



Vorbemerkung 

zu den Handbücliern der Musiklelire. 



Die Anregung zur Entstehung des vorliegenden Sammelwerkes 
kam aus dem Schöße des »Musikpädagogischen Verbandes«, 
dessen Ziel es ja ist, den Musiklehrerstand nach innen und außen hin 
zu befestigen und zu heben. Der erste Schritt auf dem Wege zu 
diesem Ziele war bekanntlich die Einführung von Prüfungen für Musik- 
lehrer-Kandidaten und die Festlegung der Anforderungen, die an 
die Examinanden zu stellen sind. Das letztere ist, soweit mög- 
lich, in der Prüfungsordnung geschehen. Da aber die Aspiranten 
für den Musiklehrerberuf sich die erforderlichen Kenntnisse in den 
verschiedensten Lehranstalten und in vielen Fällen bei Privatlehrern 
zu erwerben trachten, stellte sich als natürhche Folge der Wunsch 
ein, in einer Sammlung von Leitfäden eine Richtschnur für den 
Erwerb der verlangten Kenntnisse und Fähigkeiten zu geben. 

Es gibt nun zwar der musikalischen Lehrbücher aller Art mehr 
als genug, und manche von ihnen können gewiß mit großem Nutzen 
zur Vorbereitung auf das Musiklehrerexamen berücksichtigt werden. 
Aber diese Lehrbücher sind recht ungleichartig; für diesen be- 
stimmten pädagogischen Zweck geht das eine zu sehr ins Breite, 
während das andere vielleicht zu skizzenhaft bleibt, und wiederum 
ein anderes zu stark für den einseitig-persönlichen Standpunkt 
seines Verfassers eintritt. Kurzum, es fehlt an einer vollständigen 
Sammlung von solchen Leitfäden, die, vom gleichen pädagogischen 
Standpunkt aus verfaßt, dem Lehrer eine zweckmäßige Stoffaus- 
wahl darbieten und dem Schüler als Ergänzung des mündlichen 
Unterrichts, nötigenfalls aber auch als Mittel zum Selbstunterricht 
dienen sollen. 

Diese Erfahrung legte dem Vorstande des »Musikpädagogischen 
Verbandes« den Gedanken nahe, die Herstellung solcher Lehrbücher 
anzuregen, und nachdem sich die Firma Breitkopf & Härtel bereit- 



VIII 

erklärt halle, die Handbücher in Verlag zu nehmen^ wurden ge- 
eignet erscheinende Persönlichkeiten mit der Ausarbeitung der ein- 
zelnen Disziplinen betraut und der Unterzeichnete als der verant- 
wortliche Herausgeber für die ganze Sammlung bestellt. Bei der 
Herstellung ist es leitendes Prinzip gewesen, nichts Überflüssiges 
beizusteuern und nichts Wünschenswertes auszulassen, keinem be- 
sonderen System oder Verfahren das Wort zu reden, die Dar- 
stellung so leichtverständlich wie möglich zu machen und bei 
aller Vertiefung in die spezielle Materie keine Einse tigkeit auf- 
kommen zu lassen. 

Es könnte mißverstanden werden, wollte der Vorstand des 
»Musikpädagogischen Verbandes« diesen Büchern eine offizielle 
Empfehlung auf den Weg geben oder sie den Examinanden als 
obligatorisches Vorbereitungsmaterial aufdrängen. Es ist vielmehr 
des Unterzeichneten Überzeugung, daß diese »Handbücher der 
Musiklehre« ihre Brauchbarkeit in der Praxis auch ohne offizielle 
Empfehlung beweisen und Lehrenden wie Lernenden ein treuer 
Begleiter bei dem Gradus ad Parnassum sein werden. 

Berlin, im September 1907. 

Xaver Scharwenka. 



Die Sammlung wird die folgenden Lehrbücher umfassen: 
Davon sind erschienen: 

Below, Leitfaden der Pädagogik, enthaltend Psychologie und Logik, Er- 
ziehungslehre, allgemeine Unterrichtslehre. 

Max Grünberg, Methodik des Violinspiels. 

Max Griinberg, Literatur der Streichinstrumente. 

Alois Gnsinde, Übungsbuch der musikalischen Gehörbildung. 

Hugo Leichtentritt, Formenlehre. 

Carl Mengewein, Ausbildung des musikalischen Gehörs. 

Hngo Biemann, Kleines Handbuch der Musikgeschichte. 

Xaver Scliarvi'euka, Methodik des Klavierspiels, systematische Darstellung 
der technischen und ästhetischen Erfordernisse für einen rationellen 
Lehrgang. 

Hermann Wetzel, Elementartheorie der Musik. 
In Vorbereitung beßnden sich: 

Heinrich Ordenstein, Klavierliteratur. 

Karl Schaefer, Einführung in die Musikwissenschaft auf physikalischer und 
psycho-physiologischer Grundlage. 



VorAYort. 

Bei der Abfassung dieses Buches hat es mir fern gelegen, ein 
möglichst vollständiges Verzeichnis der Musikalien für Streich- 
instrumente herauszugeben. Das verbot einmal der ungeheure Um- 
fang der einschlägigen Literatur und zweitens der Umstand, daß 
für das Buch eine begrenzte Ausdehnung vorgesehen war. 

Von vornherein bin ich darauf bedacht gewesen, die Anhäufung 
belangloser Kompositionen zu unterlassen, während ich andrerseits be- 
müht war, jede Einseitigkeit zu vermeiden ; man wird alle Geschmacks- 
richtungen — soweit sie Beachtung verdienen — vertreten finden. 

Es entspricht dem Zweck des Buches, daß der Literatur, welche 
für das Studium besonders in Betracht kommt, grüßte Bedeutung 
beigelegt und ihr der entsprechende Raum gelassen wurde. Aber auch 
hier waren Grenzen gezogen. Es mußten Werke, die an sich gut 
und empfehlenswert sind, eine mit anderen aber übereinstimmende 
Tendenz und Gestaltung besitzen, zum Teil fortgelassen werden. 

Bei der Einteilung in Schwierigkeitsgrade sind in erster Linie 
die technischen Forderungen der Kompositionen bestimmend ge- 
wesen. Ich habe zwölf Stufen angenommen, die meiner Ansicht 
nach ausreichen, um das Material übersichtlich und charakteristisch 
zu ordnen. Natürlich sind die Grenzen der einzelnen Stufen nicht 
als unübersteigliche anzusehen. Die Grenzgebiete haben zu viele 
Berührungspunkte, als daß eine absolute Scheidung möglich wäre. 
Namentlich bei größeren Werken der höheren Stufen — Konzerten, 
Fantasien und besonders in der Kammermusik — kann die Ein- 
ordnung nur relative Sicherheit gewähren. Individuelle Begabung 
und allgemeines musikalisches Verständnis des Schülers oder des 
Spielers lassen Schwankungen zwischen den benachbarten Stufen 
unvermeidlich erscheinen. Die folgende Tabelle macht die Ein- 
teilung der Schwierigkeitsgrade ersichtlich. 

Stufe 'f l T r ( g^nz leicht 

,, la ) ' ° 1 etwas schwieriger 

Stufe II I _ f leicht 

,, IIa j ' ' l schwieriger 



'Ö^ 



llla J ° [ schwieriger 



Stufe III 1 , ,. , f leicht 

I. — V. Lage 



stufe IV 1 , ,„, , { leicht 
,,r ( I.— VII. Lage 1 , . . 
,, IVa i l schwieriger 

Stufe V I ,„ - 1 leicht 

Alle Lagen , . . 

,, Va ) l schwieriger 

Stufe VI 1 _- , , . . 

,, \ Besonders schwierig. 
„ Via J 

Bei den Werken, welche mehrfach herausgegeben worden sind, 
ist die Reihenfolge, in der die Verleger genannt werden, nicht von 
vornherein als bestimmend für den Wert der Ausgaben anzusehen. 
Gewissenhafte Lehrer werden prüfen, welche davon für den Schüler 
die geeignetste ist und erwägen, daß nicht für jeden Schüler der 
manchmal sehr reich gebotene Text und die beinahe überreiche 
Fingersatzbezeichnung von ganz besonderem Vorteil ist. Es 
kommt dabei darauf an, was der Lehrer aus »Eigenem« zu geben ver- 
mag und wie groß die Autorität ist^ die er dem Schüler gegenüber 
besitzt. 

Bei einzelnen Neu-Ausgaben älterer Kompositionen ist mir auf- 
gefallen, daß die Bearbeiter offensichtlich davon ausgingen, be- 
stimmte Prinzipien gelten zu lassen, z. B. den Gebrauch der so- 
genannten geraden Lagen. Solche Ausgaben wollen augenschein- 
lich die einseitige Bevorzugung der ungeraden Lagen früherer 
Herausgeber wettmachen. Sie schießen über das Ziel hinaus, ge- 
langen von der Scylla in die Charybdis. 

Sehr erfreulich ist es, wahrzunehmen, wie die Literatur für den 
Anfangsunterricht an Wert gewonnen hat. An Stelle der geschmack- 
losen, zum Teil albernen kleinen Fantasien und Opern-Potpourris 
sieht dem Lehrer heute feinsinniges und musikalisch- einwandfreies 
Material zur Verfügung, so daß es nur an ihm liegt, »Gutes« zu 
benutzen und damit geschmackbildend auf den Schüler einzuwirken. 

Bei der großen Fülle des Materials, das mir zur Verarbeitung 
vorgelegen hat, ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß trotz 
gewissenhaftester Arbeit kleine Irrtümer unterlaufen sind. Sollten 
sich solche vorfinden, werde ich für jede Richtigstellung dankbar 
sein und bei einer etwaigen Neuauflage für Verbesserung Sorge 
tragen. Ganz besonders dankbar werde ich sein für jeden Hin- 
weis auf wichtige Werke, die hier vermißt werden sollten. 

Allen Herren Verlegern, welche die Güte hatten mir ihre Ver- 
lagswerke zur Verfügung zu stellen, bin ich zu wärmstem Danke 
verpflichtet und gestatte mir, diesem hier Ausdruck zu geben. 

Berlin 1912. 

Max Grünberg. 



Inhalt. 



Seit» 

Vorwort IX 

Yioline. 

A. Instruktive Werke. 

I. Schulen ^ 

II. Technische Studien 9 

III. Etüden für Violine allein 14 

IV. Etüden mit Begleitung einer zweiten Violine 27 

V. Etüden mit Begleitung des Pianoforte 32 

B. Solomusik. 

I, Variationen Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen mit Begleitung 

von Pianoforte, Streichinstrumenten oder Orchester 35 

II. Konzerte 68 

III. Vortragsstücke und Sonaten für eine Viohne ohne Begleitung ... 91 

IV. Konzerte und Vortragsstücke für zwei und mehr Violinen mit Be- 
gleitung 95 

V. Duo- und Triplekonzert mit Orchester 100 

VI. Violine mit Orgel oder Harmonium oder Harfe lOO 

Vir. Kompositionen in Tanz-Charakter 103 

C. Ensemblemusik. 

a) Für Streichinstrumente, sowie für Streich- und 
Blasinstrumente. 

I. Duette für zwei Violinen 105 

II. Duette für Violine und Viola 111 

III. Duette für Violine und Violoncello 113 

IV. Trios für zwei Violinen und Viola 113 

V. Trios für zwei Violinen und Violoncello 115 

VI. Trios für Violine, Viola und Violoncello. 116 

VII. Trio für Flöte, Violine und Viola 117 

VIII. Kompositionen für drei und vier Violinen 118 

IX. Quartette für zwei Viohnen, Viola und Violoncello 119 

X. Quintette für Streichinstrumente, sowie für Streichinstrumente und 
Klarinette 128 

XI. Sextette für Streichinstrumente, sowie für Streich- und Blasinstru- 
mente 132 

XII, Septette für Streich- und Blasinstrumente 133 

XIII. Oktette für Streichinstrumente, sowie für Streich- unü Blasinstru- 
mente ^33 

b) Für Streichinstrumente und Pianoforte oder Harmonium. 

I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Pianoforte 134 

II. Trios für Violine, Viola mit Pianoforte oder Harmonium 150 

III. Trios für Pianoforte, Violine und Violoncello 1ö1 



Seite 

IV. Quartette für Pianoforte und Streichinstrumente 158 

V. Quintette für Pianoforte und Streichinstrumente 161 

VI. Sextette für Pianoforte und Streichinstrumente 163 

VII. Undezette für Streich- und Blasinstrumente mit Pianoforte oder Harfe 163 



Yiola. 

A. Instruktive Werke. 

I. Schulen und technische Studien 164 

II. Etüden 165 

B. Solo- und Ensemblemiisik. 

I. Vortragsstücke mit Begleitung 166 

II. Konzerte 170 

III. Sonaten für Viola und Pianoforte und Duos für 2 Violen 171 

Tioloncell. 

A. Instruktive Werke. 

I. Schulen 173 

II. Spezial- Schulen und -Studien 174 

III. Tägliche Übungen und technische Studien 176 

IV. Etüden 177 

B. Solomusik. 

I. Charakterstücke, Romanzen, Transki'iptionen usw. mit Begleitung von 
Pianoforte oder Orchester 182 

II. Fantasien und Variationen mit Begleitung von Pianoforte oder 
Orchester 193 

III. Konzerte 196 

C. Ensemblemusik. 

I. Duette für zwei Violoncelh 200 

II. Trios für drei Violoncelh 201 

in. Kompositionen für vier Violoncehi 201 

IV. Kompositionen für zwei Violoncelli mit Pianoforte oder Orchester . 202 
V. Kompositionen für drei Violoncelli mit Pianoforte oder Orchester. . 202 

VI. Sonaten und Suiten 203 

VII. Kompostionen für Violoncello mit Orgel oder Harmonium 205 

Bibliographischer Anhang. 207 

Alphabetisches Namenverzeichnis 210 



Violine. 

A. Instruktive Werke. 

I. Schulen. 

Betrachtet man die Fülle von Schulwerken, die heute für den 
Violinunterricht zur Verfügung steht, so muß man staunend fragen, 
wie es die Lehrer in einer Zeit, wo von dem jetzigen Reichtum 
nichts vorhanden gewesen ist, möglich machten, ihre Schüler zu 
hervorragenden Künstlern zu erziehen. 

Während den heutigen Lehrern für jeden Fall — und sei er 
noch so außergewöhnlich — geeignetes Material im Überfluß ge- 
boten ist, standen die früheren Lehrer beinahe dem Nichts gegen- 
über. Es unterliegt keinem Zweifel, daß > Lehren« und »Lernen« 
des Violinspiels heute erleichtert sind; wenigstens soweit das Hand- 
werkgemäße der Kunst in Frage kommt. Durch den Erwerb un- 
serer vorzüglichen Lehrmittel kann man die Summe von Erfahrung 
anderer Pädagogen »kaufen« und sie, wenn das entsprechende 
Lehrtalent vorhanden ist, nutzbringend verwerten. Der reiche, 
beinahe zu reiche Text der neueren Violinschulen bereitet die prak- 
tischen Übungen vor und ergänzt sie, — man kann sagen, ohne 
Zutat des Lehrers. 

Die früheren Lehrer waren ganz auf sich selbst angewiesen. 
Die mündliche Unterweisung und das persönliche Beispiel nahmen 
damals einen größeren Rahmen ein, als im allgemeinen heute, und 
auch der Schüler mußte durch eigene Geistesarbeit und Beob- 
achtung den Lehrer unterstützen, wollte er seine Entwickelung för- 
dern. In vielen Fällen konnte der Lehrer die gerade benötigten 
Übungen, für die er kein gedrucktes Material vorfand, nur skizzen- 
haft andeuten und mußte es dem Schüler überlassen, die Skizze 
zweckmäßig auszugestalten. Das erschwerte natürlich das Lernen 
und setzte einen gesteigerten Grad von geigerischem Talent voraus, 
wie auch allgemeines musikalisch-theoretisches Wissen. Aber es 
hatte das Gute, daß jeder Schematismus ausgeschlossen bleiben 
mußte und nur der zu lehren vermochte, der selbst etwas konnte. 
Heute unterrichten auch solche (leider!), die selbst mit ihrer Kunst 
auf durchaus gespanntem Fuße stehen. Natürlich erzielen sie die 
kläglichsten Resultate. 

Grünberg, Literatur der Streichinstrumente. 1 



2 A. Instruktive Werke. 

Eine bestimmte Wahl unter den vorhandenen Schulwerken zu 
treffen, ist nicht so ganz einfach, weil Anlage und Umfang — in 
manchen auch das Ziel — voneinander abweichen. Der Suchende 
muß genaue Einsicht nehmen, bevor er entscheidet. Den allge- 
meinen Inhalt und die Richtung findet er bei den hier angeführten 
Werken angedeutet. 

Das Verzeichnis kann natürlich nicht den Anspruch auf Voll- 
ständigkeit erheben; ein genauer Kenner der Schulliteratur wird 
manchen Namen vermissen. Es enthält aber immerhin eine so 
reiche und vielseitige Auswahl, daß eine fühlbare Lücke nicht vor- 
handen sein wird. Mit Bedauern habe ich einige Werke von Meerts 
und Leonard ausscheiden müssen, weil sie nicht mit deutschem Text 
vorliegen. 

Bagantz, A. F., Violinschule. (Zimmermann.) 3 Teile, je 2 M. In 
1 Bande 4 M. 

Der Verfasser legt Gewicht auf eine streng systematische, stufenweise 
Anordnung des Übungsstofles, der in progressiver Folge und in anregender 
Weise geboten wird. Die Schule führt bis ungefähr zu den Studienwerken 
von Kreutzer, Fiorillo, Rode. Für diese gibt sie eine gute Vorbildung. Text: 
deutsch-englisch. 

Baillot, P., L'Art du Violon, nouvelle Methode, dediee ä ses eieves 
(Die Kunst, die Violine zu spielen). (Schott.) 7.50 M. In 5 Teilen: 
I-IV je 1.50 M., V 3 M. 

Trotz des Interessanten und Lehrreichen, das die umfangreiche Schule 
namentlich in ihrem Text enthält, ist sie nicht mehr geeignet, dem praktischen 
Unterricht zugrunde gelegt zu werden. Wohl aber verdienen die Ratschläge und 
Winke, die der Verfasser für das Solo- und Ensemblespiel, für die Auffassung 
des Tempos gibt, und was er über Stilerkenntnis, Program mentwurf und an- 
deres sagt, noch heute Beachtung, wenn man auch nicht allen Ausführungen 
vorbehaltlos zustimmen kann. 

Im Verein mit Rode und Kreutzer gab Baillot auch die »Methode du violon«, 
das am Pariser Konservatorium gebrauchte Schulwerk, heraus. 
B6riot, Gh. de, Op. 102. Violinschule. 3 Teile (I. Elementar- 
technik, II. Virtuosentechnik, III. Vom Vortrag und seinen Ele- 
menten). Neue durchgesehene und vervollständigte Ausgabe von 
Hugo Heermann. (Schott.) Teil I 3 M., Teil H 4 M., Teil III 2 M. 
— Revidiert von Friedrich Hermann. (Peters.) Teil I 2 M. — 
Neue korrekte Ausgabe von Wald. Meyer. (Steingräber.) D.-e.-fr. 
Teil I 2 M., Teil H 3 M., Teil III 2 M. 
— Op. \ 23. Schule des höheren Violinspiels. (Ecole transcendante.) 
Anhang zur Violinschule. Neue Ausgabe von W. Meyer. (Stein- 
gräber.) 3 M. 

In Deutschland ist Beriots Violinschule, trotz ihrer unleugbaren Vorzüge, 
wenig bekannt. Sowohl für die Ausbildung der linken Hand, wie für die Bogen- 
geschicklichkeit bietet sie Material, das von keiner anderen Schule an Güte 
übertroffen wird. Ganz besonders nach der Seite der technischen Ausbildung 
der rechten Hand (Modulationsfähigkeit des Tones, Stakkato usw.) hin ist sie den 
meisten Schulen, besonders den älteren, überlegen. Aus den im Text gege- 



X 



I. Schulen. 3 

benen Regeln, wie aus den Übungsbeispielen spricht pädagogische Einsicht und 
Erfahrung. Der Unterricht nach dieser Schule gestaltet sich anregend und, bei 
aller Vorsicht, schnell fördernd. Im Gegensatz zu den hervorragenden neu- 
zeitlichen Schulen, werden die ersten Bogen- und Fingerexerzitien auf der 
G-Saite begonnen. (Die Heermannsche Ausgabe weicht mit Recht davon ab. 
Sie beginnt zwar die Strichversuche auf der G-Saite, verlegt aber die ersten 
Greifübungen auf die A-Saite.) Der 3. Teil der Schule hat in der Ausgabe von 
Meyer, was Interpunktion und Vortragsangaben betrifft, wesentliche Verände- 
rungen erfahren, die Verbesserungen bedeuten. 

Die »Schule des höherenVioIinspi eis« stellt eine Folge von 60 Etüden 
dar, deren erste Hälfte zur Ausbildung in der Präzision und Intonation, im 
Rhythmus und in den feineren Vortragsnüancen dienen. Die zweite Hälfte übt 
Charakteristik und Gefühl. Die Bedeutung, welche Beriots »Hohe Schule« für 
die Ausgestaltung der mechanischen Fertigkeiten besitzt, erreicht sie für die 
geistige Ausbildung leider nicht. Man kann sie in dieser Beziehung nicht 
in Vergleich stellen mit Davids »Hoher Schule« oder dem 3. Teil der Joachim- 
Moserschen Viohnschule. 

David, Ferd., Violin- Schule. 2 Teile. Originalausgabe (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel). I. Der Anfänger, II. Der vorgerückte 
Schüler. D.-e., d.-f. Teil I 1.50 M. Teil II 2 M. — Neuausgabe 
von M. Dello. D.-e.-fr. (Litolff.) Teil I 1.50 M., Teil II 2 M. — 
Revidiert von Wald. Meyer. (Steingrcäber.) I. Teil 1 .50 M., II. Teil 2 M. 
Ohne Weitschweifigkeit und doch vollständig ist vorzügliches Unterrichts- 
material in dieser Schule niedergelegt. Mit pädagogischer Treffsicherheit sind 
die Übungsbeispiele gewählt, alles Pedantische vermieden. Die textlichen Er- 
klärungen sind knapp gehalten, den mündlichen Ausführungen des Lehrers das 
Eingehendere überlassend. Im Vorwort spricht sich der Verfasser über die 
Grundsätze, die ihn bei der Abfassung der Schule geleitet haben, wie folgt 
aus: »Diese Schule beansprucht nicht ein Lexikon des Violinspiels zu sein. 
Sie soll nur den Weg andeuten, den der Verfasser seit Jahren mit seinen 
Schülern gegangen ist. Der Lehrer wird also nachhelfen müssen, wo die 
Schule nicht ausreicht. Vorzüglich gilt dies vom Stil und vom Vortrage, 
welche man nicht durch gedruckte Worte und Notenbeispiele jemand beibringen 
wird.« Es fehlen daher in der Schule alle ästhetischen Raisonnements. Der 
erste Teil beschäftigt sich nur mit der ersten Lage, der zweite Teil führt durch 
die übrigen zu den Erfordernissen des virtuosen Spiels und behandelt in ein- 
gehender Weise das Flageolettspiel. 

Dessauer, Heinr., Universal-Violinschule. Elementartechnik und 
die sieben Lagen. Unter Benutzung der nützlichsten und an- 
ziehendsten Übungsbeispiele berühmter Pädagogen. D.-e.-fr. 
(Schmidt-Heilbronn.) 3 M. 

Für Lehrer und Schüler ein vortreffliches Werk. Logisch und kon- 
sequent sind Text und Übungsstoff gestaltet. Was der Verfasser in der kurz- 
gefaßten Abhandlung über die Methodik des elementaren Unterrichtes sagt, 
kann zur Beachtung dringend empfohlen werden. Die Schule ist das Werk 
eines erfahrenen und denkenden Musikers. 

— Die technische Grundlage des modernen Violinspiels. Fortschrei- 

tendeÜbungen von der Mittelstufe biszurVirtuosität. (Leuckart.) 3M. 

Neben und als Ergänzung einer Violinschule zu benutzen. 

Eberhardt, Goby, Yiolinschule. Neue Methodik, Sekundensystem, 

fürden Anfangsunterricht des Violinspiels. (Kahnt.) I.Teil: Gleiche 

Fingerhaltung; II. Teil: Ungleiche Fingerhaltung, je 3 M. 

Die beiden starken Bände behandeln die Fundamente des Violinspiels in 

1* 



4 A. Instruktive Werke. 

sehr eingehender Weise. Uire verständnisvolle Absolvierung sichert dem Schüler 
eine zuverlässige Technik in der ersten Lage und gibt ihm eine beachtenswerte 
Bogengewandtheit. Der theoretische Teil erläutert das System und führt in 
die Intervallehre ein. M Abbildungen veranschaulichen die Haltung der Violine 
und des Bogens. Text: deutsch, französisch und englisch. 

Felis, Paolo, Neue Methode des Flageolettspiels. (Steingräber.) 3M. 
Wie der Verfasser bevorwortet, hat dieses Werk jahrelange Arbeit ge- 
kostet; es sei besonders schwer gewesen, eine passende Form und Einteilung 
für den allgemeinen Gebrauch zu finden. Ein beigegebenes Tabellensystem 
ermöglicht jedes Doppelflageolett sofort zu finden, erklärt neue, bisher noch 
unbekannte Flageolettarten. Mit Vorsicht angewendet, besitzt das Werk Vor- 
züge. Text: deutsch, englisch, französisch. 

Heim, Ernst, Vorschule zu jeder Violinschule. Neue Methode, 
in der dritten Lage beginnend. (Tonger.) 1 M. 

Die Gesichtspunkte, von denen der Verfasser ausgeht, lassen sich am 
einfachsten mit seinen eigenen Worten wiedergeben. Er schreibt in der Vor- 
rede: >Wenn wir einen Schüler unterrichten, so besteht die Hauptsache darin, 
stets mit dem leichtesten anzufangen und nach und nach zu Schwererem über- 
zugehen. Jeder Geiger wird zugeben, daß die dritte Lage auf der Violine die 
leichteste und am wenigsten ermüdende ist. Warum fangen wir nicht gleich 
mit der dritten Lage an, sondern mit der ersten? Tatsächlich erweist sich 
das Anfangen in der dritten Lage als sehr gut und macht dem Lehrer, wie 
auch dem Schüler die Sache ungemein leicht. Die enormen Schwierigkeiten 
einer richtigen Stellung der Hand, wie sie die erste Lage bietet, fallen ganz 
fort und auch die Intonation erscheint als eine äußerst natürliche und ein- 
fache. Die Methode ist so beschaffen, daß jeder sofort nach dem Gehör üben 
kann, und man muß staunen, daß noch niemand auf die Idee kam, eine 
Schule mit der dritten Lage beginnen zu lassen. Meine Methode ist eine Vor- 
schule zu jeder Violinschule. Sie soll begonnen werden, sobald der Bogen 
sicher und mit reinem, vollem Ton auf den leeren Saiten spielen kann.« 

Der Neuheit der Idee wegen wurde die Vorrede hier vollständig wieder- 
gegeben. Das Werk ist nur von geringem Umfang. 

Hermann, Fr., Violinschule. (Peters.) 2 Bände, je i.oO M. — 
Zweite Violine zur Violinschule 1.50 M. 

Eine kurzgefaßte, auf langjährigen Erfahrungen beruhende verdiensüiche 
Arbeit, die den Schüler zu einem soliden Geiger erzieht. Ein einführender 
theoretischer Teil fehlt der Schule, der Text beschränkt sich auf gelegentliche 
Anweisungen zur Ausführung der Übungen. 

Hering, Carl, Op. 13. Elementar- Violinschule und Elementar- 
Etüden. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. 

Diese Übungen bilden den praktischen Teil zu Herings »Methodischer 

Leitfaden für Violinlehrer«. 

Hohmann, Gh. H., Violinschule. Sorgfältig durchgesehene, ver- 
mehrte und verbesserte Ausgabe von Heinr. Schmidt. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. In 5 Heften, je 1 M. — 
Neue Ausgabe von H. Dessauer. Nach modernen Grundsätzen 
umgearbeitet und durch sorgfältig gewählten neuen Übungsstoff, 
sowie durch Tonleiter- und Akkordstudien vervollständigt. (Schott.) 
3 M. ; in 5 Heften je 1 M. — Neue Ausgabe von G. Damm. Um- 
gearbeitet und vermehrt. (Steingräber.) 3 M. ; in 4 Heften je 1 M. 
— Neuausgabe, umgearbeitet und vervollständigt von Gustav Zan- 
ger. (Litolff.) 3 M. ; in 5 Heften je 1 M. 

Die bekannte solide Schule hat durch die Bearbeitungen erhöhten Wert 



I. Schulen. 5 

erhalten. Veraltete Übungsbeispiole sind durch neue ersetzt, das rein Tech- 
nische und das Lagenstudium ist auf eine breitere Basis gestellt, das ursprüng- 
liche Material der Schule erweitert. 

Hoya, Amadeovonder, Die Grundlagen der Technik des Violin- 
spiels. Eine Darlegung der Gesetze und Mittel der technischen 
Schulung. (Hesse.) I. Teil 3 M, II. Teil, Abt. i : Theor.-praktische 
Elementarlehre 5M., Abt. 2 : Praktisch-technische Elenaentarlehre 
5 M., Anhang: Tonleiter-, Akkord- und Intervallstudien 2 M. 
Ein geistvolles, auf dem Boden streng logischen Denkens und sorgfältigster 
Beobachtung stehendes Werk. Keine Violinschule im gewöhnlichen Sinne, mehr 
eine »Philosophie* des Violinunterrichtes. Der Verfasser spricht im ersten 
Teile nicht zum Schüler, sondern zum Lehrer, und zwar nur zu solchem von 
bedeutender Intelligenz. Von dem Standpunkte ausgehend, daß in den bisher 
gebräuchlichen Violinschulen die Grundelemente der technischen Funktionen 
zumeist ganz unzureichend zur Darstellung gebracht sind, gibt er sehr ausführ- 
Hche Darlegungen der Funktionen der beim Violinspiel in Betracht kommenden 
Organe und ihrer psycho-physiologischen Betätigung. Zahlreiche Abbildungen 
unterstützen die experimentellen Ausführungen in wirksamer Weise. Der zweite 
Teil zieht daraus die Nutzanwendung und überträgt die durch die Logik ge- 
wonnenen Resultate auf die Praxis. Intervallübungen in den verschiedensten 
Kombinationen, vereinigte Bogen- und Fingerexerzitien, dann Geläufigkeits- 
übungen und schließlich Tonleiter- und Akkordstudien im Umfange der ersten 
Lage bilden seinen Inhalt. 

Joachim, J., und A. Moser, Violinschule in 3 Bänden. (Simrock.) 
Deutsch-englisch. I.Band 7 50 M., 2. Band 9 M., 3. Band 1 M. 
— Ausgabe mit französischem Text von Henri Marteau. \ . Band 
9M., 2. Band 10M., 3. Band 12M. 

>Nicht die Virtuosität ist unser Endziel, sondern der Musiker, der sein 
technisches Können künstlerischen Zwecken dienstbar machen soll.« Liest man 
diese Worte in der Einleitung, so sagt man sich von vornherein, daß diese 
Schule von einem andern Gesichtspunkte zu betrachten ist als viele andere 
Schulen, in denen gewissermaßen Rezepte zur Aneignung technischer Fertig- 
keiten gegeben werden. Aus der vornehmen Auffassung der Lehridee ist die 
ganze Anlage und Ausarbeitung des Stoffes erwachsen. Der reiche Text ist 
inhaltlich und in der Ausdrucksform gleich vortrefflich, zum Teil auch musik- 
geschichtlich interessant. Die eigens für die Schule komponierten, wie die 
übernommenen Beispiele und Übungen sind tadellos gewählt und sachgemäß 
geordnet. Überall ist das Bestreben erkennbar, rein gymnastische Dressur zu 
vermeiden und sie durch anregende, die Technik fördernde und den Geist be- 
schäftigende Übungen zu ersetzen. Den beiden ersten, vornehmlich Moser zu 
dankenden Bänden, schließt sich der ausschließhch der Vortragskunst gewidmete 
dritte Band an, in dem 1 6 von Joachim für den Vortrag genau bezeichnete 
und mit Kadenzen versehene Meisterwerke der Violinliteratur enthalten sind. 
Zu jedem dieser Werke ist von Joachim oder Moser eine Einleitung geschrieben. 
Von Letzterem gehen zehn Aufsätze über den Vortrag voraus, die eine wesent- 
liche Bereicherung dieses Bandes und der ganzen Schule darstellen. 

Jockisch, Rein hold, Op. 10. Neue praktisch-theoretische Me- 
thode zur gründlichen Erlernung des Violinspiels. (Eulenburg.) 
3 M. Begleitende Violinstimme 1.50 M., begleitende Klavierst. 3 M. 
Ein verdienstliches, von pädagogischer Erfahrung zeugendes Werk, das 
für den Elementarunterricht sehr zu empfehlen ist. Der Verfasser legt Gewicht 
nicht nur auf die technische, sondern ebenso sehr auf die musikalische Er- 
ziehung des Schülers und bietet das vortreflliche Material in anregender Form. 
Die Methode vermeidet einseitige Fingergymnastik, entwickelt die Bogengeschick- 



Q A. Instruktive Werke. 

lichkeit in bester Weise und bildet das Rhythmusgefühl zu bedeutender Sicher- 
heit heran. Das Studium dieser Schule gewährleistet eine vorzügliche Grundlage. 
Kross, Emil, Große praktisch-theoretische Violinschule. (Schott.) 
3 Teile, je 5 M. 

Der erste Teil dieser mit vielem Fleiß gearbeiteten Schule enthält Ele- 
raentartechnik, die hier in weiterem Sinne als solche aufzufassen ist. Sie 
führt den Schüler bis zu der Stufe, die ungefähr den Geiger befähigt, im 
Orchester zu spielen. Zahlreiche Abbildungen verdeutlichen die Unterweisungen 
der Schule. Im zweiten Teil beginnt die Virtuosentechnik und der dritte lehrt 
die Kunst des Vortrags. Die Tendenz der Schule läßt sich am besten mit den 
Worten des Verfassers wiedergeben: »Diese Schule faßt also vor allem ein 
genau bewußtes Lernen und Fortschreiten ins Auge. Auf diesem Wege wird 
der Schüler zu reinem, rhythmischem, tonschönem und ausdrucksfähigem Spiel 
gelangen.« 

Für die Haltung des Daumens der linken Hand stellt die Schule beson- 
dere Grundsätze auf, welche die Paganinis gewesen sein sollen. 
Mollenhauer, Ed., Praktischer Lehrgang für die Violine. (Schu- 
berth.) I.Heft 1 M., II. Heft 1.50 M., Heft III/VI vergriffen. 

In sechs Kursen führt dieser Lehrgang den Schüler in Eilzugsgeschwindig- 
keit vom Anfang bis ungefähr zur Mittelstufe. Ehe er noch Stehen gelernt 
hat, wird er schon zum Laufen angehalten. In der kurzen Einleitung sagt 
der Autor: > Es wird dem Fachmann kaum glaublich erscheinen, daß ich nach 
den vorliegenden sechs Heften, so unzureichend sie auch beim ersten Anblick 
erscheinen dürften, Schüler heranbilde, welche nach einem halben Jahr emsigen 
Fleißes imstande waren eine Auswahl der Kreutzerschen Etüden mit Erfolg 
studieren zu können.« (Ich gehöre zu den Fachmännern, denen das nicht 
glaubwürdig erscheint. Auch der Umstand, daß der Lehrgang zum Gebrauche 
am Konservatorium in New York bestimmt ist, ändert meine Meinung nicht.) 
Ondricek, Fr., und S. Mittelmann, Elementarschule des Violin- 
spiels nach neuem System und auf wissenschaftlicher Grundlage. 
(Nickau & Welleminsky.) 6 Hefte, je 1.60 M. 

Gründlichkeit ist das leitende Prinzip dieser Schule, die zu den besten 
aller existierenden Schulwerken zu rechnen ist. Der Aufbau des auf anatomisch- 
physiologischer Grundlage beruhenden Systems ist mit wunderbarer Klarheit 
und logischer Folgerichtigkeit geschehen. Mehr als in den meisten anderen 
Schulen, wird mit jedem Schritt, den der Schüler vorwärts macht, sein Ver- 
ständnis für die Bedingungen, unter denen der Fortschritt geschieht, entwickelt. 
Der Schüler lernt nichts rein mechanisch (auch die Fingerübungen nicht), immer 
muß er das Material auch geistig aufnehmen und verarbeiten. Ganz vortreff- 
lich ist die Art, wie das Rhythrausempfinden erzogen und die Nutzanwendung 
der gegebenen Erklärungen gelehrt wii'd. Die Übungsbeispiele, durchweg 
Originalarbeiten in klassischem Stil, sind in ihrer Nützlichkeit der jeweiligen 
Stufe vollkommen angepaßt. 

Papini, Guido, Op.57. Violinschule. 4 Teile. (Breitkopf & Härtel.) 
10 M., jeder Teil einzeln 3 M. 

Nach knapper Erklärung der theoretischen Fundamente führt der erste 
Teil in etwas eiliger Progression durch die leichteren Tonarten bis zu Doppel- 
griffen und zur Ausführung der gebräuchlichsten Verzierungen. Im zweiten 
Teile wird der Schüler mit musikalischen Fremdwörtern und den übrigen Ton- 
arten bekannt gemacht. Darauf folgen Übungen in der 2. bis 7. und halben 
Lage und solche in Lagenverbindungen mit Berücksichtigung des Fingerwechsels 
auf demselben Ton. Der dritte Teil behandelt die verschiedenen Stricharten 
und schwierigeren Doppelgriffe, während der letzte Teil die bisher erreichte 
Technik mit Einbeziehung des Flageolettspiels zur Virtuosität ausgestaltet. Text: 
deutsch- englisch. 



I. Schulen. 7 

Rehbaum, Theobald, Op. 7. Elementar- Violinschule. (Schle- 
singer.) 3 M. 

Die Schule will den Schüler so weit füiiren, daß er, mit den nötigsten 
Vorkenntnissen versehen, die vorhandene Literatur dos VioHnspiels benutzen 
kann. Der Verfasser geht von der Ansicht aus, daß es nicht ratsam sei, nur 
mittels der Schule zu höherer Ausbildung zu führen, weil Anlagen, besondere 
Fähigkeiten und Schwächen der Schüler schon frühzeitig eine individuelle Be- 
rücksichtigung erfahren müssen. Dem allerersten Anfang ist besondere Sorg- 
falt gewidmet, aber doch dem mündlichen Unterricht der größte Spielraum 
gelassen. 

Ries, Hubert, Violinschule. Mit besonderer Berücksichtigung für 
den Gebrauch in Präparandenschulen, Seminarien, Musikschulen. 
Von G. Zanger umgearbeitet u. vermehrt. (Hofmeister.) 2 Bde. 1 4 M. 
Die Neuausgabe der geschätzten Schule zeigt erhebhche Vorzüge Sehr 
richtig ging der Bearbeiter von dem Prinzip aus, die ersten Übungen auf der 
D- und A-Saite vorzunehmen und die Griffarten auf allen Seiten gleichmäßig 
zu gestalten. Weniger richtig erscheint mir der Grundsatz, die ersten Strich- 
übungen mit dem ganzen Bogen und dann erst mit Teilbewegungen zu machen. 
Der erste, umfangreiche Band enthält das Material zur sicheren Grund- 
lage einer soliden Technik, entwickelt das Gefühl für Rhythmus und Geschmack 
und führt den Schüler bis zur Beherrschung der ersten Lage. Der zweite 
Band beginnt mit der Einführung in das Lagenspiel, übt jede Lage einzeln 
und darauf Lagenverbindungen. Dann bringt er Übungen in Doppelgriffen, 
solche in der 8. — 12. Lage, Oktavenstudien nnd eine Anweisung zur Bildung 
der Flageolettöne. Daneben wird die Bogentechnik gepflegt. Text: deutsch- 
französisch-englisch. 

Sauret, Emile, Op. 36. Gradus ad Parnassum du Violiniste. 
Technische Studien für das virtuose Violinspiel. Neue vermehrte 
Ausgabe. 4 Teile. (Roh. Forberg.) I., HL, IV. Teil, je 6 M., 
n. Teil 5 M. 

Das Werk setzt eine bereits entwickelte Technik voraus, wendet sich 
überhaupt nur an technisch besonders Begabte. Solche linden darin alles, was 
das moderne virtuose Spiel verlangt, in geistvoller Art geboten. Anordnung 
und Ausgestaltung der Übungen zeigen eine hervorragende Unterrichtserfahrung, 
die das Material eingehend, aber nie langweilig-pedantisch ausnutzt. Der letzte 
Teil enthält 1 6 Capricen, die an Schwierigkeit nicht hinter Paganinis Gapricen 
zurückstehen. Wer sie zu spielen vermag, wird alle Probleme der Violintechnik 
zu lösen verstehen. Text: französisch-deutsch. 

Schmidt, Ernst, Die Anfangsgründe des Violinspiels. Vorschule. 
(Zimmermann.) 1.50 M. 

Das Werkchen soll dem Schüler eine feste Grundlage für den ersten 
Anfang geben und bietet dazu in immer wechselnden Kombinationen den Fin- 
gern gutes Material. Das Grundprinzip ist das Liegenlassen aller Finger bis 
auf den gerade tätigen. Die kurzen Übungen beginnen auf der E-Saite und 
führen über die A- und D-Saite zur G-Saite. 

Schön, Moritz, Op. 22. A-B-C des Violinspiels. Vorschule zur 
gründlichen Erlernung desselben nebst melodischen Übungsstücken. 
(Leuckart.) 1.80 M. 

— Op. 22. Erster Lehrmeister f. d. Violinunterricht. (Leuckart.) 4 M. 

— Op. 47. Schule der Geläufigkeit. (Leuckart.) 3 M. 

— Lagenspiel. (Leuckart.) 5 M. 

Diese von C. Nowotny nach J. Donts Methode neu ausgearbeiteten Werke 
bieten in progressiver Folge das Material für eine gediegene Grundlage. An- 



8 A. Instruktive Werke. 

Ordnung, Bezeichnung, Bogenverwendung und Ausstattung sind ausgezeichnet. 
Die textlichen Anführungen enthalten Gutes und Verwertbares. 
Scholz, Richard, Op. 7. Schule des vollständigen DoppelgrifT- 
spiels. Ergänzung der klassischen Studienwerke und Violinschulen, 
(Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

Die Schule ist in vier Abteilungen eingerichtet. Die erste Abteilung übt 
im Umfange der ersten Lage, die zweite in der ersten bis dritten, die nächste 
bis zur fünften und die letzte in den höheren Lagen. Den praktischen Übungen 
geht eine Einleitung und eine Intervallehre voraus. 

— Op. 3. Schule des vollständigen Lagenspiels. (Breitkopf & Härtel.) 
3M. 

Als Anhang sind der Schule 25 Kadenzen in allen Tonarten aus Baillots 
>L'Art du Violon« beigegeben. 

Schröder, Hermann, Preis-Violinschule für Lehrer -Seminarien 
und Präparandenanstalten, sowie für Musikschulen und Privat- 
unterricht. (Rühle.) 3 M. 

Ein solides Unterrichts werk. Der reiche Unterrichtsstoff besteht zumeist 
aus Transkriptionen von Chorälen und Volksliedern. 
Schultz, Aug., Preis -Violinschule. Nach pädagogischen Grundsätzen 
und leicht faßlicher Methode. (Hesse.) 3 M. 

Das Material, bei dem auf die Präparanden- und Seminarbildung Be- 
dacht genommen ist, ist teils Original, teils klassischen Violinkompositionen 
entnommen. Ein besonderes Kapitel behandelt das Violinspiel beim Gesang- 
unterricht. 

V 

Sevcik, 0., Op. 6. Violinschule für Anfänger. (Universal -Ed.) 

2 Bände, je 3 M. 

Die Schule führt bis zur fünften Lage und bietet reichen Stoff zur An- 
eignung der Elemente einer sicheren Technik. Zur Entwicklung des Schülers 
nach musikalischer Richtung ist daneben der Gebrauch zweckdienlicher an- 
derer Kompositionen dringend anzuraten. 
Solle, Friedr. , Praktische Violinschule. (Schulbuchhandlung, 

Langensalza.) 6 Hefte, je 1.20 M. 

Eine kurz gefaßte, gute Übungsbeispiole enthaltende Schule, die bis zur 
siebenten Lage führt. 
Spolir, Louis, Violinschule. Bearbeitet von Herrn. Schröder. 

(Peters.) 3 M. — Für den praktischen Unterricht umgearbeitet 

von A. Blumenstengel. (Litolff.) 3 M. — Neuausgabe von Herrn. 

Schröder. (Schlesinger.) 6 M. 

Die große Bedeutung, welche dieser Schule beigemessen wurde, ist durch 
neuere Werke, namentlich durch die Schule von Joachim-Moser eingeschränkt 
worden. Unterlag es schon früher keinem Zweifel, daß Spohrs Schule nur 
einer bestimmten Manier — seiner eigenen — Rechnung trägt, so erscheint 
heute, wo die Anforderungen, welche die moderne Literatur an den Geiger 
stellt, bedeutend vielseitiger geworden sind, der einseitige Standpunkt als 
Nachteil. Selbst wenn man davon absieht, daß die Schule für den Anfangs- 
unterricht wenig geeignet ist, so kann man auch für spätere Stufen die Lücken 
nicht verkennen, welche sie in der technischen Entwicklung offen läßt. Von 
bleibendem Werte sind die musikalisch-ästhetischen Betrachtungen im Text, 
wenn sich auch darin die unbedingte Ablehnung alles dessen ausspricht, was 
nicht der Spohrschen Individualität entsprach. Äußerst nützhch und musika- 
lisch anziehend sind die Lagenübungen und die Studien für Lagenverbindungen, 
auch die Doppelgriffstudien, wenn ihnen Vorstudien voraufgegangen sind. Sehr 



II. Technische Studien. 9 

dankenswert ist die genaue Bezeichnung seines 9. Konzertes, das den Schluß 
der Schule bildet, und die des 7. Konzertes von Rode. 

Die Neuausgabe der Schule von H. Schröder bei Schlesinger hat die 
Elementarübungen und sonst Veraltetes fortgelassen, dem Tonleiterspiel da- 
gegen einen größeren Raum gegeben und den Text durch Anmerkungen er- 
weitert. Text: deutsch-englisch-französisch. 

Vogel, Moritz, Schule des Violinspiels. Lehrgang für den Unter- 
richt vom Anfange bis zur Mittelstufe (3. Lage), enthaltend Übungen, 
Lieder und Stücke. fJunne.) 2.25 M. 

Diese Schule ist in erster Linie zum Gebrauch in Lehrerbildungsanstalten 
bestimmt. Mit Rücksicht auf die spätere Erteilung des Gesangunterrichtes hat 
in ihr das Volkslied als ÜbungsstofI reiche Verwendung gefunden. 

Weiss, Jul., Op. 105. Violinschule. (Weiss.) 4M. 

Die Schule, in der die erste und dritte Lage besondere Berücksichtigung 
erfahren haben, soll dem allgemeinen Gebrauch, aber namentlich zum Unterricht 
für Seminaristen usw. dienen. In leichtfaßlicher Weise ist das Übungsraaterial 
ausgearbeitet und streng progressiv geordnet. Text: deutsch-englisch. 
Witting, C, Violinschule. (Steingräber.) 3 M. 

Bei dieser Schule ist zu bedauern, daß den ersten grundlegenden Übungen 
ein äußerst geringer Raum gewidmet ist. Gleich nach den ersten Bogenstrich- 
versuchen werden alle Finger der linken Hand beschäftigt und sogar zu 
schnellen Bewegungen veranlaßt, noch ehe ihre Disziplinierung möglich war. 
Als einen Vorzug der Schule kann man den ausgedehnten theoretischen Teil 
und die späteren Bogenstrich- und Fingerwechselübungen betrachten. 

Wohlfahrt, Franz, Op. 38. Leichtester Anfang im Violinspiel. 
(Rob. Forberg.) 3 M. 

Diese lediglich für Kinder berechnete Schule erstrebt die sichere Be- 
herrschung der ersten Lage und nimmt besondere Rücksicht auf die Größen- 
verhältnisse der kindlichen Hand. Die sonst üblichen Erklärungen der Haltung 
des Körpers, der Violine, des Bogens usw. sind fortgeblieben und dem Lehrer 
überlassen. Bei den auf zwei Seiten notierten Duetten ist die Anordnung 
unpraktisch, daß der Lehrer seinen Platz links vom Schüler einnehmen muß. 
Dadurch wird die Kontrolle der Bogenführung unmögHch gemacht. 



II. Technische Studien. 

In dieser Abteilung sind solche Werke angeführt, die lediglich Material zur 

Ausbildung der Technik enthalten. Der spezielle Zweck und die Art der 

Gestaltung ist, soweit nicht schon die Titel der Werke Bestimmtes sagen, aus 

den Begleitworten ersichtlich. 

Abel, Ludwig, Ecole du Mecanisme. Mechanische und technische 
Violinübungen. 'Hug.) 3 M. 

Eine Folge von Einzel-Fingerübungen größeren ümfangos in allen Ton- 
arten und einem Anhang zur Ausbildung des Trillers. 

— Dieselbe: Neue Folge der mechanisch-technischen Violinübungen. 
2 Hefte. Heft I: 36 Übungsstücke für Violinschüler, als Anleitung 
das Übergehen in höhere Lagen zu erlernen. Mit einer beglei- 
tenden zweiten Violinstimme 2.50 M. — Heft \l: 12 Violinübuogen 
über die 2., 3., 4., 5. und 6. Lage. Mit einer begleitenden zweiten 
Violinstimme 3 M. 



10 A. Instruktive Werke. 

Carri, Ferd., Op. 20. Spezialstudien. Tägliche Übungen durch 
alle Lagen (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

— Op. 21. Spezial-Tonleiterstudien in neuer Form. 5 Hefte. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1 . Heft 3 M., 2.-5. Heft je 2 M. 

Diese Studien setzen eine bereits sichere Technik voraus und sind nur 
für weit fortgeschrittene Sehüler berechnet. Solchen bieten sie einen großen 
Reichtum an Übungsniaterial für die linke Hand und den Bogen. 

Centola, Ernesto, Technik des Violinspiels. (Breitkopf & Härtel.) 
5 Teile, je 3 M. 

Die drei ersten Teile umfassen die Elementarstufe in streng progressiver 
Folge, in der jeder Finger zunächst für die gleiche Intervallstellung auf allen 
Saiten geschult wird. Da hierbei von vornherein die Versetzungszeichen an- 
gewendet werden, muß der Schüler eine gute Grundlage in der Theorie und 
im Notenlesen besitzen. Durch spezielle Übungen werden die Funktionen der 
Finger ausgebildet und am Schlüsse eines jeden Heftes in einer Etüde zusam- 
mengefaßt. Mit dem vierten Teile beginnt die höhere Stufe mit Übungen zur 
Entwicklung der Fingerfertigkeit, bei denen die Unabhängigkeit der spielenden 
Finger durch fest aufgesetzte und liegenbleibende stumme Griffe der übrigen 
Finger erzielt werden soll. Nach Übungen im Lagenwechsel, folgen solche 
zur Vorbereitung für Doppelgriffe, chromatische Übungen, Tonleiter- undAkkord- 
studien. Teil V enthält die Übungen für Doppelgriffe, unter denen sich die 
Tonleiterstudien mit liegender Tonika und die mit liegender Dominante für 
die Intonationsreinheit als von besonderem Vorteil erweisen. 

Dessauer, Heinr., Die Skalen, Akkorde und andere technischen 
Materialien. (Leuckart.) 2 Hefte, je 2 M. 

Heft 1 enthält Übungen in der ersten bis fünften Lage; Heft 2 solche 
in allen Lagen und führt bis zum Beginn der Oberstufe. 

Eberhardt, Goby, Schule der Violintechnik. (Schuberth.) 5 Hefte, 
je 1 M. 

— Beiträge zur Violintechnik. (0. Forberg.) 5 Hefte, je 2 M. 

Ein reichhaltiges Material zur Entwicklung und Ausgestaltung der Technik. 
Die nutzbringende Verwendung setzt die genaue Kenntnis der Intervalle vor- 
aus. Die leitende Idee des Verfassers ist, daß der Schüler wissen und ver- 
stehen soll, was er spielt, daß er bewußt arbeiten und hören soll, sich niemals 
mit bhndem Erraten oder Versuchen abgibt. Die Art der Übungen soll das 
letztere nach Möglichkeit ausschließen. Die ersten drei Hefte enthalten Ton- 
leiter- und Akkordstudien und tägliche Übungen, die beiden anderen Hefte 
Doppelgriffstudien. Text: deutsch-französisch. 

— Op. 81. Schule der Doppelgriffe. Methodische Übungen in Doppel- 
griffen. (Leuckart.) 2 Hefte, je 2 M. 

Heft 1 übt Terzen, Heft 2 Sexten, Oktaven, Dezimen. 

— Mein System des Übens für Violine und Klavier auf psycho- 
physiologischer Grundlage. (Kühtmann.) 5 M. 

Eberhardt, Siegfried, Der beseelte Violinton und die richtige 
Entwicklung der Technik. (Kühtmann.) 3 M. 

Unter »beseelter Viohnton« ist nicht die dynamische Schattierung, auch 
nicht eine besondere Größe des Tones zu verstehen, sondern die auf das Gemüt 
wirkende Eindrucksfähigkeit des Klanges, der die Hörer fesselt, — selbst dann, 
wenn der Ton klein und die technische Ausführung eines Musikstückes nicht 
ohne Mängel erscheint. 

Der Verfasser weist in geistvoller Weise nach, daß das Geheimnis in der 
linken Hand zu suchen ist; daß der Viohnton sein Leben, seine sinnfällige 



II. Technische Studien. 11 

Wirkungskraft und das untorschiedHche Kolorit durch das Vibrato erhält. 
Wie die richtige Ausführung der Vibratobewegung zu geschehen hat und welchen 
Einfluß sie auf die Entwicklung und zuverlässige Gestaltung der Technik ausübt, 
bespricht er in eingehender Weise. Im praktischen Teile des Werkes, dessen 
Studium sehr zu empfehlen ist. wird Material zur Übung des Vibrato geboten. 
Auch die Geiger, welche der Belehrung nicht bedürfen, werden den Ausfüh- 
rungen Eberhardts mit Interesse folgen. 

Eberhardt, Siegfried, Absolute Treffsicherheit auf der Violine. 
Neue Methode. (Fürstner.) 4 M. 

In diesem Werke wird die Basis und der Weg zur Erreichung der jedem 
Geiger nötigen Treffsicherheit dargestellt, sowie die Mittel zu ihrer Erlangung 
geboten. Der physiologische Bewegungsvorgang ist im ersten, theoretischen 
Teil sehr anschaulich und überzeugend dargestellt. Der Text ist klar und durch 
Zeichnungen allgemein verständlich gemacht. Die praktischen Übungen des 
zweiten Teiles bieten eine Fülle geeigneten Materials, das bei verständiger Ver- 
wendung sicher zum Ziele führt. 

Felis, Paolo, Op. 190. Gradus ad Parnassum, Etüdenmechanis- 
mus. (Steingräber.) 2.50 M. 

Sehr brauchbare Studien für die linke Hand, bei denen die Entwicklung 
der Bogentechnik leider unberücksichtigt geblieben ist. 

Hofmann, Rieh., Op. 93, 94, 95. Große ausführliche Technik des 

Violinspiels. (Zimmermann.) Abt. \ . Einfache Technik. 6 M. 

Abt. 2. Doppelgriff-Technik. 6M. Abt. 3. Flageolett-Technik. 3M. 

In progressiv systematischer Ordnung umfaßt das Werk die ganze Technik 

der Hnken Hand vom Anfang bis zur höchsten Ausbildung und bietet ein überaus 

reichhaltiges Material. 

Koopmann, Jules, Übungen in gebrochenen Akkorden in fort- 
schreitender Ordnung. (Schott.) 2.50 M. 

Kross, Emil, Op. 18. Systematische Skalenstudien. (Schott.) 3 Hefte 
je 2.50 M. 

Mit den einfach.sten Tonleitern im Umfang einer Oktave beginnend, führen 

die Studien bis zur Beherrschung der schwierigsten DoppelgrifTskalen. 

— Op. 40. Die Kunst der Bogenführung. Praktisch theoretische 
Anleitung zur Ausbildung der Bogentechnik und zur Erlangung 
eines schönen Tones. (Schmidt.) 3 M. 

Ein viel benutztes, mit reichem Text versehenes, vielseitiges Studienwerk, 
dessen Gebrauch zu empfehlen ist. 

— Op. 50. Gradus ad Parnassum. 2 Teile. (Bosworth.) I. Teil: 
Progressive technische Studien. Heft 1/6, je 1 .50 M., Heft 7 2 M. 
- H. Teil: Die Bogentechnik und Tonbildung. 2 Hefte, je 1.50 M. 

Der erste Teil enthält in sechs Heften progressive technische Studien, 
dazu im 7. Heft theoretische Erläuterungen. Der zweite Teil lehrt Bogen- 
technik und Tonbildung (in zwei Heften). Das Ganze ist mit großem Fleiß und 
hervorragender Sachkenntnis ausgearbeitet; zahlreiche Abbildungen unterstützen 
den interessanten Text. Deutsch-englisch. 

— Op. 98. Systematische Akkordstudien. (Schott.) I. und II. Heft 
je 1.50 M., III. Heft 2 M. 

Von den einfachsten Dreiklangsformen ausgehend, führt das Werk durch 
die Dominantseptiraen- und verminderten Septimenakkorde zu den drei- und 
vierstimmigen Akkorden in verschiedenen Tonarten und Modulationen, sowohl 
in der ersten Lage, als auch mit Lagenwechsel. Es wird in ihm vorzügliches 



12 A. Instruktive Werke. 

Übungsmaterial mit besonderer Berücksichtigung der Arpeggio-Stricharten ge- 
boten. 

Kross, Emil, Op. 100. Systematische Doppelgriffstudien. (Schott.) 
3 Hefte. Vorbereitende und praktische Studien für alle Arten von 
Doppelgriffen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Heftl. Erste 
Lage. 1.50 M. — Heft 2. Zweite bis fünfte Lage und deren 
Verbindungen. ':>.50 M. — Heft 3. Sechste, siebente und höhere 
Lagen in ihren Verbindungen mit der ersten Lage. 2.50 M. 

Madsen, Thorwald, Tägliche Studien. (Hansen.) 1.50 M. 

16 kürzere technische Übungen für vorgeschrittene Spieler. Im Anschluß 

hieran bietet Nr. 17 in Form einer ausgedehnten Etüde eine lange Reihe gut 

erfundener Kadenzen. 

Nadaud, Ed., Praktische Tonleiterstudien. (Costallat.) 4 Fr. 

Seiner kurzen Fassung und praktischen Verbindung von Finger- und 
Bogenübungen wegen sehr zu empfehlen. 

Nowotny, Carl, Op. 7. Das Studium der chromatischen Ton- 
leiter in der ersten Lage. (Leuckart.) 2 M. 

— Op. 9. Das Studium der chromatischen Tonleiter in den Lagen und 
im Lagenwechsel mit systematischem Fingersatz. (Leuckart.) 3 M. 

Ondricek, Fr., und S, Mittelmann, Neue Methode zur Erlangung 
der Meistertechnik des Violinspiels auf anatomisch-physiologischer 
Grundlage. Finger- und Bogentechnik. 2 Teile. (Nickau & Welle- 
minsky.) 6 M. 

Die in diesem Werke niedergelegten Übungen sind für Geiger berechnet, 
die bereits eine solche Stufe der Leistungsfähigkeit erreicht haben, daß sie mit 
Aussicht auf Erfolg die Meistertechnik des Künstlers anzustreben vermögen. 
Dem praktischen Teile geht ein theoretischer voraus, in dem sehr eingehend 
die anatomischen und physiologischen Bedingungen, unter denen die spezifische 
Arbeit auf dem Instrumente geschieht, zu wissenschaftlicher Betrachtung ge- 
langen. Die praktischen Übungen bestehen in Fingerübungen, Beispielen für 
die Ausbildung der Bogentechnik und Tongebung, sowie Exerzitien für Pizzikato 
der linken Hand und solchen zur Erlangung ausgiebiger Doppelgrifftechnik. Text: 
deutsch-englisch. 

Sass, A. L., Resolute Exerzitien des Violinisten zur systematischen 
Trainierung der linken Hand behufs Erlangung einer absoluten, 
treffsicheren Technik. (Vieweg.) 5 M. 

In 24 Lektionen bietet der Verfasser ein ausgezeichnet zusammengestelltes 
Übungsmaterial, das neben den sonstigen Studien vorzunehmen ist. Bei sorg- 
fältiger Ausführung, zu der die erklärenden Worte gegeben sind, werden die 
Finger zu energischer und sicherer Arbeit erzogen und ihnen völlige Unab- 
hängigkeit von der Tätigkeit des Daumens und der nicht greifenden Finger 
gegeben. 

— Die Bogenstricharten. Realdefmition der grundlegenden und 
virtuosen Bogenstricharten nebst Vorstudien auf den freien Saiten 
und 24 charakterisierenden Etüden. (Vieweg.) 5 M. 

Sauret, Emile, Op. 36. Gradus ad parnassum du violiniste. Tech- 
nische Studien für den modernen Violinspieler. 4 Teile. (Forberg.) 
L, HL, IV. Teil, je 6 M., H. Teil 5 M. 

Das Werk umfaßt die ganze Technik, welche das moderne virtuose Spiel 

fordert. 



II. Technische Studien. _ 13 

Scholz, Richard, Op. II. Das Stakkatostudium. Übungen und 
Etüden für die Stakkatostrichart nebst einer Anleitung zur tech- 
nischen Ausführung derselben. (Breitkopf & Härtel.) 3 M. 
Text : deutsch-englisch-französisch. 

— Op. 15. Das Studium der Verzierungen. (Breitkopf & Härtel.) 
2 Hefte, je 3 M. 

Eine mit großem Fleiß hergestellte erschöpfende Betrachtung aller Ver- 
zierungsarten mit vielen Beispielen aus der Violinliteratur. Das zweite Heft 
enthält die praktischen Übungen dazu. 

Schradieck, Henry, Die Schule der Violintechnik. 3 Abteilungen. 
(Cranz.) I.Abt. 3.60 M., H. Abt. 1.80 M., HI. Abt. 2.40 M. 

Die erste Abteilung enthält Übungen zur Ausbildung der Fingerarbeit und 
zur Befestigung in den verschiedenen Lagen. In der zweiten Abteilung sind 
Übungen in Doppelgriffen und in der dritten solche in verschiedenen Strich- 
arten enthalten. 

Sebald, Alexander, Geigentechnik. (Ries & Erler.) 3 Abtei- 
lungen 6 M., in 3 Heften, je 2.50 M. 

Abt. 1 enthält einfache Tonleitern und gebrochene Akkorde, Abt. 2 Terzen 
und Sexten, Abt. 3 SpezialStudien für Oktaven. Das Werk eignet sich nur für 
technisch besonders begabte und weit vorgeschrittene Spieler. 
Sevcik, 0., Op.1. Schule der Violintechnik. (Univ.-Ed.) 7Hefte, je3M. 

Die beiden ersten Hefte schulen die linke Hand für alle möglichen Finger- 
folgen und Intervalle im Umfange der ersten Lage und bringen am Schluß 
eine kurze Etüde, für die 170 verschiedene Stricharten angegeben sind. Das 
dritte und vierte Heft enthalten Übungen für die zweite bis siebente Lage in 
einfachen und Doppelgriff- Kombinationen. Heft 5 übt Lagenwechsel. Die 
letzten Hefte bringen Übungen für Doppelgriffe, Pizzicato mit der linken Hand 
und Flageolett. Text : deutsch-englisch-französisch-italienisch-russisch. 

— Op. 2. Schule der Bogentechnik. (Univ.-Ed.) 3 Abteilungen, 

je 3 M. Die Übungsthemen allein 2 M. 

Die Übungen zerfallen in zwei Gruppen: in solche für den rechten Arm 
und eine für die Entwicklung der Biegsamkeit und Geschmeidigkeit des Hand- 
gelenkes. Hieran schließen sich Übungen für die Entwicklung der Kraft des Hand- 
gelenkes. Das ganze Werk enthält 4000 systematisch fortschreitende Bogenstrich- 
übungen. Die Ausdauer, welche der Autor mit der Aufstellung dieser Unzahl von 
mechanischen Übungen bekundet, ist zu bewundern, noch mehr aber die eines 
Schülers, der sie alle studieren würde. Es ist durchaus geboten in dem an 
sich vortrefflichen Material eine entsprechende Auswahl zu treffen, um zu ver- 
meiden, daß der Schüler automatenhaft rein mechanische Exerzitien macht, 
die zu einem erheblichen Teile für die Kunst ganz belanglos sind und zur 
musikalischen Erziehung keineswegs förderlich erscheinen. 

— Op. 3. Vierzig leichte Variationen zur Anwendung verschiedener 

Stricharten. (Univ.-Ed.) 2 M. 

Sehr viel anregender als Op. 2, bieten die Variationen gutes Material zur 
Ausbildung in der Bogenbohandlung für schon vorgeschrittene Schüler. 

— Op. 7. Trillervorstudien und Ausbildung des Fingeranschlages. 
(Univ.-Ed.) 2 Hefte, je 3 M. 

— Op. 8. Lagenwechsel- und Tonleitervorstudien. (Univ.-Ed.) 3 M. 

Bei sorgfältigem Studium geben diese Übungen Sicherheit im Erreichen 
naher und entfernter Intervalle. Sie bilden alle Finger darin gleichmäßig aus 
und befördern die Reinheit der Intonation. Der Verfasser nennt sie zwar > Vor- 
studien« zum Tonleiterspiel, sie finden aber besser erst dann Verwendung, 



14 A.. Instruktive Werke. 

wenn bereits einige Vertrautheit damit erreicht ist; jedenfalls sollten nur die 
leichteren Übungen vorausgenommen werden, 

Sevcik, 0., Op. 9. Doppelgriff-Vorstudien in Terzen, Sexten, Ok- 
taven und Dezimen. (Univ.-Ed.) 3 M. 

Sitt, Hans, Op. 98. 50 tägliche Übungen für die linke Hand. 
(Peters.) 1.50 M. 

— Op. 41. Tonleiter -Studien in Doppelgriffen (Terzen, Sexten, 
Oktaven und Dezimen) zum praktischen Gebrauch beim Unter- 
richt. (Eulenburg.) 4.50 M. 

— Op. 92. Technische Studien. 2 Teile. (Rob. Forberg.) 6 Hefte, 
je 2 M. 

Der erste Teil enthält in drei Heften Übungen und Etüden zur Ausbil- 
dung der linken Hand, von der Elementarstufe bis zu schwierigen Doppel- 
grifl'en. Der zweite Teil dient der Ausbildung der Bogentechnik und Tongebung 
und bietet in ebenfalls drei Heften treffliches Material zur Erlangung zuver- 
lässiger ßogenbehandlung. 

Togni, Feiice, Die Ausbildung der linken Hand. Systematische 
Übungen für Violine. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) I. Heft: 
Die 1. und 2. Lage. 3 M. II. Heft: Die 3. bis letzte Lage. 4M. 
III. Heft: Die Verbindung der Lagen. 3 M. 

Ein die Ausbildung der linken Hand sehr eingehend behandelndes Werk, 
dessen Studium den Fingern in den einzelnen Lagen sowohl, wie im Lagen- 
wechsel, sichere Arbeit gewährleistet. 

Wahls, Heinrich, Op. 11. Technische Tonleitern- und Akkord- 
studien in progressiver Ordnung. (Rob. Forberg.) 2 Hefte, je 3 M. 
Weiss, Jul., Op. 129. Violintechnik. Mit besonderer Berücksichti- 
gung der ersten drei Lagen. (Weiss.) 4 M., in 2 Heften, je 2.50 M. 
Leicht faßlich und streng progressiv geordnet. 
Wilhelmj, Aug., Terzenstudien. (Schlesinger.) 3 M. 
Wohlfahrt, Franz, Op. 92. Fingerübungen, Tonleitern und 
Akkorde znm täglichen Studium. (Rob. Forberg.) 2 M. 
Für den Anfangsunterricht berechnet. 
Zinke, Gustav, Tonleiterstudien. Die einfachen Dur- und Moll- 
tonleitern im Umfang der ersten Lage bis zu dem von drei 
Oktaven. (Zimmermann.) 2 M. 



III. Etüdeu für Violine allein. 

Stufe L 

Hasse, Gust., Op. 51. Materialien für den Violinunterricht. (Simon.) 
1.80 M. 

Fingerübungen, 24 Etüden in der ersten Lage und 6 Übungen im Lagen- 
wechsel, die natürlich auf späterer Stufe zu spielen sind. 
Hofmann, Rieh., Op. 129. Elementarstudien. (Kahnt.) 2Hefte,je2M. 
Kleine diatonische, akkordische und chromatische Studien in allen Tonarten, 
.zur Ausbildung der Intonation, der Finger- und Bogentechnik. Der Schwierig- 
keitsgrad der beiden Hefte erstreckt sich über diese und die nächste Stufe. 



III. Etüden für Violine allein. 15 

Kühler, Moritz, Op. 50. 30 Violin- Etüden in 18 Tonarten. 
(Zimmermann.) 2 M. 

Für den Anfangsunterricht sehr zu empfehlende melodiöse Etüden. 
Scholz, Rieh., Op. 5. 25 Etüden mit Vorstudien, technischen Übun- 
gen und erläuternden Anmerkungen. (Breitkopf & Härtel.) 3 M. 
Sehr brauchbare Etüden. 
Wohlfahrt, Franz, Op. 54. 40 Elementar-Etüden. (Hob. Forberg.) 
I.Heft 1.50 M. 

Vorzügliches Material für den Anfangsunterricht, das auch mit Klavier- 
begleitung erschienen ist. 

— Op. 74. 50 leichte melodische Etüden. (Rob. Forberg.) l.Ileft3M. 

Unter den für Anfänger geschriebenen Etüden gehören diese mit zu den 
besten. Sie sind von einem erfahrenen Pädagogen, der das Material in an- 
regender Form bietet, geschrieben und interessieren den Schüler. 

Stufe la. 

Centola, Ernesto, 24 kleine melodische Studien in den 24 Ton- 
arten und den 12 gebräuchlichsten Tempi. (Breitkopf & Härtel.) 
Heft I, erste Lage 3 M. 

Das Heft enthält 1 2 Stücke in den Kreuztonarten und bietet für die tech- 
nische und rhythmische Entwicklung gutes Material, das allerdings schon ge- 
wisse Ansprüche stellt. Nr. 7 und 8 sind Doppelgriffübungen im 2/j-Takt. Nr. i 
lehrt die enharmonische Verwechslung. Für begabte und ernst strebende 
Schüler vorzüglich. 

Eberhardt, Goby, Schule der Violintechnik in 5 Abteilungen. 
(Schuberth.) I. Heft i M. 

Trotzdem die Etüden dieses Heftes sich nur im Umfange der ersten Lage 
bewegen, setzen sie doch die ersten Elemente des Violinspiels voraus. Sie sind 
für Schüler berechnet, welche Geiger von Beruf werden wollen oder es min- 
destens ernst nehmen mit dem Studium. 

Hofmann, Rieh., Op. 96. 38 kleine melodische Doppelgriff-Etüden. 
(Zimmermann.) I. Heft 3 M. 

In den ersten 8 Studien ist bei allen zu spielenden Doppelnoten stets nur 
ein Ton zu greifen und der andere durch eine leere Saite anzugeben. Von 
der 9. Etüde ab steigern sich die Schwierigkeiten ganz erheblich, so daß die 
späteren Nummern nur von vorgeschrittenen Schülern bewältigt werden können. 

— Op. 1 07. Technisches und Melodisches. (Zimmermann.) 2 Hefte, 
je 2M. 

50 leichte melodische Studien in der ersten Lage und in allen Tonarten. 
Gut gemacht und angenehm zu spielen. 

Holländer, Gust., Op. 65. 50 melodische Etüden in allen Tonarten 
für den angehenden Violinspieler, als Vorbereitung für die berühm- 
ten Etüden von Kreutzer. (Bote & Bock.) 2 Hefte, je 2.50 M. 
Infolge ihres melodischen Flusses und ihrer großen Vielseitigkeit gehören 
diese f)tüden zu dem besten Übungsmaterial für Schüler, die bereits einige 
Gewandtheit im Violinspiel erlangt haben. Die Technik der linken Hand so- 
wohl wie die Bogengeschicklichkeit und das Rhythmusgefühl finden durch sie 
wirksamste Förderung. Einige Nummern, z. B. die Sarabande (Nr. 8), der 
feierliche Marsch (Nr. 23\ Tempo di Gavotta (Nr. 42) sind reizende Vortrags- 
slücke. 



16 A. Instruktive Werke. 

Kadletz, A. W., Die ersten vorbereitenden melodischen Etüden. 
(Zimmermann.) 2 M. 

Diese brauchbaren Anfänger-Etüden tragen ein national-russisches Ge- 
präge; allen liegen russische Volkslieder zugrunde, die dem Werk ein beson- 
deres Interesse verleihen. 

Kayser, H. E., Op. 20. 36 Etudes elementaires et progressiv. 
(Cranz.) I.Heft 1.80 M. 

Solide Übungen von bedeutendem Nutzen. 
Kross, Emil, Etüden-Album. (Bosworth.) 3 Teile, je 2 M. 

Eine Auswahl berühmter und nützlicher Etüden aus den Werken von 
Kreutzer, Fiorillo, Rode, Spohr, Rovelli usw. progressiv geordnet. Die Schwie- 
rigkeitsgrade erstrecken sich von dieser Stufe bis zur Stufe Va. 
Küzdö, Victor, Op. 13. 20 leichte und melodische Übungen. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

Anregend gestaltete, ^delseitig fördernde Übungen für Schüler, die bereits 
einige Sicherheit in der ersten Lage besitzen. 

Langhans, W., Op. 5. 20 Etüden in der ersten Lage. Revidiert 
von C. Nowotny. (Hofmeister.) 3 M. 

Gut musikalisch. Begabten Schülern zu empfehlen zur Verfeinerung des 
Gehörs und der Intonation wie zur Aneignung der Fundamente der Bogen- 
führung. 

Rehbaum, Theobald, Op. 13. 20 leichte Spezial- Übungen. 
(Schlesinger.) 2 M. 

Die Übungen fördern die Technik der linken Hand und die Bogen- 
geschicklichkeit. 

Sitt, Hans, Op. 32. 100 Etüden, als Unterrichtsmaterial zu jeder 
Violinschule zu gebrauchen. (Eulenburg.) L Heft 2.50 M. 
Das Heft enthält 20 gut melodische Etüden in der ersten Lage. 
Weiss, Jul., Op. 80. Etüden. (Weiss.) L Heft 1.50 M. 
Wohlfahrt, Franz, Op. 54. 40 Elementar -Etüden. (Roh. For- 
berg.) n. Heft 1.50 M. 
Siehe Stufe I. 
Zajic, Florian, Op. 5. 30 Etüden zur Vorbereitung und Ergänzung 
der Etüden von Fiorillo und Kreutzer. (Simrock.) L Heft 3 M. 
Das Heft enthält die ersten 10 Etüden, die alle als vortreffhch zu be- 
zeichnen sind. Sie bewegen sich zwar nur im Umfange der ersten Lage, ver- 
langen aber schon einige Sicherheit in der Intonation. Zwischen den Etüden 
bietet der Autor technische Vorübungen von Wert. 

Stufe H. 

Wohlfahrt, Franz, Op. 74. 50 leichte melodische Etüden. (Rob. 
Forberg.) 2. Heft 3 M. 

Stufe Ha. 

Rehbaum, Theobald, Op. 13. 20 leichte SpezialÜbungen. (Schle- 
singer.) H. Heft 2 M. 

Für begabte Schüler zu empfehlen. Das Heft enthält Übungen in der 
zweiten, dritten und halben Lage und solche, welche die Verbindung dieser 
Lagen lehren. 



III. Etüden für Violine aliein. YJ 

Scholz, Rieh., Op. 22. Das Studium der Lagen. (Oertel.) I.Heft 

(2. und 3. Lage) 2 M. 
Weiss, Jul., Op. 80. Etüden. (Weiss.) IL Heft 1.50 M. 
Zajio, Florian, Op. 5. 30 Etüden zur Vorbereitung und Ergänzung 

der Etüden von Fiorillo und Kreutzer. (Simrock ) II. Heft 3 M. 

Stufe IIL 

Beriot, Ch. de, 187 fortschreitende Übungen, ausgearbeitet von 
H. Dessauer. (Schott.) I. Band 1 M. 

Das Studienmaterial dieses Bandes bildet eine wesentliche Ergänzung jeder 
Lagenschule und eine Vorbereitung auf die Etüden von Kreutzer. 
Köhler, Moritz, Op. 51. 30 kleine Etüden zum Studium der 2., 3., 
4. und 5. Lage und der Verbindung derselben. (Zimmermann.) 
L Heft 2 M. 

Sehr melodiöse und angenehm zu spielende Etüden. 
Leonard, Hubert, Op. 40. Petite Gymnastique du jeune Vio- 
liniste. (Costallat.) 6 Fr. 

Zur Vorbereitung auf die Etüden von Kreutzer, Fiorillo, Rode, Spohr be- 
stimmt. 

Ortmans, Ren6, Op. 6. Traite des Gammes. 2 Teile. (Schott.) 
1. Teil 1.50 M., 2. Teil 1.50 M. 

Von der einfachsten Form im Umfang einer Oktave bis zu Doppelgriffen 
in Dezimen. 

Rolla, Anton, Op. 20. 50 kleine progressiv geordnete Übungs- 
stücke. Herausgegeben von C. Nowotny. (Hofmeister.) 1.20 M. 
Instruktive kurze Exerzitien in allen Dur- und Molltonarten. Für Technik 
und Bogen förderlich. 

Wahls, Heinrich, Op. 31. 22 Etüden zur gründlichen Ausbil- 
dung der Anfänger im Lagenspiel. (Leuckart.) 2.50 M. 

Zweckentsprechende Übungen in den ersten fünf Lagen, die dem Spieler 
Anregung und Förderung geben. 

Stufe Illa. 

Gentola, Ernesto, 24 kleine melodische Etüden. (Breitkopf & 
Härtel.) II. Heft, verschiedene Lagen, 3 M. 

Das zweite Heft dieser Studien enthält Übungen in den [^-Tonarten, die 
auch für den Bogen ausgezeichnetes Material abgeben. Der Komponist nennt 
die Übungsstücke bescheiden: kleine Studien; es sind aber alle Nummern in 
der gebräuchüchen Etüdenlänge gestaltet. Die letzten gehören auf eine spätere 
Stufe. 

Kayser, H. E., Op. 20. 36 Etudes el6mentaires et progressiv. 
(Granz.) H. Heft 1.80 M. 
Siehe Stufe la. 

Köhler, Moritz, Op. 51. 30 kleine Etüden zum Studium der 
2., 3., 4. und 5. Lage und der Verbindung derselben. (Zimmer- 
mann.) II. Heft 2 M. 

Mazas, F., Op. 36. Heft I: Etudes speciales. Revidiert von A. Hecker. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. — Revidiert von E. 

Qrünberg, Literatur der Streichinstrumente. 2 



j8 A. Instruktive Werke, 

Kross. (Schott.) 1.50 M. — Revidiert von Fr. Hermann. (Peters.) 
1.20 M. — Mit einer 2. Violine von A. Grünwald. (Litolff.) 2 M. 

Von dem bekannten und interessanten Etüdenwerk ist auf dieser Stufe 
das erste Heft zu spielen. Das zweite ist auf der folgenden Stufe und das 
dritte später zu verwenden. Das Opus bietet anregendes Übungsmaterial, das 
sich durch schöne Melodik und vornehmen Stil auszeichnet. 
Sitt, Hans, Op.32. 1 00 Etüden, als Unterrichtsmaterial zu jederVio- 
linschule zu gebrauchen. (Eulenburg.) U. Hft. 2.50M., III. Hft. 3.50M. 

Die Hefte enthalten 20 Etüden in der 2., 3., 4., 5. Lage und ebensoviel 
Etüden für den Lagenwechsel. Beide Hefte empfehlen sich dui'ch die gut 
musikalische Gestaltung des Inhaltes. 
Wery, N., Op. 12. 20 Exercices. (Gostallat.) 4 Fr. 

Fördern die Technik und die Geschmeidigkeit der Bogenführung. 

Stufe IV. 

Dont, J.,Op. 37. 24 Vorübungen zu R.Kreutzers und P. Kodes Etüden. 

(Leuckart.) 5 M. Ausgabe mit Piano fortebegleitung 7 M. 

Ein Teil des ausgezeichneten und inhaltvollen Gesamtwerkes »Gradus ad 
Parnassum«. Die Nummern 19, 22 und 24 gehören einer späteren Stufe an. 
Eberhardt, Goby, Schule der Violintechnik in 5 Abteilungen. 

(Schuberth.) II. Heft 1 M. 

Düs Heft enthält Etüden in den sieben Lagen von bedeutendem pädago- 
gischem Wert für ernst strebende Schüler. 
Mazas, F.,Op.36. Heftll: Etudes brillantes. RevidiertvonA. Hecker. 

(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. — Revidiert von E. 

Kross. (Schott.) 1.50 M. — Revidiert von Fr. Hermann. (Peters.) 

1.20 M. — Mit einer 2. Violine von A. Grünwald. (Litolff.) 2 M. 
Weiss, Jul., Op. 80. Etüden. (Weiss.) HI. Heft 1.50 M. Alle drei 

Hefte in einem Bande 4 M. 
Wery, N., Op. 16. 50 Variationen über die Cdur- Tonleiter. 

(Gostallat.) 2 M. 

Kurze Variationen in acht Takten, die das Thema sehr vielseitig behan- 
deln und sowohl rhythmisch wie bogentechnisch nutzbringend sind. 
Wittin g, C., Übungen für die 4., 5., 6., 7. Lage. (Steingräber.) 

Sonderabdruck aus der Violinschule. III. Teil 1 M. 
Zajic, Florian, Op. 5. 30 Etüden zur Vorbereitung und Ergänzung 

der Etüden von Fiorillo und Kreutzer. (Simrock.) III. Heft 3 M. 

Stufe IVa. 

Abel, Ludwig, Studienwerk für die Violine allein. (Steingräber.) 
2 Hefte, je 1.50 M. 

85 Studien älterer Meister deutscher, französischer und itahenischer Schule. 
Die Schwierigkeiten in den Stücken steigern sich bis zur Konzertvirtuosität. 
Gampagnoli,B.,Op. 18. 7 Divertissements. Neue mit Fingersatz ver- 
sehene Ausgabe von J.N. Rauch. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
1.20 M. — Herausgegeben von E. Kross. (Schott.) 1.20 M. — 
(Litolff.) 1.20 M. 

Zur Ausbildung im Lagenspiel finden diese mehrsätzigen Tonstücke gute 



in. Etüden für Violine allein. 19 

Verwendung. Jede Nummer ist für das Studium einer bestimmten Lage be- 
rechnet. Die Ausgabe von Rauch empfiehlt sich durch genaue Bezeichnung. 
Hofmann, Rieh., Op. 108. Technisches und Melodisches. (Zim- 
mermann.) 2 Hefte, je 2 M. 

40 melodische Studien in allen Lagen und Tonarten, die als anregend 
und nützlich zu empfehlen sind. 

Kayser, H. E., Op. 28. Etüden in der V2, ^ -, 2., 3., 4., 5., 6. 
und 7. Lage. (Cranz.) 3.50 M. 

Ein gutes Werk, dessen Studium Vertrautheit mit den Lagen verleiht. 
Begleitung einer zweiten Violine ad libitum. 

Leonard, H., Op. 46. 24 Etudes harmoniques. (Costallat.) 8 Fr. 
Ü4 Etüden zur Vervollkommnung im Lagenspiel, mit besonderer Berück- 
sichtigung der 2. und 4. Lage. Schülern, die in den Lagen schon etwas zu- 
hause sind, zu empfehlen. Begleitung einer zweiten Violine ad libitum. 
Lincke, A. F., 8 Etüden. Ausgabe von Edm. Singer. (Hansen.) 3 M. 
Musikalisch solide Etüden, die im Anschluß an Kaysers Op. 28 oder an- 
dere Lagenstudien zur praktischen Verwertung des Gelernten zu benutzen sind. 
Nowotny, Carl, Op. 10. 24 fortschreitende Studien in allen Dur- u. 
Molltonarten nach Ferd.Kirms gleichnamigem Werk. (Leuckart.) 3M. 
Brauchbare Übungen zur Erzielung reiner Intonation und bogentechnischer 
Gewandtheit. 

Polledro, J. B., 6 Etüden. Herausgegeben von H. Schradieck. 
(Breitkopf & Härtel.) \ M. 

Mit Ausnahme der zweiten Etüde, DoppelgrifTstudien. Nr. 2 dient der Ge- 
läuögkeit und geschmeidigen Bogenführung. Die Tendenz der Etüden ist un- 
gefähr die der Kreutzerschen. 
Ruhl, Hans H., Schule der Geläufigkeit, l. Heft. 12 Studien zu 

den Konzerten älterer Meister. (Breitkopf & Härtel.) 3 M. 
Scholz, Rieh., Op. 22. Das Studium der Lagen. H. Heft (4. bis 

7. Lage). (Oertel.) 3 M. 
Sitt, Hans, Op. 32. 100 Etüden, als Unterrichtsmaterial zu jeder 
Violinschule zu gebrauchen. (Eulenburg.) IV. Heft, 20 Etüden 
in der 6. und 7. Lage und für den Lagenwechsel. 4 M. V. Heft, 
20 Doppelgriff-Etüden. 4 M. 

Stufe V. 
d 'Adelburg, A., Op. 2. 24 Etüden zur Ausbildung der Finger- 
geläufigkeit. (Kahnt.) 2 Hefte, je 2.50 M. 

Neben Kreutzers und Fiorillos Etüden zu verwenden. 
Beriot, Ch. de, Op. 114. 12 Etudes caractöristiques. Heraus- 
gegeben von W. Meyer. (Steingräber.) 1 M. 
Bloch, Jos., Op. 8. 12 Capricen. (Ries & Erler.) 3 M. 

Technik und Bogenführung fördernd. Nr. 5 ist eine Spezial-Etüde für 
die zweite, Nr. 9 eine solche für die vierte Lage. 
Casorti, Aug., Op. 47. 3 Etüden. (Hofmeister.) 1.75 M. 

Die Etüden tragen charakteristische Überschriften. Die erste >Zorn€ dient 
zur Übung des breiten Striches mit dem Vorderarm, die zweite »Das Glöcklein 
des Eremitent übt den singenden Ton, im Mittelsatz das Martellato und an 
einigen Stellen Pizzikato mit der linken Hand. Die dritte Etüde »Unruhe< ist 
in schnellem Tempo mit kürzeren Bogenstrichen auszuführen. 

2* 



20 A. Instruktive Werke. 

Kreutzer, R., Etüden oder Gapricen. Instruktive Ausgabe mit 
zahlreichen Erläuterungen von Henri Petri [42 Etüden]. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. — Dieselbe ohne Erläuterungen. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. — Ausgabe von H. Vieux- 
temps [42 Etüden]. (Schuberth & Co.) 1.20 M. — Revidiert von 
Fr. Hermann [42 Etüden]. (Peters.) IM. (Begleitende zweite Vio- 
linstimme dazu IM.) — Ausgabe von G. Nowotny [42 Etüden]. 
(Leuckart.) 3 Hefte, je 1.20 M. — Revidiert von W. Meyer 
[40 Etüden] 1 M. ; bearb. von H. Marteau mit zweiter Viohne 
von H. Leonard. (Steingräber.) 2.40 M. 

Es gibt kein anderes Etüdenwerk, das so allgemein bekannt und geschätzt 
wäre, wie diese Etüden von Kreutzer, die man als unentbehrlich für jeden 
Geiger bezeichnen kann. Sie sind grundlegend für eine solide Technik und 
erziehen zu musikalischer Gesinnungstüchtigkeit, wie Alb. Tottmann treffend 
sagt. In der Form knapp und ohne Weitschweiiigkeit, sind sie durchgehends 
vornehm und vermeiden jede Ermüdung. Häufig werden die Etüden auf 
früherer Stufe gegeben, trotzdem viele von ihnen schon Ansprüche stellen, die 
eine bereits entwickelte Technik zur Voraussetzung haben. Das gilt besonders 
von den Doppelgriff-Etüden, die am besten der nächsten Stufe vorbehalten 
bleiben. 

— Dieselben. Nach den technischen Ansprüchen der Neuzeit bearbei- 
tet von E. Kross [42 Etüden]. (Schott.) 3 M. In 3 Heften, je 1 M. 

Eine mit großer Sorgfalt hergestellte Ausgabe, die auch die beiden in 
der Originalausgabe von G Legouix-Paris enthaltenen Etüden in G- und Adur 
bringt. In ausführlichen Anmerkungen gibt der Herausgeber Anleitung zur 
Ausführung des Staccatos und Springbogens; er fügte auch eine Skalentabellc 
zur Ausbildung der verschiedenen Klangfarben und Tonkontraste hinzu. Ein 
Teil der den Nrn. 1, 4 und 27 vorgedruckten Stricharten entspricht nicht dem 
Wesen dieser Übungen. 

— Dieselben. Ausgabe von H. Schröder. (Kistner.) 3 M. 

Eine ebenfalls mit reichem Text versehene vortreffliche Ausgabe der 
42 Etüden, die durch genaue Bezeichnung und graphische Darstellung des Bogen- 
verbrauches dem Schüler jeden Zweifel betreffs der Ausführungsart nimmt. 

— Dieselben [40 Etüden] mit Begleitung einer zweiten Violine. Be- 
arbeitet von A, F. Habeneck. (Schlesinger.) 2 Hefte, je 1 M. 

Eine sehr zu empfehlende Ausgabe. Sie vermeidet jede dem Wesen dieser 
Übungen fernliegende Zutat und bringt durch die zweite Violine eine in die 
Solostimme hoch musikalisch eingreifende Begleitung. 
— • Klavierbegleitungzu den 40 Etüden von Gh. Eichheim. (Hofmeister.) 

3 Hefte, je 3 M. 
Libon, P., Op. 15. 30 Gapricen. (Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

Der Umstand, daß diese Gapricen Viotti gewidmet sind, läßt von vorn- 
herein ihre Tendenz vermuten. Es sind solide und dabei gefällige Musikstücke, 
die auf Kreutzer und Fiorillo weisen. 
Scholz, Rieh. ,0p. 13. Das Studium der Stricharten. Zur Vorbereitung 

undErgänzung der Kreutzerschen Etüden. (Breitkopf & Härtel.) 3M. 

Das Werk sei empfohlen. Die Prinzipien, von denen der Autor ausgeht 

und die er in einer Einleitung erläutert, sind sehr richtig und beachtenswert. 

Sitt, Hans, Op. 80. 24 Etüden in 24 verschiedenen Tonarten. 

Als Vorstudien zu Rodes Gapricen zu benutzen. (0. Forberg.) 

2 Hefte, je 2 M. 



III. Etüden für Violine allein. 21 

Vieuxtemps, H., 6 Etüden [nachgelassenes Werk]. Herausgegeben 
von H. Becker, revidiert von C. Nowotny. (Universal-Ed.) 2 M. 
Die ersten vier Etüden können von begabten Schülern schon auf der 
vorigen Stufe gespielt werden. 

Stufe Va. 

Abel, L., Gebrochene Akkorde und Arpeggien. (0. Forberg.) 4 M. 

Sehr empfehlenswerte Studien, von denen die letzten zur nächsten Stufe 
gehören. 

Alard, D., Op. 18. 10 charakteristische Studien. Revidiert von 
Fr. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Dienen in erster Linie zur Ausbildung der virtuosen Spielmanier, beför- 
dern die Geschmeidigkeit des Handgelenkes und geben Fingerdisziplin. 
— Op. 41. 24 Etüden-Capricen in den 24 Tonarten. (Schott.) 2 Hefte, 
je 2 M. — Rev. von E. Kross. (Schott.) 2 Hefte, je 2 M. 

Etüden, deren Studium elegante Spielmanier gibt und der Bogenführung 
Geschmeidigkeit verleiht. Das erste Heft enthält die Kreuz-, das zweite die 
Be-Tonarten. Zum Teil verlangen die Etüden entwickelte Doppelgriffgeschick- 
lichkeit. 

Alday, F., Op. 4. Etüden. Herausgegeben von Th. Rehbaum. 
(Schlesinger.) 2 M. 

In der Art der klassischen Etüden von Kreutzer, Fiorillo und Rode, wenn 
auch nicht in so geschlossener Form. Bei solider harmonischer und rhythmi- 
scher Gestaltung, dienen sie hauptsächlich der Ausbildung der linken Hand. 
In der Rehbaumschen Ausgabe sind die weniger wertvollen Nummern ganz 
fortgelassen, aus einigen die belanglosen Stellen ausgemerzt, Fingersatz- und 
Strichbezeichnungen mit Sorgfalt hinzugefügt. Die Etüden sind zum Studium 
nach denen von Kreutzer zu verwenden. 

Beriot, Gh. de, 187 fortschreitende Übungen, ausgearbeitet von 
H. Dessauer. (Schott.) Band IH. 1 M. 

Dieser Band enthält schwierigere Übungen in einfachen und Doppelgriffen, 
nebst Material zur Erzielung von Sicherheit in den höchsten Lagen, das als eine 
moderne Ergänzung der Etüden von Fiorillo und Rode angesehen werden mag. 

Blumenthal, J. v., Op. 68. 24 Etüden. Neue Ausgabe von G. 
Nowotny. (Leuckart.) 3 Hefte, je 1.20 M. 

Geeignet zum Gebrauch neben und nach Kreutzers Etüden und Kodes Ca- 

pricen, denen sie in der Mannigfaltigkeit der Stricharten und Bogenwendungen, 

den Läufen und Doppelgriffen überlegen sind, ohne deren Gehalt zu erreichen. 

Campagnoli, B., 38 Etüden und Studien. Ausgewählt und genau 

bezeichnet von P. Felis. (Leuckart.) 3 M. 

Der Herausgeber hat es sich angelegen sein lassen, die Campagnolischen 
Studien und technischen Übungen in methodischer Weise aneinander zu reihen. 
Als notwendige Ergänzung hat er Etüden anderer Viohnmeister, nämlich Fio- 
illos, LiLons und Piunies. eingefiochlen. Das Material ist vielseitig und besitzt 
pädagogischen Wert, wenn auch die in der letzten Übung verlangten weiten 
Spannungen nicht von jeder Hand ausgefübit werden können. 
Dancla, J., Op. 2. 6 Etüden. (Hofmeister.) 2 M. 

Melodische, die Technik und Bogenführung abschleifende Stücke. Nr. 6 
ist eine gute Studie für leichtes Staccato. 
Dont, J., Op. 54. 6 Studien. (Leuckart.) 2 M. 

Diese Studien sollen nach einer Bemerkung des Verfassers im Anschluß 



22 A.. Instruktive Werke. 

an seine Etüden Op. 35 gespielt werden. Sie sind aber etwas leichter als diese 
und besser vorher zu studieren. 

Eberhardt, Goby. Schule der Violintechnik in 5 Abteilungen. 
(Schuberth & Co.) Heft III 1 M. 

Das Heft bietet in 6 Etüden und Gapricen ein vorzügliches Übungsmaterial 
über den ganzen Umfang der Violine. 

Fiorillo, F., 36 Etüden oder Gapricen. Ausgabe von F. Togni. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. 

Im gewöhnlichen Verlauf des Unterrichtsganges folgen diese Etüden auf 
die von Kreutzer. Sie tragen wesentlich zur weiteren Entwicklung der Technik 
bei und zur freieren, geschmeidigeren Bogenführung. Eine ausgezeichnete Aus- 
gabe mit genauester Angabe des Fingersatzes, der Quintengriffstellung und 
sonstiger Ausführungsregeln. 

• — Dieselben. Revidiert von Fr. Hermann. (Peters.) IM. — Ausgabe 
von A.Blumenstengel. (Litolff.) 1 M. — Herausgeg. von H.Marteau, 
mit zweiter Violine von H. Leonard. (Steingräber.) 2 M. — Bear- 
beitet von H. Vieuxtemps. (Schuberth & Go.) 1 M. — Ausgabe 
von G. Nowotny. (Leuckart.) 3 M. 

Zu diesen Etüden ist von A. Tottmann eine vortreffliche Klavierbegleitung 

erschienen (Leuckart, 2 Hefte, je 3 M.). 

Hauser, M., 12 Konzert-Etüden. (Schuberth & Co.) Heft I, Op. 8. 
Heft H, Op. 33. In I Heft 1.50 M. 

Gefällige Etüden, die allerdings schon erhebliche Ansprüche stellen. Sie 
geben Gewandtheit im Vortrage. 

Hermann, Fr., Op. 27. Deutsche Doppelgriff-Übungen. (Breit- 
kopf & Härtel.) 2 M. 

Diese melodischen und charakteristischen Übungen geben Geschicklichkeit 
in Doppelgriffen und sind geeignet, nach den Rodeschen Gapricen gespielt zu 
werden. 

— Dp. i 0. Studien für Violinspieler. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Vorzugsweise für die Ausbildung der linken Hand, zur Erreichung der 
Sicherheit auf dem Griffbrett. 

Hofmann, Rieh., Op. 96. Melodische Doppelgriff-Etüden. (Zim- 
mermann.) Heft n 3 M. 

Das Heft bildet die Fortsetzung des unter Stufe la genannten ersten 
Heftes und ist gleich jenem zu empfehlen. 

Hüllweck, Ferd., 25 Studien. (Leuckart.) 6 Hefte, je 1.20 M. 
Zum Studium der Tonleitern und Akkorde zu empfehlen, besonders da 
sie auch die Bogentechnik fördern. 

Lemming, F. G., Etudes fantastiques. Herausgegeben von E. Singer. 
(Hansen.) 3 M. 

12 Etüden, die Technik und Bogenführung ausbilden. 
Saint-Lubin, L. de, Op. 42. 6 große Gapricen. (Kistner.) 2.50 M. 
— Neuausgabe von A. Grünwald. (Litolff.) 1 M. 

Arpeggio- nnd Doppelgriffstudien melodiösen Charakters und gefälliger 
Form. Förderlich für Finger und Bogen. 

Mazas, F., Op. 36. Heft HI: Etudes d'Artistes. Revidiert von A. 
Hecker. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. 



III. Etüden für Violine allein. 23 

— Ausgabe A^on F. Hermann. (Peters.) 1.20 M. — Ausgabe von 
von A. Blumenstengel. (Litolff.) 1.20 M. 

Mit den auf früheren Stufen genannten Heften I und II bildet dieses 
Heft III ein sehr zu empfehlendes Sludienwerk. in welchem sich dem Schüler 
in anregender Form vielseitiges Übungsmaterial bietet, das geeignet ist, ihm 
freie, virtuose Spielart zu geben. 

Mayseder, J., Op. 29. 6 Etüden. Neue Ausgabe von J. Hell- 
mesberger. (Universal-Ed.) 60 Pf. — Neuausgabe von L. Abel. 
(Litolff.) 60 Pf. 

Entwickeln Finger- und Bogentechnik. 
Meerts, J. L., Die Kunst der Bogenführung. Bezeichnet von H. Sitt. 
(Schott.) 1.20 M. 

Sehr brauchbar zum Studium der soliden Stricharten. 
Minkous, L, 12 Etüden. (Rahter.) 3.50 M. 

Wenig bekannte, angenehm zu spielende, in die virtuose Spielmanier ein- 
führende Etüden, die mit Vorteil nach Rodes Capricen zu studieren sind. 
Pente, Emilio, Op. 8. 6 Etudes-Impressions. (Schott.) 2 Teile, 
je 1.50 M. (I.Teil: Dans Tusine. Intermezzo. En voyage. 2. Teil: 
Le Ruisseau. Au Temple. Scherzo.) 

Interessante und anregende Musikstücke. Nr. 5 ist eine Tremolostudie, 
der das Gregorianische Thema 

g 



zugrunde liegt. i 

Rode, P., Op. 22. 24 Capricen in Form von Etüden. Bezeichnet 
von F. Togni. (Volksausgabe Breitkopf & Härlel.) 1 M. — Neu- 
ausgabe von A. Blumenstengel. (Litolff.) \ .20 M. — Bezeichnet 
von F. David. (Peters.) 1 M. — Herausgeg. von H. Marteau, mit 
zweiter Violine von H. Leonard. (Steingräber.) 2 M. — Ausgabe 
von W. Meyer. (Steingräber.) IM. — Bezeichnet von H. Vieux- 
temps. (Schuberth & Co.) 1 M. — Revidiert von E. Kross. 
(Schott.) 1.80 M. — Eine vortreffliche Klavierbegleitung ist von 
Alex. Cornelis erschienen. (Breitkopf & Härtel.) 4M.; eine eben- 
solche von Fr. Hermann. (Peters.) 6 M. Eine begleitende zweite 
Violine von Ad. Grünwald. (Litolff.) 1 M. 

Gleich den Etüden von Kreutzer gehören diese Capricen zu den klassi- 
schen Übungen, die jeder Geiger studieren muß. Ihr vorwiegend musikalischer 
Charakter verlangt von dem Spieler bereits eine gewisse künstlerische Ent- 
wicklung und Verständnis für den Ausdruck der getragenen Einleitungen. Der 
Reichtum der Modulation trägt wesentlich zur Sicherstellung der Intonation 
bei, und die farbenreiche Nüancierung gibt der Bogenführung künstlerischen 
Schliff. Voraussetzung hierfür ist natürlich, daß den angegebenen Bezeich- 
nungen die Aufmerksamkeit zuteil wird, die dem hohen musikalischen Werte 
der Kompositionen gebührt. 

— 12 Etüden (Nachgel. Werk.). Bezeichnet von F. Togni. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. — Bezeichnet von Fr. Her- 
mann. (Peters.) 1.20 M. — Neuausgabe von E. Singer. (Litolff.) 
1 .20 M. — Bezeichnet von E. Kross. (Schott.) 1 .20 M. 

Musikalisch vornehm und nutzbringend, wenn auch nicht ganz auf der 



24 ^- Instruktive Werke. 

Höhe der vorgenannten Capricen. Ihr Platz ist am besten zwischen den Etüden 
von Fiorilio und den 24 Capricen. 

Rovelli, Pietro, Op. 3. 12 Capricen. Herausgegeben von C 
Nowotny. (Leuckart.) 2.50 M. — Ausgabe von R. Hofmann. 
(Peters.) 80 Pf. — Herausgegeben und mit zweiter Violine ver- 
sehen von H. Marteau. (Steingräber.) 1.60 M. — Herausgegeben 
von A. Schulz. (Litolff.) 80 Pf.j 

Solide, der Technik sehr förderliche Etüden, die schon bedeutende An- 
forderungen stellen und zur Ausgestaltung des Doppelgriffspieles wesentlich 
beitragen. Sie sind auf keinen Fall vor den Capricen von Rode zu ver- 
wenden. Die Ausgabe von Nowotny zeichnet sich durch genaue Bezeichnung 
des Fingersatzes und Bogenverbrauches aus. 

Spohr, L., I 2 Übungen aus der Violinschule. Herausgegeben von 
J. Dont. (Schlesinger.) 1 .50 M. 

Diese aus der VioHnschule her bekannten Übungen erscheinen hier in 
einer vom Herausgeber genau bezeichneten Einzelausgabe. 

Tartini, G., L'art de l'archet. 50 Variationen über eine Gavotte 
mit Begleitung eines Basso continuo, bearbeitet von F. David. 
(Andre.) I M. 

Tartinis >Kunst der Bogenführung« ist als das Fundament anzusehen, 
auf dem sich das moderne Yiolinspiel aufbaute; sie wurde mustergültig für 
alle späteren ähnlichen Werke. Die technischen und ästhetischen Ausdrucks- 
möglichkeiten durch den Bogen wurden von Tartini geschaffen und sein Ein- 
fluß erstreckt sich bis auf die heutige Zeit. 

Venzl, Josef, Op. 88. Universalstudien. 36 Etüden in allen Ton- 
und Stricharten. (Oertel.) 1.50 M. 

Ungefähr im Stile von Mazas Op. 36 bringen diese Studien ein vielseitiges 
Übungsmaterial. Nr. 5 ist eine Studie im Rhythmus des ersten Satzes der 
C moll-Sinfonie von Beethoven mit thematischer Anlehnung an denselben. Die 
letzten Nummern sind Flageolett- und Pizzicatoübungen. 

Orchesterstudien für die erste Violine. Eine Sammlung 
schwieriger Stellen aus Tonwerken für Kirche, Theater und Kon- 
zertsaal. Mit Fingersatz- und Bogenstrichbezeichnungen versehen 
von Fr. Hermann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 Bände, 
je 3 M. 

Orchesterstudien für die zweite Violine. Eine Sammlung 
schwieriger Stellen aus Ton werken für Kirche, Theater- und 
Konzertsaal. Mit Fingersatz- und Bogenstrichbezeichnungen ver- 
sehen von Fr. Hermann. 3 M. 

Jedem Orchestergeiger, namentlich dem jüngeren, der die in der Samm- 
lung enthaltenen schwierigen Stellen in der Praxis noch nicht kennen gelernt 
hat, wird dieser Auszug hoch willkommen sein. 

Orchesterstudien aus Richard Strauss sinfonischen 
Werken, ausgewählt und bezeichnet von C. Prill. (Universal- 
Ed.) 2 Hefte, je 3 M. 

Die großen Anforderungen, welche R. Strauss an die Orchestertechnik 
stellt, lassen diese Zusammenstellung aller jenen Stellen, die das Maß der 
durchschnittlichen Schwierigkeiten überragen, sehr erwünscht erscheinen. 



HI. Etüden für Violine allein. 25 



Stufe VI. 



Beriot, Ch. de, Op. 17. 6 Etudes brillantes. (Schlesinger.) 
2 Hefte. Je 2 M. 

Zur Ausbildung im virtuosen Vortrage. 
Chits, John, 30 Capricen. (Novello & Co. — London.) 5 Sh. 

Originelle und interessante, wenn auch nicht immer musikalisch schöne 
Studien zur Förderung der Gewandtheit der linken Hand und der Bogentcchnik. 
Die Schwierigkeiten sind manchmal etwas gewaltsamer Natur, 

Dont, J., Op. 35. Etudes et Gaprices. (Leuckart.) M. 6. — . 

Als letzte Stufe des »Gradus ad Parnassum« stellen diese Etüden ganz 
virtuose Anforderungen an die Technik. Sie bilden in gewissem Sinne die 
Verbindung zwischen den Etüden von Gavinies und den Paganinischen. Sie 
sind vielseitiger, moderner als jene und verlangen eine freiere Spiel- und Vor- 
tragsart. Ihrem musikalischen Werte nach kann man sie den klassischen 
Etüdenwerken an die Seite stellen. 

Eberhardt, Goby, Schule der Violintechnik. (Schuberth & Co.) 
Heft V I M. 

Das letzte Heft dieses Werkes enthält i Etüden und Capricen für Doppel- 
griffe. Gleich den auf früheren Stufen genannten Heften, bietet es in Inhalt 
und Form vorzügliches. 

Gavinies,?., 24 Etüden [Malinees]. (Hofmeister.) 2 Hefte, je 75 Pf. — 
Bezeichnet von F. Togni. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) \ M. 
Letztere ist eine gute Ausgabe, die, ohne mit Bezeichnungen überladen 
zu sein, alles Wesentliche im Sinne des Komponisten angibt. 

— Dieselben. Bezeichnet von Fr. Hermann. (Peters). IM. — 
Revidiert von A. Blumenstengel. (Litloff.) 1 M. — Bezeichnet von 
E. Kross. (Schott.) I.ÖOM. — Bezeichnet von F. Berber. (Universal- 
Ed.) i M. — Herausgegeben und mit zweiter Violine versehen 
von H. Marteau. (Steingräber.) 2.40 M. — Bezeichnet von 
E. Singer. (Schweers & Haake.j 1.50 M. 

Diese für jeden Geiger höherer Ordnung beinahe unentbehrlichen Etüden 
schrieb der Komponist in einem Alter von 72 Jahren und gab mit ihnen den 
Studierenden ein auf die Etüden von Paganini trefflich vorbereitendes Material, 
das rausikahsch der gediegendsten Richtung zugehört. Große Spannungen der 
linken Hand, schwierige Lagenverbindungen und viele auf dem Prinzip von 
Doppelgriffen beruhende Figurenbildungen verleihen dem Spieler eine bedeu- 
tende Virtuosität und führen ihn gut vorbereitet ^u den technischen Aufgaben 
der letzten Stufe. Eine ausgezeichnete Klavierbegleitung ist von A. Tottmann 
zu den Etüden erschienen (Hofmeister, 2 Hefte, je 3 M.). 

Ha'it, M., 5 Caprices de Goncert. (Costallat.) 4 Fr. 

Schwierige Doppelgriff- und Passagestudien mit reicher Anwendung von 
Flageoletts. Jede Nummer trägt ein charakteristisches Gepräge. 

Hermann, Fr., Op. 23. Meisterstudien. (Breitkopf & Härtel,) 3 M. 
Übungen, die zur Herrschaft der Finger auf dem Griffbrett führen und 
der Hand Sicherheit in weiten Sprüngen auf derselben Saite geben. 

Leveque, Emile, Op. 27. 6 Grandes Etudes gymnastiques äi 
l'usage des artistes. (Costallat.) 6 Hefte, je 1.50 Fr. 

Nr. i. Cdur, über das erste Präludium von J. S. Bach. — 
Nr. 2. Amoll, zum Studium von Staccato und Ricoche. — 



26 ^- Instruktive Werke. 

Nr. 3. Gmoll, Unisono-Griffe. — Nr. 4. Dmoll. (Divertisse- 
ment.) Doppelgriffe und Pizzikato der linken Hand. 
Zur Ausbildung im virtuosen Spiel zu empfehlen. 
Lipinski, C, Op. 29. 3 Capricen. (Schuberth & Co.) 1.50 M. 
Nach dem Studium der Etüden von Gavinies, die für den Bogen nur 
geringe Abwechselung bieten, zu spielen. Nr. 1 ist eine Tremolostudie, die 
beiden folgenden sind in durchaus virtuoser Spielmanier gehalten. 

Meerts, J. L., Die Kunst der Bogenführung. Bezeichnet von Hans 
Sitt. (Schott.) 1.20 M. 

Zur Ausbildung in den leichten Stricharten. 
Palaschko, Joh., Op. 14. 6 Konzert-Etüden. (Rahter.) 2.50 M. 
Zur Ausbildung im Doppelgriffspiel sehr zu empfehlen. Die letzte Etüde 
ist eine Spezialstudie für Oktaven. 

Ruhl, Hans H., Schule der Geläufigkeit. (Breitkopf & Härtel.) 
Heft H. 1 2 Studien nach Beethoven , Mendelssohn , Spohr, 
Kreutzer. 1 M. 
Vieuxtemps, H., Op. 16. 6 Konzert-Etüden. (Peters.). 1 M. 

Sehr geeignet als Vorschule zu seinen Konzerten. Die Etüden sind 
schwungvoll und virtuos im besten Sinne. 

Stufe Via. 

Leveque, Emile, Op. 27. 6 Grandes Etudes gymnastiques ä 
l'usage des artistes. Nr. 5. Op. 44. Transcription du »Larghetto« 
du Konzertstück Op. 79 de Weber. — Nr. 6. Op. 45. Transcription 
du »Final« du Konzertstück Op. 79 de Weber, (Costallat.) Je 
1.50 Fr. 

Leveque hat das Experiment gemacht, die Klavierpartie des bekannten 
Konzertstückes von G. M. von Weber (Op. 79) für die Violine zu übertragen. 
Das erste Heft enthält das Larghetto, das zweite das Finale mit den eben- 
falls für eine Violine eingerichteten Orchestertutti. Die Übertragung ist, das 
muß zugestanden werden, eine sehr geschickte, stellt aber naturgemäß die 
höchsten Anforderungen an die Technik des Spielers. Geiger, die völlig auf 
der Höhe der Leistungsfähigkeit stehen, finden vielleicht Vergnügen an dieser 
Kuriosität 

Paganini, N., Op. 1. 24 Capricen. Bezeichnet von F. David. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. — Herausgegeben 
von Jean Becker. (Peters.) 1.20 M. — Ausgabe von E. Kross. 
(Schott.) 1.20 M. — Ausgabe 0. Bier. (Hofmeister.) 1.20 M. — 
Ausgabe von A. Rose. (Universal-Ed.) 1.20 M. ■ — Neuausgabe 
von E. Singer. (Litolff.) 1 .20 M. — Eine Klavierbegleitung zu 
diesen Capricen ist von F. David erschienen. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Unter Paganinis Namen sind mancherlei Kompositionen veröffentlicht 
worden, deren Autorschaft der berühmte Virtuose selbst ablehnte. Mit Sicher- 
heit kann man 13 Werke als von ihm komponiert bezeichnen. Davon sind 
nur vier bei seinen Lebzeiten herausgekommen, zu denen die 24 Capricen ge- 
hören, die den Komponisten Paganini von seiner besten Seite zeigen. Mehr 
als seine Konzerte und Variationen interessieren sie durch ihre musikahsche 
Eigenart und den Ideenreichtum , der in ihnen zu Tage tritt. Dabei ist die 
Form ausgezeichnet und alle Schwierigkeiten erscheinen als selbstverständ- 



IV. Etüden mit Begleitung einer zweiten Violine. 27 

lieber Ausdruck der musikalischen Gedankenfolge. Nichts macht den Ein- 
druck des Gesuchten. Dadurch unterscheiden sie sich wesentlich von andern 
Werken, die auf gleicher Schwierigkeitsstufe stehend, das künstlich Ge- 
machte der technischen Anforderungen erkennen lassen. Paganinis Capricen 
nehmen eine Sonderstellung ein. Sie bilden nicht nur den Gipfelpunkt der 
reellen violintechnischen Möglichkeiten, — sie sind auch Gebilde von dämoni- 
schem Feuer durchglüht, und die Einleitungen einiger Nummern sind von 
stimmungsvoller musikahscher Schönheit. Vielleicht kann man sich wundern, 
daß Paganini, in dessen Konzert-Kompositionen das Flageolett eine große Rolle 
spielt, keine Etüde für dasselbe vorgesehen hat. 

Wenden sich die Capricen auch nur an Geiger von außergewöhnlicher 

technischer Begabung, und können sie auch nm' von solchen ganz bewältigt 

werden, so ist ihr Studium doch Minderbegabten ebenfalls anzuraten, wenn 

deren organische Verhältnisse sie nicht von vornherein davon ausschließen. 

— Etudes en 60 Variations sur l'air Barucaba. (Nachgel. Werk.) 

Genau bezeichnet von F. David. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 

1 .50 M. — Herausgegeben von E. Kross. (Schott.) 3 Hefte, je 80 Pf. 

Jedes der Hefte enthält 20 Variationen über dasselbe Thema (ein 

Genueser Volkslied), das im ersten Heft in Adur, im zweiten in Cdur und im 

dritten in Ddur erscheint. 

Ruhl, Hans H., Schule der Geläufigkeit. Heft HI. 12 Studien 
nach den Konzerten neuerer Meister: Bruch, David, Joachim, 
Raff, Gade, Reinecke, Ruhl, Sitt. (Breitkopf & Härtel.) 3 M. 



IV. Etüden mit Begleitung einer zweiten Violine. 

Stufe I. 
Biehl, Alb., Op. 164. Heft I. 16 leichte, melodische Etüden. 

Heft H. 12 leichte, melodische Etüden. Otto Forberg.) Je 2 M. 
Hermann, Fr., 0. 21. Die ersten Übungen im Zusammenspiel. 

25 Stücke in der ersten Lage. (Breitkopf & Härtel ) 2 Hefte 

je 3 M. 

Die beiden Violinstimmen haben den gleichen Grad leichter Ausführbar- 
keit, so daß sie auch von zwei Anfängern, ohne Beihilfe des Lehrers, studiert 
werden können. Im ersten Heft ist eine möglichst gleichartige Bewegung der 
Stimmen gewählt, um die Anfänger beim Zusammenspiel nach und nach an 
die Sicherheit des Zählens für Noten und Pausen zu gewöhnen. Das Werk 
ist in Partitur-Ausgabe erschienen, damit die Spieler bei Irrungen sich leichter 
zurecht finden können. Das zweite Heft ist etwas schwieriger, als das erste 
und gehört auf die nächste Stufe. 
Rehbaum, Theobald, Op. 15. Melodische Studien. Supplement 

zu des Verfassers Elementar-Viohnschule. (Schlesinger.) 2.50 M. 
Für den Unterricht von Kindern in zarterem Alter bestimmt, sind die 
Stückchen dem kindlichen Verständnis angepaßt, die ersten im Charakter 
der einfachsten Volks- und Kinderlieder gehalten und alle auf den einfachsten 
harmonischen Fundamenten aufgebaut. Dabei ist der instruktive Zweck nie- 
mals aus den Augen gelassen. 

Stufe la. 
Abel, L., Op. 10. 24 kleine Violin-Etüden in der ersten Lage 
mit Andeutungen zur eventuellen Anwendung der zweiten und 
dritten Lage. (Roh. Forberg.) 2 Hefte, je 3 M. 



28 A. Instruktive Werke. 

Nur für Schüler, die schon einige Sicherheit erlangt haben. Nr. 16 ist 
eine Arpeggiostudie, Nr. 20 dient der besonderen Schulung des vierten Fingers. 
Bloch, Jos., Op. 15. 12 Etüden. (Ries & Erler.) 2.50 M. 

Gute Übungen, die dem Schüler für Technik und Bogenführung Nütz- 
Hches bieten. 

David, Ferd., Op. 44. 24 Etüden für Anfänger in der ersten Lage 
mit einer 2. Violine ad lib. (Zur Violinschule.) (Volksausgabe 
Breitkopf&Härtel.) 1.50M. — Ausgabe von H. Dessauer. (Schott.) 
2 Hefte je 1 M. — Ausgabe von W. Meyer. (Steingräber.) 1.50 M. 
Dont, J., Op. 39. Gradus ad Parnassum. Die Tonleitern in ver- 
schiedenen Erhühungs- und Vertiefungszeichen samt den Inter- 
vallen, mit besonderer Rücksicht auf die ersten Takt- und Bogen- 
übungen. (Leuckart.) 3 Hefte je 3 M. 

Unter dem Titel > Gradus ad Parnassum« hat der Verfasser eine Reibe 
von Studienwerken geschaffen, welche die ganze Technik des Violinspiels, vom 
Anfang bis zur Ausbildung umfassen. Sie gehören zum Besten, was die Etü- 
den-Literatur bietet, fördern den Schüler nicht nur technisch, sondern regen 
auch geistig an und erziehen musikalisch. 

Bei dem großen Werte, der den Dontschen Unterrichtswerken innewohnt, 
ist es erstaunlich, daß ihre Bedeutung nicht gleich allgemein erkannt 
wurde. Zwar wußte Spohr und bald darauf H. Ries den erziehlichen Nutzen 
der Studien schon in den 50er Jahren im vollen Umfang zu schätzen, aber 
in Wien, der Vaterstadt des Künstlers und hervorragenden Pädagogen, ver- 
hielt man sich ablehnend dagegen. Von maßgebender Seite wurde Dont unter- 
sagt, nach seiner Methode am Konservatorium zu unterrichten und ihm ver- 
boten, die zum Teil schon erschienenen Etüden bei seinen Schülern zu ver- 
wenden. Erst nachdem er sich vom Konservatorium zurückgezogen hatte, 
gelang es ihm, seiner Methode die gebührende Anerkennung zu versebaffen. 
Hochberger, Franz, Op. 58. 52 Übungen in allen Dur- und 
Molltonarten. Mit genauer Bezeichnung herausgegeben von C. 
Nowotny. (Leuckart.) 2 Hefte je 3 M. 

Diese Übungen überschreiten zwar niemals den Umfang der ersten Lage, 
verlangen aber doch einen Spieler, der schon eine gewisse Gewandtheit erlangt hat. 
Für einen solchen bieten sie zur Entwickelung der Technik und Bogengeschick- 
lichkeit reiches Material. Begabten und strebsamen Schülern warm zu empfehlen. 
Hüllweck, Ferd., Op. 18. 24 leichte Übungsstücke in melodiösem 
und rhythmischem Stil. (Breitkopf & Härtel.) Erstes Heft: 
1. Lage. Zweites Heft: 1. — 3. Lage. Je 4 M. 
Auf dieser Stufe ist das erste Heft zu verwenden. 
Jansa, Leopold, Op. 55. 60 Übungen. Revidiert von W. Meyer. 
(Steingräber.) 3 Hefte, je 1.20 M. 

Abteilung L Die Übungen sind technisch und rhythmisch bildend. 
Kross, Emil, Etüden-Album. (Schott.) Heft L 2 M. 

Melodische und progressive Studien von Alard, de Beriot, Dancia, Kreutzer 
und Meerts. 

Meerts, L. J., Die Technik des Violinspiels. Systematische Dar- 
stellung aller mechanischen Hilfsmittel zur Förderung eines rich- 
tigen musikalischen Vortrages. Daraus : A. 1 2 Elementarübungen. 
Revidiert von H. Sitt. (Schott.) 1.20 M. 

Ein Werk von bedeutendem pädagogischen Wert, Für Schüler, welche 
schon einige Übung im Violinspiel besitzen. 




IV. Etüden mit Begleitung einer zweiten Violine. 29 

Schmidt, Ernst, Op. 21. Das Studium der Verzierungen, (Schott.)2M. 
Das Werkchen lehrt den Schüler die Ausführung der gebräuchlichen 
Verzierungen in 38 kurzen melodischen Stücken und bildet eine empfehlens- 
werte Ergänzung der meisten Violinschulen. 

Scholz, Richard, Op. 8. Violin-Etüden für die Jugend vom 
allerersten Anfang an (mit untergelegter 2. Violinstimme). (Breit- 
kopf & Härtel.) 3 M. 

Fördernde melodische Übungen, von denen die ersten bereits auf der 

vorigen Stufe verwendbar sind. 

Schröder, Hermann, Op. 21. Spezial-Etüden. (Hansen.) 5 Hefte, 
je 2.50 M. 

Heft IV. Etüden in leichten Doppelgriffen. Nr. 1 — 16, die übrigen ge- 
hören auf eine spätere Stufe. 

Spohr, L., 50 Übungen und Vortragsstücke aus der Violinschule. 
Für den Unterricht und praktischen Gebrauch eingerichtet und 
mit einem Vorwort versehen von F. Hermann. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) Heft I. 1 M. 

Stufe II. 

Biehl, Alb, Op. 164. Heft III. 13 melodische Etüden. (Otto 

Forberg.) 2 M. 
Hüllweck, Ferd., Op 18. 24 leichte Übungsstücke in melodiösem 

und rhythmischem Stil. (Breitkopf & Härtel.) 2 Hefte, je 4 M. 

Daraus Heft II. 

Die Stücke sind wegen ihrer Vielseitigkeit und des musikalischen Ge- 
haltes halber bestens zu empfehlen. 
Meerts, L. J., Die Technik des Violinspiels. (Schott.) — Daraus 

B. 12 Etüden. Revidiert von H. Sitt. 1.50 M. 
S. auch Stufe la. 
Muldermans, Gh., 75 melodische und fortschreitende Violinübungen. 

Revidiert von G. Nowotny. (Granz.) Heft I. 2 M. 

Vielseitige und anregende Etüden, die Spielgewandtheit geben, aber schon 
einige Sicherheit in der Bogenführung verlangen und Rhythmusgefühl voraus- 
setzen. 

Schröder, Hermann, Op. 21. Spezial-Etüden. (Hansen.) 5 Hefte, 
je 2.50 M. 

Heft I. Eine Zusammenstellung von eigenen Kompositionen 
und solchen von Bruni, Gorelli, Campagnoli, Rode, Spohr. — 
Heft II. Ghromatische Studien. Hieraus die ersten sechs. 
Weiss, Julius, Op. 80. Etüden. (Weiss.) Heft I— II. Je 2.50 M. 

Stufe III. 

Bloch, J., Op. 11. 20 Etüden. (Ries & Erler.) Heft II. 2.50 M. 

Gute Studien zur Ausbildung des Handgelenkes, zur Entwickelung des 
Staccatos, des Lagenwechsels, des Trillers und des Doppelgriffspieles. 
Muldermans, Gh., 75 melodische und fortschreitende Violinübungen, 
Revidiert von C. Nowotny. Granz.) Heft II. 2 M. 

S. a. Stufe n. 



30 A. Instruktive Werke, 

Schröder, Herrn., Op. 21. Spezial-Etüden. (Hansen.) 5 Hefte, 
je 2.50 M. — Heft HI. Stakkato-Etüden. Nr. I bis 8, 10 und 11. 

Stufe Hla. 

Feigerl, Peregrine, 24 Etüden oder Capricen. (Schlesinger.) 6 M. 
Gute Studien in allen Dur- und Molltonarten zur Erzielung einer sicheren 
Intonation für Schüler, die schon einige Übung im Lagenspiel besitzen; — 
daneben auch den Rhythmus und die solide Bogentechnik fördernd. 
Jansa, Leop., Op. 55. 60 Übungen. Revidiert von W. Meyer. 
(Steingräber.) 3 Hefte, je 1.20 M. 

Heft III. Übungen bis zur 5. Lage, mit besonderer Berücksichtigung 
leichter Triller- und Doppelgriffübungen. 
Kross, Emil, Etüden- Album. (Schott.) Heft H. 3 M. 

Melodische und progressive Studien von Alard, Beriot, Dancia, Meerts. 
Spohr, L., 50 Übungen und Vortragsstücke aus der Violinschule, 
Herausgegeben von F. Hermann. (Volksausgabe Breitkopf &Härtel.) 
3 Hefte, je 1 M. — Heft II. Nr. 25—30. 

Stufe IV. 

Bai Hot, P., Übungen in allen Lagen und 50 Variationen über 
die Es dur-Tonleiter. Nach den technischen Ansprüchen der 
Neuzeit bearbeitet, mit systematischem Fingersatz, dynamischen 
Zeichen und erläuternden Anmerkungen versehen von E. Kross. 
(Schott.) 2 M. 

David, Ferd., Op. 45. 18 Etüden (zur Violinschule). (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Ausgabe von E. Kross. 
(Schott.) 2 Hefte, je 1.50 M. — Ausgabe von W. Meyer. (1 6 Etüden. 
(Steingräber.) 1.50 M. 

Studien zur Ausbildung im Lagenspiel, Bogenübungen und Übungen für 

Triller, Oktaven und Arpeggien. 

Hering, Karl, Op. 16. Dur- und Molltonleitern. 25 Übungs- 
stücke. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Schröder, Herm., Op 21. Spezial-Etüden. (Hansen.) 5 Hefte, 
je 2.50 M. — Heft H. Chromatische Etüden. Davon Nr. 7 — 10. 

Weiss, Jul., Op. 80. Etüden. (Weiss.) Heft HI. 2.50 M. 

Stufe IVa. 

Hüllweck, Ferd., Op. 7. 6 Etüden. (Kahnt.) 2 Hefte, je 3 M. 

Der streng schulmäßige Charakter dieser Etüden und ihre ungewöhnliche 
Ausdehnung verlangen Ernst und Ausdauer. Die meisten dienen zur Aus- 
arbeitung der Bogenführung. In Nr. 2 werden die Finger in allen Triller- und 
Nachschlagsmöghchkeiten geübt. Nr. 5 schult die Hand besonders in Oktaven- 
griffen. Nr. 5 lehrt Staccato im Auf- und Abstrich. 
Jansa, Leop., Op. 55. 60 Übungen. Revidiert von W. Meyer. 

(Steingräber.) 3 Hefte je 1.20 M. — Heft IIL Konzert-Etüden. 
Kayser, H. E., Op. 28. 24 Etüden in der 1/2, ''•, 2., 3., 4., 5. 

6. und 7. Lage. (Cranz.) 3.50 M. 
S. a. Etüden für Violine allein, Stufe IVa. 



IV. Etüden mit Begleitung einer zweiten Violine. 31 

Leonard, H., Op. 46. 24 Etudes harmoniques. iGostallat). 8 Fr. 

S. a. Etüden für Violine allein. Stufe IV a. 
Muldermans, Gh., 75 melodische und fortschreitende Violinübungen. 
Revidiert von G. Nowotny. (Cianz.) Heft III. 2 M. 
S. a. Stufe II. 
Spohr, L., 50 Übungen und Vortragsstücke aus der Violinschule. 
Herausgegeben von F.Hermann. (Volksausgabe Breitkopf &Härtel.) 
3 Hefte, je I M. — Heft II. Nr. 31—38. 

Stufe V. 
Kreutzer, R., 40 Etüden oder Capricen mit Begleitung einer 
zweiten Violine von A. F. Habeneck. (Schlesinger.) 3 M. 

Eine empfehlenswerte Ausgabe der klassischen Etüden von Kreutzer. 
Sie vermeidet jede dem Wesen dieser Übungen widersprechende Modernisie- 
rung und bringt eine in die Solostimme hochmusikahsch eingreifende Begleitung. 

— Dieselben. Herausgegeben von H. Marteau, mit einer zweiten 
Violine von H. Leonard. (Steingräber.) 2.40 M. 

— 42 Etüden oder Capricen. Mit einer zweiten Violine von F. 
Hermann. (Peters.) 2. Violine I M. 

Stufe Va. 

Fiorillo, F., 36 Etüden. Bearbeitet und mit Begleitung einer 
zweiten Violine versehen von L. Spohr. (Peters.) 2 M, Heraus- 
gegeben von H. Marteau, mit einer zweiten Violine von H. Leonard. 
(Steingräber.) 2 M. 

Rode, P., Op. 22. 24 Gapricen. Herausgegeben von H. Marteau, 
mit einer zweiten Violine von H. Leonard. (Steingräber.) 2 M. 

Rovelli, P., Op. 3. 12 Gapricen. Herausgegeben mit einer zweiten 
Violine von H. Marteau. (Steingräber.) 1.60 M. 

Spohr, L., 12 Übungen aus der Violinschule. Mit erläuternden 
Anmerkungen, Ergänzungen des Fingersatzes, der Bogenstrich- 
arten und Tonschattierungszeichen versehen von J. Dont. (Schle- 
singer.) i.50 M. 

— 50 Übungen und Vortragsstücke aus der Violinschule. Heraus- 
gegeben und mit einem Vorwort versehen von F. Hermann. (Volks- 
ausgabe Breitkopf &Härtel.) 3 Hefte, je IM. — Heft III Nr. 39— 50. 

Stufe VL 
Beriot, Gh. de, 6 Duos. Arrangiert nach Op. 17. (Schlesinger.) 
3 Hefte je 2 M. 

Beide Violinen sind konzertierend. Das Studium der Duos schleift Technik 
und Bogenführung ab. 

Gavinies, P., 24 Etüden Matin^es]. Herausgegeben und mit einer 
zweiten Violine versehen von H. Marteau. (Steingräber, t 2.40 M. 
Wieniawski, Henri, Op. 18. Etudes-Gaprices. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 2 Hefte je I M. 

Sehr anregende, virtuosen Schliff gebende Etüden, die gern studiert 
werden. 



32 A. Instruktive Werke. 

White, Jos., Op. 32. Neue Etüden. (Durdilly.) 6 Fr. 

Geläufigkeits- und Doppelgriff-Etüden, die sich durch Modulationsreichtum 
auszeichnen. Nr. 4 ist eine sich über acht Seiten erstreckende Studie in Sex- 
ten, die durch fortgesetztes Rücken derselben Finger ausgeführt werden sollen. 
Die Übung ist mit Vorsicht zu gebrauchen ! Nr. 8 ist eine schwierige Dezimen- 
Übung. In Nr. 1 muß auf Seite 5 im 2. Takt der dritten Reihe ges statt g 
gespielt werden, in Nr. 6 auf Seite 28 im 2. Takt h statt b, auf Seite 29 im 
2. Takt, drittes Viertel, dis statt d und auf Seite 3 t im 1. Takt erst fis dann f. 



V. Etüden mit Begleitung des Pianoforte. 

Stufe I. 
Hopfe, Jul., Op. 70. Die Ermunterung im Violinspiel. (Schle- 
singer.) 2 M. 

Sammlung beliebter Volksheder und Opernmelodien. 
Rehbaum, Theobald, Op. 15. Melodische Studien. (Schlesinger.) 
3.50 M. 

Die kurzen Stücke sind als Ergänzung zu des Verfassers Elementar- 
Violinschule gedacht. Sie bewegen sich zuerst nur auf der A- und D-Saite, 
schreiten dann streng systematisch zu weiteren Kombinationen fort und sind 
auf den verständlichsten harmonischen Fundamenten aufgebaut. 

Wohlfahrt, Fr., Op. 54. 40 Elementar-Etüden. (Roh. Forberg.) 
Heft I 3 M. 

Gefällig und übend. 

Stufe la. 

Rehbaum, Theobald, Op. 13. 20 leichte Spezial-Etüden. (Schle- 
singer.) Heft I 4 M. 

Weiss, Jul., Op. 80. Etüden. (Weiss.) Heft I. Für eine Violine 
mit Pianoforte 3 M. Für 2 Violinen mit Pianoforte 4 M. 

Wohlfahrt, Fr., Op. 54. 40 Elementar-Etüden. (Rob. Forberg.) 
Heft n 3 M. 

Stufe Ha. 

Rehbaum, Theobald, Op. 13. 20 leichte Spezial-Etüden. (Schle- 
singer.) Heft n 4 M. 

Weiss, Jul., Op. 80. Etüden. (Weiss.) Heft H. Für eine Violine mit 
Pianoforte 3 M. Für 2 Violinen mit Pianoforte 4 M. 

Stufe in. 
Mestrino, Nicolo, Caprice, GmoU. (David, Hohe Schule Nr. 19.) 

(Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. [Zusammen mit Gapricen von Benda, 

Stamitz, Locatelli.] 

Stufe IV. 
Chopin, F., Op. 25 Nr. 2. Etüde, Fmoll. Bearbeitet von W. Bur- 

mester. (Schlesinger.) 1.50 M. — Bearbeitet von E. Moret. (Junne.) 

1.50 M. 
Dont, J., Op. 37. 24 Vorübungen zu Kreutzers und Rodes Etüden. 

(Leuckart.) 7 M. 



V. Etüden mit Begleitung des Pianoforte. 33 

Weiss, Jul., Op. SO. Etüden. (Weiss.) Heft III. Für eine Violine 
mit Pianoforle 3 M. — Für zwei Violinen mit Pianoforte 4 M. 

Stufe IVa. 
Benda, Fr., 2 Capricen, Bdur und Cdur. (David, Hohe Schule 
Nr. 19.) (Breitkopf &Härtel.) 2.60 M. [Zusammen mit Capricen 
von Mestrino, Stamitz, Locatelli.] 

Stufe V. 

Kreutzer, R., 40 Etüden oder Capricen. Mit Klavierbegleitung 

von C. Eichheim. Hofmeister.) 3 Hefte, je 3 M. 
Novacek, Ottokar, Op. 5. 8 Konzert-Capricen. (Hansen.) 

Nr. 1. Paganinistrich. 1.25 M. — Nr. 2. Spiccato. 1.80 M. 

— Nr. 3. Legato. 2 M. — Nr. 4. Perpetuum mobile. 2.25 M. 

— Nr. 5. Der Einklang, 1.50 M. — Nr. 6. Chromatik. 2 M. 

— Nr. 7. Arpeggio. 2 M. — Nr. 8. Dudelsack. 2 M. 
Charakteristische und sehr übende Stücke. Von besonderem Interesse 

ist Nr. 5. 

Petersen, J., Op. 10. Perpetuum mobile. (Stahl-Berlin.) 2 M. 

Etüde für Springbogen und Arpeggio. 
Schröder, Herrn., Op. 10 Nr. 1. Die Biene. Konzert-Etüde, Eine 
Bearbeitung von R. Kreutzers Etüde Nr. 9. (Kislner.) 1.50 M. 
Die bekannte Fdur-Etüde von Kreutzer ist durch diese Bearbeitung zu 
einer DoppelgriEFübung umgescliaffen worden. Der Sechszehntelbewegung des 
Originals sind gehaltene Töne auf der nächst höheren Saite hinzugefügt. 
• i ^ ^ i 



Das Studium dieser Bearbeitung fördert die Unabhängigkeit der Finger in hohem 
Grade und erhöht die Intonationssicherheit. 

Stufe Va. 

Chopin, Fr., 6 große Etüden aus Op. 10 und 25. Für Violine 
und Pianoforte bearbeitet von Paul Klengel. (Breitkopf & Härtel.) 
2 Hefte, je 2.60 M. Heft I enthält aus Op. 10 Nr. 2 und 9 und 
ein Oeuvre posth., Heft II aus Op. 25 Nr. 2, aus Op. 1 Nr. 6 
und 7. 

David, Ferd., Op. 39. Dur und Moll. 25 Etüden, Capricen und 
Charakterstücke in allen Tonarten zur höheren Ausbildung in 
der Technik und im Vortrage. (Volksausgabe Breilkopf & Härtel.) 
2 Hefte, je 2.50 M. 

Interessante und sehr nützliche Tonstücke. 

Grünberg, Literatur der Streichinstraraente. 3 



34 



A. Instruktive Werke. 



Klavierbegleitung von 
3 M. 

(Schweers & Haake.) 



Fiorillo, F., 36 Etüden oder Gapricen. 
A. Tottmann. (Hofmeister.) 2 Hefte, je 

Lauterbach, Job., Op.5. 2 Konzert-Etüden. 
2 Hefte, je 2.50 M. 

Ries, Hubert, Konzert-Etüde auf der G-Saite. Klavierbegleitung 

von J. Dont. Neue Ausgabe von C. Nowotny. (Hofmeister.) 2 M. 

Gut musikalisch und von Wert zur Ausbildung der Technik auf der G-Saite. 

Rode, P., 24 Gapricen. Klavierbegleitung von A. Cornölis. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) Klavierstimme 4M. — Klavier- 
begleitung von Fr. Hermann. (Peters.) Klavierstimme 6 M. 

Stamitz, Job., Caprice, Cdur. (David, Höbe Schule Nr. 1 9.) (Breit- 
kopf & Härtel.) 2.60 M. [Zusammen mit Gapricen von Benda, 
Mestrino, Locatelli.] 

Stufe VI. 
6 Etudes brillantes 



(Schlesinger.) 3.80 M.; 
Konzert-Etüde, Amoll, in Terzen. 



BeriotjGb. de, Op. 17. 

in 2 Heften, je 2 M. 
Garri, Ferd., Op. 8. Elfentanz. 

(Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Für Geiger, welclie den technischen Anforderungen ohne Mühe genügen 
können, bildet diese Etüde ein effektvolles Vortrags- oder Zugabestück. 

Locatello, Pietro, Das Labyrinth, Gaprice. (David, Hohe Schule 
Nr. 19.) (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. [Zusammen mit Gapricen 
von Benda, Mestrino, Stamitz.] — Bearbeitet von D. Alard in 
»Klassische Meister des Violinspiels«. (Schott.) 80 Pf. 

Das Stück verlangt bedeutende Dehnbarkeit der Finger. David gibt die 

Originalfassung: 



in folgender Weise 
mit springendem 




1 4 (I 



Alards Ausführungs- 
art ist diese : 




n-F -TrF f rrFt 



Der musikalische Wert der Caprice ist ein geringer. 

Schröder, Herm., Op. 10 Nr. 2. Mückentanz. Konzert-Etüde, 
Ddur. (Kistner.) 1.50 M. 

Eine Etüde für Spring- und Arpeggiobogen, die an die Sicherheit des 
Spielers in den hohen Lagen erhebliche Ansprüche stellt. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 35 

Tartini, G., L'art de l'archet. 50 Variationen über eine Gavotte 
mit Begleitung eines Basso continuo. Mit Klavierbegleitung heraus- 
gegeben von F. David. (Andre.) 6.20 M. 

Stufe Via. 
Paganini, N., Op. 1. 24 Capricen. Mit hinzugefügter Klavier- 
begleitung von F. David. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 

2 Hefte, je 3.90 M., Klavierstimme allein 2 M. — Daraus 6 Ca- 
pricen und Thema mit Variationen mit hinzukomponierter Piano- 
fortebegleitung von Otto Singer. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 

3 M. — Die Capricen Nr. 13, 23 und 24 frei bearbeitet und mit 
Piano fortebegleitung versehen von W. Burmester. (Eulenburg.) 
Je 1.50 M. 



B. Solomusik. 

I. Tariationeii, Kondos, Charakterstücke, Transkriptionen 
mit Begleitung Ton Pianoforte, Streichinstrumenten oder 

Orchester. 

Stufe I. 
Adajewski, E., Berceuse Estouienne. (Kahnt.) 1.50 M. 
Bohl mann, G. C. , Lyrische Stückchen. Nr. 3. Romanze. Nr. 4. 

Kleine Erzählung. (Hansen.) Je 75 Pf. 
Dancia, Gh., Nouvelle Ecole de la Melodie. (Schott.) Heft 1 
1.80 M. Heft U 1.80 M. 

24 kleine Stücke verschiedenen Charakters. 
Eberhardt, Goby, Op. 86. Melodienschule. 20 Charakterstücke. 
(Kahnt.) Heft I 2.50 M. 

Mit der »Melodienschulec gibt der Verfasser dem Lehrer ein Studien- 
material an die Hand, das neben der Violinschule zu verwenden ist, um dem 
Schüler das einseitig technische Studium zu erleichtern und die Fantasie an- 
zuregen. Auf Mannigfaltigkeit der Stricharten und Rhythmik ist besonders 
gesehen. Die Stücke sind progressiv geordnet; ihr Schwierigkeitsgrad erstreckt 
sich bis zur Mittelstufe. 

— Kleine Melodien. 4 Hefte. (Junne.) Heft I 2 M. Heft H 2.50 M. 
Diese kurzen Stückchen im Umfange von 5 Tönen, jedes auf einer Saite 
zu spielen, bieten soviel Anregendes und Förderndes, daß kein Lehrer, der An- 
fänger unterrichtet, sie unbenutzt lassen sollte. 

Fink, Franz, Op. 3 Nr. 1. Wiegenlied. (Schlesinger.) 1 M. 
Gerlach, Th., Op.5Nr. 1. Romanze. Bearbeitet von Joh. Lauter- 
bach. (Kahnt.) 2 M. 
Giarda, L. St., Op. 24. 3 kleine Stücke. Vorspiel, Menuett, 
Volksweise. (Rahter.) 2 M. 

Wohlklingende und instruktive Stücke. 
Hasse, G., Op. 54. Melodien-Sammlung. (Simon.) Heft I 1.50 M. 
Volkslieder, Opern- und Liederthemer. 

3* 



36 B- Solomusik. 

Henriques, F., Op. 22. Ensemblespiel. (Hansen.) 2 Hefte, je 2.50 M. 
Leichte Übungen im Zusammenspiel, bei denen die Violine in den ersten 
Nummern nur auf den leeren Saiten benutzt wird. Die Icurzen Stücke sind 
anregend und trotz der geringen Ansprüche, die sie an den Spieler stellen, 
charakteristisch. 

Hering, C, Op. 14. 16 leichte Musikstücke in fortschreitender 
Ordnung. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Die ersten dieser instruktiven Stücke sind lediglich auf den leeren Saiten 
zu spielen und im einfachsten Rhythmus. Sämtlich sind sie in den leichtesten 
Tonarten gesetzt. 
Herrmann, Th., Op. 73. Petite Badinage. — Op. 77. Serenade 

venetienne. (Junne.) Je 1 M. 
Hillgenberg, Rieh., Op. 8. Frühliche Musikstunden. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 31. 

Eine Sammlung leichter und streng instruktiv geordneter Stücke für den 
ersten Unterricht, mit kurzen theoretischen Erläuterungen. 
Klassert, Martin, Op. 32. 12 Vortragsstücke in den leichten 

Dur- und Molltonarten. (Schott.; Heft I 1.50 M. 
Köhler, Oscar, Op. 160 Nr. I. Berceuse, Gdur. (Stahl.) 1.20 M. 

Melodiös und nett gemacht. 
Lieblinge, Unsere. Sammlung von Melodien alter und neuer 
Zeit in leichter Bearbeitung. Herausgegeben von C. Reinecke. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 4 Bände, je 3 M. 

Neben den technischen Unterrichts werken und jenen, welche durch ihren 
musikalischen Inhalt den Lernenden allgemach bis zu den Werken der klassi- 
schen Meister führen sollen, sind auch die Anthologien von »beliebten Melo- 
dienc nicht zu verachten, wenn die Auswahl mit der Sorgfalt geschieht, die 
Reinecke darauf verwendet hat. Die vier Bände enthalten eine Auslese der 
scliönsten Melodien von Bach, Händel, Gluck, Haydn, Mozart, Beethoven, Mendels- 
sohn, Schubert, Schumann, Wagner, Reichardt u. a. Des weiteren solche der 
besten Meister Frankreichs und Italiens, w-ie Mehul, Aubcr, Paisiello, Rossini 
u. a. Alle Stücke bewegen sich in der ersten Lage auf den Stufen I und la. 
Lagye, Benoni, Op. 33. Chanson d'enfance. — ■ Op. 34. Le 
premier sourire. (Junne.) Je 1.50 M. 

Das erste Stück ist ein Wiegenlied, das zweite ein kleiner Walzer. Da 
die Klavierbegleitung fast durchgehends die Melodie der Violine mitspielt, sind 
die Stücke zur Sicherstellung der Intonation gut zu verwenden. 
— Op. 88. Sur l'onde. j^Barkarole.) — Op. 89. Chant du soir. (Noc- 
turne.) — Op. 98. La Chanson de la Brise. (Schott freres.) Je 1 M. 
Kleine, ansprechende Stücke. 
Petersen, John, Op. 9 Nr. 1 . Ferienstimmung. Nr. 2. Walzer. 

(Stahl.) 2 M. 
Schmidt, Ernst, Op. 19. 12 Melodien. (Schott.) Je 60 Pf. 
Nr. 1. Melancholie. Nr. 2. Romanze. Nr. 3. Canzonetta 
Nr. 4, Valse. Nr. 5. Ballade. Nr. 6. Idylle. Nr. 7. Serenade. 
Nr. 8. AUa turca. Nr. 9. Madrigal. Nr. 1 0. Nocturne. Nr. 11. 
Mazurka. Nr. 12. Perpetuum mobile. 

In den Nummern l bis 3 werden nur 2 Saiten der Violine benutzt, die 
Nummern 4 bis 6 sind für 3 und die Nummern 7 bis 1ä für 4 Saiten gesetzt. 
Schröder, Hermann, Op. 19. 6 kleine Violinstücke mit Piano- 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 37 

forte oder mit Begleitung einer zweiten Violine. (Hansen.) Heft I 
1.75 M. 
Seybold, A. , Op. 105. Der gute Kamerad. 6 kleine Vortrags- 
stücke. (Rahter.) i M. 

— Op. 108 Nr. 1. Widmung. (Rahter.) 1.20 M. 

— Op. 117 Nr. 2. Schnitterlied. (Simrock.) 1 M. 

— Op. 132. 3 kleine leichte Stücke. Nr. 1. Herbstliedchen. — 
2. Ein kleiner Walzer. — 3. Serenade. (Simrock.) Je 1 M. 

Sehr ansprectiende Stückchen. Das letztere, welches schon einij^e Boycn- 
iicwandtheit erfordert, ist besser auf Stufe la zu verwenden. 

Sitt, Hans, Op. 95. Mosaik. Kleine Vortragsstücke. Nr. 3. 

Arioso. (0. Forberg.) 1 M. 
Wahls, lleinr., Für junge Geiger. (Kahnt.) 2 Hefte, je 1.25 M. 

Eine progressiv geordnete Samniiung von Volks-, Opern- und Tanz- 
melodien zum Unterricht, sowie zur Unteriialtung für Anfänger. 
Weiss, Jul., Op. 112. Leichte Violinstücke. (Weiss.) 4M. 

Neben den ersten Studien zu verwenden. Die kurzen Stücke sind mit 
genauer Bezeichnung des Fingersatzes, der Stricharten, Bogenbenutzung usw. 
versehen. Der Schwierigkeitsgrad erstreckt sich bis über die nächste Stufe. 

Stufe la. 

Bagge, S., Op. 16 Nr. 3. Romanze, Emoll. Bezeichnet von Hans 

Sitt. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Banck, Erwin, Op. 9. Marionetten. 6 Stücke. (Kahnt.) ,le1.20M. 
Nr. 1. Volkslied. Nr. 2. Gavotte. Nr. 3. Canzonetta. Nr. 4. 
Menuett. Nr. 5. Trauermarsch. Nr. 6. Walzer. 
Bohlmann, G. C, Lyrische Stückchen. Nr. 1. Warum. Nr. 2. 
Jägerlied. (Hansen.) Je 75 Pf. 

— Romantische Studien; Nr. 1. In der Tanzstunde. Nr. 2. Elegie. 
Nr. 3. Menuetto. Nr. 4. Chanson d'amour. (Hansen.) Je 1.50 M. 

Ani'egend und übend. 
Centola, E., Op. 33. Souvenir du Bosphore. Petite suite roman- 
tique. (Rahter.) 3 M. Daraus : Nr. 1 . En caique. Nr. 2. Clair 
de lune. Nr. 6. Ballet des Tziganes. 

Die übrigen Nummern sind auf den folgenden Stufen zu vorwenden. In 
Nr. 6 muß im ersten Takt der dritten Reihe das dritte Viertel e heißen. 
Cords, Gustav, Op. 37. Sechs Bagatellen. (W.Schröder.) 3 M., 
einzeln je 1 M. 

Gute, sehr instruktive und anregende Stücke, die bestens empfohlen seien. 
Dietz, F. W., Op. 46. Vier Charakterstücke. (Breitkopf & Härtel.) 
Nr. 1. Frühlingslied. Nr. 2. Ariette. Nr. 3. Gavotte. Nr. 4. Idyll. 
1.30 M. 
Eberhardt, Goby, Op. 98. 5 Vortragsstücke. (Leuckart.j 3 M. 
Nr. 1. Lied. Nr. 2. Scherzo. Nr. 3. Barkarole. Nr. 4. Spinnerlied. 
Nr. 5. Ländler. Einzeln je 1 M. 
Fink, Franz, Op. 3 Nr. 2. Kobold. (Schlesinger.) 1 M. 
Zu diesem Stück gehört sclion einige Bogengeschicklichkeit. 



38 B- Solomusik. 

Hasse, Gust., Op. 5i. Melodien -Sammlung. (Simon.) Heft H 

und HI. Je 1 .50 M. 
Herrmann, Th. , Op. 27. Petite Berceuse. — Op. 33. Taranteile. — 

Op. 37. Romanesca. — Op. 58. Badinage Impromptu. Je 1 .50 M. 

— Op. 40. Vieille Chanson. (Junne.) 1 M. 

Fünf sehr verwendbare Stückchen, von denen namentUch die beiden 
letzten von hübscher Wirkung sind. 

— Op. 66. Saltarello. — Op. 67. Aragonaise. (Junne.) Je 1.25 M. 

— Op. 69. Pensee fugitive. (Junne.) I M. 

Hille, Gustav, Op. 23. Bilder aus der Puszta. (Junne.) 2 M. 

Vier hübsch klingende, instruktive Stücke, deren Studium von Vorteil 
für Rhythmus und Bogen ist. 

— Op. 32. Vier Stücke: Nr. 1. Ungarisch. Nr. 2. Abendlied. 
Nr. 3. Ballettstück. Nr. 4. Tanzweisen. (Kahnt.) 2 M. 

Hollaender, Gust., Op. 48. Für die Jugend. 6 leichte Vortrags- 
stücke. Nr. 1. Melodie. Nr. 2. Geburtstagsmarsch. Nr. 3. Schäfers 
Klage. Nr. 4. Kinderlied. Nr. 5. Gavotte. Nr. 6. Walzer. (Hansen.) 
Je 1 M. 

Gefällige und charakteristische Stücke, die angelegentlichst empfohlen seien. 
Juon, Paul, Op. 19. 3 Bagatellen. (Schlesinger.) 1.50 M. 

Nr. 1. Marsch. Nr. 2. Barkarole. Nr. 3. A-B-C- Walzer. 
Alle drei Nummern sind reizend. 
Klassert, Martin, Op. 32. 12 Vortragsstücke in den leichten 
Dur- und Molltonarten, progressiv geordnet. (Schott.) Heft H, 
in, IV, je 1.50 M. 

— Op. 40. 6 Vortragsstücke. Nr. 1. Walzer. Nr. 2. In der Gondel. 
Nr. 3. Gavotte. Nr. 4. Perpetuum mobile. Nr. 5. Albumblatt. 
Nr. 6. Die Biene. (Schott.) Je 80 Pf. 

Anregende und übende Stücke. 
Kritsch, W. E., Berceuse, Fdur. (Stahl.) 1.30 M. 

Gut musikalisch, zum Vortrag geeignet. 
Lagye, B., Op. 92. Chanson d'Automne. (Schott.) 1 M. 
Moffat, Alfred, Alte Meister für junge Spieler. (Schott.) 2 M. 

Das Heft enthält 1-2 leichte klassische Stücke von Bach, Beethoven, 
Händel, Hasse, Gluck, Rameau, Tartini, nach Original-Ausgaben bearbeitet. 
Oesten, Max, Op. 2H. 6 Unterhaltungsstücke. Nr. 1. Frühlings- 
morgen. Nr. 2. Hausmütterchen. Nr. 3. Jagdzug. Nr. 4. Melancolie. 
Nr. 5. Der kleine Musikant. Nr. 6. Romanze. (Kahnt.) Je 1.25 M. 
Palaschko, Joh., Op. 28. Miniaturen. (Rahter.) 5 M. 

Einzeln: Nr. 1. Marsch 1.20 M. Nr. 2. Spanischer Tanz 

1.20 M. Nr. 3. Andante cantabile 1 M. Nr. 4. Rondino 1.20 M. 

Nr. 5. Lied 1 M. Nr. 6. Negertanz 1.80 M. Nr. 7. In der 

Einsamkeit 1.20 M. Nr. 8. Studie 1.50 M. 

Acht Stücke, die sich durch ansprechende Melodik auszeichnen. 

— Op. 41. Aquarellen. 5 leichte Tonstücke. (Kahnt.) Nr. 1. Ga- 
votte 1.20 M. Nr. 2. Menuett 1.50 M. Nr. 3. Deutscher Marsch 
1.20 M. Nr. 4. Ballettstück 1.50 M. Nr. 5. Volksweise 1.50 M. 

Sehr zu empfehlen. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 39 

Papini, Guido, Op, 105. Petit Bai costume. 6 petits Morceaux. 

Nr. 1. Pierrot und Pierrette. (Mouvement de Valse.) — Nr. 2. 

Tom Pounce. (Marchetriomphale.) — Nr. 3. May Queen. (Ronde 

champ6tre.) — Nr. 4. Arlequin. (Intermezzo.) — Nr. 5. Colom- 

bine. (Menuett.) — Nr. 6. Punch and Judy. (Danse.) (Schott.) 

Je 80 Pf. 

Gefällige, hübsch gemachte Stücke. 
Richter, C. A., Op. 16. 4 leichte Vortragsstücke. (Kahnt.) 2 M. 
Nr. 1. Romanze. Nr. 2. Elegie. Nr. 3. Souvenir. Nr. 4. 
Tanzweisen. 

Die Stücke sind zwar in der ersten Lage ausführbar, bedürfen aber zum 
wirkungsvollen Vortrage Verbindungen von der ersten bis zur dritten Lage. 
Nr. 2 und 4 sind auch mit Begleitung eines kleinen Orchesters erschienen und 
dürften damit recht gut klingen. 
Schmidt, Ernst, Op. 28. 9 Vortragsstücke. Heft I. Gavotte, 

Ständchen, Walzer. (Schott.) 1.20 M. 
Scholz, R., Op. 10. 4 Vortragsstücke. Nr. 1. AUegretto. — Nr. 2. 

Tempo di Valse. — Nr. 3. Larghetto. — Nr. 4. AUegro resolute. 

(Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 
Schröder, Hermann, Op. 19. 6 kleine Violinstücke mit Piano- 

forte oder zweiter Violine. (Hansen.) Heft U 1.75 M. 
Seybold, Arthur, Op. H 7. 3 Vortragsstücke. Nr. 3. Flüchtige 

Zeit. (Simrock.) 1 M. 

Eine Springbogenübung für Schüler, die schon etwas Spielgewandtheit 
besitzen. 
Sitt, Hans, Op. 26. Aus der Jugendzeit. 12 Stücke. (Eulenburg.) 

2 Hefte, je 3 M. 

— Op. 73. 20 kleine Vortragsstücke. (0. Forberg.) Band I 2.50 M. 

Die kleinen melodiösen Stücke sind förderhch und werden gern gespielt. 

— Op. 74. 2 kleine Fantasien über Weihnachtslieder. Nr. 1. Sanc- 
tissima. Nr. 2 a. Stille Nacht, b. Altbühmisches Weihnachtslied. 
(0. Forberg.) Je 1.50 M. 

— Op. 95. Mosaik. 6 kleine Vortragsstücke. Nr. 1. Marsch. Nr. 2. 
Menuett. Nr. 3. Arioso. Nr. 4. Gavotte. Nr. 5. Perpetuum 
mobile. Nr. 6. Valse melancolique. (0. Forberg.) Je 1.25 M. 

Thurn, Georg, Op. 11. 3 leichte Vortragsstücke. (Schott.) Nr. 1. 

Romanze 1.20M. Nr. 2. Larghetto 1.20M. Nr. 3. Fangspiel 1.20M. 
Weiss, Jul. , Op. 99. Tonbilder. 24 Charakterstücke. (Weiss.) 

Heft I 5 M. 

Anregend und übend. 

Stufe II. 

Bach, Job. Seb., Arie und Gavotte aus der Ddur- Suite für 
Orchester. Arr. von E. W. Ritter. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

— Gavotte, Dmoll. Arr. von E.W. Ritter. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Bachmann, A., Op. 43 Nr.3. Chant rustique. (Schott freres.) 1.40M. 
Becker, Albert, Op. 94. Adagio religioso, G dur. Herausgegeben 

von Hans Sitt. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 



40 ß- Solorausik. 

Beethoven, L. van, Adagio, Cismoll, aus der Sonate Op. 27 
Nr. 2. Bearbeitet von Fr. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
— 12 Variationen über die Arie »Se vuol ballare, Signor contino« 
aus Mozarts »Figaros Hochzeit«. (Breitkopf & Härtel.) i.30M. 
Blumenthal, Jacques, Op. 1. La Source. Caprice, Gdur. Be- 
arbeitet von Fr. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) i.30 M. 

Zur Unterhaltung für Schüler, die schon etwas Spielrouline besitzen. 
Die Klavierpartie erfordert einen vorgeschrittenen Spieler; in ihr liegt das 
Charakteristische des Stückes. 

Couperin, Fr., 2 Giguen. Bearbeitet von H. Wehrle. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 
Dancia, Gh., Nouvelle Ecole de la Melodie. (Schott.) Heft III 
1.80 M., Heft IV 1.80 M. 

Stücke verschiedenen Charakters. 
Deprosse, Anton, Op. 18. 12 Miniatur-Tonbilder. (Breitkopf & 
Härtel.) 2.60 M. 

Nr. 1. Wandernde Zigeuner. Nr. 2. Maifest. Nr. 3. Wasser- 
fahrt. Nr. 4. Mazurka. Nr. 5. Wiegenlied. Nr. 6. Soldaten- 
spiel. Nr. 7. Nachtgebet. Nr. 8. Jahrmarktsszene. Nr. 9. 
MüUerliedchen. Nr. 10. Gebirgsländler. Nr. 11. Morgenwan- 
derung. Nr. 12. Der Knabe und das Eichhörnchen. 
Kürzere charakteristische Stücke, die namenthch rhythmusübend sind. 
Eichhorn, Max, Weihnachtsklänge. (Stahl.) 1.50 M. 

Für angehende junge Violinisten ein hübsches Weihnachtsstück, für das 
auch eine zweite Violine ad hbitum vorliegt. 

Ertel, Paul, Op. 29. 3 leichte Stücke. Nr. 1. Melodie. Nr. 2. 
Scherzo. (Vieweg.) Je 1.50 M. 

IS'r. 1 gesangvoll. Nr. 2 pikant und rhythmusübend. 
Fink, Franz, Op. 3 Nr. 3. Bärentanz. (Schlesinger.) 1 M. 
Förster, Alban, Spinnerlied. (Bosworth.) 1.50 M. 

Ein hübsches, nicht schwieriges Stück von gefälliger Wirkung. 
Gabriel- Marie, Impressions. 6 Morceaux. Nr. 1 Simplicitö. 

(Schott freres.) 1.40 M. 
Halvorsen, Johann, Mosaique. Nr. 4 Chant de »Veslemay«. 

(Hansen.) 1 M. 
Hauser, Miska, Op. 13 Nr. 1. Romanze. (Hansen.) 1.50 M. 

Gesang voll. 
Henriques, Fini, Op. 20. Kleine bunte Reihe. Leichte Charakter- 
stücke. Nr. 2. Pantomime. (Hansen.) 1 M. 
Henselt, Adolph, Op. 5 Psr. 4. Ave Maria. Bearbeitet von Ph. 

Scharwenka. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Herrmann, Th., Op. 70. Marche Tzigane. (Junne.) 1.25 31. 
Hofmann, Richard, Album für die Jugend. (Steingräber.) 4 Hefte, 

je 1.50 M. 

Heft I, kurze Stücke von Haydn und Mozart. Heft U, solche von Beet- 
hoven und Weber. Heft IIF, Schubert und Mendelssohn. Heft IV, Schumann, 
Chopin. Rubinstein, Tschaikowsky. Zum Teil schon auf früherer Stufe, zum 
Teil auf Stufe HI zu verwenden. 



I. Variationen, Rondos, Charalvterstücke, Transi^iiptionen usw. 41 

Hollaender, Gust., Op. 42. 4 leichte Vortragsstücke. Nr. i. Mo- 
ment musical. Nr. 2. Abendlied. Nr. 3. Spiel der Wellen. Nr. 4. 
Polnischer Tanz. (0. Forberg.) Je 1 M. 

Huber, Ad., Op. 10. Tarantella. (Kahnt.) 1.20 M. 

— Op. 13. Barkarole. (Steingräber.) 1 M. 

Ein sehr ansprechendes, gut gemachtes Stück. 
Köhler, 0., Op. 175. Träumerei am Abend. (Hemme-Leipzig.) 1 M. 
Krall, Emil, Op. 5aNr. 3. Wiegenlied. Nr. 4. Gavotte. (Schle- 
singer.) Je 1.25 M. 
Lagye, B., Op. 96. Douce Esperance. (Schott freres.) 1.10 M. 

Gesanglich mit leichtem Lagenwechsel. 

— Op. 99. Nuit etoilee. (Schott freres.) 1.10 M. 

Marsick, M. P., Op. 28. Ouvertüre— Marche. (Schott.) 1.50 M. 

Zur Ausbildung des Rhythmus zu empfehlen. 
Moffat, Alfred, Klassische Stücke aus dem 17. und 18. Jahr- 
hundert, nach den Originalausgaben mit beziffertem Baß heraus- 
gegeben. (Schott.) Je 1 M. 

Nr. 1. Contredanse von Birkenstock. Nr. 3. Preludio von 
Pepusch. Nr. 4. Bourree und Rigodon von Mattheson. Nr. 6. 
2 Sarabanden von Galliard. Nr. 8. Giga alla Siciliana von Grano. 
Nr. 9. Menuetto und Musette von Castrucci. Nr. 10. Allegro 
alla Napolitana von Alberti. Nr. 1 1 . Siciliana von Carbonelli. 
Neruda, F., Op. 11. Berceuse slave. Nach einem polnischen 

Liede. (Rahter.) 1.20 M. 
Neupert, Edm., Resignation, Studie. Bearbeitet von Ant. Svendsen. 
(Hansen.) 1 M. 

Ein kurzes Stück von ernster Stimmung. 
Neury, Jos., Feuillets d'Album. 6 Morceaux. (Schott freres.) 

Nr. 1. Reverie 1.10 M. Nr. 2. Intermezzo pizzicato 1.40 M. 
Nr. 3. Sous les tilleuls 1.40 M. Nr. 4. Berceuse 1.10 M. Nr. 5. 
Romance 1.10 M. Nr. 6. Chanson espagnole 1.40 M. 
Kurze melodische Stücke. Nr. i bietet Gelegenheit Pizziiiato, das keines- 
wei^s so leicht auszuführen isl, als man vielfach annimmt, zu üben. 

Portnoff, Leo, Op. 3. Humoreske. (Ulbrich-Berlin.) 1 M. 

Das Stück ist auch lediglich in der ersten Lage ausführbar. 
Rameau, J. Ph., Rigodon aus »Dardanus«. Arrangiert von E. 

W. Ritter. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Riemann, Hugo, Sechs originale chinesische und japanische Me- 
lodien. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Die ganz kurzen Stücke sind als Proben einer uns fremden Musik von 
Interesse. Das Heft enthalt einen feierlichen Marsch beim Einzüge des Kaisers 
in den Tempel, einen Trauermarsch, eine weltliche Ballade, eine Geigenmelodie, 
ein Neujahrs- und ein Liebeslied. 

Schmidt, Ernst, Op. 28. 9 Vortragsstücke. Heft II: Abend- 
lied, Sarabande, Spinnstunde. Heft III: Kinderreigen, Legende, 
Scherzo. (Schott.) Jedes Heft 1.20 M. 
Sehr zu empfehlen. 



42 B. Solomusik. 

Schmidt, Oscar, Op. 46. Trois Morceaux de Salon. (Junne.) 
Je 1.50 M. 

Nr. 1. Invocation. Nr. 2. Souvenir. Nr. 3. Menuett. 

Sitt, Hans, Op. 10. Namenlose Blätter. Nr. 1, 3, 6, 9. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

Stradella, A., Air d'eglise (Kirchenarie, Pietä, Signor). Bearbeitet 
von C. Schröder. (Schuberth.) 1 M. 

Szekäcs, Jules, Op. 17. 3 Morceaux. Nr. 3 Choral. (Hansen.) 
1.25 M. 

Viardot, P., Op, 6. Romanze. (Kahnt.) 1 M. 

Winding, Aug., 3 Ganzonetten. (Hansen.) 1.50. M. 

Wolf, Hugo, Wiegenlied. Bearbeitet von Emil Kross. (Schott.) 1 M. 

Stufe Ha. 

Aulin, Tor, Op. 20. Melodie und Rhythmus. (Zimmermann.) 
Serie I 2.50 M. 

4 Stücke in den drei untersten Lagen; ansprechend und übend. 
Bach, Joh. Seb. , Adagio aus dem Violinkonzert in Edur. Be- 
arbeitet von W. Meyer. (Steingräber.) 1 M. 
Becker, Albert, Op. 81. Adagio Nr. 5, Dmoll. Ausgabe von 
H. Sitt. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Gesangvoll und von schöner Stimmung. 
Beethoven, L. van, Rondo, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

(Peters.) 1 M. 
Beriot, Ch. de, 12 italienische Melodien. Revidiert von R. Hof- 
mann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Revidiert 
von H. Sitt. (Peters.) 1.50 M. — Neuausgabe von A. Schulz. 
(Litolff.) 1.50 M. 

Nr. 1, 5, 8, 9 und 10 zur Erholung neben den ernsten Studien zu ver- 
wenden. 

Burmester, W. , Alte Weisen. Stücke berühmter älterer Meister. 
(Schott.) Je 1 M. 

Nr. 9. Tanz von Lully. — Nr. 1 1 . Menuett von Haydn. — 
Nr. 12. Deutscher Tanz von Mozart. — Nr. 14. Walzer von 
Steibelt. — Nr. 1 5. Soeur Monique von Gouperin. — Nr. 1 6. 
Gavotte von Bach. — Nr. 20. Gourante von Händel. — Nr. 22. 
Gigue von Händel. 
Gabriel-Marie, Impressions. 6Morceaux. Nr. 4 Souvenir. (Schott 

freres.) 1.40 M. 
Gade, N. W., 3 Albumblätter. Bearb. von F. Hüllweck. (Kahnt.)^2 M. 
Halvorsen, Joh., Mosaique. Nr. 1 . Intermezzo oriental. (Hansen.) 

2M. 
Haydn, J., Aria con Recitativo, GmoU. Arrangiert von Th. Reh- 
baum. (Schlesinger.) 1 M. 

Geeignet, den Schüler in den Vortrag des Rezitativs einzuführen. 



J 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 43 

Henriques, Fini, Op. 20. Kleine bunte Reihe. Leichte Charakter- 
stücke. (Hansen.) Nr. 1/2 je 1 M., Nr. 5 1.50 M. 

Nr. 1. Der Hirtenknabe. 2. Nickpuppen. 5. Mückentanz. 
Empfehlenswerte Stücke. Nr. 5 ist eine hübsche Springbogenstudie. 
Hering, C, Op. 21. 8 Stücke. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Für die Bogentechnik und Tonbildung nützliche Stücke, die auch in der 
ersten Lage ausgeführt werden können, immerhin aber einen vorgeschritteneren 
Spieler verlangen. 

Herrmann, Th., Op. 76. Taranteile. (Junne.) 1.50 M. 
Hofmannn, R. , Op. ■105. 6 Stücke. Nr. L Ständchen. \ M. 
Nr, 2. Ital. Scherzino. Nr. 3. Springtanz. (Junne.) Je 1.20 M. 
Lagenwechsel und Bogenführung übend. 
HoUaender, Gust., Op.56. 4 Vortragsstücke. Nr.l.Aria. 1.25M. 
Nr. 2. Ganzone. 1.80 M. Nr. 3. Nocturne. Nr. 4. Feierlicher 
Marsch. (Hansen.) Je 1.50 M. 

Sehr gesangreich und vornehm musikalisch. 
Kunkel, Gotthold, Op. 50. 2 Charakterstücke. (Kahnt.j 2 M. 

Nr. 1. Entsagung. Nr. 2. Stürmisches Herz. 
Marpurg, F. W., L'Engageante. Bearbeitet von H. Wehrle. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 
Mattheson, Job., Sarabande und Allemande. Bearbeitet von H. 
Wehrle. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Die Sarabande ist geeignet in Kirchenkonzerten vorgetragen zu werden. 
Mendelssohn, F., 20 Lieder ohne Worte. Eingerichtet von R. 

Schwalm. (Steingräber.) 1.60 M. 
Moffat, Alfred, 6 Pieces faciles. Nr. 2. Passepied. (Schott.) 80 Pf. 

Für den Lagenwechsel und Bogenstrich nützlich. 
Purcell, Henry, 3 Stücke. Allemande, Sarabande, Gebell. Be- 
arbeitet von H. Wehrle. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Die Sarabande besitzt durchgehends synkopierten Rhythmus und ist eine 
gute Studie hierfür. »CebelU ist die altenglische Bezeichnung für eine schnellere 
Art Gavotte. 
Reger, Max, Romanze, Gdur. (Volksausg. Breitkopf & Härtel.) IM. 

Gut klingend und nicht schwierig. 
Seybold, A., Op. 108. Nr. 2 Serenade. Nr. 3 Romanze. (Rahter.) 
Je 1.20 M. 

Gut gemachte, melodisch fließende Stücke. 
Singer, Edmund, Klassische und moderne Tonstücke in Über- 
tragungen. 

Nr. 1. Sarabande a. d. 3. Suite J. S. Bach. 75 Pf. — Nr. 2. Aria 
u. Allegro a. d. Suite Nr. 10 f. Klavier G. F. Händel. L50 M. — 
Nr. 3. Nocturne Op. 9 Nr. 2 Fr. Chopin. 1.50 M. — Nr. 4. 
Abendlied Op. 85 Nr. 12 Roh. Schumann. 75 Pf. — Nr. 5. Larg- 
hetto a. d. Klarinetten-Quintett W. A. Mozart. 1.50 M. — Nr. 6. 
Einsame Blumen Op. 82 Nr. 3 Rob. Schumann. 75 Pf. — Nr. 7. 
Mazurka Op. 7 Nr. 1 Fr. Chopin. 75 Pf. — Nr. 8. Träumerei 
Op. 15 Nr. 7 Rob. Schumann. 75 Pf. — Nr. 9. Menuett a. d. 



44 B- Solomusik. 

Suite fran^aise J. S. Bach. 75 Pf. — Nr. I 0. Abschied Op. 82 
Nr. 9 Rob. Schumann. I M. — Nr. I I . Mazurka Op. 63 Nr. 2 
Fr. Chopin. 75 Pf. — Nr. 12. Am Kamin Op. 15 Nr. 8 Volks- 
liedchen, Op. 68 Nr. 9 Rob. Schumann. 1.50 M. — Nr. 13. 
Kanonisches Liedchen Op. 68 Nr. 27 Rob. Schumann. 75 Pf. — 
Nr. 14. Polonaise in Adur Op. 40 Fr. Chopin. 1.50 M. 
Sinigaglia, Leone, Op. 19. 12 Variationen über ein Thema 

von Schubert THeidenröslein;. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 
Interessante Verarbeitungen des gewählten Themas. 
Sitt, Hans, Op. 73. 20 kleineA'ortragsstücke. (0. Forberg.) ILBand 

2.50 M. 

Vielseitiges, gutes Unterrichtsmaterial. 

— Op. 87. Nr. 1 Menuett. Nr. 2 Gavotte. (0. Forberg.) Je 1.50 M. 

Den Kompositionen liegen altfranzösische Melodien zugrunde. 

— Op. 94. 3 instruktive Vortragsstücke. Nr. 1 . Romanze. 1.50 M. 
— Nr. 2. Bagatelle. 2 M. — Nr. 3. Polonaise. (0. Forberg.) 2.50 M. 

Die Polonaise ist für Schüler dieser Slule schon ziemlich schwierig und 
besser auf späterer Stufe zu verwenden. 
Spies, Ernst, Op. 45. 6 Stücke. (Schott.) 1.50 M. Einzeln je 60 Pf. 

Sehr übend. 
Tschaikowsky, P., Op. 39 Nr. 19. Spukgeschichte. Frei bear- 
beitet von W. Burmester. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
1.20 M. 
Weiss, Jul., Op. 71. Der klassische Violinist. (Weiss.) Heft I 
bis m, je 1.75 M. 

Einzelne Sätze aus Werken Haydns, Mozarts, Beethovens. An einigen 
Stellen ist der Gebrauch der fünften Lage nötig. 

Stufe in. 
Abel, L., Originalkompositionen älterer Meister. (Hansen.) 2 Bände, 
je 2.50 M. 

Die Sammlung enthält Sonaten und einzelne Sätze von Dussek, Ries, 
Haydn, Mozart, Kuhlau, Weber, Mazas, Spohr usw. Die Ausgabe zeichnet sich 
durch gute Phrasierungs-, Fingersatz- und Strichbezeichnimgen aus. 
Alard, D., Pieces caracteristiques en forme d'Etudes. (Schott.) Nr. 1. 
Nocturne. 80 Pf. — Nr. 2. Valse gracieuse. 1.20 M. — Nr. 3. 
Serenade. 1 M. 
d'Ambrosio, A., Op. 17. Aubade. (Bosworth.) 1.80 M. 

Salonmusik. 
Arnold, Maurice, Op. 32. Amerikanisches Ständchen. [Minstrel 

Serenade.] (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Aus alten Zeiten. Sammlung kleiner Stücke alter Meister. Be- 
arbeitet und mit Klavierbegleitung versehen von H. Wehrle. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

Stücke von Bach, Marpurg, LuUy, Couperin, Purcell, Th. Muffat, Kirn- 
berger, Baltzar u. a., die bisher noch in keiner Bearbeitung für Violine ver- 
öffentlicht sind. Alle sind von gediegenem musikalischen Gehalt, geben Ge- 
legenheit zum Studium des Vortrages, befestigen den Rhythmus, — dienen also 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 45 

pädagogischen Zwecken in bester Weise. (In dem letzten Stück, einer Alle- 
mande von Th. Baltzar, ist der Bearbeitung die Originalstimnic vorgedruckt. 
Es ist interessant aus dieser zu sehen, daß der Komponist [geb. ungefähr 1630 
in Lübeck, gest. 1663 in London unser heutiges Auflösungszeichen (J) nicht 



gekannt — wenigstens nicht angewendet hat. Er erhöht An. \f m ^^^ nach k 
durch ein Ü /L g r^^^ und es nach e natüi'hch ebenso. 





Bachmann, A., Op. 43. Nr. 1. Friska. Nr. 2. Romance sans 

paroles. (Schott freres.) Je i .25 M. 
Barnett, J. F., Legende. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

— Pensee melodique. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Unterhaltungsstücke. 
Becker, Albert, Werke für Vioüne und Pianoforte. Band I. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 

Der Band enthält: Op. 34. Neue Variationen über ein altes 
Lied. Op. 35. Fantasie, Edur. Op. 66. Konzertstück. 
Vornehme, musikalisch bildende Musik. Das Konzertstück gehört auf 
Stufe V. 

— Op. 95. Adagio Nr. 8, Cmoll. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Gesangvoll. An einer Stelle wird die fünfte Lage überschritten. 
Berens, H., 5 Salonlieder. (Schuberth.) 2.50 M. 

— Ballade und Romanze. (Schuberth.) 1.50 M. 

Gut klingende, gefällige Stückchen. 

Bloch, Jos., Op. 17. Scenes mignonnes. Nr. 1. Berceuse. (Ries 
& Erler.) 1.20 M. 

Ein mit Dämpfer zu spielendes Stückchen von hübscher Wirkung, übt 

die Lockerheit des Handgelenkes. 

Burmester, W. , Stücke alter Meister. (Schlesinger.) Band I/V, 
je 6 Nummern, jeder Band 3 M. Einzelausgabe je 1 M. 

Nr. 1. Bach, C. Ph. Em., La Complaisante. — Nr. 2. Cou- 
perin. Fr., Le Bavolet flottant. — Nr. 3. Rameau, J. Ph., 
Gavotte. — Nr. 4. Martini, G. B., Gavotte. — Nr. 5. Mozart, 
W. A., Menuett. — Nr. 6. Händel, Menuett. — Nr. 7. Beet- 
hoven, L. v., Menuett. — Nr. 8. Händel, G. F., Arioso. — 
Nr. 9. Bach, J. S., Gavotte. — Nr. 10. Bach, J. S., Air (auf 
der G-Saite). — Nr. 11. Haydn, Jos., Menuett. — Nr. 12. 
Beethoven, L. v., Menuett. — Nr. 13. Mozart, W. A., Menuett. 

— Nr. 14. Pergolesi, G. B., Aria (Tre giorni), Siciliana. — 
Nr. 15. Loeilly, J. B., Menuett. — Nr. 16. Dittersdorf, K. ü. v., 
Deutscher Tanz. — Nr. 17. Mattheson, Joh., /Vir auf der 
G-Saite. — Nr. 18. Bach, C. Ph. Em., Menuett. — Nr. 19. 
Händel, Bourree. — Nr. 20. Rameau, J. Ph., Rigaudon. — 
Nr. 21. Mozart, W. A., Deutscher Tanz. — Nr. 22. Kuhlau, 
F., Menuett. — Nr. 23. Lully, J. B., Gavotte. — Nr. 24. Gluck, 
Chr. W. v., Menuett. — Nr. 25. Händel, G. F., Praeludium. 

— Nr. 26. Gossec, Frz. Jos., Gavotte. — Nr. 27. Grazioli, G. 



46 B. Solomusik. 

G. B., Menuett. — Nr. 28. Gossec, Frz. Jos., Tambourin. — 
Nr. 29. Händel, G. F., Terzen-Menuett. — Nr. 30. Händel,Giga. 
Reizende kurze Stücke. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Nummern 
ist verschieden; der Lehrer muß daher entsprechend auswählen. 

Cernicchiario, V. Op. 4. Chant de coeur. (Schuberth.) 50 Pf. 

Chopin-Burmester, Op.37 Nr. I. Nocturne, Gmoll. (Schlesinger.) 
1.50 M. 

D an cla, Gh., NouvelleEcole de la Melodie. (Schott.) Heft V 1.80 M., 
Heft VI 1.80 M. . 

Stücke verschiedenen Charakters. 

David, F., Op. 30. Bunte Reihe. 24 Stücke. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) Heft I 1.50 M. Revidiert von W. Meyer. (Stein- 
gräber.) HeftI 1.50 M. 

Technisch und musikalisch bildend, in der Schwierigkeit unterschieden. 

Der Lehrer muß die Auswahl vornehmen. 

Dessau, B., Op.29. Nr. 1. Lied ohne Worte. Nr. 2. Gavotte. (Kahnt.) 

Je 1.50 M. 
Dietel, R. W,, 12 kleine Lieder ohne Worte. (Volksausgabe Breitkopf 

& Härtel.) 2 M. 

Zur Ton- und Vortragsbildung gut zu verwenden. Einige können schon 
auf früheren Stufen gespielt werden. 
Drdla, Fr., Op. 28. Vision. (Bosworth.) 80 Pf. 
Ersfeld, Chr., Op. 10. Ständchen. (Simon.) Mit Pianoforte oder 
Harfe 1 M. Mit Quintettbegleitung 2.50 M. 

— Op. 13. Nr. 1. Pensee melancolique. (Simon.) 80 Pf. 

Ein tiefempfundenes Stück, das bei eben solchem Vortrage — nament- 
lich mit Harmonium- oder Orgelbegleitung — von eindrucksvoller Wirkung ist. 
Auch für Viola erschienen. 

Ertel, P., Op. 29. 3 leichte Stücke. Nr. 3. Passacaglia. (Vieweg.) 
1.50 M. 

Gade, N. W., Berceuse, Gdur. Herausgegeben von H. Sitt. (Schle- 
singer.) 1 .25 M. 

Händel, G. F., Larghetto mit Variationen aus dem Concerto grosso 
Nr. 12. Hmoll. Bearb. von 0. Seeger. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Halvorsen, Joh., Elegie. (Hansen.) 1 M. 
Harmonisch interessant. 

Hauser, M., Op. 59. Pensee fugitive. (Schuberth.) 1.50 M. 
Zur Übung im Lagenwechsel und in der Tonbildung zu empfehlen. 

Haydn, Jos., Romanze, C dur. Arrangement von Th. Rehbaum. 
(Schlesinger.) 1 M. 

Henriques, F., Op. 20. Kleine bunte Reihe. Leichte Charakter- 
stücke. Nr. 4. Menuett. Nr. 6. Erotik. (Hansen.) Je 1.50 M. 

Hollaender,Gust.,Op.45. 4 Weihnachtsstücke. Fantasietranskrip- 
tionen. (0. Forberg.) Je 1.50 M. 

— Trois Morceaux. (Schott freres.) Nr. 2. Berceuse. Nr. 3. 
Barcarolle. Je 1.40 M. 

Zum Studium und Vortrag zu empfehlen. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 47 

Hubay, J., Op. 37 Nr. 1. Maiblüte. (Junne.) 1.25 M. 
Hüll weck, F., Op. 21. Nr. 2. Albumblalt. — Nr. 5. Sehnsucht. Be- 
zeichnet von Sitt. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Humperdinck, E., Wiegenlied. Arrangiert von H. Sitt. (M. Brock- 
haus.) 1 .60 M. 
Kleffel, Arno, Op. 3. 4 Fantasiestücke. Heftl. Idylle, Scherzo. 
(Simon.) 2.50 M. 

Das Scherzo ist rhythmisch nicht ganz leicht, bietet aber für begabte 
Schüler eine gute Studie. Die Idylle kann auf der vorigen Stufe verwendet 
werden. 
Lachmund, E., Op. 4. Valse-Serenade. (Stahl.) 2.50 M. 

Musik im Salonstil, geschickt gemacht. 
Lotti, Antonio, Aria, Gdur. Übertragen von W. Langhans. (Hof- 
meister.) 1.25 M. 

Sehr gesangvoll und von großer Wärme. 
Moffat, Alfred, 12 Violinstücke klassischer Meister des 17. und 
18. Jahrhunderts, Nach den Original -Ausgaben bearbeitet. 
(Simrock.) Je 1 M. 

Nr. 1. Gavotte (Francoeur). — Nr. 2. Giga (Mossi). — 
Nr. 3. Siciliano (Granom). — Nr. 4. Sarabande (Valentine). 
— Nr. 5. AUemanda (Lully). — Nr. 6. Hornpipe ä l'Inglese 
(Galliard). — Nr. 7. Gavotte-Rondeau (de Fesch). — Nr. 8. 
Scherzando (Marcello). — Nr. 9. Giga (Humphries). — 
Nr. 10. Sarabanda (Leclair). — Nr. 1 1 . Menuetto (St. Martini). 
Nr. 12. Corrente (Melande). 

Der Bearbeiter hat sich durch Herausgabe dieser ganz unbekannten Stücke 
von meist vergessenen Autoren ein Verdienst erworben. Die Sammlung ent- 
hält Gavotten, Sarabanden, Giguen und andere alte Tanzformen von Francoeur, 
Mossi, Galliard, Fesch, Melande u. a. Die Stücke können zum Teil schon auf 
früherer Stufe verwendet werden. 

Mozart, W. A., Larghetto aus dem Klarinetten- Quintett. Bear- 
beitet von H. Vieuxtemps. (Schuberth.) 1 M. 
Nardini, P., Adagio cantabile. Arrangiert von M. Hauser. (Schu- 
berth.) 1 M. 
Paganini, N., Karneval von Venedig. 1 Variationen mit Intro- 
duktion im leichten Stil. Bearb. von Samelhini. (Schuberth.) 1 M. 
Von dem bekannten Bravourstück Paganinis gibt diese Bearbeitung nur 
ein ganz blasses Bild, sie ist aber übend und anregend. 
Reber, H., Op. 15 Nr. 5. Berceuse, Gdur. Herausgegeben von 

H. Marteau. (Steingräber.) 1 M. 
Rehbaum, Th., Op. 56. Charakterstücke. (Schlesinger.) Nr. 1/4 
je 1 M. Nr. 5/6 je 1.30 M. 

Nr. 1. Lied. — Nr. 2. Burleske. — Nr. 3. Pastorale. — 

Nr. 4. Menuett. — Nr. 5. Nocturne. — Nr. 6. Zigeuner-Marsch. 

Rubinstein, A., Op. 50 Nr. 3. Barcarole. Bearbeitet von L. Auer. 

(Kahnt.) 1.50 M. 
Scharwenka, Ph., Op. 51. Arie. (Simon.) 1.80 M. 
Gesansvoll und leicht aufzuführen. 



48 B- SoloiDusik. 

Schumann-Burmester, 2 kleine Stücke. 1 .Von fremden Menschen 
und Ländern. 2. Wiegenlied. (Schlesinger.) I M, 

Singer, Edmund, Klassische und moderne Tonstücke in Über- 
tragungen. (Hansen.) Je 75 Pf. bis 1.50 M. 
Stücke von Bach, Händel, Scliumann. 

Sitt, Hans, Op. 14. I. Canzone. (Kahnt.) 1 M. 
Gesangvoll und wohlklingend. 

Spangenberg, H., Op. 8. Suite in 5 Sätzen. 1. Alla marcia. 
2. Nocturne. 3. Valse miniature. 4. Fantaisie elegiaque. 5. Rondo. 
(Kahnt.) 4 M. 

Stücke alter Meister, Band VI. Neu bearbeitet von Gust. Hol- 
laender. 6 Stücke von Bach, Beethoven, Mozart, Haydn, Dussek 
und Dittersdorf. (Schlesinger.) 3 M. 

Szekacs, J., Op. 31. Epithalame [Brautliedj. (Hansen.) 1.25 M. 

Tschaikowsky, P., Op. 2 Nr. 3. Lied ohne Worte. Übertragen 
von M. Grünberg. (Simon.) 1 M. 

— Op. 39 Nr. 21. Träumerei. — Nr. 23. Lied des Drehorgelmannes. 
Frei bearbeitet von W, Burmester. (Volksausgabe Breilkopf & 
Härtel.) Je 1.20 M. 

Weber-Burmester, Adagio aus der zweiten Violinsonate. (Schle- 
singer.) 1 M. 

Auf der G-Saite vorzutragen. 

Weiss, J., Op. 106. Lust und Leid. 6 Lieder ohne Worte. (Weiss.) 
5 M. Jede Nummer einzeln 1.50 M. 

Stufe HIa. 
Beethoven, L. van, 7 Variationen über das Duett »Bei Män- 
nern, welche Liebe fühlen« aus Mozarts »Zauberflöte«. Arrange- 
ment von F. David. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Burmester, W., Alte Weisen. Stücke berühmter Meister. 

Nr. 5. Contre-Tanz von Beethoven. Nr. 7. Capriccio von 
Haydn. Nr. 8. Menuette von Milandre. (Schott.) Je 1 M. 
David, F., Op. 24. 12 Salonstücke. (Breilkopf & Härtel.) 3 Hefte, 
je 1.30 M. 

Die Stücke sind von pädagogischem Wert. Sie fördern den Schüler in 
der Finger- und Bogentechnik, entwickeln das Rhylhmusgcfühl und den Vor- 
trag. Einige Nummern sind auf der nächsten Stufe zu verwenden. 

— Op. 24, 25, 28, 36 in einem Bande 6 M. 

Drdla, Franz, Op. 25. Madrigal. (Bosworth.) 1.80 M. 
Eberhardt, Goby, Op. 87 Nr. 4. Fileuse. (Kahnt.) \ M. 

Für Springbogen und leichte Flageoletts. 
Halvorsen, Joh., Mosaique. Nr. 2. Entracte. 1.50 M. Nr. 3. Fete 
nuptiale rustique. (Hansen.) 2 M. 

— Cröpuscule. (Hansen.) 1.50 M. 

Hauser, M., Op. 6 Nr. 1. Romanze. Nr. 2. Air russe. (Schuberth.) 
Je 1.25 M. 

Melodisch und nicht schwierig. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 49 

Hauser, M., Op. 9. Salon-Bibliothek. (Schuberth.) 1.50 M. 

Beliebte Melodien und Lieder. 
Henriques, F., Op. 27. Canzonetta. (Hansen.) 1.25 M. 

Fördernd für die leichte Bogenführung. 
Hofmann, R., Op. 105. Nr. 5. Caprice. 1.20 M. Nr. 6. Romanze. 
1 M. (Junne.) 

Die Romanze erfordert einige Gewandtheit in Doppelgriffen. 
Hollaender, Gust., Op. 41. 2 Vortragsstücke. (0. Forberg.) 
Nr. 1. Bagatelle. 1 .25 M. Nr. 2. Menuetto capriccioso. 1.50 M. 

Übend für den Ton und die Bogenführung. 
Köhler, Oscar, Op. 170. Frühlings-Romanze. (Kahnt.) 1.50 M. 

Ein Stück, in dem Stimmung ist. 
Lewinger, M., Op. 1 0. 3 Vortragsstücke. (Rahter.) 

Nr. 1. Valse lente. 2 M. Nr. 2. Abendstimmung. 1.50 M. 

Nr. 3. Mazurka fantastique. 2 M. 
Mozart, W. A., Rondo concertante, Bdur. (Breitkopf &Härtel.) 1.30M. 

Eine Komposition von Frische und Wohlklang. 
Ritter, Herrn., Op. 28. Spinnerlied. (Bosworth.) 1.50 M. 

Gefällig und übend. 
Sauret, E., Op. 40. Morceaux de Salon. (Bosworth.) 

Nr. 1. Chanson d'autrefois. 1.50 M. Nr. 2. Sur la Montagne. 

1.50 M. Nr. 4. II Mulino. 2 M. 
— Op. 6 Nr. 1. Barcarole. (Simon.) 1.80 M. 

Sehr übend für die Intonation und die Geschmeidigkeit der Bogenführung. 
Scarlatti, Dom., Le cölebre Pastorale. Eingerichtet von M. Hauser. 
(Schuberth.) 1.25 M. 

Schülern, welche auf dieser Stufe stehen, bereiten die Doppelgriffe einige 
Schwierigkeiten; sie sind aber sehr übend. 

Schuberth, C.,Op. 18. Mystification [Gapriccietto]. (Schuberth.) 2 M. 

Gefällig und rhythmusübend. 
Seitz, Fr., Op. 23 Nr. 2. Allegro vivace [Moto perpetuo]. (Rathke.) 

1.80 M. 
Spohr, L., Op. 135 Nr. 1. Barcarole. (Schott.) 80 Pf. — Be- 
zeichnet von E. Singer. (Hansen.) 1 M. — (Peters.) 1 M. 
Eine der schönsten Kompositionen dieses Genres. 
Sulzer, Jos., Op. 8. Sarabande. (Rahter.) 1 M. 

Das Stück ist auf der G-Saite vorzutragen; die Begleitung ist auch auf 
der Orgel ausführbar. 

Tartini, G., Variations sur une Gavotte de Gorelli. Bezeichnet und 
mitPianofortebegleitung versehen von H. Leonard. (Schott.) 1.20 M. 
Zur Ausbildung der Bogentechnik sehr zu empfehlen. 
Taubert, E. E., Op. 65. Daraus: Ständchen, Walzer, Spinnrädchen. 
Übertragen von J. Palaschko. (Kahnt.) 3 M, 

Drei sehr geschickt für die Violine eingerichtete, hübsche Stücke, die 
ebenso angenehm zu spielen wie übend sind. 

Vieuxtemps, H., Op. 43 Nr. 4. Gavotte. Herausgegeben von H. 
Marteau. (Steingräber.) 1 M. 

Ein gefälliges, die Bogcntechnik förderndes Stück. 
Grunberg, Literatur der Streichinstrumente. 4 



50 B- Solomusik. 

Weiss, Jul., Op. 99. Tonbilder. 24 Charakterstücke. (Weiss.) 
Heft IV 5M. 

— Op. 102. Tonskizzen zu Goethes »Faust«. (Weiss.) 6 M. 

Interessante Stimmungsbilder, die zwar technisch keine erheblichen An- 
sprüche stellen, aber einen musikalisch gereifteren Spieler verlangen. 

— Op. iOI. 6 charakteristische Tonstücke. (Weiss.) 6M. ; einzeln 
je 1.50 M. 

Als vorzügliches Studienmaterial zu empfehlen. 
Zsolt, Nandor, Berceuse, Des-dur. (Schott.) 1.20 M. 

Ein Stück von eigenartiger Stimmung und frappanter Harmonik. 

Stufe IV. 

Bazzini, A., Op. 34. 6 Morceaux caracteristiques. Nr. 3. La 

Calma [Serenade]. (Hofmeister.) 1.50 M, 
Becker, Alb., Op. 47 Nr. 1. Ballade, Amoll. (Breitkopf & Härtel.) 

2.60 M. 

— Op. 86. Adagio Nr. 6, Amoll. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Musikalisch vornehm und gesangvoll. 
Beethoven, L. van, Op. 105. 6 variierte Themen. (Breitkopf 
& Härtel.) 2 Hefte, je 1.30 M. 

— Op. 107. 1 variierte Themen. (Breitkopf & Härtel.) 5 Hefte, 
je 1.30 M. 

— 12 Variationen über ein Thema aus Händeis »Judas Maccabäus«. 
Arrangiert von F. David. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Beriot, Ch. de, Op. 77. 10 kleine Vortragsstücke. Revidiert von 
R. Hofmann. (Breitkopf & Härtel.) Heft H 1.50 M. 

Die gefälligen Stücke fördern die Bogengeschicklichkeit, üben Doppelgriffe 
und geben geschmeidige Spielmanier. Einige sind schon auf früherer Stufe 
zu gebrauchen. 
Bizet, G., Carmen. Arrangiert von 0. Singer. (Kahnt.) Daraus: 

I. Chor der Straßenjungen 1.20 M. 2. Habanera 1.20 M. 3. Duett 
1.50 M. 4. Seguidilla 1.50 M. 5. Zwischenspiel I 1.20 M. 6. Tanz 
und Cavatine 1.50 M. 7. Zwischenspiel II 1 M. 8. Zwischen- 
spiel HI 1.50 M. 9. Marsch 1.50 M. 

Boccherini, L., Adagio, Adur. Herausgegeben von H. Wehrle. 

(Ries & Erler.) 1 M. 
Borregaard, Ed., Chanson d'amour. (Hansen.) 2 M. 
Brüll, Ignaz, Op. 90 Nr. 3. Tarantella. (Bosworth.) 3 M. 

Sehr übend. Die Violinstimme muß vorher mit Fingersatzbezeichnung 
versehen werden. 

Gentola,E.,Op.3Nr.1. Preludio, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 1.30M. 
David , F., Op. 30. Bunte Reihe. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 

II. Heft 1 .50 M. — Herausg. von W. Meyer. (Steingräber.) 1 .50 M. 
— (Peters.) 1.50M. — Neuausgabe von A. Schulz. (Litolff.) 1.50 M. 

— Op. 28. 5 Salonstücke. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. Zu- 
sammen mit Op. 24, 25, 36 in einem Bande 6 M. 

Anregende und übende Stücke. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 51 

Dessau, B., Op. 1. Spanische Serenade. (Simon.) 2.50 M. 

Ein hübsches, zum Vortrag geeignetes Stück. 
Eberhardt, Goby, Op. 87. Nr. 1. L'Inquietude. Nr. 2. Mazourka 

caract^ristique. (Kahnt.) Je 1 M. 
Ersfeld, Chr.jOp.lS. Fantasiestück und Ballade. (Simon.) 1.50 M. 

Mit Streichorchester: Stimmen 3 M., Dublierstimmen je 30 Pf. 
Feltzer, W. H., Op. 3 Nr. 1. Cantilene, Adur. (Stahl.) 1.50 M. 

Förderlich für die Tonbildung. 
Ferraris, Pierre, Op. 25. Appassionato. (Rahter.) 1.20 M. 

Fördert den Lagenwechsel und die Spielfreiheit. 
Frey, Martin, Op. 24. Albumblätter. Nr. 1. Barcarole. Nr. 2. 
Mazurka. Nr. 3. Menuett. (Steingräber.) 1.50 M. 

Hübsch gearbeitete leichte Stücke. Die Klavierbegleitung verlangt einen 
guten Spieler. 

Gade, N. W., Op. 31. Volkstänze. Fantasiestücke. Eingerichtet 

von Fr. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 
Giardini, F., I. Gigue in Gdur. II. Musette in Gdur. Heraus- 
gegeben von H. Marteau. (Steingräber.) Je 1 M. 
Zwei pikante Vortragsstücke mit leichten Flageolettgriffen. 
Godard, Benj., Op. 18. Berceuse et Serenade. Bearbeitet von 
R. de Vilbac. (Hansen.) 1 .50 M. 

Bei guter Ausführung von pikanter Wirkung. 
Halvorsen , Job., Andante religioso mit Orchesterbegleitung. Klavier- 
begleitung bearbeitet von N. Hansen. (Hansen.) 2.50 M. 
Ein vornehmes und dankbares, nicht schwieriges Stück. 
Hauser, M., Op. 55. Impromptu. (Schuberth.) 1.50 M. 
Fördert die Geläufigkeit der Finger und übt den Lagenwechsel. 
Herrmann, Th., Op. 74. Mazurka-Caprice. (Junne.) 1.50 M. 
Herzfeld, V. v., Ungarische Weisen Nr. 1 und 3. (Süddeutscher 

Musikverlag.) 1 M. und 2 M. 
• Zwei dankbare Stücke. Das erste liedartig, das zweite in der Art von 

Brahms ungarischen Tänzen. 

Hofmann, R., Op. 105 Nr. 4. Erzählung. (Junne.) 1.20 M. 
Hollaender, G., Op. 34. Prelude. (Junne.) 2 M. 

Ein stimmungsvolles Stück. Die Pianofortebegleitung verlangt einen tüch- 
tigen Spieler. 

— Op, 39. Trois Morceaux. Nr. 1 . Ein Albumblatt. (Schott freres.) 
1.25 M. 

— Op. 38. Zwölf Stücke. (Schlesinger.) 2 Hefte, je 5 M. 

Anregend und den Vortrag schulend. 

— Op. 40. Widmung. Adagio. (0. Forberg.) 1.75 M. 

Ein Stück von schöner Stimmung. 
Hubay, J., Op. 38 Nr. 2. Serenade »Unter ihrem Fenster«. 

(Junne.) 1.50 M. 
Jentsch, M., Op.70. Zwei Stücke. Nr. 1. Romanze. (Junne.) 1.50M. 

Als Intonationsübung zu empfehlen. 
.Klassisches und Modernes. Sammlung ausgewählter Stücke, 

4* 



52 B- Solomusik. 

herausgegeben von Fr. Hermann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 

4 Bände, je 3 M. 

Die Sammlung enthält Originale und Bearbeitungen von Werken klassi- 
scher und moderner Komponisten. Der Schwierigkeitsgrad der Stücke ist ver- 
schieden. Einige Nummern können schon auf früheren Stufen benutzt werden, 
andere stellen Ansprüche, denen der Schüler erst auf späterer Stufe genügen 
kann. Der Inhalt der Bände ist sehr vielseitig. 

Kleffel, Arno, Op. 43. Fantasiestücke. Heft II: Romanze, Hu- 
moreske. (Simon.) 3 M. 
Gut musikalisch und übend. 
Kirchner, Th.jOp. 63. Romanzen. Schlummerlied. (Hofmeister.) 3M. 

Vornehm gehaltene Stücke. 
Krug, Arnold, Op. 12. Italienische Reiseskizzen. 3 Stücke mit 
Pianoforte oder Streichorchester. (Rob. Forberg.] Mit Pianoforte, 
2 Hefte je 2 M. Mit Streichorchester (Solovioline und Streich- 
stimmen) 3 M. 

— Op. 120. Andante religioso. (Rahter.) 1.50 M. 

Die Begleitung ist auch auf der Orgel ausführbar. 
Lalo, E., Op. 2. Allegro maestoso. 2.50 Fr. — Op. 8. Pastorale 

et Scherzo alla Pulcinella. (Gostallat.) 2.50 Fr. 
Lange, H. 0., Meditation über ein Präludium von Bach [Nr, 7 der 

12 kleinen Präludien]. (Steingräber.) 1.50 M. 
Lazarus, Gustav, Op. 47. Drei kleine Tonstücke. Nr. 1 Arietta, 
Nr. 2 Intermezzo, Nr. Menuetto. (Andre.) Je 1.30 M. 
Nr. 3 ist schon auf Stufe IIa zu spielen. 

— Op. 9. Gavatine. (Raabe & Plothow.) 1.50 M. 

Gesangvoll, nicht schwierig. 
Leonard, H., Op. 41 Nr. 3. Moderato, Gdur. (Gostallat.) 2.50 Fr. 

— Op. 61. Seines humoristiques. 5 Morceaux descriptifs. 1. Coq 
et Poules. 2. Au fond des Bois. 3. Ghatte et Souris. 4. L'äne 
et l'änier. 5. Serenade du lapin belliqueux. (Gostallat.) Je 7.50 Fr, 

Diese fünf Stücke gehören nicht in die Schulliteratur, sind aber so geist- 
voll witzig und musikalisch gut gemacht, daß sie hier angeführt werden sollen. 
Bei besonderer Gelegenheit und entsprechender Wiedergabe, wirken die zum 
Teil stark realistischen Tonmalereien überaus belustigend. 
Liszt, Fr., Benedictus und Offertorium aus der »Krönungsmesse«. 

(Schuberth.) Je 1.50 M. 
Malz, Heinrich, Op. 7. Neues im alten Stile, zwei Vortragsstücke. 

(Fischer.) I. Air, 1 M. H. Menuett, 1.50 M. 

Zum Unterricht wie auch zum Vortrage zu empfehlen. 
Mayer-Mahr, M., Op. 7 Nr. 1. Romanze, Gdur. (Stahl.) 1.60 M. 
Mozart, W. A., Larghetto aus dem Klarinetten-Quintett. Op. 108. 

Eingerichtet von A.Wilhelmj. (Schlesinger.) 1.50M. MitOrchester- 

begleitung: Stimmen 2.50 M. 
Palaschko, Joh.,Op.32. 4Stücke. Nr. 1 . Ballade. Nr. 2. Gapriccio. 

Nr. 4. Arabeske. (Hansen.) Je 2 M. 
Gut gearbeitet und förderlich. 
Petersen,J.,Op. 8. Andante. Op. 1 I . Adagio, G dur. (Stahl.) Je2M. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 53 

Raphael, Georg, Op.9. Adagio, Gdur. (Breitkopf&Härtel.) 1.30 M. 
Reger, Max, Op. 87 Nr. 1. Albumblatt. (0. Forberg.) 1.50 M. 
Rice, N. H., Op. 5. Romanze. (Kahnt.) 1.80 M. 

Gibt Gelegenheit den 6'4-Takt zu üben. 
Röntgen, Jul., Op. 21. Nordisches Volkslied. Variationen. fBreit- 

kopf & Härtel.) 2.60 M. 
Rossi, Marcello, Op. 30. Burlesque. (Hansen.) 4.50 M. 

— Op. 8. Arioso. (Kahnt.) 1 M. 

Das Stück ist auch mit Orgelbegleitung erschienen. 

— Op. 16. Ganzonetta. (Kahnt.) 1 M. 

Die Passagen in diesem Stück sind etwas »etüdenhaftc, aber übend. Die 
leichten Staccatofiguren befördern die Bogengewandtheit. 

Rubinstein, A.,Op. öONr.l. Nocturne. Bearbeitetvon R.Schweizer. 

(Kahnt.) 1.50 M. 
Sauret, Emil, Op. 43. 6 Morceaux de Salon. Heft I: 1. Aveu. 

2. Souvenir de Miskolez. 3. Mouvement perpetuel. (Stahl.) 4 M. 
Nr. 1 ist schon auf der vorigen Stufe verwendbar. 

Scharwenka, Ph., Op. 104. Konzertstücke. Nr. 1. Legende. Nr. 2. 

Mazur. Nr. 3. Notturno. Die Violinstimme bezeichnet von Fl. 

Zajic. (Breitkopf & Härtel.) Je 1.30 M. 
Stimmungsvolle und charakteristische Stücke. 
Schubert, Fr., Sechs Lieder (L Der Neugierige, 2. Morgengruß, 

3. Frühlingsglaube, 4. Am Meer, 5. Ständchen, 6. Erlkönig). Be- 
arbeitet von J. Weiss. (Weiss.) 2.25 M. 

Zum Studium von Doppelgriffen geeignet. 
Schubert, Frangois (Dresden), Op. 13. Bagatellen. 12 leichte 
Stücke. Revidiert von H. Sitt. (Hofmeister.) 3 M. 

Die ersten dieser Stücke sind schon auf Stufe III zu gebrauchen; Nr. 9 
»L'Abeillec ist bekannt und beliebt. 
Schuberth, C., Op. 11. Marche funebre. (Schuberth.) 2 M. 

Mit einigen nicht schwierigen Doppelgriffen. 

— Op. 20. Nr. 1. Berceuse. — Nr. 2. Amourette. — Nr. 3. Im- 
patience. (Schuberth.) 2.50 M. 

— Op. 25. Le desir. Romanze. (Schuberth.) 1.50 M. 

Stimmungsvoll. 

— Op. 32. Souvenir des Hugenots. Capriccietto de Concert. (Schu- 
berth.) 2 M. 

Gefällig und nicht schwierig. 
Sinigaglia. L., Op. 29. Romanze, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 
2.60 M. Mit Orchesterbegleitung: Partitur 4 M., 18 Stimmen je 
30 Pf. 
Sitt, H., Op. 14 Nr. 2. Erzählung. 1.50 M. Nr. 3. Träumerei. 
(Kahnt.) 1 M. 

Zwei gute, die Tonbildung fördernde Stücke. 

— Op. 97 Nr. 1. Romanze, Adur. (Breitkopf&Härtel.) Schulaus- 
gabe 1.30 M. 

Gesangvoll und angenehm zu spielen. 



54 ß- Solomusik. 

Sitt, H., Album moderner Meister. (Schuberth.) 2 Bände, je 3 M. 

Die Bände enthalten Stücke von Hauser, Bott, Nagel, Poznanski, Spohr, 

Schumann, Lubin, ,Lipinski u. a. Einige davon können schon auf der vorigen 

Stufe Verwendung finden, andere werden besser auf der nächsten Stufe gespielt. 

Spies, Ernst, Op. 64, 16 Stücke zum instruktiven Gebrauch in 

allen Tonarten. (Schott.) Heft I 3 M., Heft H und IH je 1.50 M. 

Ausgezeiqhnetes Studienmaterial. Einige Nummern gehören auf Stufe IVa. 

— Op. 59. 6 Stücke zum Gebrauch beim Unterricht. (Schott.) 
2 Hefte, je 1.20 M. 

Spohr, L., Op. 127 Nr. 1. Allegro, Esdur. (Schuberth.) 1.50 M. 

— Op. 135. 6 Salonstücke, bez. von E. Kroß. Nr. 3. Sarabande. 
Nr. 4. Siciliano. (Schott.) Je 80 Pf. 

Szekäcs, Jules, Op. 17. Crepuscule. (Hansen.) 1.50 M. 

— 3 Morceaux. Nr. 1. Chant du Printemps.- Nr. 2. Serenade. 
(Hansen.) Je 1.25 M. 

Tartini, G., Theme varie. Bearbeitet von G. Sadler. (Schott freres.) 
1.50 M. 

Zum Studium kurzer und längerer Triller besonders geeignet. 
Wallace, W. V., Op. 74. Last rose of summer. Bravourvaria- 
tionen. (Schuberth.) 1 M. 

Vieuxtemps gewidmet und in dessen Art gehalten. Die dritte Variation 
bietet Gelegenheit zum Studium des geworfenen Stakkatobogens. 

Weber, J. Miroslav, Miniatursuite. (Hansen.) 3 M. 
Anregend, für Schüler dieser Stufe ohne Schwierigkeiten. 
Weiss, J., Op. 71. Der klassische Violinist. (Weiss.) Heft 4 und 6. 
Je 1.75 M. 

Einzelne Sätze aus Werken Haydns, Mozarts und Beethovens. 
Wickenhausser, R., Op.33Nr.2. Pastourelle. 1 .20 M. — Nr. 3. 

Dumka. (Kahnt.) 1.50 M. 
Zillmann, Ed., Op. 71. Berceuse. (Kahnt.) 1.50M. Mit Streich- 
quintett: Partitur 1.20 M., Stimmen 1.50 M. 

Bei Benutzung der vorgesehenen Erleichterungen ist das Stück auf Stufe II 
verwendbar. 

Stufe IVa. 

Ashton, Algernon, Op. 19. Reverie. (Kahnt.) 2 M. 

Die Pianofortebegleitung verlangt einen tüchtigen Spieler. 
Bach-Wilhemj, 1. Sarabande und Bourr^e mit Doubles (aus der 

zweiten Solosonate). 2. Drei Sarabanden. 3. Sarabande, Gavotte 

und Musette. (Schlesinger.) Jedes Heft 2 M. 

— Adagio, Edur, mit Pianoforte oder Orgel. (Schlesinger.) 1.50 M. 
Beriot, Ch. de, Elegie. Herausgegeben von H. Marteau. (Stein- 
gräber.) 80 Pf. 

Ein gesangvolles, ansprechendes Stück. 
Bizet, G., L'Arl6sienne. Zwei Suiten. Bearbeitet von 0. Singer. 
(Kahnt.) Je 2.50 M. 

Ein geschickt gemachtes Arrangement der bekannten Orchestersuiten. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 55 

Bott, J. J., Op. 6. Adagio religioso. (Schuberlh.) 1.50 31. 

Das gesangvolle Stück (auch mit Begleitung der Orgel ausführbar) ver- 
langt warmen Vortrag. 

Garri, Ferd., Op. 12 Nr. 3. Divertimento über Motive aus »Die 
Nachtwandlerin« von Bellini. (ßreilkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Sehr übend, auch anregend. 

— Op. 12 Nr. 6. Divertimento über Motive aus »Der Karneval 
von Venedig« von Paganini. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Das bekannte Thema ist gefällig variiert. Das Studium der Variationen 
fördert Finger- und Bogentechnik in anregender Weise. 
Centola, E., Op. 9. Elegie, Hmoll. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Stimmungsvoll und gut klingend, 
Eberhardt, Goby, Op. 101. Wiegenlied. (Kahnt.) 1.50 M. 

Durchgehends in Doppelgriffen. 
Enna, Aug., Romanze, Gdur. (Hofmeister.) 2 M. 

Geschmackvoll und wohlklingend. 
Ernst, H. W., Op. 10. Elegie. Bezeichnet von L. Abel. (Steingräber.) 
50 Pf. (Hofmeister.) 50 Pf. (Schuberth.) 1.50 M. (Litolff.) 50 Pf. 
— Zusammen mit Prume »Melancolie«. (Peters.) 1 M. 

Ein warm empfundenes, den Hörer ergreifendes Stück im feinsten Salon- 
stil, das sehr viel gespielt worden ist. Der Schuberthschen Ausgabe ist eine 
Inti'oduktion von Spohr (seinem sechsten Konzert entnommen) voraufgestellt 
und eine sehr romanhaft klingende Erzählung von 0. Ruppins über den Ur- 
sprung der Komposition beigegeben. 

Field, John, 9 ausgewählte Nokturnen. Nach der Lisztschen 
Klavierausgabe übertragen von A. Baldenecker. (Schuberth.) 1 .50 M. 
Der Schwierigkeitsgrad der Nummern ist verschieden, einige können schon 
früher gespielt werden. 

Förster, Ad. M., Op. 36. Suite: Nr. 1. Novellette. — Nr.2. Inter- 
mezzo. — Nr. 3. Duo. (Breitkopf & Härtel.) Je 1.30 M. 
Fuchs, Alb., Andante sostenuto aus dem Streichquartett Op. 40. 
(Kahnt.) 1.80 M. 
Von schöner Wirkung. 
Hauser, M., Op. 38. Bolero und Czardas. (Schuberth.) 1.50 M. 

— Op. 58. Albumblatt. Jagdstück. (Schuberth.) 1.50 M. 

Das Stück geht meist in Doppelgriffen, namenthch in Tei'zen. 

Joachim, Jos., Op. 2. Drei Stücke. Nr. 1. Romanze. — Nr. 2. 
Fantasiestück. — Nr. 3. Eine Frühlingsfantasie. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 4M. Daraus Nr. 1 einzeln 1.50 M. 
Vornehme Musik. Nr. 3 gehört auf Stufe Va. 

Juon, P., Op. 28. Nr.2. Arioso. — Nr. 3. Berceuse. (Schlesinger.) 
Je 1 M. 

Kreisler, Fritz, Klassische Manuskripte. 12 freie Übertragungen 
alter französischer, deutscher und italienischer Salonstücke. (Schott.) 
L. Couperin, Chanson Louis XUI u. Pavane 1.50 M. P. Martini, 
Andantino 1.50 M. N. Porpora, Menuett 1.50 M. L. Couperin, 
La Precieuse 1 .50 M. G. Pugnani, Präludium und Allegro 1 .80 M. 
F. Francoeur, Sicilienne und Rigaudon 1.50 M. K. v. Dittersdorf, 



56 B. Solomusik. 

Scherzo 1.50 M. L. Boccherini, AUegretto 1.50 M. G. Tartini, 
Variationen über ein Thema von Gorelli 1.50 M. Alt -Wiener 
Tanzweisen : Nr. 1 . Liebesfreud 1 .50 M. Nr. 2. Liebesleid 1 .50 M. 
Nr. 3. Schön Rosmarin 1.50 M. 

Sehr ansprechend und geschmackvoll gemacht. 
Kunze, C, Op. 20. Irrlichter. Konzertstück. (Kahnt.) 1.50 M. 

Zur Ausbildung der ßogengeschicklichkeit zu empfehlen. 
Lubin, Leon de Saint, Op. 44. Adagio religioso. (Schuberth.) 
1.25 M. 

Nützlich für Tonbildung und Intonation. 
Peiniger, 0., Barcarole Gaprice. (Kahnt.) 1.50 M. 
Pente, E., Op. n. Tendresse. Albumblatt, Es dur. (Schott.) 1.50 M. 
Ralling, Otto, Op. 55. Faustsuite. 4 Fantasiebilder. (Hansen.) 
2.50 M. 

Ein interessantes Werk, aber nur für besonders inteUigente Schüler. 
Rode, F., Op. 16. Andante mit Variationen. (Litolff.) 1 M. — 
Revidiert von A. Tottmann. (Schuberth.) 1.50 M. 

Dieses Opus ist zwar nicht so bekannt geworden wie die berühmten Varia- 
tionen Op. -1 0, aber es ist von demselben Geist, edel und stimmungsvoll. 

Röntgen, Jul.,Op. 24. Phantasie, AmoU. (Breitkopf ÄHärtel.) 3.90 M. 
Sauret, Emil, Op. 25 Nr. 1. Gavatine. (Peters.) 1.50 M. 
Schmidt, Hans, Vier leichte Stücke (Nr. 1. Slavisches Lied. — 

Nr. 2. Russisches Scherzando. — Nr. 3. Berceuse. — Nr. 4. Ländler.) 

(Steingräber.) 1.50 M. 
Schuberth, G., Op. 10. 4 Elegien. (Schuberth.) 2.50 M. 

— Op. 21. Fantaisie melodique. (Schuberth.) 3 M. 

Diesem Stück liegt ein Thema aus Vieuxtemps' »Fantaisie Caprice« zu- 
grunde. 

Schulz -Beuthen, H., Op. 37. Konzertromanze. (Schuberth.) 3 M. 

Ein trefflich gearbeitetes Stück; auch mit Orchesterbegleitung erschienen. 

Sinding, Ghr., Op. 43. 4 Morceaux. (Hansen.) Nr. 1. Prelude. 

3 M. — Nr. 2. Ballade. 3 M. — Nr. 3. Berceuse. 2 M. — Nr. 4. 

F6te. 3M. 

— Op. 81. 4 Stücke. L Heft: Air und Albumblatt. H. Heft: Ro- 
mance, Vivace. (Universal-Ed.) Je 3 M. 

Sjögren, E., Op. 40. Poeme. — Op. 45. Morceau de Goncert über 

zwei schwedische Volsmelodien. (Hansen.) Je 3 M. 
Spohr, L., Op. 135. Sechs Salonstücke. Nr. 2. Scherzo. — Nr. 5. 

Air vari6. — Nr. 6. Mazurka. (Schott.) Je 80 Pf. 
Svendsen, J. S., Op. 26. Romanze, Gdur. (Warmuth.) 2 M. 

Mit Orchester: Partitur 2 M., Stimmen 4 M. Mit Streichquintett: 

Stimmen 2.50 M. 

Ein klang- und formschönes Stück, das mit Orchesterbegleitung von be- 
sonders eindrucksvoller Wirkung ist. 

Vogel, Beruh., Op. 40. Zwei Gharakterstücke. l. Frieden, Arioso. 
n. Freude, Scherzo. (Schuberth.) Je 2 M. 
Dankbar und nicht schwierig. 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 57 

Stufe V. 

Alard, D., Op. 47. Fantaisie de Concert de Faust. (Schott.) '^ M. 
Eine sehr ansprechende, geschickt gemachte Fantasie, die manches Übende 

für Finger und Bogen enthält. 

Bazzini, A., Op. 34. Morceaux caracteristiques. (Hofmeister.) 
Nr. I. Marcia religioso. 2.25 M. — Nr. 2. Les Abeilles. 2.50 M. — 
Nr. 4. Conte arabe. 3 M. — Nr. 5. Reverie. 2.25 M. 

Becker, Albert, Op. 47 Nr.2. Scherzo, Hmoll. (Breitkopf&Härtel.) 
2.60 M. 

Ein dankbares Stück für Springbogen. 

Beethoven, L. van, Op. 40 und 50. Zwei Romanzen, Gdur, 
Fdur. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) IM. — Ausgabe von 
W. Meyer. (Steingräber.) IM. — Ausgabe von H. Marteau, mit 
einer zweiten Violine von H. Leonard. (Steingräber.] Je 1.20 M. 

— Ausgabe von E. Prill. (Universal-Ed.) 1 M. — Ausgabe von 
Schul tze-Biesantz. (Litolff.) I M. — Ausgabe von Aug. Wilhelmj. 
(Peters.) 1 M. — Mit Orchesterbegleitung (Breitkopf & Härtel): 
Partitur (Op. 40 und 50) je 1 M., \\ Stimmen (Op. 40 und 50 
zusammen) je 30 Pf. 

Eine analogische Bezeichnung der Viohnstimme von Op. 40 ist von H. Habus 
im Verlag Polyhymnia (Bruno Zöllner) herausgegeben. — Diese Romanzen sind 
Perlen der Violinliteratur, Tongebilde von klassischem Wert. 
Beriot, Ch. de, Airs variös. (Peters.) 2 Hefte, je 1.50 M. — 
Neuausgabe von A. Schulz. (Litolff.) 3 Hefte, je 1.50 M. — Be- 
zeichnet von A. Ros6 und R. Hofmann. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) Nr. 2, 5, 6,7, 8, 1 0, 1 1 , je 1 M. — Bezeichnet von 
W. Meyer. (Steingräber.) Nr. 1 bis 5, je 1.50 M. 

Sind diese Airs varies auch keine Musikstücke von bedeutendem Kunst- 
werte, so bieten sie doch eine Fülle von Übungsmaterial für Hand und Bogen 
in anregender Form. Die Schwierigkeitsstufen erstrecken sich über die Stufen 
V und Va. 

— Op. 100. Sc^ne de Ballet. Revidiert von R. Hofmann. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. — Bezeichnet von Fr. Hermann. 
(Peters.) 1 M. — Ausgabe von W. Meyer. (Steingräber.) 1.50 M. 

— Ausgabe von A. Schulz. (Litolff.) 1 M. — Bezeichnet von H. Sitt. 
(Eulenburg.) 1.50 M. — Bez. von A. Wilhelmj. (Schlesinger.) 2 M. 

Eine ansprechende, zum Teil sehr graziöse Komposition, die zur Einfüh- 
rung in die Konzerte dieses Meisters gute Verwendung fmdet. 
Brockway, Howard, Op. 13. Cavatine mit Streichorchester, zwei 
Hörnern und Klarinette. (Schlesinger.) Mit Pianoforte 1.50 M. 
Burmeister, Rieh., Op. 7. Konzertromanze, Gdur. (Breitkopf 
& Härtel.) 2.60 M. 

Ein gut gearbeitetes Konzertstück. 
Carri, F., Op. 12 Nr. 1. Divertimento über Motive aus >Der Frei- 
schütz« von Weber. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

— Op. 12 Nr.2. Divertimento über Motive aus >Norma* von 
Bellini. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Geschickt gemachte Variationswerke. Op. 1 2 Nr. -1 ist das schwierigere und 
zum Vorspielen geeignete. 



58 B- Solomusik. 

Centola, E., Op. 1 Nr. 1. Andante cantabile, HmoU. — Nr. 2. 
Gavotte, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) Je 1.30 M. 

Das Andante ist ein wohlklingender Gesang auf der G-Saite, die Gavotte 
ein graziöses, bei pikantem Vortrag sehr gefälliges Stück. 

— Op. 23. Danse des Fantömes. (Rahter.) 2 M. 

Ein fantastischer Walzer von pikanter Wirkung. 
Ghopin-Sarasate, Op. 9 Nr. 4. Nokturne, Esdur. (Durand.) 5 Fr. 
Chopin-Wilhelmj, Op. 32. Zwei Nokturnen. (Schlesinger.) Nr. 1, 

Hdur, \MM. Nr. 2, Asdur, 1.50 M. 
Chopin-Burmester, Op.64 Nr. I. Walzer, Des dur. (Schlesinger.) 

2M. 
Corelli, Arcangelo, Op. 5. La Folia. Variations serieuses. Mit 

Orchester- oder Pianofortebegleitung und einer Kadenz versehen 

von H. Leonard. (Schott fre res.) Orchester: 2.50 Fr. Mit Piano- 

forte 3 Fr. 

Diese Variationen bieten keine erheblichen technischen Schwierigkeiten, 
erfordern aber musikalisches Verständnis und Stilgefühl. 

— Folies d'Espagne von F. David. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Die Davidsche Bearbeitung der Corellischen Variationen ist erheblich 
schwieriger, aber auch vielseitiger als die von Leonard herausgegebene und 
verlangt eine bereits zuverlässige Doppelgrifftechnik. 
Coverley, Roh., Op. 41. Konzertstücke. Nr. 1 Aria, Nr. 2 Gavotte 
brillante, (ßreitkopf & Härtel.) 2.50 M. 

Die Arie ist auf der G-Saite vorzutragen und kann als Studie für die 
hohen Lagen auf dieser Saite verwendet werden. Die Gavotte ist ein zier- 
liches Stück mit einigen Stakkatostellen und Flageoletts. 
David, F., Op. 39 Nr. 6, Am Springquell. Charakterstück, Original- 
ausgabe. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. — Bezeichnet 
von W. Meyer. (Steingräber.) 60 Pf. — .\usgabe (mit »Le petit 
Tambour« zusammen) von A. Schulz. (Litolff.) 1 M. — Mit kleinem 
Orchester bearb. von Ph. Scharwenka (Breitkopf & Härtel) : Partitur 
2M., 13 Stimmen je 30 Pf. 
Dvorak, Ant, Op. 11. Romanze, Fmoll. (Universal-Ed.) 1.50 M. 

Ein Stück von edler Stimmung. 
Eberhardt, Goby, Op. 87 Nr. 5. Le Papillon. (Junne.) 1 M. 

Ein hübsches Stück für Springbogen. 
El gar, Edward, Op. 17. La Capricieuse. Genrestück in Edur, 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. 
Ein elegantes Stück mit springendem Stakkato. 
Gjörling, Aug., Czärdäs variata. (Hansen.) 2.25 M. 

Der Finalsatz gibt Gelegenheit Pizzikato mit der linken Hand zu üben. 
Hai vorsen, Job., Capriccio. Allegro de Goncert. (Hansen.) 2.50 M. 

Bei guter Ausführung von Wirkung. 
Hellmesberger, Georg, Oeuvre posth. L La Melancolie. (Has- 
Hnger.) 1.50 M. 

Im Stil der Elegie von Ernst, dessen Lehrer H. war. 
Henschel, G., Op. 39. Ballade. (Rahter.) 3 M. Mit Orchester: 
Partitur 6 M., Stimmen 6 M. 



I. Variationen, Rondos, Charsüiterstücke, Transkriptionen usw. 59 

Heizfeld, V. von, Ungarische Weisen. (Süddeutscher Musikverlag.) 
Nr. 1 G 1 M., ^Jr. 2 Gmoll 2 M., Nr. 3 Dmoll i M , Nr. 4 Hmoll 2 M. 
Dankbar und nicht schwierig. 
Hofmann, Heinrich, Op. i 9. Italienische Liebesnovelle. Bearbeitet 

vom Komponisten. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 
Jentsch, Max, Op. 70 Nr. 2. Scherzo capriccioso. (Junne.) 2.50 M. 

Kann als chromatische Studie verwendet werden. 
Joachim, Jos., Romanze. (Kahnt.) 1.50 M. 

Eine edel gehaltene Komposition, die zum Vortrag zu empfehlen ist. 
Jokisch, 0., Op. 9. Trois Morceaux. I. Bluette. H. Ganzonetta. 
(Schott freres) Je 1.75 M. 
Gut wirkende Stücke. 
Kienzl,Wilh., Op.7. 3 Fantasiestücke. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 
Für Spieler, die einige Sicherheit in den hohen Lagen besitzen, ohne 
Schwierigkeit. 
Lalo, E., Op. 1. Fantaisie originale. (Gostallat.) 2.50 Fr. 

Interessant und übend. 
Lauterbach, Joh., Op. 19. Melodie. (Kahnt.) 1.80 M. 

Vortrag bildend. 
Nicod6, J.L., Op. 14. Romanze, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Mit Orchester: Partitur 4M., 16 Stimmen je 30 Pf. 
Palaschko, Joh.,Op. 32Nr. 3. Themaund Variationen. (Hansen.) 3M. 
Rieding, 0., Op. 26. Rhapsodie hongroise. (Bosworth.) 2.80 M. 

Zum Studium und Vortrag zu empfehlen. 
Rode, P., Op. 1 0. Air vari6, Gdur. Mit den Originalverzierungen des 
Komponisten herausgegeben von F. David. (Simrock.) 1 M. — 
Mit Trio- oder Pianofortebegleitung, revidiert von F. Prume. (Schu- 
berth.) 60 Pf. (Peters.) 1 M. (Litolff.) 1 M. — Für zwei Violinen, 
Viola und Baß. (Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. 

Ein Werk von klassischem Wert und von Bedeutung für die musikalische 
Erziehung. 
Rubinstein, A., Op. 44 Nr. 1. Romanze. (Kahnt.) 2 M.' 

Ein stimmungsvolles, von Wieniawski trefflich übertragenes Stück. 
Sauret, Emil, Op. 40 Nr. 3. Farfalla. (0. Forberg.) 2.25 M. 
Ein geschmackvolles Springbogenstück. 

— Op. 61 Nr. 2. Visions. Morceau caracteristique. (Simrock.) 3 M. 
Sitt, Hans, Nokturne, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Zur Ausbildung des gesangUchen Spieles, auch zum Vortrage geeignet. 
Thomassin, Desire, Op. 64. Impromptu, Ddur. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Vornehm empfunden und gestaltet. 
Tschaikowsky, P., Op. 26. S6r6nade melancolique. (Schlesinger.) 
1.50 M. 

— Op. 39 Nr. 16. Altes französisches Lied. Frei bearbeitet von 
W. Burmester. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.20 M. 

VenthjG., Op. 103 Nr. 1. Rhapsodie über schottische Lieder. 1.50M. 
— Nr. 2. Rhapsodie über schwedische Lieder. (Schott freres.) 3 M. 
Des nationalen Charakters wegen interessant. 



60 B- Solomusik. 

Vieuxtemps, H., Op. 22 Nr. 3. Reverie. Herausgegeben und mit 

einer zweiten Violine versehen von H.Marteau. (Steingräber.) \ .20M. 
Violinmeister-Album. Stücke von Delibes (Sauret), H. Wieni- 

awski, B. Godard, Tschaikowsky (Grünwaldi, Sarasate, Ganz. 

(Universal-Ed.) 3 M. 
Wieniawski, H., Fantaisie Orientale. Revidiert von R. Hofmann. 

(VolksausgalDe Breitkopf & Härtel.) i M. 
Wilhelmj, Aug., Op. 10. Romanze, Edur. (Schlesinger.) 1.30 M. 

Mit Orchesterbegleitung: Partitur 2 M., Stimmen 3.50 M. 
Warm empfunden und klangvoll. 

Stufe Va. 

Bach, J. S., Präludium aus der 6. Sonate für Violine allein mit 
hinzugefügter Pianofortebegleitung von G. Hollaender. (0. For- 
berg.) 2 M. 

Die Begleitung ist stilgemäß und wirkungsvoll. 
Bach mann, Alb., Op. 45. Rhapsodie tzygane. (Schott freres.) 2 M. 
Bazzini, Anton, Op. 34 Nr. 6. Calabrese. Morceau caracteristique. 
(Hofmeister.) 3 M. 

Für Finger und Bogen förderlich. 
Bruch, Max, Op. 42. Romanze, Amoll. (Universal-Ed.) 2 M. 

Ein reich figuriertes, ziemlich schwieriges Stück. 
Carri, F., Op. 14. Notturno, Esdur, nach F. Chopin Op. 9 Nr. 2. 
(Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Der Violinist spielt das Stück in Ddur auf der um einen halben Ton 
höher eingestimmten Violine. 

David, F., Op. 1 6. Andante und Scherzo capriccioso. (Breitkopf & 
Härtel.) 1.30 M. Mit Orchesterbegleitung: Stimmen 5.40 M. 
Ein pikantes Werk. Das Andante ist mit Wärme und an den gebotenen 
Stellen mit Schwung wiederzugeben. Das Scherzo verlangt rhythmische Akku- 
ratesse und deuthche Hervorhebung der kleinen Begleitungsfiguren in 33teln 
bei den Buchstaben J und R. Das Ghssando vom hohen e bei Buchstabe U 
darf nicht gewischt klingen. 

— Op. 5. Introduktion und Variationen über das Thema »Je suis 
le petit Tambour«. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel oder Peters.) 
1 M. — Bearbeitet von W. Meyer. (Steingräber.) 1 M. — Neuaus- 
gabe von A. Schulz (zusammen mit »Am Springquell«). (Litolff.) 1 M. 

Ein sehr dankbares, früher viel gespieltes Werk, das Gelegenheit zum 
Studium von Arpeggios im Springbogen gibt. 

— Op. 1 1 . Introduktion und Variationen über ein Thema von 
Mozart (Wenn die Lieb aus deinen blauen Augen). (Breitkopf 
& Härtel.) 1.30, M. Mit Orchesterbegleitung: Stimmen 4.80 M. 
Mit Streichquartettbegleitung: Stimmen 2.40 M. 

— Op. 15. Introduktion und Variationen über »Lob der Tränen« 
von Fr. Schubert. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. Mit Orchester- 
begleitung: Stimmen 4.20 M. 

In Davids Variationen ist reiches Übungsmaterial enthalten, das in künst- 
lerischer Form geboten wird. Sie erscheinen als sehr geschickte Bearbeitungen 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. ßl 

der Themen und sind mit allen jenen Effekten ausgestattet, die der Zeit ihrer 
Entstehung eigentümlich wai'en. David war kein >Neuerer<, aber er verstand 
es, die gegebenen Mittel nach jeder Richtung zu verwerten und sie seinen 
Zwecken anzupassen. Es ist durchaus erklärlich, daß seine Kompositionen 
damals allgemein bekannt und beliebt waren. Ebenso erklärlich ist es, daß 
die mehr dem >kompositorischen Können« als einem schöpferischen Genius 
entsprungenen Werke jetzt sehr selten — fast gar nicht mehr — in Konzerten 
gehört werden. Dieser Umstand nimmt ihnen indessen keineswegs den päda- 
gogischen Wert, der ihnen noch heute innewohnt. 

Eberhardt, Goby, Op. 87 Nr. 8. Au Bord d'une Source, (Kahnt.) 
1.25 M. 

Eine für den Bogen schwierige, aber interessante Springstrichstudie. 

— Op. 98. Scherzo. (Kahnt.) 1.50 M. 

Zur Übung in Doppelgriffen zu empfehlen. 

— Op. 99. Serenade. (Kahnt.) 1.50 M. 

Hartmann, A., Ungarische Rhapsodien. (Junne.) Nr. 1 1.80 M. 
Nr. 2 1 .50 M. 

Zwei Stücke, zu deren Vortrag Vertrautheit mit der nationalen Musik 
gehört. 

Joachim, Jos., Op. 5. Drei Stücke (Nr. 1 Lindenrauschen, Nr. 2 
Abendglocken, Nr. 3 Ballade). (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

Vortrefflich zum Studium und zum Vortrag. 
Juon, P., Op. 28 Nr. i. Rondo. (Schlesinger.) 3 M. 

Ein wirksames Vortragsstück von slavischer Färbung. 
Lotto, J., Op. 8. Fileuse. Romance sans paroles mit Begleitung 
des Streichquintetts oder des Pianofortes. (Kistner.) 3.50 M. 

Ein Stück, dessen fortgesetzte Sechszehntelbewegung die Geschmeidigkeit 
des Handgelenkes ungemein fördert und das bei virtuosem Vortrag, d. h. einem 
solchen, der in der kontinuierlichen Bewegung die Melodie klar hervortreten 
läßt, von bedeutendem Effekt ist. 

Marsick, M. P., Op. 25. Fleurs des Gimes. — Op. 26. Valencia (au 
gr6 des flots). — Op. 27. Les Hesperides. (Schott freres.) Je 2 M. 
Gute Intonationsübungen. 
Molique, B., Op. 55. Saltarello. Herausgegeben von H. Marteau. 
(Steingräber.) 1.60 M. 

Ein charakteristisches, schwungvolles Vortragsstück, das bei feuriger 
Wiedergabe von guter Wirkung ist. 

Münchheimer, Ad., Op. 4. Barcarole. (Hofmeister.) 1.25 M. 

Auf der G-Saite zu spielen. 
Nach^z, Tivadar, Trauergesang. (Bosworth.) 1.50 M. 

Mit Wärme und Schwung vorzutragen. 
Perepelitzin, P. von, Op. 3. Gaprice burlesque. (Breitkopf & 
Härtel.) 1.30 M. 

Die in dem Stück reichlich vorkommenden Flageoleltspielereien können 
als Übung im Flagcolcttspiel dienen. 

Prume, Fr., Op. 6. Air militaire vari6. (Schuberth.) 3 M. Zusam- 
men mit Melancolie. (Litolff.) 1 M. 

Das Thema und die Variationen Nr. 2 und 4 sind auf der um einen Ton 
höher eingestimmten G-Saite zu spielen. In der Introduktion sind im dritten 
Takt der vierten Reihe die Sechszehntel in Achtel umzuändern. 



62 B- Solomusik. 

Reger, Max, Op. 87 Nr. 2. Romanze. (0. Forberg.) 2.50 M. 

Nur für ernst strebende Geiger, deren Intonation und Rhythmus ge- 
sichert sind. 

Sauret, E., Op. 20. Zweite Walzer-Caprice, Fdur. (Breitkopf & 
Härtel.) 2.60 M. 

Zur Aneignung virtuoser Gewandtheit zu empfehlen. 

— Op. 43. Morceaux de Salon. Heft II: Nokturne, Chanson sans 
paroles, Mazurka. (Stahl.) 5 M. 

— Op. 65. Souvenir de Hongrie. (Roh. Forberg.) 3 M. 

Setzt eine bereits hochentwickelte Technik voraus und fördert diese. 
Scharwenka, Ph., Op.104 Nr. 4. Allapolacca. (Breitkopf& Härtel.) 
2.60 M. 

Bei schwungvollem Vortrag von famoser Wirkung. 
Sin ding, Chr., Op. 51. Scenes de la vie. Suite. (Hansen.) 7 M. 

Ein hochinteressantes Werk, voll musikalischer und harmonischer Fein- 
heiten; dabei sehr violingemäß gesetzt. 

Sinigaglia, L., Op. 26. Rapsodia piemontese. (Breitkopf & Härtel.) 
2.50 M. Mit Orchester: Partitur 3 M., Stimmen 6 M. 

Ein gleichfalls interessantes Werk, dessen Vortrag wirksam und dessen 
Studium für die Bogengeschicklichkeit von Vorteil ist. 

Spies, Ernst, Op. 62. Elfentanz. (Simon.) 2.50 M. 

Eine gute Springbogenübung ohne besondere Schwierigkeiten. 
Spohr- Album. 10 beliebte Kompositionen. Herausgegeben von 
H. Sitt und H. Petri. 2 Bände. (Schuberth.) Je 1 M. 

Band I enthält: Larghetto a. Op. -128, Rondo a. Op. U5, Adagio a. Op. 62, 
Mazurka a. Op. 135, Adagio a. Op. 135. — Band II: Rezit. u. Adagio a. Op. 28, 
Barcarole a. Op. 1 3 5, Larghetto a. Op. IIS, Adagio a. Op. 1 27, Scherzo a. Op. 1 35. 

Tschaikowsky, P., Op. 39. Nr. 18. Neapolitanisch. Nr. 22. Die 
Lerche. Frei bearbeitet von W. Burmester. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) Je 1.20 M. 

Wehrle, Hugo, Romanze in ungarischer Weise. (Schuberth.) 
1.75 M. 

Wieniawski, H., Op. 17. Legende. (Kistner, Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 1 M. — Revidiert von R. Hofmann. (Universal-Ed.) 
I M. — Ausgabe von H. Marteau. (Peters.) 1 M. — Neuausgabe 
von H. Petri. (Steingräber.) IM. — Bezeichnet von H. Sitt. (Eulen- 
burg.) 1 M. — Revidiert von A. Wilhelmj. (Schott.) 1 M. — Mit 
Orchesterbegleitung (Kistner) : Stimmen 7 M. 

Ein bekanntes, stets gern gespieltes Stück von Stimmungsgehalt. Der 

Mittelsatz ist eine gute Doppelgriffstudie. 

— Op. 21. 2. Polonaise brillante, Adur. Revidiert v. R. Hofmann. 
(Universal-Ed.) 1 M. — Ausgabe von H. Marteau. (Peters.) 1 M. — 
Neuausgabe von H. Petri. (Steingräber.) 1 M. — Revidiert von A. 
Wilhelmj. (Schott.) IM. Mit Orchesterbegleitung: Stimmen 4.50 M. 

Sehr schwungvoll und dankbar, mancherlei Feinheiten enthaltend. 
Wilhelmj, Aug., Souvenir d'Amerique. Theme varie (Old folks 
at home). (Schlesinger.) 2 M. 




I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 63 

Wilhelmj, Aug., »AU' Ungherese«. Konzertstück. (Schlesinger.) 
4 M. Mit Orchester: Partitur 3 M., Stimmen 7 M. 
Ein nach Rhapsodien von Liszt gearbeitetes Virtuosenstück. 

— Deutsche Suite nach J. S. Bach. (Schlesinger.) 5 M. 

Die Suite besteht aus vier Sätzen der 6. Sonate für VioUne allein. Sie 
beginnt mit dem Präludium, dem die Loure — von Wilhelmj nach Adur trans- 
poniert und vereinfacht — folgt. Den dritten Satz der Suite bilden die beiden 
Menuette, von denen das zweite von Edur nach Hdur transponiert ist. Gavotte 
und Rondo der Sonate bilden den Schlußsatz der Suite. In einer Vorrede zur 
.^uite erklärt Wilhelmj die Gründe, welche ihn zu den vorgenommenen Ver- 
änderungen bestimmten. 

Ysaye, Eugen, Op. 12. Poeme elegiaque, Dmoll. (Breitkopf & 
Härtel.) 2.60 M. 

Für dieses Stück ist die G-Saite nach F umzustimmen. Die Taktarten 
wechseln zwischen ^j^, ~,\, ^^/i und vorübergehend ^/i, ohne daß dadurch be- 
sondere Schwierigkeiten entstehen. Die Klavierpartie erfordert einen durch- 
gebildeten Spieler. 

Stufe VI. 

Bazzini, Anton, Op. 3. Brillante Variationen und Finale über 
ein Thema aus »Die Nachtwandlerin« von Bellini. (Breitkopf & 
Härtel.) 1.30 M. Mit Orchester: Stimmen 4.80 M. 

Eine auf glänzende Effekte berechnete Komposition, reich mit Doppel- 
griffen, Flageoletts, Arpeggien und Pizzikato der linken Hand ausgestattet. Der 
Vortragende muß über diese Seiten seiner Kunst frei gebieten können, wenn 
das Stück zur Wirkung gelangen soll. Das Studium verhilft zur Erlangung 
virtuoser Spielmanier. 

Bott, J.J., Op. 1 4. LaPolka. Caprice burlesque. (Schuberth.) 3.50M. 
Ein pikantes, mit virtuosen Effekten versehenes Stück, das mit über- 
legener Sicherheit und einem gewissen Humor vorzutragen ist. 

Bronsart, Ingeborg von , Op. 21. Phantasie. (Kahnt.) 2.50 M. 

Stellt an die Sicherheit der Intonation erhebliche Ansprüche. 
Centola,E., Op.4. Erinnerungan Neapel. (Breitkopf& Härtel.) 2.60 M. 
Eine brillante Vortragsnummer, die, mit Geschmack und Eleganz vor- 
getragen, sehr wirkungsvoll ist. 

Chausson, E., Op. 25. Poeme. (Breitkopf & Härtel.) 3 M. Mit 
Orchester: Partitur 5 M., Stimmen 15M. 

Eine aus der Stimmung heraus entstandene und deshalb auch stimmungs- 
voll wirkende Komposilion. 

David, F., Op. 6. Introduktion und Variationen über ein russi- 
sches Thema »Der rote Sarafan«. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Mit Orchester: Stimmen 5.10 M. 

— Op. 18. Konzertvariationen über ein Originalthema. (Breitkopf 
& Härtel.) 2.60 M. Mit Orchester: Stimmen 5.10 M. 

— Op. 21. Introduktion und Variationen über ein schottisches Lied. 
(Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. Mit Orchester: Stimmen 6.30 M. 

Siehe Stufe Va. 
Hauser,M.,Op. 7. SouvenirdeDonizetti. Fantasie. (Schuberth.) 2 M. 

Fördert das virtuose Spiel. Die zweite Variation ist auf der G-Saite zu 
spielen, die dritte übt im Flageolett- und die vierte im Oktavenspiel. Daneben 
kommen Stakkato und Doppelgriffe zur Anwendung. 



64 B- Solomusik. 

Hauser, M., Op. 35. Lucia (Donizetti). Dritte Konzertfantasie. 
(Schuberth.) 3 M. 

Verlangt Fertigkeit in der virtuosen Bogenbehandlung, Sicherheit in den 
hohen Lagen der G-Saite und im Flageolett. 

Hubay, Jenü, Op. 51 Nr. 5. Scherzo diabolique. (Bosworth.) 2.50 M. 

Bei schwungvollem Vortrag sehr effektvoll. 
Juon, P., Op. 28 Nr. 1. Ballade. (Schlesinger.) 3 M. 

Stellt bedeutende technische Ansprüche. 
Kaun, Hugo, Op. 66. »Es war einmal.« Fantasiestück. (Kann.) 6M, 
Mit Orchester: Partitur 10 M., Partiturauszug zu Studienzwecken 
2.50 M., Stimmen 10 M. 
Kreisler, Fr., Op. 2, Caprice viennois, 2 M. Op. 3, Tambourin 
chinois, 2.50 M. Op. 4, Romanze (Schott), 2 M. 

Sauber gearbeitete, durch charakteristischen Rhythmus und durch ein 
gewisses exotisches Timbre interessierende Vortragsstücke. 
Laub, Ferd., Op. 8. Polonaise. Neuausgabe von A. Schulz, zusam- 
men mit Ballade, Op. 4 Nr. 2. (Litolff.) 1 M. Zum Konzertvortrag 
frei bearbeitet von A. Wilhelmj. (Peters.) 1 M. 
Ein schwungvolles und wirksames Stück. 
Listemann, Fr., Op.1. Konzertpolonaise, Edur. (Breitkopf &Härtel.) 
2.60 M. 

Zur Ausbildung virtuoser Spielmanier zu empfehlen. 
Mendelssohn-Burmester, Scherzo aus dem Sommernachtstraum. 
(Schlesinger.) 

Bei virtuoser Ausführimg effektvoll. In der Solostimme müssen im ersten 
Takt der dritten Reihe auf Seite 3 die Fingersatzzahlen eine Note vorgerückt 
werden. 

Ondricek, Fr., Op. 21. Rhapsodie bohöme. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 4 M. 

Verlangt Beherrschung der Doppelgriffe. 
Paganini, N., Op. 11 . Moto perpetuo. Neue Ausgabe von C. No- 
wotny. (Leuckart.) 2 M. Ausgabe F. Kreisler. (Eulenburg.) 2 M. 
Bezeichnet von F. David. ( Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. 
Revidiert von E. Kroß. (Schott.) 80 Pf. 

Ein dankbares Effektstück, das sowohl für die linke Hand wie für den 
rechten Arm und das Handgelenk sehr nutzbringend ist. Es muß in sehr be- 
flügeltem Tempo mit durchsichtiger Klarheit und gut abgetönter Nüanzierung 
zum Vortrag gebracht werden. 

Prume, Fr., Op. 7. Variations fantastiques de Concert. (Schu- 
berth.) 3 M. Mit Orchester: Stimmen 7.50 M. 
Übend für Bogen und Finger. 
— Op. 15. Romance et grande Valse aus »Robert der Teufel«. 
Salonfantasie. (Schuberth.) 3 M. 

Ist der musikalische Gehalt der Kompositionen von Prume auch nur ein 
geringer, so sind sie doch zu Unterrichtszwecken brauchbar. 
Reger, Max, Op. 50. Zwei Romanzen, Gdur und Ddur. (Universal- 
Ed.) Je 2 M. Mit Orchester: Partitur je 3 M., Orchesterstimmen 
und Soloviolinen, je 6 M. 

Romanzen in dem Sinne, daß dabei an Gesangliches zu denken ist, sind 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 65 

diese Stücke nicht. Sie stellen an die Spielsicherheit des Geigers hohe An- 
sprüche, ohne, selbst bei vortrefflicher Wiedergabe, zu erwärmen. 

Rehfeld, Fabian, Op. 49. Gaprice, Adur. Konzertetüde. (Raabe & 
Plothow.) 2 31. 

Ein ganz interessantes Springbogenstück mit gesangreichem Mittelsatz. 
Saint- Säen s, C, Op. 28. Introduction et Rondo capriccioso. (Du- 
rand.) 4 M. 

Ein reizvolles, vornehm gehaltenes Virtuosenslück von elegantem Schliß", 
das bei entsprechendem Vortrage von sicherer Wirkung ist. Zur Wiedergabe 
isl eine durchaus saubere Technik erforderlich und jene geschmeidige Bogen- 
führung, die eine schlackenlose, nüanzenreiche Tongebung ermöglicht. 
Sahla, R., Ballade. (Kahnt.) 2.50 M. 

Sarasate, P. de, Faustfantasie. (Bote&Bock.) 4M. — Mit Orchester : 
Stimmen 1 \ M. 

Eine bekannte, sehr dankbare Fantasie über Themen aus Gounods Oper. 
Sie fördert besonders das Doppelgriffspiel und das leichte Stakkato. 

— Op. 52. Jota de Pablo. (Zimmermann.) 3 M. — Mit Orchester: 
Partitur 3 M., Stimmen 6 M. 

Sauret, E., Op. 27. Fantaisie brillante sur des Airs espagnols. 
(Hofmeister.) 5 M. 

— Op. 60 Nr. 2. Caprice espagnol. (Roh. Forberg.) 4 M. 

Ein virtuoses Stück mit reicher Anwendung von rikochettierendem und 
leichtem Stakkatobogen ; erfordert daneben Gewandtheit in Doppelgriffen. 

Schubert, Fr., »Ave Maria« und >Am Meer<. Eingerichtet von 
A. Wilhelmj. (Schott.) 1.80 M. 

Beide Stücke stellen bedeutende technische Anforderungen. 
Schumann, Rob., Zwei Stücke aus Op. 85. Nr. I. Gartenmelodie. 
Nr. 2. Am Springbrunnen. ArrangiertvonE. Rudorff. (Bote&Bock.) 
2 M. — Mit Orchester: Partitur 3 M., Stimmen 5 M. 

Die poetische Gartenmelodie ist mit vollendeter Tongebung und feinem 
Stimmungsempfinden wiederzugeben, das zweite Stück sehr schnell mit sorg- 
fältig nüanzierendem Springbogen vorzutragen. 

— Op. 131. Phantasie, Cdur. Mit Pianofortebeglfeitung bearbeitet 
vonA.Horn. (Breitkopf &Härtel.) 1.30 M. (Peters.) 1.50M.— Mit 
Orchester (Breitkopf & Härtel): Partitur 2 M., Stimmen 5.40 M. 

Dieses Werk stellt an den Interpreten ganz bedeutende Anforderungen 
und ist, trotz des ihm innewohnenden musikalischen Gehaltes, nicht dankbar zu 
nennen. Es fehlt dem Violinsatz das sinnfällige Element des Wohlklanges, er 
ist spröde und, wenn man sich so ausdrücken darf, mehr wissenschaftlich als 
wirksam. Nur Geiger mit ausgereiftem Auffassungsvermögen und durchgebil- 
deter Technik sollen sich an den Vortrag des Stückes wagen — und nur wenn 
er mit Orchester geschehen kann. 

Sivori, C, Andante cantabile. (Schuberth.) 1 M. 

Eine im Stile der Koloraturarien mit Stakkatos und Läufen reich ver- 
zierte Kantilene. 
Vieuxtemps, H., Op. 35. Fantasia Appassionata. (Peters.) 3 M. 

— Herausgegeben und mit einer zweiten Violine versehen von H. 

Marteau. (Steingräber.) 1.80 M. 

— Op. 38. Ballade und Polonaise de Concert. (Peters.) 3 M. — 

Grünberg, Literatur der Streichinstrumente. 5 



66 B. Solomusik. 

Herausgegeben von H. Marteau, mit einer zweiten Violine von 

H.Leonard. (Steingräber.) 1.80 M. 

Die Komposition gehört zu den besten Werken dieses Genres. Die Ballade 
spricht durch ihren stimmungsvollen Gesangston an, die Polonaise wirkt durch 
ihren Schwung und melodischen Fluß. Die Interpretation hat neben bedeu- 
tender Technik entwickelte ßogengeschicklichkeit zur Voraussetzung. 

— Op. 11. Fantaisie-Gaprice. (Scbott.) Originalausgabe 1.50 M. 

— Bearb. von Ch. Dancia, Fr. Hermann, A. Wilhelmj je 1 .50 M. 

— Herausgegeben und mit einer zweiten Violine versehen von 
H. Marteau. (Steingräber.) 1.80 M. 

Eine ansprechende, die Geschmeidigkeit des Spieles erheblich fördernde 
Komposition, die im Schlußsatze ein zuverlässiges Stakkato und Sicherheit in 
Oktavengriffen verlangt. 

Villa, Ricardo, Rapsodia asturiana. (Zimmermann.) 5 M. — Mit 
Orchester: Partitur 6 M., Stimmen 12 M. 

Das Sarasate gewidmete Stück stellt beträchtliche Ansprüche an die 
Virtuosität des Spielers, ist aber bei schwungvollem Vortrage nicht wirkungslos. 

Wieniawski, H., Op. 21. Polonaise H, Adur. (Schott.) Revidiert 
von R. Hofmann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. 
Ein schwungvolles und sehr wirksames Stück für temperamentvolle Geiger. 
Eine Neuausgabe von Sitt ist bei Eulenburg erschienen. 4.50 M. 

Wilhelmj, Aug., Polonaise, Ddur. Konzertstück. (Schlesinger.) 
4.50 M. — Mit Orchester: Partitur 5 M., Stimmen 9 M. 

— InMemoriam. Konzertstück. (Schlesinger.) 3M. — MitOrchester: 
Partitur 2 M., Stimmen 5 M. 

Den Manen Vieuxtemps gewidmet.J 

Stufe Via. 

Bach, J. S., Chaconne aus der Solosonate Nr. 4. Bearbeitet und 
mit einer Orchester- oder Pianofortebegleitung versehen von A, 
Wilhelmj. (Schlesinger.) 3 M. — Mit Orchester: Partitur 4 M., 
Stimmen 5M, 

Ein bemerkenswertes Vorwort erläutert den Standpunkt, welchen der 
Verfasser mit seiner Bearbeitung dem Original gegenüber einnimmt und erklärt 
die Gesichtspunkte, unter denen die hinzugefügte Begleitung betrachtet werden soll. 

Bazzini, Ant., Op. 25. La Ronde des Lutins. Scherzo fantastique. 
(Schott.) 2 M. Bearbeitet von A. Wilhelmj 2 M. — Mit Orchester- 
i)egleitung von M. Grünberg: Stimmen 4.50 M. 

Ein sehr eilektvolles Stück für Geiger, die im Vollbesitz technischer Über- 
legenheit sind und die zahlreichen Doppelflageoletts und sonstigen Virtuosen- 
spielereien ä la Paganini mit Eleganz auszuführen verstehen. 
Brahms-Joachim, Ungarische Tänze. (Simrock.) 4 Hefte, je 5M. 
Technisch schwierige, ungemein schwungvolle Stücke von durchaus natio- 
nalem Charakter, deren Wiedergabe temperamentvolle und mit der Eigenart 
dieser Musik vertraute Spieler verlangt. 

Bull, Ole, Op. 3. Fantasie und Variationen über ein Thema von 
Bellini. (Schuberth.) 7 M. 

Diese Fantasie ist ohne musikahsche Bedeutung, enthält aber viel Übendes 
und bildet besonders das mehrgriffige Spiel aus. Sie zeigt in ausgiebiger Weise 



I. Variationen, Rondos, Charakterstücke, Transkriptionen usw. 67 

die Spielmanier des seinerzeit weit berühmten Virtuosen, der nach einem fehl- 
geschlagenen Versuch bei Spohr, sich ganz die Art Paganinis aneignete. Die 
etwas exzentrische Natur Bulls kam in seinem kapriziösen Vortrage, der warm, 
jedoch ohne edlen Geschmack war, zum Ausdruck. Man machte ihm vielfach 
den Vorwurf der Charlatanerie, während er überzeugt war, daß seine Art des 
Spiels, die der Viohne einzig angemessene war. Als Spezialität, mit der er 
bedeutende Effekte erzielte, pflegte er das mehrgriffige Spiel, in dem er große 
Sicherheit besaß. Durch eine besondere Konstruktion des Steges seiner Violine, 
dessen Wölbung ungewöhnlich flach geschnitten war, wurde es ihm möglich, 
alle vier Seiten gleichzeitig anzustreichen und ganze Partien so vorzutragen. 
Sein Bogen war länger als allgemein gebräuchUch und soll im Kopfe eine Ein- 
lage von Metall gehabt haben, um die Sprungkraft der Stange zu erhöhen. 
Seine Ausführung der springenden Stricharten war unübertrefflich. Hierbei 
wirkten zwei am Kopfe des Bogens befestigte Brillanten wie ein kleines Feuer- 
werk. Bulls Ton war süß, doch konnte er sich nur auf der G- und E-Saite 
zu größerer Breite entwickeln, während die geringe Wölbung des Steges ein 
stärkeres Anstreichen einer der mittleren Saiten unmöglich machte. Bulls 
Technik war eine sehr bedeutende; er spielte auf den dazu geeigneten Saiten 
bis in die höchsten Regionen mit absoluter Sicherheit und Klangschönheit. 

Ernst, H. W., Op.11. Othello-Fantasie. (Peters.) 1.50 M. — Neu- 
ausgabe von Edm. Singer. (Litolff.) 1.50 M. — Original und re- 
vidiert von A. Wilhelmj (Schott) je 1.50 M., rev. von E. Heim 
1 M. — Mit Orchesterbegleitung: Stimmen 1.80 M. 

Dio Fantasie stellt bedeutende Ansprüche und kann nur von erstrangigen 
Virtuosen zur vollen Wirkung gebracht werden. Wie die meisten größeren 
Kompositionen dieses Künstlers, verlangt sie Geschmeidigkeit und Spannungs- 
fähigkeit der Finger, volle Beherrschung der Doppelgrififpassagen aller Art und 
ausgebildete Bogengewandtheit bei leicht erregbarem Temperament und ästhe- 
tischer Feinfühligkeit. 

— Op. 18. Der Karneval von Venedig. (Peters.) I M. — Revi- 
diert von H. Petri. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. — 
Neuausgabe von Edm. Singer. (Litolff.) 1 M. 

Ein Stück, in dem alle technischen Effekte mit Raffinement zur Geltung 
gebracht sind. Es bietet Gelegenheit, alle Finger- und Bogenmöglichkeiten zu 
studieren und war seinerzeit eine Paradenuramer der Virtuosen. 

— Op. 22. Ungarische Melodien. Revidiert von H. Petri. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Neuausgabe von Edm. 
Singer. (Litolff.) 1.50 M. — (Peters.) 1.50 M. — Mit Orchester- 
begleitung (Breitkopf & Härtel): 17 Stimmen, je 30 Pf, 

Mit Temperament und Erfassen des nationalen Charakters vorzutragen. 
Lauterbach, Job., Op. 18. Am Springquell. (Kahnt.) 3 M. 

Ein schwieriges, zum Studium und Vortrag geeignetes Stück. 
Liszt-Halir, Ungarische Rhapsodie Nr. 6. (Schlesinger.) 3 M. 

Sehr geschickt gemachte Übertragung der Lisztschen Komposition. Bei 
Benutzung der vorgesehenen Erleichterungen, schon auf der vorigen Stufe ver- 
wendbar. 

Paganini, N., Op. 8. Der Hexentanz (Le Streghe). Herausgegeben 
von F. David-Hermann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. 
■ — Herausgegeben von Cernicchiaro. (Schuberth.) 1 M. — Neuaus- 
gabe von A. Schulz — zusammen mit Moto perpetuo, Karneval von 
Venedig und I palpiti — . (Litolff.) 1.50 M. — Ebenso. (Peters.) 
1.50 M. — Herausgegeben von F. Kreisler. (Eulenburg.) 2 M. — 



6g B. Solomusik. 

Paganini, N.,Bravourvariationen über Themen aus »Moses«. Heraus- 
gegeben von Mollenhauer. (Schuberth.) 2 M. Mit Streichquartett 
3 M. — Neue Ausgabe von W. Besekirsky. (Zimmermann.) 2.50 M. 
Ausschließlich auf der G-Saite, die nach b hochzustimmen ist. 

— Oktavenetüde. Nach der 23. und \1. Etüde aus Op. 1 zum Kon- 
zertvortrag eingerichtet und mit Orchesterbegleitung versehen von 
T. Nachez. (Hansen.) 1.80 M. — Mit Orchester: Partitur 2 M., 
Stimmen 3.50 M. 

Sahla, Rieh., Spanischer Tanz. (Kahnt.) 2 M. 

Das Stück stellt hohe Ansprüche an die Virtuosität des Spielers. Was 
auf der Geige an Kunststücken möghch ist, wird verlangt: rapides Stakkato 
im Auf- und Abstrich, Tripel- und Quadrupelgriffe, Doppelflageoletts und Pizzi- 
kato der linken Hand. Wer über diese Künste souverän gebietet, mag das 
Stück spielen. 
Sauret, E., Op. 3. Gaprice de Goncert. (Bote & Bock.) 3.50 M. 

Ein schwieriges, musikalische Feinheiten enthaltendes Vortragsstück. 
Thomson, Gesar, Passacaglia nach Händel. (Schott Freres.) 2 M. 
Für Virtuosen höherer Ordnung, die mit hervorragender Technik musi- 
kalisches Verständnis verbinden. 

Wieniawski, H., Op. io. Originalthema mit Variationen. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. — Ausgabe von H. Sitt. (Eulen- 
burg.) 1.50 M. 

— Op. 20. Faust-Fantasie. (Kistner.) 1 M. Rev. von R. Hofmann. 
(Universal-Ed.) 2 M. — Mit Orchester: Stimmen (Kistner) 7.50 M. 

Diese Fantasie ist eine sehr dankbare Vortragsnummer, die sich durch 
ihre geschmackvolle Gestaltung vorteilhaft von ähnlichen Kompositionen unter- 
scheidet. Ihr großer Melodienreichtum und das Gesangliche des Passagen- und 
Figurenwesens haben ihr viele Liebhaber gewonnen. Künstlern, die neben 
durchgebildeter Technik feinsinniges Interpretationsvermögen ihr eigen nennen, 
ist der Vortrag bestens zu empfehlen. 

— Op. 4. Polonaise de Goncert. (Litolff.) 1 M. — Rev. von H. 
Sitt. (Eulenburg.) 1.50M. — Rev. von R. Hofmann. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 1 M. — Rev. von H. Marteau. (Peters.) 1 M. 

Ein schwieriges, aber bei schwimgvoll-virtuoser Wiedergabe dankbares 
Stück. 

Wilhelmj, Aug., Italienische Suite nach N. Paganini. (Schlesinger.) 
6 M. — Mit Orchester: Partitur 7 M., Stimmen 12 M. 

Der erste Satz »Air« ist nach der Introduktion der 11. Etüde gearbeitet, 
der zweite Satz »Marsch« ist aus der 14. und 15. Etüde (letztere als Trio) zu- 
sammengesetzt. Der dritte Satz »Barcarole« besteht aus der 13. Etüde, die 
folgende Romanze ist dem ersten Konzert entnommen. Den Schlußsatz bildet 
das bekannte »Moto perpetuo«. 



II. Konzerte. 

Stufe I. 

Huber, Ad., Op. 8. Schüler-Goncertino Nr.4, Gdur. (Kahnt.) 1.50 M. 
Zur Anregung sehr zu empfehlen. Was in knappster Form, mit eng- 
begrenzten Mitteln, geboten werden kann, findet man in diesem Konzert. Die 



II. Konzerte. 69 

Melodie klingt gewählt und die Pianofortebegleitung unterstützt den Rhythmus 

in guter Weise. 

Rieding, 0., Op. 34. Konzert, Gdur. (Bosworth.) 3 M. 

Um ein Geringes schwieriger als das vorgenannte Concertino und ebenso 
empfehlenswert. 

Stufe la. 

Hofmann, Rieh., Op. 126 Nr. 1. Schülerkonzert, Amoll. (Zimmer- 
mann.) 2.50. — Op. 128 Nr. 1. Concertino, Gdur. (Peters.) 2 M. 

Beide Konzerte sind ausschließlich für die erste Lage gesetzt und nutz- 
bringend für den Schüler. 
Portnoff, Leo, Op. 23. Konzert, Gdur. (Weiss.) 3 M. 

Für Schüler, welche schon einige Gewandtheit erlangt haben. 
Sitt, Hans, Op. 104. Schüler-Concertino, Gdur. (Junne.) 3 M. 

Sehr zu empfehlen. Das Concertino fördert technisch und wirkt ge- 
schmackbildend. 

Stufe Ha. 

Hof mann. Rieh., Op. 126 Nr. 2. Schülerkonzert, Ddur. (Zimmer- 
mann.) 2.50M. — Op.128 Nr.2. Goncertino, Gdur. (Peters.) 2 M. 
Huber, Ad., Op. 6. Schüler-Goncertino, Gdur. (Kahnt.) 2 M. 
Portnoff, Leo, Op. 1. Schülerkonzert. (Jonasson& Eckermann.) 3M. 

— Op. 8. Konzert. G moll. (Gebr. Ulbrich.) 2 M. 

— Op. 55. Goncertino Nr. 4, Ddur. (Andre.) 2.50 M. 

Für Schüler, die schon einige Intonationssicherheit besitzen. 
Rieding, 0.,0p. 21. Goncertino in ungar. Weise. (Bosworth.) 3.60 M. 

Anregend und rhythmusbildend. 
Seitz, Fr., Op. 12. Schülerkonzert Nr. 3, Gmoll. (Rathke.) 3.50 M. 

Als anregend und nützlich zum Studium zu empfehlen. 

— Op. 31. Schülerkonzert Nr. 6, Gdur. (Rahter.) 3.50 M. 

— Op. 32. Schülerkonzert Nr. 7, Gmoll. (Rahter.) 4 M. 

(Siehe vorstehend Op. 12.) 

— Schülerkonzert Nr. 1, Ddur. (Rathke.) 3.50 M. 

Ein flottklingendes Konzert, mit leichten Flageoletts und Pizzikatos für 
die linke Hand. Einige Stellen gehen über die dritte Lage hinaus, ohne be- 
sondere Schwierigkeiten zu bereiten. Der zweite Satz ist stimmungsvoll und 
auch einzeln zum Vortrage geeignet. 
Seybold, A., Op. 96. Concertino (Schülerkonzert). (Simrock.) 4M. 

Nützlich für die Bogenführung und den Vortrag. 
Sitt, Hans, Op. 108. Schülerkonzert, Amoll. (Junne.) 3 M. 

Gleich dem auf Stufe la genannten Op. 104 sehr zu empfehlen. 

Stufe m. 

Accolay, J. B., Konzert Nr. 1, Amoll. (Schott.) 3 M. — Mit 
Quartetlbegleitung: Stimmen 3.20 M. 

Ein gefälliges, zum Studium zu empfehlendes Konzert in einem Satz. 
Die vorkommenden Doppelgrifle sind ohne Schwierigkeiten. 
Eichhorn , Max, Op. 23. Konzert, Ddur. (Raabe & Plothow.) 3 M. 
Händel, G. F., Konzert für Oboe mit Begleitung von zwei Violinen, 



tO B- Solomusik. 

Viola, Violoncell oder Kontrabaß. Herausgegeben von Schuberth. 
(Schuberth.j 2 M. — Mit Orchester : Partitur 2 M., Stimmen 2 M. 
Zur Einführung in den Stil Händelscher Musik geeignet. 
Rieding, 0., Op. 24. Concertino, Ddur. — Op. 25. Goncertino, 
Gdur. (Bosworth.) Je 3 M. 

Lehren die Verbindung der I., III. und V. Lage. 
Seitz, Fr., Op. 25. Konzert in einem Satz, Amoll. (Rathke.) 4 M. 
— Mit Orchesterbegleitung: Partitur 3 M., Stimmen 4.50 M. 
Für begabte Schüler zum Vortrag geeignet. 

Stufe Illa. 
Leclair, J. M., Konzert Nr. i, Dmoll. Herausgegeben von Marcel 
Herwegh. (Peters.) 1.50 M. 

Ein interessantes und sehr nützliches Konzert, dessen Mittelsatz, Aria, 
besonders wirksam erscheint. Sein Studium fördert Technik und Bogenführung. 

Stufe IV. 

Accolay, J. B., Konzert Nr. 2, Dmoll. (Schott.) 2.50 M. 

Nützlich für Technik und Tonbildung; ohne rhythmische Schwierigkeiten. 
Sitt, Hans, Op. 31. Goncertino, Emoll. (Eulenburg.) 4.50 M. 

Das gut geformte und anregende Concertino verlangt, trotzdem es in den 
ersten drei Lagen ausführbar ist, etwas vorgeschrittene SpielgeschickHchkeit 
und entwickeltes Rhythmusgefühl. Es ist deshalb nicht ratsam, dieses sehr zu 
empfehlende Werk auf früherer Stufe zu geben. 

Stufe IVa. 
Accolay, J. B., Konzert Nr. 3, Emoll. (Schott freres.) 3 M. — 
Mit Quartettbegleitung: Stimmen 3.20 M. 

Gleich den Konzerten Nr. 1 und 2 in einem Satz. Die Sechszehntelfigura- 
tion ist von etüdenhaftem Charakter, die Kantilene dagegen gesangvoll und 
ansprechend. Auf Seite 4 der Violinstimme, dritte Reihe, Takt 1 und 3, müssen 
die c durch ein Kreuz erhöht werden. Zur Ausbildung im Lagenwechsel ist 
das Konzert förderlich. 

Schubert, Fr., Konzertstück für Violine und Orchester, Ddur. 
(Breitkopf & Härtel.) Partitur 2 M., Solostimme 1 M., iO Orchester- 
stimmen je 30 Pf. — Mit Pianofortebegleitung, bearbeitet von Fr. 
Hermann, 1.50 M. 
Seybold, Arth., Op. 121. Goncertino, D dur. (Kahnt.) 3.50 M. 
Ein zum Unterricht und zum Vortrage geeignetes Konzert. Vorgesehene 
technische Erleichterungen lassen es schon für eine frühere Stufe verwendbar 
erscheinen. 

Stufe V. 

Bach, Joh. Seb., Konzert, Amoll, für Violine mit Streichquartett 
und Basso continuo. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 3 M., Solo- 
violine 1 M., Streichstimmen je 30 Pf., Gembalo-(Klavier-)Stimme 
von Max Reger 1.50 M. — Mit Pianofortebegleitung bearbeitet von 
A.Saran. (VolksausgabeBreitkopf& Härtel.) 1.50M. (Peters.) 1.50M. 
Herausgegeben und mit einer zweiten Violine versehen von H. 
Marteau [Klavierauszug von Güllner]. (Steingräber.) 1.80 M. 



II. Konzerte. 



71 



Bach, Job. Seb., Konzert, Edur, für Violine mit Streichquartett und 
Basso continuo. (Breitkopf &Härtel.) Partitur 3M., Solovioline 1 M., 
Streichstimmen je 30 Pf., Cembalo-(Klavier-)Stimme von Max Reger 
\ .50 M. — Mit Pianofortebegleitung bearbeitet von A. Saran. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. (Peters.) 1.50 M. Heraus- 
gegeben und mit einer zweiten Violine versehen von H. Marteau. 
(Steingräber.) 1.80 M. 

— Sinfoniesatz, Ddur, aus einer unbekannten Kirchenkantate für 
konzertierende Violine mit Begleitung von Streichinstrumenten, 
2 Oboen, 3 Trompeten und Pauken. (Breitkopf & Härtel. ; Par- 
titur 3 M., Solovioline 1 M., 10 Orchesterstimmen je 30 Pf. — 
Mit Pianofortebegleitung bearbeitet von A. Saran. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

— Konzert, Gmoll. Bearbeitet von G. Schreck. (Peters.) 2 M. 

AllegrOf 



SINFONIA. 



Moderato. 



Der Vortrag dieser Konzerte ist schwerer als man beim oberflächlichen 
Lesen vermeint. Die Wiedergabe des durchaus kontrapunktischen Gefiiges der 
AUegrosätze sowohl, wie der Gesang der langsamen Sätze, denen eine große 
Wärme und Innigkeit entströmt, verlangt Künstler mit ausgeprägtem Stil- 
bewußtsein und abgeklärter Technik. Die Aufführung mit Streichorchester- 
begleitung ist ungemein wirkungsvoll und der mit Klavier unbedingt vorzu- 
ziehen. Die Schönheiten dieser Musik treten allerdings nicht sinnfällig zutage, 
sie wollen verstanden und empfunden werden. 

Becker, Alb., Op. 66. Konzertstück, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) 
Mit Orchester: Partitur 2 M., Solovioline 1 M., \ Stimmen je 30 Pf. 
— Mit Pianofortebegleitung von Fr. Hermann 2.50 M. 
Gut musikaUsch und nicht schwierig. 

Beriot, Gh. de, Op. 16. Konzert Nr. 1 , D dur. Mit Orchester (Schott) 
4.50 M. — Mit Pianofortebegleitung: Bezeichnet von R. Hofmann. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 .50M. Ausgabe von W. Meyer, 
(Steingräber.) 1.50 M. — Revidiert von A. Rose. (Universal-Ed.) 
1.50 M. — Neuausgabe von A. Schulz. (Litolff.) 1.20 M. — Aus- 
gabe von H. Sitt. (Eulenburg.) 1.50 M. (Peters.) 1.50 M. 

— Op. 32. Konzert Nr. 2, HmoU. 3Iit Orchester (Schott): Stim- 
men 9 M. — Mit Pianofortebegleitung: Ausgaben und Preise genau 
wie bei Op. 1 6. 

— Op. 70. Konzert Nr. 6, Adur. Mit Orchester (Schott): Stimmen 
4.20 M. — Mit Pianofortebegleitung : Ausgaben und Preise genau 
wie bei Op. 16. 

— Op. 1 04. Konzert Nr. 9, Amoll. Mit Orchester (Schott) : Stimmen 



72 B. Solomusik. 

3.60 M. — Mit Pianofortebegleilung : Ausgaben und Preise genau 
wie bei Op. 16. — Revidiert von Pollitzer. (Schott.) 1.;20M. 
Besitzen die Konzerte Beriots auch keinen tieferen musikalischen Inhalt, 
so zeigen sie doch eine natüriiche, elegante Fassung und bieten dem Spieler 
Gelegenheit, sich die für den Vortrag virtuoser Kompositionen nötige flüssige 
Spielmanier anzueignen. Die Konzerte sind alle dankbar; der Violinsatz ist 
so ganz aus dem Wesen des Instrumentes erwachsen, daß er bei verhältnis- 
mäßig geringen technischen Anforderungen eine bedeutende virtuose Wirkung 
hervorbringt. Werden die Konzerte auch nicht mehr öfl'entlich gespielt — es 
sei denn gelegentlich bei Schüleraufführungen — so ist ihr Studium doch sehr 
anzuraten. Nr. 1 erfordert einige Sicherheit in Dezimengriffen und Gewandt- 
heit im Pizzikato mit der linken Hand. Nr. 2 und Nr. 6 sind ihrer frischen 
Erfindung wegen besonders zu empfehlen, 

David, Ferd., Op. 3. Concertino Nr. 1, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 
Mit Orchester: Solovioline 1.50 M., 17 Orchesterstimmen je 30 Pf. 

— Mit Pianofortebegleitung 2.50 M. Neuausgabe von A. Schulz. 
(Litolff.) 1.50 M. 

Ein sehr gefälliges, zum Vortrage zu verwendendes Konzert, dessen 
Passagen, leicht in die Finger fallend, dem Spieler keine großen Schwierig- 
keiten bieten. Die Kantilene ist geschmackvoll und gesangreich. 
Kreutzer, Rud., Konzerte. Nr. 13, Ddur. Mit Pianofortebeglei- 
tung von Ph. Scharwenka und 0. Taubmann. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 1.50 M. Bearbeitet von Fr. Hermann. (Peters.) 
1.50 M. Bezeichnet von H. Sitt. (Universal-Ed.) 1.50 M. Revi- 
diert von A. Grünwald. (Litolff.) 1 .50 M. — Konzert Nr. 1 4, Adur. 

— Nr. 18, EmoU. — Nr. 19, Dmoll. Mit Pianofortebegleitung. 
Ausgaben und Preise aller drei Konzerte wie bei Konzert Nr. 13. 

Trotzdem der Komponist allen Geigern durch seine klassischen Etüden 
bekannt ist und sein Name sich des höchsten Ansehens erfreut, wird von seinen 
19 Konzerten keines mehr öffentlich gespielt, nur einige ausgewählte werden 
zum Studium verwendet. Man kann nicht verkennen, daß diese Musik bei 
aller Gediegenheit der Richtung und Form veraltet ist. Sie zeigt weder die 
reiche Erfindung Viottis noch den schönen Gesang Bodes. Bleibt Kreutzer 
darin hinter den Genannten zurück, so ist er ihnen in der Ausgestaltung des 
Passagenwesens überlegen. Er gibt damit und mit den häufigen freien Ein- 
sätzen in den höheren Lagen dem Schüler ausgezeichnetes Material zur An- 
eignung einer zuverlässigen Technik. Daneben fördern die Konzerte die Ge- 
schmeidigkeit der Bogenführung und die Veredlung des Tones. 

Die nützlichsten sind: Nr. 13, 4 4, 18, 19. Sie sind enthalten in den »Kon- 
zertstudien« von F. David Band III. Nr. 1 4 mit sehr schönem Adagio (Volksaus- 
gabe Breitkopf & Härtel). Nr. 13 ist von P. Alard mit einer Kadenz (Schott 
herausgegeben. Sämtliche 1 9 Konzerte sind mit Orchester bei Andre erschienen. 
Leclair, J. M., Op. 7 Nr. 2. Konzert, Ddur. Herausgegeben von 
Marcel Herwegh. (Peters.) 1.50 M. 

Ein für das Studium sehr nützliches, auch für den Vortrag brauchbares 
Konzert. 
Maurer, L., Drittes Konzert, Amoll. (Hofmeister.) 2.50 M. 

Der guten Gestaltung und des flüssigen Passagenwerkes wegen zum 
Studium verwendbar. 

Mayseder, J., Op. 53. Zweites Konzert, Edur. Bezeichnet von 
F. Hellmesberger. (Universal-Ed.) 80 Pf. 

Zwar nicht mehr zum Vortrage geeignet, bietet diese Komposition doch 
manches Fördernde für Finger und Bof^en und gibt der Spielweise Abschliff. 



J 



II. Konzerte. 



73 



Mozart, W. A., Violinkonzerte, Nr. 1 — 6. Mit Pianofortebegleitung 
herausgegeben von P. Waldersee. (Volksausgabe Breitkopf & 
Härtel.) 4.50 M. Einzeln je 1 .50 M. 



Nr. 1, Bdur. 



Allegro moderato. 



Nr. I. Mit Pianofortebegleitung: Bearbeitet von Paul Graf Waldersee. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Herausgegeben 
mit Kadenzen und einer zweiten Violine versehen von H. Marteau. 
(Steingräber.) 2 M. — Mit Orchester (Breitkopf & Härtelj: Partitur 
2M., 8 Stimmen je 30 Pf. 



Nr. 2, Ddur. 



Allegromoderato. 



Nr. 2. Mit Pianofortebegleitung: Bearbeitet von Paul Graf Waldersee. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 ]\I. — Bearbeitet von 
H. Marteau 1 .80 M. — Mit Orchester (Breitkopf & Härtel) : Partitur 
2 M., 8 Stimmen je 30 Pf. 



Allegro.^ ^ ^ 



Nr. 3, Gdur. 



Nr. 3. Mit Pianofortebegleitung : Bearbeitet und mit Kadenzen von 
H. Marteau. (Peters.) 1.50M. — Bearbeitet vonPaul Graf Waldersee. 
(Volksausgabe von Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. Bearbeitet von 
H. Petri. (Universal-Ed.) 1.50 M. — Mit Orchester fBreitkopf & 
Härtel): Partitur 3 M., 10 Stimmen je 30 Pf 

Ailegro. ,^_^_,__,__,_, 

Nr. 4, D dur. -ÄHi^ j J"] J J I J •> J ^^ ^^ 

Nr. 4. Mit Pianofortebegleitung: Bearbeitet von Paul Graf Waldersee. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Bearbeitet von H. 
Marteau. (Peters.) 1.50 M. — Bearbeitet von Fr. Hermann. (Peters.) 
1.50 M. — Bearbeitet von W. Meyer. (Steingräber.) 1.80 M. — 
Bearbeitet von H. Petri. (Universal-Ed.) 1.50 M. — Mit Orchester 
(Breitkopf & Härtel): Partitur 3 M., 8 Stimmen je 30 Pf. 



Nr. 5, Adur. 



, AUegro aperfo 



j.¥.ij I fy.,T;,.,ji,p-i' ji-i ) 



Nr. 5. Mit Pianofortebegleitung : Bearbeitet und mit Kadenzen ver- 
sehen von H. Marteau. (Peters.) 1.50 M. — Bearbeitet von Fr. 
Hermann. (Peters.) 1.50 M. — Neuausgabe von .\. Schulz. (Litolff.'i 
1.50 M. — Bearbeitet von H. Petri. (Universal-Ed.) I.ÖO M. — 
Bearbeitet von Paul Graf Waldersee. (Volksausgabe Breitkopf & 
Härtel.) 1.50M. — Bearbeitetvon W.Meyer. (Steingräber.) 1.80M. 
— Kadenz zum 1. Satz von Tor Aulin. (Zimmermann.) 50 Pf. — 
Mit Orchester (Breitkopf& Härtel): Partitur SM., 8 Stimmen je 30 Pf. 



74 B- Solomusik. 



Nr. 6, Esdur. 



Nr. 6. Mit Pianofortebegleitung: Ausgaben und Preise wie bei Konzert 
Nr. 5. — aiit Orchester: Partitur 4 M. 

Alleg'i-o maestoso. 

Tutti 

Nr. 7, D dur. 

Nr. 7. Herausgegeben von A. Kopfermann. Mit Pianofortebegleitung : 
Bearbeitet von Hans Sitt. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 4 M. 
— Mit Orchester: Partitur 9 M., 8 Stimmen je 90 Pf. 

Das Konzert Nr. 7 war verschollen; 1908 wurde es aufgefunden und erst- 
malig veröffentlicht. Die Wiedergabe dieser Konzerte verlangt eine abgeschliffene 
Technik und schlackenlose Tongebung bei ausdrucksvollem Vortrage. Ist in 
ihnen auch nichts von technischen Problemen und Bogenkunststücken enthalten, 
so erfordert der Stil dieser Musik doch große Flüssigkeit in den Passagen und 
der Figuration, sowie Geschmeidigkeit der Bogenführung. Die Kantilenen sind 
mit Geschmack und Innigkeit vorzutragen. 

Rode, P., Konzerte. Nr. i Dmoll. Nr. 2 Edur. Nr. 3 Cmoll. Nr. 4 
Adur. Nr. 6 Bdur. Nr. 7 Amoll. Nr. 8 Emoll. Nr. 9 Gdur. Nr. 10 
Hmoll. Nr. 11 Ddur. — Nr. 4, 6, 7, 8, 1 1 bezeichnet von David- 
Petri. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) Je 1.50 M. — Nr. 1, 4, 
6, 7, 8, 10 revidiert von A. Grünwald. (Litolff.) Je 1.50 M. — 
Nr. 1, 4, 6, 7, 8, 11 bezeichnet von Fr. Hermann. (Peters.) Je 
1.50 M. — Nr. 1 und 10 bezeichnet von 0. Singer. (Schweers & 
Haake.) Je 1 .50 M. — Nr. 7 und 9 bezeichnet von H. Sitt. (Eulen- 
burg.) Je 1 .50 M. — Orchesterstimmen zu Nr. 2, 3 und 9. (Breit- 
kopf & Härtel.) Je 1 M. 

Von den Rodeschen Konzerten ist das siebente als das vollkommenste 
anzusehen. Es reiht sich im "Wert den besten älteren Violinkonzerten würdig 
an und fesselt durch die interessante und durch wirksame Gegensätze an- 
ziehende Gestaltung der Solostimme. Der Mittelsatz ist ein aus der Violine 
quellender Gesang von poetischer Stimmung, der Schlußsatz ein frisch klin- 
gendes, rhythmisch pikantes Rondo. Spohr hat dieses Konzert bezeichnet und 
in seine Violinschule aufgenommen. Seine Bearbeitung hat indessen nicht 
ungeteilten Beifall gefunden. Man macht ihr den Vorwurf, einseitig im Geiste 
Spohrs und zu wenig im Geiste des Komponisten zu sein. Meiner Meinung 
nach gebührt der Spohrschen Bearbeitung, verglichen mit den Ausgaben an- 
derer Künstler, der Vorzug. Sie wahrt den Gesangston, der sich durch das 
ganze Konzert zieht, in bester Weise und ist urgeigerisch gehalten. Wenn man 
die später herausgegebenen Bezeichnungen näher betrachtet, findet man, daß 
die Abweichungen von Spohrs Bearbeitung nur äußerliche, unwesentliche sind. 
Ob eine den Gesang verzierende Figur gelegentlich aus vier statt sechs Noten 
besteht, ist von nebensächlicher Bedeutung gegenüber der Tatsache, daß Spohr 
den Stimmungsgehalt des Konzertes rein wiedergibt und alles Wesentliche un- 
berührt gelassen hat. Man begegnet in Rodes Konzert manchem, direkt auf 
Spohrs Konzerte Hinweisendem, so daß man eigentlich von vornherein annehmen 
müßte, Spohr sei der berufene Herausgeber der Rodeschen Werke. 

Für den gediegenen Lehrgang sind die Konzerte beinahe unentbehrlich. 
Sie fördern technisch, bilden den Geschmack und erziehen musikalisch. Die 



11. Konzerte. 75 

für das Studium wichtigsten Nr. 4, fi, 7, 8 hat David als Band II seiner >Kon- 
zertstudien< (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) veröffentlicht; von den übrigen 
ist Nr. 5 das leichteste. 

Sitt, Hans, Op. 65. Goncertino, Dmoll. (Eulenburg) 5 M. 
Stamitz, K., Konzert, Bdur. Bearbeitet und mit Kadenzen ver- 
sehen von H. Schuster. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
— - Mit Orchester: 9 Stimmen je 60 Pf. 

Das Konzert ist für Schüler dieser Stufe ohne besondere Schwierigkeiten ; 
nur die Kadenz des ersten Satzes stellt größere Anforderungen an die Technik. 
Viotti, J. B., Konzerte XX, . . .; XXÜ, Amoll; XXHI, Gdur; XXIV, 
Hmoll; XXV, Amoll; XXVI, Bdur; XXVH, Gdur; XXVHI, Amoll; 
XXIX, Emoll. Mit Pianofortebegleitung: iNr. 22, 23, 24, 28, 29, 
bearbeitet von David-Scharwenka-Petri. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) Je 1.50 M. — Nr. 20, 22, 23, 24, 28, 29, bearbeitet 
von Fr. Hermann. (Peters.) Je 1.50 M. — Nr. 22, 23, 24, 28, 
29, revidiert von A. Grünwald. fLitolff.) Je 1.50 M. — Nr. 22, 
23, 28, 29. (Univ.-Ed.) Je 1.50 M. — Revidiert von H. Sitt. 
(Eulenburg.) 1.50 M. — Mit Orchester: Nr. 25, 26, 27. (Breit- 
kopf & Härtel.) Stimmen je 1 M. — Nr. 22. (Breitkopf & Härtel.) 
Solostimme 1 M., 16 Orchesterstimmen je 30 Pf. — Nr. 22, 29, 
Solostimme, bezeichnet von W. Meyer. (Steingräber.) Je 80 Pf. 
— Kadenzen zu Nr. 22 von H. Leonard. (Schott.) 50 Pf. — 
__Kadenz zu Nr. 23 von D. Gentilli. (Hofmeister.) 50 Pf. 

Die Konzerte Nr. 22, 23, 28 und 29 finden sich in Band I von Davids 
»Konzertstudien« und in einer von Petri revidierten Ausgabe mit einer Piano- 
fortebegleitung von Ph. Scharwenka und 0. Taubmann. Nr. 22 in >Die klas- 
sischen Meister des Violinspiels« von D. Alard. 

Obgleich Viotti eine eigentliche Schule der Komposition nicht durch- 
gemacht hat, nehmen seine Konzerte doch einen hohen Rang ein. Gesunder 
musikalischer Instinkt und die aus der Praxis gewonnenen Erfahrungen füllten 
die Lücken seines Wissens, so daß seine Werke sich fortschreitend immer ge- 
diegener und gehaltvoller gestalteten. Man schreibt ihm 29 Konzerte zu, von 
denen allerdings ein Teil ganz unbekannt ist, Ihre Form ist entwickelt, ihr 
inneres Wesen musikahsch gesund; dabei sind sie technisch mustergültig, so- 
wohl für die linke Hand, wie für die Bogenführung. Diese findet namentlich nach 
Seite der Tongebung wesentlichste Förderung. Als das bedeutendste unter 
Viottis Violinkonzerten kann das 22. gelten, das sich durch gesangvolle Art, 
Wärme und inhaltsvollen Ausdruck besonders auszeichnet. David hat eine 
wirksame Kadenz dazu komponiert und seine Ausgabe auch sonst mit Ver- 
zierungen in der Spielweise Viottis versehen. Die Ausgabe Alards ist eben- 
falls mit einer Kadenz ausgestattet. Für das Studium kommen in erster Linie 
die Konzerte Nr. 23, 28, 29, 22 in Betracht. Bei der Auswahl ist zu berück- 
sichtigen, daß Nr. 23, 25 und 27 die leichteren, Nr. 29 und 22 die schwereren sind. 

Stufe Va. 
Anzoletti, Jos., Goncertino. (Leuckart.) Bezeichnet von G. No- 
wotny. 4.50 M. 

Seines reichen und mannigfaltigen Figurenwerkes wegen nützlich. 
Bazzini, Ant , Op. 38. Konzert Nr. 4, Amoll. (Schott.) 4 M. 

Das Konzert enthält wirksame Einzelheiten, ohne als Ganzes einen nach- 
haltigen Eindruck zu hinterlassen. 
Beriot, Gh. de, Op. 44. Konzert Nr. 3, Edur. (Volksausgabe 



76 B. Solomusik. 

Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. (Universal-Ed.) 1.50M. — Neu- 
ausgabe von A. Schulz. (Litolff.) 1.20 M. (Peters.) 1.50 M. — 
Bearbeitet von H. Sitt. (Eulenburg.) 1.50 M. 
Beriet, Gh. de, Op, 55. Konzert Nr. 5, Ddur. Ausgaben und Preise 
wie bei Op. 44. 

— Op. 76. Konzert Nr. 7, Gdur. Ausgaben und Preise wie bei Op. 44. 

Das Konzert Nr. 7 enthält ein virtuos einsetzendes Allegro maestoso, das 
bei schwungvoller Wiedergabe von guter Wirkung ist, und ein sehr wohlklin- 
gendes, stimmungsvolles Andante tranquillo. Der dritte Satz gibt Gelegenheit 
den springenden Arpeggiostrich zu üben. 

— Op. 99. Konzert Nr. 8, Gdur. Ausgaben und Preise wie bei Op. 4 4. 

— Op.127. KonzertNr.10,Amoll. Ausgaben und PreisewiebeiOp. 44. 

(Siehe Stufe V.) 
Bott, J. J., Op. 2. Konzert Nr. 1, Edur. (Schuberth.) 5.50 M. 
Spohr, dem Lehrer des Komponisten, gewidmet, zeigt dieses Konzert in 
Gedanken und Technik Ähnlichkeit mit den Konzerten des Meisters. Die 
Themen sind von einer gewissen Ursprünglichkeit, die Verarbeitung ist durch- 
aus künstlerisch. 
Busoni, Ferruccio, Op. 35. Konzert, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 

9 M. — Mit Orchester: Partitur 9M., Solovioline 3M., 260rchester- 

stimmen je 60 Pf. 

Das Konzert ist nicht so schwierig in der Technik wie in dem häufigen 
Wechsel des Zeitmaßes und der Taktart. Der komplizierte Bau des Werkes, 
sein thematisches und harmonisches Gefüge, verlangen einen musikalisch in- 
telligenten Interpreten, und bei der Wiedergabe mit Pianoforte, einen eben- 
solchen Begleiter. 
David, Ferd., Op. 10. Konzert Nr. 1 , E moll. Revidiert von H. Petri. 

(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Bezeichnet von A. 

Schulz. (Litolff.) 1.50 M. — Mit Orchester (Breitkopf & Härtel): 

17 Stimmen je 30 Pf. 

— Op.14. Konzert Nr. 2, Ddur. Revidiert von F. Hermann. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Op. 17. Konzert Nr. 3, 
Amoll. Revidiert von F. Hermann. (Volksausgabe Breitkopf & 
Härtel.) 1.50 M. 

— Op. 23. Konzert Nr. 6, E dur. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
2.50 M. — Mit Orchester: 17 Stimmen je 30 Pf. 

Ein sehr frisches und wirksames Konzert. Der zweite Satz zeichnet sich 
durch Wohlklang aus, der dritte fesselt durch seinen graziösen Charakter. 

(Siehe: Vortragsstücke Stufe Va.) 
Eckhold, R., Op.5. Konzertstück, Amoll. (Breitkopf& Härtel.) 2.50 M. 

Der Komponist zeigt solides Können und Gestaltungsvermögen. Die 
Passagen sind trotz des konventionellen Zuschnittes, etwas spröde in der Aus- 
führung. Für das Studium enthält das Stück gutes Material. Es sei auf die 
Stellen bei Buchstabe B und L hingewiesen. 

d' Erlanger, Fr., Op. 17. Konzert, Dmoll. (Rahter.) 12 M. — Mit 
Orchester: Partitur 18 M., Stimmen 24 M., Ergänzungsstimmen 
je 1.80 M. 

Ein anregendes, interessantes Konzert. Die Themen sind fesselnd und 
gut verarbeitet, die Melodien klar und wohlklingend. Alle Passagen wirken, 
ohne an die Technik ungewöhnliche Ansprüche zu stellen, durch ihre violin- 



II. Konzerte. 77 

gemäße Art und den melodischen Fluß. Die Bogenstrich- und Fingersatz- 
bezeichnung ist sinngemäß und praktiscli; ein paar, wohl auf Druckfehler 
zurückzuführende unverständliche Bezifferungen fallen auf. Das Konzert ist 
zum öffentlichen Vortrage bestens zu empfehlen. 

Gade, N. W.,Op. 56. Konzert, D raoll. (Breitkopf & Härtel.) 9 M. — 
Mit Orchester: Partitur 12 M., 18 Stimmen je 30 Pf. — Daraus 
einzeln: Romanze mit Pianoforte 1.30 M. 

iüin angenehm zu spielendes, frisch klingendes Konzert in guter Form, 
ohne besondere technischen Schwierigkeiten. Nach einer kurzen, vorbereiten- 
den Einleitung setzt das Thema schwungvoll ein und findet eine, Mendelssohns 
Violinkonzert verwandte Verarbeitung. Der klangschöne und warm empfun- 
dene langsame Satz, >Romanze«, ist ein in sich abgeschlossenes Stück und kann 
einzeln vorgetragen werden. Der Schlußsatz, >Rondo scherzando«, erfordert 
geschmeidige Bogenführung. 

Godard, Benjamin, Op. 35. Concerto romantique. (Bote & Bock.) 
6 M. — Mit Orchester: Stimmen 12 M. — Daraus einzeln: Can- 
zonetta 1.50 M. 

Der Komponist, als Geiger ein Schüler von Vieuxtemps, hat für das 

Konzert schwungvolle Themen gefunden und sie gut musikalisch verarbeitet. 

Von besonderem Reiz ist der dritte Satz, eine pikante Canzonetta, die als 

Einzelstück bekannt geworden ist. 

— Op. 131. Konzert Nr. 2, GmoU. (Fürstner.; 9 M. 
Grädener,Herm.,Op. 22. Konzert, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 9 M. 
Ein sympathisches Werk von melodischem Fluß. Die Solostimme ist sehr 
sachgemäß behandelt und bietet keine außergewöhnlichen Schwierigkeiten; 
selbst die Kadenz im ersten Satz geht nicht über die Grenze des »tüchtigen 
Könnens« hinaus. Immerhin verlangt das Konzert volle Intonationssicherheit 
vom Spieler. 

Pals, Leop. van der, Op. 10. Konzertstück, HmoU. (Eulenburg.) 
4.50 M. — Mit Orchester: Partitur 12 M., Stimmen 15 M., Solo- 
stimme 1.50 M. 

Das zweisätzige, aus einem stimmimgsvollen Andante und einem frischen 
Allegro bestehende Work zeigt in Erfindung und Kolorit interessante Einzel- 
heiten, tUe originell erscheinen. Mit Orchesterbegleitung dürfte eine warmblütige 
Wiedergabe erfolgreich sein. 

Rein ecke, C, Op. 141. Konzert, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
9 M. — Mit Orchester: Partitur 9 M., 20 Stimmen je 30 Pf. 

Das Konzert ist Joachim gewidmet, und damit ist die Richtung des 
Werkes angedeutet. Daß Form und Satz einwandfrei sind, ist bei Reinecke 
selbstverständlich. 

Ries, Ferd., Konzert, EmoU. Bezeichnet von H. Petri. (Breit- 
kopf & Härtel.) 7 M. 

Ries war 1801 — 1804 Schüler von Beethoven und woirde als Komponist 
und Herausgeber der »Biographischen Notizen über L. van Beethoven« bekannt. 
Als Klavierspieleler machte er seinerzeit im Auslande Aufsehen. Als Kom- 
ponist war er sehr produktiv; er schrieb über 200 Werke. Das Violinkonzert 
ist auf gut musikahschem Boden erwachsen, trägt aber in den Passagen und 
in der Figuration so sichtbar die Spuren seiner Zeit, daß es mehr zum Stu- 
dium als zur öffentlichen Vorführung geeignet erscheint. 

Saint-Saens, Camillo, Op. 20. Konzertstück. (Univ.-Ed.) 5 M. 
— Mit Orchester (Leuckart): Partitur 8 M., Stimmen 10 M. 
Ein geistvolles und schon durch die Taktart ^/^ originelles, wenn auch 



78 B- Solomusik. 

nicht gei'ade dankbares Konzert. Sein Studium fördert Doppelgriff- und 
Passagentechnik. 

Scharwenka, Ph., Op. 95. Konzert, Gdur. (Breilkopf & Härtel.) 
9M. — Mit Orchester : Partitur 9 M., 18 Stimmen je 60 Pf, Solo- 
stimme, bezeichnet von H. Petri, 1.50 M. 

Ein vornehmes, nicht auf billigen Effekt berechnetes Werk. Dem schwung- 
vollen ersten Satz, dessen Wiedergabe mit Elan zu geschehen hat, folgt ein 
warm empfundenes Andante tranquillo, das nach einer schönen melodischen 
Steigerung stimmungsvoll ausklingt. Das Allegro non tanto, — besonders 
reizvoll in den Synkopen-Partien, — bildet einen wirksamen Schluß. Der 
Yiolinsatz ist vortrefflich, die Passagen und die Figuration sind flüssig, das 
Ganze bietet keine ungewölmlichen Schwierigkeiten. 

Slunicko, Joh., Op. 15. Konzert, DmoU. (Hofmeister.) 5 M. 

Gut geformte, aber konventionelle Musik. 
Spohr, L., Op. \. Konzert Nr. 1, Adur. Bezeichnet von H. Petri. 

(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Mit Orchester: 

10 Stimmen je 30 Pf. 

— Op. 2. Konzert Nr. 2, DmoU. Revidiert von H. Sitt. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Revidiert von F. David. 
(Peters.) 1.50 M. — Neuausgabe von L. Auer. (LitolfF.) 1.50 M. 
— Revidiert von H. Petri. (Univ.-Ed.) 1.50 M. — Violinstimme 
allein, bezeichnet von E. Kross. (Schott.) 80 Pf. 

— Op. 10. Konzert Nr. 4, HmoU. 

Spohrs Name ist von allen Geigern mit besonderer Achtung zu nennen. 
Mag auch seinen Kompositionen eine gewisse Weichheit und häufige Wieder- 
kehr ähnlicher Tonfolgen eigen sein, so entschädigt doch die Vollendung der 
Form, die gesangreiche Kantilene und die Unmittelbarkeit, mit der die Passagen 
dem Wesen dieser Musik entwachsen. Nichts ist in den Konzerten lediglich 
auf den Effekt berechnet. Spohrs kompositorische Begabung ist ausgesprochen 
lyrisch. Es fehlt ihr nicht an Energie, aber sie läßt dramatische Akzente ver- 
missen und jenen Schwung, der z. B. den Konzerten von Mendelssohn und 
Bruch zu eigen ist. Die lyrische Empfindungsweise findet vornehmlich in den 
Adagiosätzen, die alle Wärme und Innigkeit atmen, charakteristischen Aus- 
druck, ist jedoch auch in den Gesangstellen der Allegros nicht zu verkennen. 
Spohrs Musik trägt ein durchaus charakteristisches Gepräge, das berechtigt 
von einem Spohrschen Stil zu sprechen. Dieser hat sich nach dem von Viotti, 
Rode, Kreutzer befolgten Grundsätzen fortgebildet. Spohrs Konzerte bewegen 
sich in bestimmten Grenzen — man kann sie nicht gerade vielseitig nennen 

— aber sie schöpfen die ihnen eigene Stimmung aus und geben stets ein 
künstlerisches Ganzes in edler Gestaltung. Daß dem »Geigerischen« in voll- 
kommenster Art Rechnung getragen ist, bedarf keiner besonderen Erwähnung. 
Das Studium der Konzerte ist unentbehrlich, weil sie eine Klasse für sich 
bilden und die Technik der linken Hand nach jeder Richtung fördern. Der 
Bogenführung verleiht ihr Studium Gewandtheit in den breiten Stricharten 
und im Stakkato, das bei Spohr meist kräftig und mit großer Präzision aus- 
zuführen ist. Von besonderem Werte sind die Konzerte zur Erlangung einer 
breiten, edlen Tongebung. 

Von den 15 Konzerten nehmen das 7., 8. und 9. den ersten Rang ein, 
denen sich das 6. und 11. anschließen. Das unter dem Namen »Gesang- 
szene« allgemein bekannte 8. Konzert gilt als die Perle unter den Spohrschen 
Konzerten. Es ist nicht leicht vorzuti^agen und stellt bedeutende Ansprüche 
sowohl an die Technik, wie an das künstlerische Verständnis. Die Wieder- 
gabe verlangt Wärme des Tones und innere Anteilnahme des Spielers. Nächst 
der Gesangszene, ist das 9. Konzert das am meisten öffentlich gespielte. Es 



I 



II. Konzerte. 79 

zeichnet sich besonders durch sein Adagio aus, einem Musikstück von seltener 
Tiefe der Empfindung, dessen vollendete "Wiedergabe von ergreifender "Wirkung 
ist. "Welch hohe Meinung Spohr selbst von diesem "Werke hatte, beweist der 
Umstand, daß er es als Endziel seiner Violinschule in diese aufnahm. 

Abweichend von der gewöhnlichen Form, mehr. in der Art eines Fantasie- 
stückes, ist das 14. Konzert > Sonst und Jetzt« gehalten. Der Zeitgegensatz 
wird darin durch die Verbindung zweier Tanzarten, einer älteren und einer 
damals zeitgemäßen, illustriert. Spohrs Konzerte sind aus der Mode gekommen, 
man hört jetzt nur selten eines öffentlich. Den größten Teil der Schuld daran 
muß man in der Eintönigkeit der Begleitung suchen. In ihr ist nichts von der 
Bedeutung zu finden, die neuere Komponisten ihr zuerteilen, obschon die Tuttis 
gut gehalten und klangvoll instrumentiert sind. 
Trnecek, H., Op.'lO. Konzertstück, Amoll. (Breitkopf «S;Härtel.) 5M. 

Melodisch und harmonisch interessant, mit reichem Figurenwesen. 
Verhey, Th. H. H., Op. 54. Konzert, Amoll. (Zimmermann.) 8 M. 
— Mit Orchester: Partitur 10 M., Stimmen 20 M. 

Ein frisches, melodiöses, sehr dankbares Konzert. Sein Studium ist an- 
genehm, und der Vortrag eines Erfolges sicher. Die Themen sind charakteri- 
stisch, der melodische Fluß findet keine Unterbrechung. Alle Passagen klingen 
brillant und bieten, da sie violingemäß geschrieben sind, keine besonderen 
Schwierigkeiten, sobald sie mit gut gewähltem Fingersatz ausgeführt werden. 
Der sich dem ersten Satz anschließende, sehr gesangvolle langsame Satz er- 
hält durch das in seine Mitte gestellte scherzoartige Allegro non troppo einen 
besonderen Reiz. Es ist unter Fortfall der überleitenden Introduktion zum 
Einzelvortrage geeignet. In dem schwungvollen Finale, das engen Zusammen- 
hang vermissen läßt, treten einige Überraschungen auf, z. B. die tarantella- 
artige Episode bei dem Buchstaben M. Es ist erfreulich diesem Konzert, das 
so ganz aus dem "Wesen der Violine erwachsen erscheint, zu begegnen, wenn 
ihm auch keine Tiefe der Gedanken innewohnt. 

Viotti, J. B., Konzert Nr. 24, Hmoll. Bezeichnet von A. v. d. Hoya, 
Klavierauszug von Ph. Scharwenka. (Volksausgabe Breitkopf & 
Härtel.) 1 .50 M. 
Zilcher, Hermann, Op. H. Konzert, Hmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
9 M. — Mit Orchester: Partitur 12 M., 19 Stimmen je 90 Pf. 

Frisch empfunden und namentlich in seinem ausdrucksvollen langsamen 
Satz wirkungsvoll. Die Doppelgriffstellen im Finale erfordern neben zuver- 
lässiger Technik entwickelte Bogengeschicklichkeit. 

Stufe VI. 

Bachmann, A., Op. 42. Konzert. (Schott freres.) 6 M. 

Musikahsch nicht uninteressant, fehlt ihm doch, trotz bedeutender An- 
sprüche, die es an den Spieler stellt, die persönliche Note. Indessen geben 
die zum Teil effektvollen Passagen und die gut klingende, etwas weichliche 
Kantilene einem virtuosen Geiger Gelegenheit eine erhebliche "Wirkung zu 
erzielen. 

Becker, Reinh., Op. 100. Konzert Nr. 2, EmoU. (Schuberth.) 9 M. 
Ein Konzert in der seltenen Form von 4 Sätzen, die alle einen hervor- 
ragenden Interpreten verlangen. Die beiden Mittelsätze: Legende und Scherzo, 
können als selbständige Stücke gespielt werden. Die Ecksätze zeichnen sich 
durch schwungvolle Themen aus, besonders das feurig bewegte Finale. 
Beethoven, L. van, Op. 61. Konzert, Ddur. Mit Orchester: 
Partitur 4.50 M., 16 Stimmen je 30 Pf. — Mit Pianoforte: Be- 
arbeitet von F. David (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 M., 



gO B. Solomusik. 

H. Dessauer (Schott) 1.50 M. [Violinstimme allein 60 Pf.j, HoUe- 
Schultze-Biesantz (Litolff) \ M., W. Meyer (Steingräber) 1,20 M., 
E. Prill (Univ.-Ed.j 1 M., Hans Sitt (Eulenburg) 1.50 M., Henri 
Vieuxtemps (Schuberth & Co.) 1.50 M., A. Wilhelmj (Peters) 1 M, 
'Herausgegeben von H. Marteau, mit Kadenzen und einer zweiten 
Violine von H. Leonard. (Klavierauszug von Aug. GöUner.) (Stein- 
gräber.) 2.60 M. — Kadenzen dazu: von L. Auer (Zimmermann) 
1.20 M., F. David (Breitkopf & Härtel), H. Leonard (Schott) F. Plo- 
tenye (Schott) 2.50 M., 0. Singer (Kistner) 1 M., H. Vieuxtemps 
(Andre) 1.30 M., B. Molique (Auer-Stuttgart) 1 M. 

Kadenzen für den 1 . und 2. Satz erschienen bei Breitkopf & Härtel, die 
nach Beethovens Kadenzen zu dem nach dem Violinkonzert bearbeitetem 
Klavierkonzert von 0. Novacek (1 M.) übertragen wurden. 

Unter den Violinkonzerten nimmt Beethovens Op. 61 noch immer eine 
besondere Stelle ein; es ist ihm nur das Konzert von Brahms an die Seite zu 
Meilen. Komponiert für den Violinspieler Klement, wurde es ISO? von diesem 
zum ersten Male vorgetragen. In der Allgemeinen Musikalischen Zeitung 1807 
Seite 235 steht darüber: »Den Verehrern Beethovenscher Muse dürfte die Nach- 
richt interessant sein, daß er ein Violinkonzert komponiert hat, welches der 
hiesige (Wiener) beliebte Geiger Klement mit seiner gewöhnhchen Eleganz und 
Zierlichkeit vortrug.« Wir können annehmen, daß Beethoven von dem Vortrage nur 
wenig befriedigt gewesen sein dürfte, wenn Eleganz und Zierlichkeit das 
Bemerkenswerteste daran gewesen ist. — Es bedurfte langer Zeit, bis das Kon- 
zert in weiteren Kreisen bekannt wurde. Noch 1860 nannte es W. v. Lenz in 
S(!inem Buche: »Kritischer Katalog sämmtlicher Werk von Beethoven« ein 
wenig bekanntes Werk und schrieb: >Daß sich der große Haufe der Violin- 
spieler nicht an das Werk wagt, ist ebenso erklärlich wie bedauerlich, weil 
die edle Tonschöpfung immer mehr vergessen wird.« 

Zwar wurde das Konzert schon im Jahre 1837 in Paris gehört und dar- 
auf häufiger von Alard im Konservatorium gespielt, jedoch vermochte erst 
Joachim mit seiner unvergleichlichen Reproduktion ihm Popularität zu ver- 
schaffen. Heute bildet es einen festen Bestandteil des Repertoii's aller her- 
vorragenden Geiger, und leider auch der nicht hervorragenden. — Das Konzert 
ist kein Virtuosenstück, das durch äußere Brillanz blendet, es ist bis ins Ein- 
zelne sinfonisch gedacht und ausgearbeitet — ohne dem Wesen der VioHne 
Zwang aufzuerlegen. Es stellt deshalb die liöchsten Anforderungen an das 
musikalische Verständnis und Empfindungsvermögen des Spielers und verlangt 
eine Wiedergabe, die jede virtuose Zutat vermeidet. Passagen im Sinne der 
Virtuosenkonzerte kommen gar nicht vor, wohl aber hervortretende Figuren, 
die sich zur Idee wie Teile zum Ganzen verhalten. Sie erfordern eine Dar- 
stellung, die den »Gehalt«, nicht mechanische Fertigkeit geltend macht. Das 
Orchester verhält sich gleichwertig zum Soloinstrument. Dieses übernimmt 
die eine Rolle, das Orchester die andere; beide von gleicher Bedeutung. 

Die Violinstimme der Ausgabe von H. Dessauer ist mit Bezeichnungen und 
Winken unter besonderer Berücksichtigung der Auffassung von Joachim für den 
Vortrag versehen. 

Beriot, Gh. de, Op. 46. Konzert Nr. 4, Dmoll. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. (Univ.-Ed.) 1.50 M. 

Das schwierigste der Konzerte von de Beriot, aber nicht das hervor- 
ragendste. 

Bruch, Max, Op. 26. Konzert Nr. 1, Gmoll. Vorspiel, Adagio und 
Finale. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 4 M. — Mit Orchester 
(Siegel): Partitur 10 M., Stimmen 12 M. 

Das Konzert gehört zu den Meisterwerken der Violinliteratur. Erfindung 



II. Konzerte. 81 

und Durchführung sind gleich vortreffJich, geistvoll und wirkungssicher. Es 
setzt daher bei der Wiedergabe neben bedeutender Technik, musikalisch vor- 
nehmen Geschmack, Wärme des EmpGndens und, namentlich für den letzten 
Satz, Temperament und schwungvollen Vortrag voraus. 

Bruch, Max, Op. 44. Konzert Nr. 2, Dmoll. Adagio, Recitativo 
und Finale. (Univ.-Ed.) 4.50 M. — Mit Orchester (Simrock) : Par- 
titur 15 M., Stimmen 17 M. 

Noch mehr als das erste Konzert, weicht das zweite von der gewöhn- 
lichen Form ab. An Stelle des für den ersten Satz gebräuchlichen Allegros 
wird das Werk mit einem ausgedehnten Adagio von melancholischer Färbung 
eröffnet. Der zweite Satz »Rezitativc erhält durch motivische Anklänge so- 
wohl an den ersten wie an den Finalsatz organische Beziehung zu beiden. 

— Op. 58. Konzert Nr. 3, Dmoll. (Simrock.) 1 2 M. — Mit Orchester: 
Partitur 20 M., Stimmen 25 M. 

Gleich den vorgenannten Werken, gehört dieses Konzert der gediegenen 
Richtung an und stellt gleich jenen erhebliche Ansprüche an die Technik und 
das musikalische Auffassungsvermögen des Spielers. 

David, Ferd., Op. 35. Konzert Nr. 5, Dmoll. Bearbeitet von A. 
Eibenschütz (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., Fr. Her- 
mann (Peters) 1.50 M., W. Meyer (Steingräber) 1.50 M., A. Schulz 
(Litolff) 1.50 M., Hans Sitt (Eulenburg) 2 M., A. Wilhelmj (Breit- 
kopf & Härtel) 2.50 M. — Mit Orchester (Breitkopf & Härtel) : 
Solovioline 1 .50 M., 22 Stimmen je 30 Pf. 
Kann als das bedeutendste unter den Davidschen Konzerten angesehen 

werden. Es zeigt neben den bekannten Vorzügen der Kompositionen des 

Violinmeisters eine gewisse Größe der Gedanken. 

Dvorak, Ant., Op. 53. Konzert, Amoll. (Univ.-Ed.) 6 M. 

— Mit Orchester (Simrock): Partitur 20 M., Stimmen 20 M. 

Ein wirkungsvolles, bei vollendetem Vortrage dankbares Konzert. Der 
erste Satz will mit Schwung wiedergegeben sein, das sich anschließende Adagio 
verlangt Innerlichkeit und das Finale Erfassen seines nationalen Charakters. 

Goldmark, Carl, Op. 28. Konzert, Amoll. (Schweers & Haake.) 
5 M. — Mit Orchester: Stimmen 16 M. — Violinstimme, von 
Lauterbach bezeichnet, 1.50 M. 

Ein Konzert in breiter Form, mit reichem Passagenwesen; gut musi- 
kalisch, aber nicht sehr dankbar für den Vortragenden. — Der zweite Satz 
>Air< ist auch mit Orgelbegleitung erschienen. 

Hollaender, Gustav, Op. 52. Konzert, Gmoll. (Ries & Erler.) 
7.50 M. — Mit Orchester: Partitur 12 M., Stimmen 12 M. 

— Op. 66. Konzert Nr. 3, Dmoll. (Zimmermann.) 7.50 M. — 
Mit Orchester: Partitur 16 M., Stimmen 24 M. 

Diese Konzerte zeichnen sich durch echt geigerische Fassung und künst- 
lerisch einwandfreie Gestaltung ihres musikalischen Inhaltes aus. Melodiös 
und dem Wesen der Violine sowohl in der Kantilene wie im Passagen- und 
Figurenwerk in trefflicher Weise Rechnung tragend, bieten sie dem tempera- 
mentvollen Interpreten dankbare Aufgaben, die um so stärker interessieren, 
als die Solostimme von einer wohlklingenden, an reizvollen Einzelheiten reichen 
Orchesterbegleitung getragen wird. Die Themen sind frisch empfunden, ein- 
dringlich und schwungvoll, ihre Verarbeitung ist fesselnd. Das Op. 66 dürfte 
als derzeitiger Höhepunkt des kompositorischen Schaffens seines Autors gelten. 
Das Werk zeigt die angeführten Vorzüge in gesteigertem Grade und ist ganz 
besonders wirkungsvoll in seinem charakteristischen Finale mit dem in die 

Grünberg, Literatur der Streichinstrumente. g 



82 



B. Solomusik. 



Mitte gesetzten gesangvollen »Lento<, das in feinsinniger Weise in das ener- 
gische und rhythmisch prägnante Hauptthema des Satzes 



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Äll'>- risoluto. 

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zurückgeführt wird. 



Fr. — 



Lalo, Ed., Op. 21. Symphonie espagnole. (Durand. 
Mit Orchester: Partitur 20 Fr., Stimmen 30 Fr. 

Der Titel dieses Werkes soll nicht darüber forttäuschen, daß es ein 
Violinkonzert ist; die Bezeichnung »Symphonie« trägt es, weil die musikalische 
Arbeit darin als wertvoll angesehen sein will. Die Mehrzahl der Themen ist 
der spanischen Volksmusik entnommen. Die fünf Sätze, aus denen die Sym- 
phonie besteht, bieten anregende und interessant gestaltete Musik von charak- 
teristischem Gepräge und stellenweise dramatischer Wirkung. Die Wiedergabe 
ist nicht leicht; sie erfordert hochentwickelte Technik, Temperament und 
musikalische Intelhgenz vom Spieler. 

— Op. 20. Konzert, Fmoll. (Durand.) 4.80 M. — Mit Orchester: 
Partitur 18 Fr., Stimmen 12 Fr. 

Mathieu, Emil, Konzert, DmoU. (Breitkopf & Härtel.) 9 M. — Mit 
Orchester: 15 Stimmen je 60 Pf. 

Man muß sich mit diesem Konzert — richtiger mit dieser »Tondichtung« 

— sehr eingehend beschäftigen, wenn man sich mit ihm befreunden will. Die 
einzelnen Sätze tragen programmatische Überschriften, die einen Zusammen- 
hang nicht erkennen lassen. Der erste Satz »Erzengel des Kampfes«, setzt 
ohne Orchestereinleitung mit einem Rezitativ der Sologeige ein, das von thema- 
tischer Bedeutung ist. Kaleidoskopisch wechselt die Taktart; 3/4, */4) V*» ^/si 
9 8, ^Vs lösen sich in bunter Folge ab. Ebenso häufig wechselt die Tempo- 
bezeichnung, der außerdem zahlreiche, das jeweilige Tempo modifizierende 
Bemerkungen hinzugefügt sind. Der zweite Satz »Stille Wasser, träumende 
Schwäne«, enthält auf drei Seiten (Violinstimme) 22maligen Taktwechsel, ist 
aber sehr stimmungsvoll. Der dritte Satz »Des Morgens im Freien« ist der 
einheitlichste. Gleich den anderen Sätzen ist er harmonisch interessant. 

Mendelssohn, F., Op. 64. Konzert, EmoU. Bearbeitet von F. 
David-Reinecke (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 M., J. Joachim 
(Simrock) 2 M., W. Meyer (Steingräber) 1.20 M., A. Ros6 (Universal- 
Ed.) 1 M., H. Schradieck (Schuberth & Co.) 1 M., W. Schulze-Prisca 
(Litolff) 1 M., Hans Sitt (Eulenburg) 1.50 M. Herausgegeben von 
H. Marteau, mit einer zweiten Violine von H. Leonard (Stein- 
gräber) 2.20 M., (Peters) 1 M. — Mit Orchester (Breitkopf & Härtel): 
Partitur 4.50 M., 17 Stimmen je 30 Pf. 

An Popularität kann sich kein anderes Konzert mit diesem messen, aber 
auch an Kunstwert und Wirkung stehen ihm nur wenige gleich. Nächst den 
Konzerten von Beethoven und Brahms, ist es das geistig bedeutendste, voll 
Poesie und Adel und, namentlich im Andante, von wunderbarem Wohlklang. 
Seine Wiedergabe setzt geistige Aufnahme des Inhaltes und vornehm musika- 
lisches Empfinden voraus. Bei allem Schwung, der ihm innewohnt, verbietet 
seine stilgemäße Interpretation jede brutale Bravour und das Überhetzen 



II. Konzerte, 



88 



des Tempos der Allegrosätze. Zwar ist der erste Satz mit »Allegro molto 
appassianato« bezeichnet, doch bezieht sich >molto appassianato« mehr auf 
den Ausdruck, als daß damit eine ungemessene Steigerung der Bewegung 
charakterisiert werden soll, bei welcher dieser Satz mehr flüchtigen als leiden- 
schaftlichen Ausdruck erhalten würde. Das Finale wird von Virtuosen, die 
daran nur ihre Technik zeigen wollen, häufig überjagt, von anderen dagegen 
zu schwerfällig vorgetragen. »Der leicht, wie ein Spiel neckender Geister« 
(Tottmann) dahinfliegende Satz ist frisch, ohne Zurückhaltung, aber auch ohne 
Übertreibung wiederzugeben. Die Stakkatos sind mit fliegender Leichtigkeit 
und absoluter Deutlichkeit auszuführen. Ebenso die mit leggiero bezeichneten 
Sechszehntelfiguren und besonders die in das Hauptthema zurückführende 
Stakkatopassage : 



^ ^f l^f f fu^laj. 



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Der ungemein zündende Schluß des Konzertes verträgt ein gewisses Drängen, 
doch ist auch hier Übertreibung vom Übel. 

Molique, Bernh., Op. 9. Konzert Nr. 2, Adur. (Breitkopf & 
Härtel.) 4.50 M. — Mit Orchester: 17 Stimmen je 30 Pf. 

— Op. 1Ö. Konzert Nr. 3, Dmoll. Bearbeitet von H. Petri. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

— Op, 21. Konzert Nr. 5, Amoll. Bearbeitet von Fr. Hermann 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M,, J. Dont (Hofmeister) 
1,50 M., C. Prill (Universal-Ed.) 1.50 M., H. Schradieck (Hof- 
meister) 1 .50 M., A. Schulz (Litolffj 1.50 M., H. Sitt (Peters) 1 .50 M. 

Seit Jahren begegnet man dem Namen >Molique« auf den Programmen 
der öffentfichen Konzerte nicht mehr. Vielen Geigern ist er fast fremd und 
die Konzerte — den Spohrschen geistesverwandt — sind ihnen ganz unbe- 
kannt. Das ist bei dem großen pädagogischen Werte der Werke zu verwun- 
dern und zu bedauern. Die Eigenart des Moliqueschen Passagenwesens und 
die sprungweise in höheren Lagen einsetzenden Figurengruppen enthalten so 
viel des Technisch- Fördernden, daß das Studium sehr anzuraten ist; umso- 
mehr, als den Konzerten vornehme Form eigen ist und sie rhythmisch Inter- 
essantes enthalten. Am besten werden sie nach Spohrs Konzerten studiert. 
Die hervorragendsten sind Nr. 2 und 3. 

Saint-Saens, Camille, Op. 61. Konzert Nr. 3, Hmoll. (Durand,) 
8 Fr. — Mit Orchester: Partitur 15 Fr., Stimmen 20 Fr. 

Für temperamentvolle Geiger mit schönem Ton ein effektvolles Kon- 
zert. — Nach vier Takten Tremolo im Orchester setzt das männlich kräftige 
Thema: 

6* 



84 



B. Solomusik. 



AUo. non troppo. 




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ein und findet im Verlaufe des Satzes interessante Verarbeitung, 
zweites, vornehm und warm klingendes gegenübergestellt : 



Ihm ist ein 



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dolce espressivo 

Die vorkommenden Passagen sind zwar »geigerisch«, fallen jedoch nicht direkt 
in die Finger; sie bedürfen der Übung. Der zweite Satz hat pastoralen Charakter; 



Andantino quasi Allegretto 




Er schließt mit einer, molto tranquillo vorzutragenden, längeren Flageolett- 
figuration, die von der Klarinette in einer tieferen Oktave unterstützt wird. 
Der dritte Satz bringt nach einer rezitativartigen Einleitung, die später auf 
einer Treraolounterlage wiederkehrt, das energisch schwungvolle Thema: 




Leider beeinträchtigen ein paar banale Stellen, die an den alten italienischen 
Opernstil erinnern, die künstlerische Wirkung dieses Satzes. 

Sinding, Christ., Op. 45. Konzert, Adur. (Hansen.) 7 M. ;^ 

Ein schönes und dankbares Konzert. Die üblichen drei Sätze sind orga- 
nisch miteinander verbunden, so daß dem »Allegro energico« das »Andante« 
unmittelbar folgt und diesem das rhythmisch äußerst pikante »Allegro giocoso<. 
Die Themen sind prägnant, die Kantilene ist sehr wohlklingend und die Passagen 
klingen brillant. 
— Op. 60. Konzert Nr. 2, Ddur. (Peters.) 3 M. 

Vielleicht ist dieses Konzert dem ersten noch überlegen. Von den drei 
breit angelegten Sätzen hinterlassen die beiden ersten den bedeutenderen Ein- 
druck. Die beiden Hauptthemen des ersten Satzes sind frisch und gesangvoll ; 
besonders anziehend erscheint das erste Seitenthema (Buchstabe B). Die Passagen 
sind brillant und dankbar. Die interessante Figuration bei den Buchstaben G 
und L erfordert Delikatesse und Geschmeidigkeit, die Episode bei G Energie 
und Bestimmtheit. Glücklich in der Erfindung und trefflich in der Arbeit ist 
der zweite Satz — Andante 3/4 Takt — gegen den der Finalsatz etwas ab- 
fällt. Er läßt Beziehungen zu den Konzerten von Brahms und Bruch erkennen, 
die man vorübergehend auch im ersten Satz wahrnehmen kann. 
Sinigaglia, Leone, Op. 20. Konzert, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 
6 M. — Mit Orchester: Partitur 12 M., 20 Stimmen je 60 Pf. 

Das Konzert erregt unbedingt Interesse durch den Schwung und die 
künstlerische Verarbeitung seiner Themen. Die technischen Anforderungen, 
die es an den Spieler stellt, sind keine ungewöhnlichen, da die Figuration 



II. Konzerte. 85 

violingemäß und frei von Problemen ist. Das Adagio setzt mit einem sehr 
gesangvollen Thema ein, zu dem der erregtere Mittelsatz gut kontrastierend 
■wirkt. Zur entsprechenden Wiedergabe des letzten Satzes ist eine erhebliche 
Bogengewandtheit erforderlich. 

Sitt, Hans, Op. M. Konzert, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 9 M. 
— Mit Orchester: Solovioline 3 M., 24 Stimmen je 60 Pf. 

Ein sowohl zum öffentlichen Vortrage, wie zum Studium geeignetes Kon- 
zert. Die Erfindung ist ansprechend, die Passagen sind schwungvoll und durch- 
aus violingemäß. In der wirkungsvollen Kadenz des ersten Satzes findet das 
Arpeggio reiche Verwendung. Der langsame Satz ist gesangvoll. Das mit 
Verve vorzutragende Finale — >Tarantelle« — , in dem für einige Stellen 
zwei verschiedene Fassungen notiert sind, bildet einen flotten Schluß des 
Ganzen. 

Spohr, L., Op. 7. Konzert Nr. 3, Gdur. Bearbeitet von H. Petri. 
(Volksausgabe von Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

— Op. 28. Konzert Nr. 6, Gmoll. Revidiert von H. Sitt (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., F. David (Peters) 1.50 M., 
H. Petri (Universal-Ed.) 1.50 M., E. Kross (Schott), Violinstimme 
allein, 80 Pf., L. Auer (Litolff) 1.50 M. 

— Op. 38. Konzert Nr. 7, Emoll. Revidiert von H. Sitt (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., F. David (Peters) 1.50 M., H. 
Petri (Universal-Ed.) 1.50 M., L. Auer (Litolff) 1.50 M., E. Kross 
(Schott) Violinstimme allein 80 Pf. — Mit Orchester: 18 Stimmen 
(Breitkopf & Härtel) je 30 Pf. 

— Op. 47. Konzert Nr. 8, Amoll, in Form einer Gesangszene. Re- 
vidiert von H. Sitt (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., F. 
David (Peters) 1.50 M., H. Petri (Universal-Ed.) 1.50 M., L. Auer 
(Litolff) 1.50 M., E. Kross (Schott) Violinstimme allein 80 Pf. — 
Herausgegeben von H. Marteau, mit einer zweiten Violine von H. 
Leonard (Steingräber) 1.80 M. — Mit Orchester: 12 Stimmen 
(Breitkopf & Härtel) je 30 Pf. 

— Op. 55. Konzert Nr. 9, Dmoll. Revidiert von H. Sitt (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., F. David (Peters) 1.50 M., 
H. Petri (Universal-Ed.) 1.50 M., L. Auer (Litolff) 1.50 M., E. Kross 
(Schott) Violinstimme allein 80 Pf. — Mit Orchester: 24 Stimmen 
(Breitkopf & Härtel) je 30 Pf. 

— Op. 70. Konzert Nr. 11, Gdur. Revidiert von H. Sitt (Volks- 
ausgabe (Breitkopf & Härtel) 1.50 M., H. Petri (Universal-Ed.) 
1 .50 M., F. David (Peters) 1.50 M., L. Auer (Litolff) 1 .50 M., E. Kross 
(Schott) Violinstimme allein 80 Pf. — Mit Orchester : 18 Stimmen 
(Breitkopf & Härtel) je 30 Pf, 

— Op. 79. Konzert Nr. 12, Adur (Concertino). Revidiert von H. 
Petri (Volksausgabe Breilkopf & Härtel) 1.50 M., Steger (Peters) 
1.50 M., E. Kross (Schott) Violinstimme allein 80 Pf. 

— Op. 92. Konzert Nr. 1 3, Edur (Concertino H). (Breitkopf& Härtel.) 
2.50 M. — Mit Orchester: 16 Stimmen, je 30 Pf. 

— Op. 110. Konzert Nr. 14, Amoll. »Sonst und Jetzt«. (Con- 



86 B. Solomusik. 

certino IIl.) Revidiert von E. Kross. (Schott.) Violinstimme allein 

80 Pf. 
Spohr, L., Op. 128. Konzert Nr. 15, Emoll. Ausgabe von J. Dont. 

(Schuberth.) 1.50 M. 

Siehe über Spohrs Konzerte Stufe Va. 
Tirindelli, P. A. Konzert, G moll. (Ricordi & Co., Mailand.) 3.20 M. 
Ein ganz modern gehaltenes und trotz seines dekorativen Beiwerkes ernst 
zu nehmendes Konzert, dem virtuose Geiger, aber auch nur solche, zu einem 
Erfolg verhelfen können. Der dritte Satz bietet im Zusamraenspiel einige 
rhythmische Schwierigkeiten. 
Vieuxtemps, H., Op. 10. Konzert Nr. 1, Edur, revidiert von 

A. Wilhelmj. (Schott.) 2 M. — Mit Orchester: Stimmen 9 M. 

— Op. 1 9. Konzert Nr. 2, Fis moll. (Peters.) 1 .50 M. — MitOrchester : 
Stimmen (Schuberth) 13.50 M. 

— Op. 25. Grand Goncerto, Adur. (Kistner.) 9 M. — MitOrchester 
19 M. 

— Op.31. Konzert Nr. 4, D moll. (Andre.) 9.50 M. — Mit Orchester : 
Partitur 15 M., Stimmen 13 M. Daraus: Adagio religioso 1.80 M. 

Die Konzerte von Vieuxtemps stehen bei den Violinisten in hohem Ansehen 
und nehmen in der Literatur des Instrumentes einen ehrenvollen Platz ein. 
Reich an virtuosen Effekten, voll Leben und Feuer, erfordern sie eine durch- 
gebildete Technik und völlige Beherrschung des Bogens. Die im Charakter 
wechselnde, häufig ungemein eindringliche, manchmal etwas sentimentale Kanti- 
lene verlangt vollendete Tongebung, Wärme und Innigkeit. Die Erfindung ist 
originell, die Themen sind packend. Die Gestaltung der Solostimme ist sehr 
wirksam, die Begleitung sehr geschickt gemacht und manchmal von thematischer 
Bedeutung. Die Orchestration ist von großem Wohlklang und enthält reizvolle 
Klangkolorite. Außer den vorstehend genannten Konzerten existieren von 
Vieuxtemps noch die Konzerte Op. 37 Amoll, Op. 47 Gdur und Op. 49 Adur. 
Die beiden letzteren sind nach dem Tode des Komponisten erschienen. Op. 37 
ist von H. Marteau, mit einer zweiten Violine versehen, neu herausgegeben 
■ (Steingräber 2 M.) 

Weber, Jos. Miroslaw, Konzert G-moU. (Universal-Ed.) 5 M. — 
Mit Orchester: Partitur 20 M., Stimmen 20 M. 

Der Komponist hat dieses Konzert »Allen Vorurteilslosen« gewidmet. Man 
findet in dem Werk manches Interessante. Sehr stimmungsvoll ist der lang- 
same Satz >Idylle«. Die Allegrosätze müssen mit Schwung und technischer 
Überlegenheit vorgetragen werden. 

Wieniawski, Henry, Op. 22. Konzert Nr. 2, Dmoll. Bearbeitet 
von A. Wilhelmj (Schott) 1.50 M., R. Hofmann (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel) 1.50 M., H. Sitt (Eulenburg) 1.50 M. — Mit 
Orchester (Schott): Partitur 6 M., Stimmen 9 M. 

Ein der guten Virtuosenmusik beizuzählendes Werk von temperament- 
vollem Charakter, bildend für Ton und Technik. Zum Vortrag gehört Wärme 
in der Kantilene und Schwung in den Passagen, von denen einige ein brillantes 
Stakkato verlangen. Der zweite Satz, eine Romanze, (einzeln [Schott] 1.20 M.) 
schließt sich dem ersten an, kann aber trotzdem einzeln vorgetragen werden 
und wirkt durch melodiöse Innigkeit. Den dritten Satz leitet eine kadenzartige 
Introduktion ein, die später verkürzt wiederkehrt und den Charakter dieses 
Satzes >alla Zingara« bereits andeutet. Für Geiger mit virtuoser Technik und 
gewandter Bogenführung ein sehr effektvolles Konzert, dessen Begleitung schön 
gearbeitete Stellen aufweist. 



1 



II. Konzerte. 



87 



Stufe Via. 

Brahms, J., Op. 77. Konzert, Ddur. (Universal-Ed.) 5 M. — Mit 
Orchester (Simrock): Partitur 20 M., Stimmen 18 M. — Kadenzen 
dazu: T. Aulin, A. Bachmann, Besekirsky, Marchot (Simrock) je 1 M. 
Wie Beethovens Violinkonzert ist auch das Konzert von Brahms sinfonisch 
gestaltet, Solostimme und Orchester bilden gleichwertige Teile des bedeutsamen 
Ganzen. Nach einer Orchestereinleitung, die den thematischen Inhalt ausführ- 
lich darstellt, setzt die Solovioline mit einer längeren Passage in Dmoll ein 
und trägt danach das Haupthema vor. 



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Ällo ma non troppo. 



fe^Ji 



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■^ t 

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Diesem folgt das zweite Thema, ein sanft bewegter Gesang (später in Fismoll): 



1 



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Auf eine Episode von großer Schönheit, die später in D moll wiederkehrt 



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folgt in starkem Kontrast das Nebenthema 



^^m^^^W^ 



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dem nach einem Tutti, das von Amoll über Cdur nach Gmoll leitet, ein 
neues Thema, das im Orchester zur vollen Entfaltung gelangt, folgt: 



^^ 



^^^^^^^ 



f poco espress. 



B. Solomusik. 



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5=^rf^ ^ 



Den zweiten Satz >Adagio<, eröffnet eine von der Oboe vorgetragene Kantilene: 



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^ 



^E^ 



nach welcher die Solovioline eintritt: 



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^ 



8\* 



^qS S=fe g 






Der Mittelsatz 



g^ 




/ piü largamente 

miger einschmeicheh 
em Hauptthema 

Ällo giocoso, ma non troppo vivace. 



ist zwar etwas weniger einschmeichelnd, bleibt aber im Rahmen der Stimmung 
des Satzes. Mit dem Hauptthema 



1 



* 



^=^ 






beginnt die Solovioline den dritten Satz. Nach einem Tutti tritt ein leiden- 
schaftliches Seitenthema auf, 



das noch einmal in Gdur erscheint. Inzwischen kommt ein zweites Neben- 
thema im 3/^-Takt zu Gehör: 



&& 



pt<Lr;M^:^^ 



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r-ß- 



'^ 



Eine Coda >Poco piü presto« beschließt das Konzert. 

Nur ganz hervorragende Geiger, die im Stande sind den musikalischen 
Gehalt dieses Meisterwerkes zu erschöpfen, dürfen sich an seine Wiedergabe 
wagen. 



II. Konzerte. 89 

Ernst, H. W. , Op. 23. Konzert (Allegro path^tique), Fismoll 
Bearbeitet von A. Eibenschütz (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 
1.50 M., Ed. Singer (Litolff) 1.50 M., A. Hilf (Peters) 1.50 M., H. 
Sitt (Eulenburg) 1.50 M., A. Moser (Universal-Ed.) 1.50 M. — Mit 
Orchester: 21 Stimmen (Breitkopf & Härtel) je 30 Pf. 

Geigern, die durchgebildete Technik und schwungvollen Vortrag besitzen, 
ein sehr zu empfehlendes Konzert, das sich durch Wärme der Empfindung 
und vielseitig wechselnde Stimmung auszeichnet. Ist es auch nicht von blen- 
dender Wirkung, so bringt es doch bei vollkommener Überwindung der erheb- 
lichen technischen Schwierigkeiten einen sicheren Erfolg. 

Hille, Gustav, Op.40. Konzert, Cdur. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 
— Das Orchestermaterial ist abschriftlich zu haben. 

Das Konzert ist mehr eine Etüde in Konzertform und als solche mit be- 
deutendem Nutzen für das Doppelgriffspiel zu gebrauchen. 
Joachim, Jos., Op. 3. Konzert (in einem Satz), Gmoll. (Breit- 
kopf & Härtel.) 4.50. — Mit Orchester: 22 Stimmen je 30 Pf. 
— Op. 11. Konzert in ungarischer Weise, Gmoll (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel) 9 M. — Mit Orchester: Partitur 15 M., 19 
Stimmen je 60 Pf. 

Beide Konzerte wenden sich trotz ihrer großen technischen Schwierigkeiten 
keineswegs an solche Geiger, die nur Virtuosen sind. Die gediegene Rich- 
tung, welcher Joachim reproduzierend angehörte, bringt er in diesem Werke 
produktiv zum Ausdruck. Nur Geiger, die mit durchaus zuverlässiger Technik 
ein musikalisch gebildetes Auffassungsvermögen verbinden, sind zur lebensvollen 
Wiedergabe dieser Konzerte — namentlich des erstgenannten — geeignet. 

Karlowicz, Mieczyslav, Op. 8. Konzert, Adur. (Schlesinger.) 
8 M. — Mit Orchester: Partitur 20 M., Stimmen 20 M. 

Ein zwar sehr schwieriges, aber durch seine interessante Erfindung und 
gute Gestaltung fesselndes Konzert, dessen eindrucksvolle Kantilene und ener- 
gische Rhythmik bei lebensvollem Vortrage eine gute Wirkung erzielen. 

Lipinski, Karl, Op. 21. Concert Militaire, Ddur. Bearbeitet von 
A. Eibenschütz (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., Solo- 
stimme, bezeichnet von David, 1 M., F. Hermann (Peters) 1.50 M., 
A. Schulz (Litolff) 1.50 M., C. Prill (Universal-Ed.) 1.50 M., H. Sitt 
(Eulenburg) 1.50 M. Daraus der erste Satz (Allegro) frei bear- 
beitet von A. Wilhelmj (Breitkopf & Härtel) 2.50 M. — Mit Or- 
chester: 23 Stimmen (Breitkopf & Härtel) je 30 Pf. 

Von den 4 Konzerten Lipinskis hört man nur hin und wieder dieses 
zweite, und von diesem auch nie mehr als den ersten Satz. Die Erklärung 
hierfür ist in der lockeren Form und und dem vielfach veralteten Passagen- 
duktus zu suchen. Diesen Mängeln gegenüber kann der glänzende, schwung- 
volle Charakter der Kompositionen sie nicht vor dem Vergessenwerden bewahren. 
Sieht man von den beregten Mängeln ab, die übrigens im Militärkonzert nicht 
so zu Tage treten, so ist dieses, und namentlich der erste Satz, noch heute 
ein wirksames Konzertstück, sobald es mit breitem Ton und virtuosem Zug 
vorgetragen wird. Für das Studium bietet es ausgezeichnetes Material zur 
Ausbildung schwunghafter Virtuosität. 

Paganini, N., Op. 6. Konzert Nr. 1, Ddur. Für Violine allein 
von F. David (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 M., mit Piano- 
forte von A. Eibenschütz (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 .50 M., 
A. Schulz (Litolff) 1.50 M., E. Becker (Peters) 1.50 M., J. Hubay 



90 B- Soloniusik. 

(Universal-Ed.) 1.20 M. — Mit Orchester: 23 Stimmen (Breitkopf 
& Härtel) je 30 Pf. — Satz I (Allegro) frei bearbeitet und mit 
Kadenzen versehen von G. Besekirsky (Schott) 1.50 M. Derselbe 
frei bearbeitet von A. Wilhelmj (Simrock) 3 M,, Partitur 6 M., 
Orchesterstimmmen 8 M. — Kadenzen: Gernicchiaro (Schuberth) 
1 M., A. Hartmann (Hansen) 1.25 M. 

— Op. 7. Konzert Nr. 2, HmoU (La Glochette). Für Violine allein, 
bezeichnet von F. David 1 M. Mit Pianoforte bearbeitet von Ph. 
Scharwenka (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 3 M. 

Paganinis Konzerte sind durchaus Virtuosenmusik, sie stellen die höchsten 
Ansprüche an die technische Leistungsfähigkeit des Spielers. Breit angelegt 
und mit virtuosen Finessen reichlich ausgestattet, sind sie für diesen nicht 
ohne künstlerischen Reiz. Man begegnet Momenten, die durch dramatischen 
Zug fesseln und bei entsprechender Wiedergabe nicht ohne Wirkung bleiben. 
Die Themen sind prägnant, die Kantilene ist häufig von eindringlich leidenschaft- 
lichem Charakter. Der Vortrag der Konzerte, wie der Paganinischen Kompo- 
sitionen überhaupt, verlangt Temperament und jene sieghafte Verve, die 
Paganini eigen war. Der Eindruck, den sein Vortrag machte und der Enthu- 
siasmus, den er entfesselte, waren nach den Berichten seiner Zeitgenossen 

— auch der ernstesten Musiker — ungeheuer. Leider konnte er seinen 
Nachfolgern nicht den geistigen Funken hinterlassen, der alle seine erstaunhchen 
Leistungen beseelte. Wohl hören wir noch heute einige seiner Werke tech- 
nisch tadellos, doch ohne den Esprit, der ihnen Leben geben könnte. Es ist 
bekannt, daß Paganini, um die Sologeige vor den andern Geigen des Orchesters 
hervortreten zu lassen, sein Instrument einen halben Ton höher einstimmte, 
als die Orchesterstimmung war. Er vermochte somit in den glänzenden Ton- 
arten D- und Adur zu spielen, während das Orchester in den weniger hellen 
Tonarten Es- und Bdur begleitete. — Das am wenigsten gelungene bei Paga- 
ninis Konzerten ist die Begleitung. Die Orchestration wirkt, obwohl sie einige 
interessante instrumentale Effekte enthält, in der Begleitung einförmig und im 
Tutti häufig lärmend. 

Die freie Bearbeitung des ersten Konzertes durch Wilhelmj ist zwar mu- 
sikalisch vorzüglich, respektiert aber nicht genügend die Eigenart des Originals. 
Säur et, E., Op. 26. Konzert, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) Mit 
Pianoforte bearbeitet von A. Hörn 9 M. — Mit Orchester: Partitur 
9 M., 23 Orchesterstimmen je 60 Pf. 

Für Geiger mit ausgiebiger Technik und warmer Empfindung ein dank- 
bares Werk, das auch für das Studium zur Erlangung virtuoser Abgeschliffen- 
heit und Eleganz zu empfehlen ist. 

Sibelius, Jean, Op. 47. Konzert, Dmoll. (Schlesinger.) 7.50 M. — 
Mit Orchester: Partitur 18 M., Stimmen 30 M. 

Musik von starker Eigenart und bedeutender Ausdrucksfähigkeit. Das Kon- 
zert stellt an die Spielkunst des Vortragenden die größten Anforderungen und 
kaum geringere an die Begleitung. Ist es auch kein Werk, das Aussicht hat populär 
zu werden, so stellt es doch einem Geiger, der neben vollendeter Technik ein 
hervorragendes Darstellungsvermögen besitzt, eine interessante Aufgabe. 
Tschaikowsky, P., Op. 35. Konzert, Ddur. Bearbeitet von 
A. Hilf (Volksausgabe Breitkopf & Härtel), Felix Berber (Univer- 
sal-Ed.), Fr. Hermann (Peters), H. Petri (Steingräber) je 1.50 M., 
H. Sitt (Eulenburg) 2 M. — Mit Orchester: Partitur 15 M., Taschen- 
ausgabe 2 M., Stimmen (Rahter) 22.50 M. 

Ein groß angelegtes Werk von musikalischem Gehalt. Die Themen sind 
originell erfunden und sowohl in der Solostimme, wie im Orchester künstlerisch 



I 



III. Vortragsstücke uud Sonaten für eine Violine ohne Begleitung. 91 

durchgeführt. Der mit Aplomb vorzutragende erste Satz bietet ganz erhebliche 
Schwierigkeiten, selbst für Künstler von Bedeutung. Er enthält einige Stellen, 
die nur mit vollendeter Bogengeschicklichkeit wohlklingend wiederzugeben sind. 
Den wirksamen Gegensatz bildet das Andante — >Canzonetta€ — , von dem 
das Orchester mit einem Modulationssatz zum Finale überleitet, einem feurigen, 
fast wilden Allegro vivacissimo mit nationalem Einschlag. Nach einer kurzen 
Introduktion nimmt die Solovioline das Thema dieses Satzes in der Art einer 
Improvisation auf der Dominante auf und bringt es danach regelrecht in der 
Haupttonart. Für Geiger, die souverän über ein ausgereiftes »Können« gebieten, 
ein effektvolles Konzert. 

White^ J. Jesse, Hedwig-Konzert, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
4.50 M. — Mit Orchester: Partitur 15 M., 22 Stimmen je 30 Pf. 
Ein schwieriges Konzert. Ausgedehnte Doppelgriffstellen und Arpeggio- 
figurationen verlangen eine durchgebildete Technik und setzen bedeutende 
Spannweite der Hand voraus. Die künstlerische Verarbeitung zeigt einige 
>Längen<, in denen allerdings virtuose Effekte zur Geltung gebracht sind, die 
nicht ohne Wirkung sind. 

Wieniawski, H., Op. 14. Konzert Nr. 1, Fismoll. Bearbeitet 
von R. Hofmann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1,50 M., neue 
Ausgabe von J. Man^n (Hofmeister) 1.50 M., bearbeitet von E. 
Sauret (Schott) 1.50 M. 

Ein sehr schwieriges, nur von hervorragenden Technikern zu meisterndes 

Konzert. An musikalischem Wert steht es hinter dem zweiten Konzert zurück. 

Joachim-Moser, Vortragsstudien, Violinschule HI. Teil. (Simrock.) 
10 M. 

Der Band enthält folgende Konzerte: Bach, Amoll und Doppelkonzert, 
Dmoll, Viotti Nr. 22, Kreutzer Nr. ^9, Rode Nr. 10 und 11, Mozart Nr. 4 
Ddur, Nr. 5 Adur, Beethoven, Mendelssohn, Brahms, Spohr, Gesangs- 
szene. Ferner die Adur-Sonate von Händel, die Teufelstrillersonate von 
Tartini und die beiden Romanzen von Beethoven. Zu jedem dieser Werke 
hat einer der beiden Herausgeber eine Einleitung geschrieben und Joachim 
Kadenzen. Die beiden Sonaten sind mit einer von Joachim auf Grund des 
bezifferten Basses hergestellten Klavierbegleitung versehen. Voran gehen diesen 
Werken 10 Aufsätze von Moser über den Vortrag. 



III. Vortragstüclte und Sonaten für eine Violine ohne 

Begleitung. 

Stufe I. 
Hillgenberg, Rieh., Op. 8. Frühliche Musikanten. Sammlung 
leichter und instruktiv geordneter Stücke. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 1.50 M. 

Die Stücke sind genau bezeichnet und mit theoretischen Erläuterungen 
versehen. (Klavierbegleitung nach Belieben.) 

Hopfe, Jul., Op. 70. Die Ermunterung im Violinspiel. (Schlesinger.) 
Heft I bis IV je 1 M. 

Sammlung beliebter Volkslieder und Opernmelodien. 
Schmitt, Jac. , Musikalisches Schatzkästlein. Beliebte Melodien. Rev. 
und mit Fingersatz versehen von K. Klausner. (Schuberth.) 1 .40 M. 
Die Stückchen sind progressiv geordnet; ihr Schwierigkeitsgrad erstreckt 
sich bis auf Stufe II. 



92 B- Solomusik. 

Wahls, Heinr., Für junge Geiger. Eine progressiv geordnete 
Sammlung von Volks-, Opern- und Tanzmelodien. (Kahnt.) 2 Hefte, 
je 50 Pf. 

Stufe la. 

Hermann, Fr., Op. 19, Miniaturen. 20 leichte Stücke. (Breit- 
kopf & Härtel.) Heft I 2 M. 

Hübsche, angenehm zu spielende Stücke. Nr. 8, Humoreske, ist eine Studie, 
im 5/4-Takt. 

Wahls, Heinr., 22 Stücke berühmter Meister. (Kahnt.) 2 Hefte, 
je 50 Pf. 

Gut gewählte kurze Stücke. 

Stufe Ha. 

Hermann, Fr., Op. 19. Miniaturen. 20 leichte Stücke. (Breit- 
kopf & Härtel.) Heft H 2 M. 

Diese Stücke dienen zur Entwickelung der Tonbildung, der Bogenführung 
und des Vortrages. 

Stufe IV. 

Baille, Gabriel, Op. 90. Moto perpetuo. Caprice de Concert. 
(Costallat-Paris.) 6 Fr. 

Eine gute Studie für den geworfenen Arpeggiostrich über drei Saiten. 

Stufe V. 

David, F., Konzertstudien. Revidiert und bezeichnet von H. Petri. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 Hefte, je 2 M. 

HeftI enthält Viotti, Konzerte Nr. 23, 28, 29 und 22; Heft H Rode, Kon- 
zerte Nr. 4, 6, 7 und 8; Heft III Kreutzer, Konzerte Nr. 13, U, 18 und 19. 

Stufe Va. 

David, F., Op. 43. Suite. Revidiert und bezeichnet von H. Petri. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. 

Ein dankbares zum öffentlichen Vortrag geeignetes Werk. 

Karg-Elert, Sigfrid, Op. 89. Partite I, Ddur. Ouvertüre, Sara- 
bande, Ritornello, Air, AUa Giga. (Simon.) 1.80 M. 

Kross, E., Praktischer Unterrichtsstoff. Solobuch. Eine Sammlung 
berühmter Solosätze alter und neuer Meister. (Bosworth.) Heft I 
1.50 M. 

Sauret, E., Op. 68. Suite. (Zimmermann.) 2 M. 
Sehr übend, auch zum Vortrag geeignet. 

Stufe VI. 

Barth, Rieh., Op. 10. Partita (Adagio, Fuga, Allemande, Menuet 
I und II, Aria, Gigue). (Schott.) 1.80 M. 

Der Komponist hat sich offenbar die Bachschen Sonaten zum Vorbild ge- 
nommen. Daß Brahms die Widmung des Werkes angenommen hat, kenn- 
zeichnet seinen Wert. 



III. Vortragsstücke und Sonaten für eine Violine ohne Begleitung. 93 



Kross, E., Praktischer Unterrichtsstoff. Solobuch. Werke von 
Kreutzer, Spohr, Molique, Bach, Eller, Paganini. (Bosworth.) 
Heft IV 1.50 M. 

Einzelne Sätze davon können schon auf der vorigen Stufe gespielt werden, 

während andere auf Stufe Via gehören. 

Lubin, L. de St., Adelaide von Beethoven. In Form einer Etüde 
(Schuberth.) \ M. 

Die Bearbeitung ist in der Art gemacht, wie Ernst Schuberts Erlkönig 
für die Violine übertragen hat. (Siehe Stufe Via.) In der Fassung, die Beet- 
hoven seiner Komposition gegeben hat, liegt es, daß Lubins Bearbeitung mit 
mehr Wohlklang wiederzugeben ist. 

Stufe Via. 

Bach, Joh. Seb., 6 Sonaten oder Partiten für Violine allein. Prak- 
tische Ausgabe der Bachgesellschaft, 2 Hefte je \ M (Breitkopf 
& Härtel). Ausgabe Biehr (Steingräber) 2 Hefte je 1.50 M., 
F. David (Kistner) 2 Hefte je 3 M., J. Hellmesberger (Peters) 
1.50 M., F. Hermann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., 
Joachim-Moser (Bote & Bock) 2 Hefte je 3 M., E. Kross (Schott) 
1.50 M., A. Schulz (Litolff) 1.50 M., A. Rose (Universal-Ed.) 1.50M. 
— Dieselben Sonaten mit Pianofortebegleitung von R. Schumann 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 4.50 M., jede Sonate einzeln 
1 M. — Daraus: Ghaconne mit Pianoforte von Schumann oder 
Mendelssohn 1 M., (Peters) 1.50 M. Dieselbe mit Pianoforte von 
A. Wilhelmj (Schlesinger) 3 M. Das Präludium aus der 6. Sonate 
mit Pianoforte von G. Holländer (Roh. Forberg) 2 M. 
(Siehe auch die Vortragsstücke Stufe Via.) 

Für jeden Geiger ernster Richtung bedeuten diese Sonaten einen Höhe- 
punkt in der Literatur seines Instrumentes. In technischer und geistiger Be- 
ziehung stehen sie allen Werken dieser Art voran. Ihre Wiedergabe verlangt 
daher einen technisch und musikalisch durchaus reifen Künstler, der über ab- 
solut sichere Intonation gebietet und im Stande ist, die oft recht schwierigen 
Doppelgriffe mit edlem, vollem Ton erklingen zu lassen. Die Sonaten bilden 
in gewissem Sinne eine Grenzscheide zwischen talentierten und darüber hinaus 
begabten Geigern; nur von letzteren ist ein Ausschöpfen des musikalischen 
Gehaltes dieser polyphonen Wundergebilde zu erwarten. 

Um den Fluß der Gedanken an den Stellen, wo bei Mehrstimmigkeit die 
Melodie unten oder in der Mitte liegt, erkennbar zu lassen, bedarf es häufig 
einer besonderen Spielmanier. In der Ghaconne z. B. geht das Melos der Stelle 



$^m 




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7 






verloren, wenn der Bogen, wie es 
sonst schulgerecht ist, nach dem 
Anstreichen der Akkorde auf dem 
oberen Ton weitergeführt wird. 
Die Bewegung der Melodie erscheint 
dann so, 



94 



B. Solomusik. 




•während sie so gehört werden soll: 



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^SS 



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muß man die Akkorde 



Um das Melos dem Hörer verständlich zu machen, 
mit geringem Bogenverbrauch anstreichen, den Bogen darauf schnell, ohne ihn 
anzuhalten, auf den eigentlichen Melodieton zurücklegen und auf diesem weiter- 
führen. 




Bei genauem Lesen läßt die Art, wie 
Bach die Notierung gestaltete, solche 
Stellen unschwer erkennen. 



An Stellen, wo eine Folge von dreistimmigen Harmonien auftritt, 

n V n n v^ 



=fF=?= 



•7- 



^ -0- 

erhält die Klangwirkung eine Verstärkung, wenn die Ausführung mit breiten, 
wuchtigen Strichen in der Nähe des Griffbrettes geschieht, damit alle drei 
Saiten gleichzeitig erklingen. — Von den angeführten Ausgaben steht die von 
Joachim-Moser obenan, wenn in ihr auch die rein violintechnischen Bezeich- 
nungen nicht so freigebig angebracht wurden, wie in anderen. Das Vorwort 
ist nicht nur lesens-, sondern auch beherzigenswert. Die Notierung geschah 
auf zwei Systemen, deren unteres die Originalfassung gibt. 

Einen hervoragenden Schmuck bildet das Autograph Bachs (das Adagio der 
ersten Sonate) in photographischer Nachbildung. — Eine ebensfalls vorzügliche 
Ausgabe ist die von David, deren Verdienst es ist, die Sonaten zuerst allge- 
meiner bekannt gemacht zu haben. Sie ist ebenfalls auf zwei Systemen notiert. 
Sehr sorgfältig bezeichnet und mit Anmerkungen versehen ist die Ausgabe von 
Kroß. Die Ausgabe von Biehr, deren Vorwort bei ihrer Benutzung zu beachten 
ist, sei namentlich denen empfohlen, die sich mit den >geigerischen« Ausfüh- 
rungen des Bachschen Stiles vertraut machen wollen. Fingersatz und Vor- 
tragsbezeichnungen sind überreich angebracht. 

Es ist überaus interessant und belehrend, die verschiedenen Ausgaben 
kennen zu lernen und miteinander zu vergleichen. 

David, F., Violin-Konzerte neuerer Meister. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) 3 M. 

Inhalt: Beethoven, Op. 61, David, Op. 35, Ernst. Op. 23, Lipinsi, Op. 21, 
Mendelssohn, Op. 64 und Paganini, Op. 6. 
Eichler, F. W.,Op. 4. Vier Lieder ohne Worte. (Schuberth.) 1.50 M. 

Sehr schwierige, jedoch nicht uninteressante Violinstücke in Doppelgriffen, 
die bei guter Ausführung nicht schlecht klingen. 



IV. Konzerte u. Vortragsstücke für zwei u. mehr Violinen mit Begleitung. 95 

Eller, L. , Op. 22. Don Juan (de Mozart). Serenade, Menuet, 
Contredanse et Menuet reunis. 3 Transpositionen. (Schuberth.) \ M. 
Nur für hervorragende Techniker. Besondere Schwierigkeiten bietet die 
dritte Transposition, in der, wie in Mozarts Partitur, zwei Taktarten mitein- 
ander verbunden sind. Die Ausführung nötigt den Spieler zu ungewöhnlichen 
Finger- und Bogenmanövern, z. B. 




Ernst, H. W. , Op. 26. Erlkönig von Schubert. Grand-Caprice. 
(Cranz.) 1.50 M. 

Der Bearbeiter hat neben der Gesangstimme auch die Klavierpartie — 
soweit als möglich — auf die Violine übertragen. Daraus ist ein BravouKstück 
entstanden, das kaum bei vollendetster Ausführung wohlklingend sein dürfte. 
Karl-Elert, Sigfrid, Op. 88. Sonate I, EmoU. (Simon.) 2 M. 

Ein wertvolles Werk für hervorragende Geiger. 
Paganini, N., Duo für eine Violine allein (Schlesinger) 50 Pf. 

Das Stück ist auf zwei Zeilen notiert. Auf der oberen steht die Melodie, 

auf der unteren die durch Pizzikato mit der linken Hand auszuführende Begleitung. 

— Introduction et Variations sur le theme »Nel cor piü non mi 

sento« (Schlesinger) 1.50 M., (Schott) 50 Pf. Bearbeitet von A. 

Wilhelmj. (Schott.) 1.50 M. 

Für Techniker ersten Ranges ein Effektstück. 
Reger, Max, Präludium und Fuge, Hmoll. (Bote & Bock.) 2 M. 



IV. Konzerte und Tortragsstücke für zwei und mehr 
Tiolinen mit Begleitung. 

Stufe I. 

Schultz, Edwin, Op. 188. Vier kleine Stücke für zwei Violinen 
mit Harmonium. Nr. 1. Andantino, Gdur. Nr. 2. Allegretto mo- 
derato, Fdur. Nr. 4. Allegretto, Amoll. (Simon.) Je 1.80 M. 

Stufe la. 

Brunner, Ed., Op. 71. Sonatine, Gdur, für 2 Violinen und Piano- 

forte. (Simon.) 3 M. 
Kross, E., Morceaux cölebres. Duett-Album. (Bosworth.) Heft I 
und n, je 2.50 M. 

Kurze und längere Stücke von Campagnoli, Mazas, Pleyel, Spohr. Für 
den Unterricht genau bezeichnet. 

Müller, Otto, Op. 28. Rondino. Für 2 Viol. u. Pianoforte. (Kahnt.) 
1.50 M. 

Vortrefflich zur Übung im Zusammenspiel. 



96 B. Solomusik. 

Nürnberg, Herrn., Op. 363. Die strebsamen Violinduettisten. 
5 Hefte. (Kahnt.) Heft HI 2.25 M., alle übrigen Hefte je 2 M. 
Eine Sammlung stufenweise fortschreitender beliebter Melodien, Volks- 
liedern und Opernstücken mit Pianoforte. 

Pleyel, J., Op. 8. 6 leichte Duette. Für 2 Violinen u. Pianoforte, 
bearbeitet von 0. Taubnaann, Violinen bezeichnet von A. Hecker. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

W^ohlfahrt, Fr., Op. 81. Trios für 2 Violinen und Pianoforte. 
(Rob. Forberg.) Nr. 1, Gdur, 2 M. Nr. 2, Fdur, 1.50 M. 
Diese leichten und instruktiven Trios sind sehr zu empfehlen. 

Stufe n. 

Born er, A., Op. 36. Zur Geburtstagsfeier. Marsch für 3 Violinen 

mit Pianoforte. (Leuckart.) 1.80 M. 
Brunner, Ed., Op. 94. Freud und Leid, Ddur, für 3 Violinen und 

Pianoforte. (Simon.) 2 M. 

— Op. 95. Der neckische Kobold, Amol!, für 3 Violinen und Piano- 
forte. (Simon.) 2 M. 

— Op. 96. Jugendlust, Adur, für 3 Violinen u. Pfte. (Simon.) 2.50 M. 

Gute Übungen im Zusammenspiel. 

B u 1 1 , 1 e , Solitude sur la Montagne. Harmonisiert von J. S. Svendsen, 
für zwei Violinen und Harmonium eingerichtet von A. Reinhard. 
(Hansen.) 1.50 M. 

Corelli, A., Op. 4. 6 Kammer-Sonaten für 2 Violinen und Viola 
oder Cembalo Mit Klavierbegleitung, Vortragszeichen, Bogen- 
strich und Fingersatz versehen von G. Jensen. (Schott.) 3 M. 

Gilis, Ant., Duo martial. Für 2 Viol. u. Pianoforte. (Junne.) 1.50 M. 
Von energischem Rhythmus. 

Nürnberg, Herm., Op. 363. Die strebsamen Violinduettisten. 
Für 2 Violinen u. Pianoforte. Heft VI. (Kahnt.) 2 M. 

Purcell, Henry, Goldene Sonate für 2 Violinen mit beziffertem 
Baß. Mit Klavierbegleitung von G.Jensen. (Schott.) 1.50 M. 

— Sonate I Bmoll, Sonate HI Amoll, Sonate VII Gdur. Nach den 
Originalen bearbeitet von G. Jensen. (Schott.) Je 1 M. 

Schultz, Edwin, Op. 188. Vier kleine Stücke für 2 Violinen mit 
Harmonium. Nr. 3. Allegro moderato, Gdur. (Simon.) 1.80 M. 

Weber, F., Op. 15. Trio facile, Fdur, für 2 Violinen und Piano- 
forte. (Schott.) 2.50 M. Die einzelnen Sätze: Maestoso und An- 
dantino 80 Pf., Larghetto 80 Pf., Alla Polacca 1.20 M. 
Der dritte Satz gehört auf die nächste Stufe. 

Stufe Ha. 

Ersfeld, Chr., Op. 11. Schlummerlied für 2 Violinen mit Piano- 
forte. (Simon.) 1.50 M. — Mit Streichorchester 2.50 M. 
Ein ganz reizendes, klang- und stimmungsvolles Stück. 
Haydn, Jos., Sinfonie in Gdur (mit dem Paukenschlag). Für 4 Vio- 



IV. Konzerte u. Vortragsstücke für zwei u. mehr Violinen mit Begleitung. 97 

linen und Pianoforte arr. von W. Koehler-Wümbach. (Vieweg.) 
Partitur (Klavier) 4.50 M., jede Streichstimme 75 Pf. 

Müller, Otto, Op. 29. 2 Duette, Adur und Esdur. (Kahnt.j 4.50 M. 
Sehr hübsch klingende und gut gemachte Stücke. 

Pleyel, J., Op. 48. 6 leichte Duette mit Klavierbegleitung. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

Rzhia, F., Mendelssohniana. 5 Valses brillantes für 2 Violinen und 
Pianoforte. (Junne.) 2 M. 

Spiess, Ernst, Op. 50. Sechs Charakterstücke für die Jugend 
für 2 Violinen und Pianoforte. (Kahnt.) 3 M. 
Sehr hübsche, zum Teil poetische Stücke. 

Stufe lil. 

Amberg, Joh., 5 Duettini für 2 Violinen u. Pfte. (Hansen.) 6 M. 
Rhythmisch und technisch sehr übende, bei gutem Vortrage hübsch wir- 
kende Stücke. 
Brunner, Ed., Op. 97. Abendliche Kahnfahrt, Fdur, für 3 Violinen 

und Pianoforte. (Simon.) 2.50 M. 
Gorelli, A., Adagio und Giga, Gmoll. Für 2 Violinen und Piano- 
forte übertragen von J. G. Stern. (Simon.) 1.50 M. 
Fesca, A., Adagio, Edur. Für 2 Violinen und Pianoforte über- 
tragen von J. G. Stern. (Simon.) 1.30 M. 
Godard,Benj.,Op. 18. 6 Duettinen f. 2 Viol. m. Pfte. (Hansen.) 4M. 
Gewandteren und musikalisch begabten Schülern sehr zu empfehlen. Der 
mehrfach vorkommende Wechsel der Taktart und sonstige im Zusammenspiel 
auftretende rhythmische Schwierigkeiten setzen ein bereits entwickeltes Takt- 
gefühl voraus. Nr. 5 »Minuit« ist für die Geigen allein vierstimmig gesetzt; 
erst zum Schluß schlägt das Pianoforte zwölfmal das tiefe O an. In Nr. 6 
»Serenade« — ein Stück von hübscher Wirkung — führt die erste Violine bis 
in das viergestrichene gis hinauf. 

Händel, G. F., Sonate, Gmoll, für 2 Violinen u. Pianoforte. Heraus- 
gegeben von H. Sitt. (Peters.) 2 M. 

Im Stile von Bachs Doppelkonzert in D moll. 

Tschaikowsky, P., Op. 2 Nr. 3, Lied ohne Worte. Für zwei 

Violinen u. Pianoforte übertragen von J. G. Stern. (Simon.) 1 .30 M. 

Tours, B., Petites Duos symphoniques für 2 Viol. mit Pianoforte. 

Allegro risoluto. Andantino commodo. Rondo-Finale. (Schott.) 3 M. 

Frisch und rhythmisch prägnant, ohne Schwierigkeiten. 

Stufe Ula. 
Bach, Joh. Seb., Konzert, Gmoll in einer (J. Joachim gewidmeten) 
Bearbeitung für 2 Violinen u. Pianoforte von C. Berner. (Krohn- 
Charlottenburg.) 2.50 M. — Mit Streichorchester: Partitur 3 M., 
jede Streichstimme 30 Pf. (Breitkopf & Härtel). 

Dieses Werk Bachs, ursprünglich für zwei Violinen komponiert, wurde 
von ihm selbst — gleich dem bekannten Doppelkonzert in D moll — für zwei 
Cembali umgeschrieben. Während von letzterem Konzert beide Fassungen 
erhalten sind, liegt die Originalgestalt des Gmoll Konzertes nicht mehr vor. 
Den beiden Fassungen des Dmoll-Konzertes zufolge ist augenscheinHch auch 
bei der Bearbeitung des C moll-Konzertes vieles von Bach hinzugefügt worden, 
das so wichtig ist, daß es nach Möglichkeit in die Klavierbegleitung aufgenommen 
Grünberg, Literatur der Streichinstrumente. 7 



9g B. Solomusik. 

wurde. Für Aufführungen mit Streichorchester ist das Orchestermaterial der 
Ausgabe für 2 Klaviere zu verwenden. 

Ist das Konzert zwar technisch nicht schwierig, so stellt seine Wieder- 
gabe doch Ansprüche an das Stilgefühl der Spieler. 

Mozart, W. A., Konzertone, Cdur, für 2 Violinen und Orchester. 
(Breitkopf & Härtel.) Partitur 3 M. — Für 2 Viol. m. Pfte. 4.20 M. 
Winge, Per., Scherzo für 2 Violinen u. Pfte. (Hansen.) 2.25 M. 
Sehr frisch, ohne besondere Schwierigkeiten. 

Stufe IV. 
Schuberth, C, Op. 6. Nocturne elegiaque für 2 Violinen und 

Pianoforte. (Schuberth.) 2 M. 
Winge, Per., Berceuse für 2 Viol. u. Pianoforte. (Hansen.) 2.25 M. 
— Romanze für 2 Violinen und Pianoforte. (Hansen.) 2 M. 
Zu empfehlen. 

Stufe IVa. 
Bach, Joh. Seb., Konzert, Dmoll, für 2 Violinen mit Streichorchester. 
(Breitkopf & Härtel.) Partitur 3 M., 4 Stimmen je 30 Pf. — Für 

2 Violinen mit Pianoforte von Fr. Spiro (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel) 2M., von W. Meyer undR.Schwalm (Steingräber) 1.80 M., 
von G. Schreck (Peters) 2 M. 

Vivaldi, A., Konzert für 3 Violinen mit unbeziffertem Baß. Für 

3 Viol. m. Pfte. bearb. v. E. Medefmd. (Wernthal-Berlin.) 4.50 M. 
Die Konzerte Vivaldis wurden von J. S. Bach so hochgeschätzt, daß er 

eine Reihe davon für Klavier und einige für Orgel bearbeitete. (Das Amoll- 
Konzert Bachs für vier Klaviere ist eine Bearbeitung von Vivaldis Konzert in 
HmoU für vier Soloviolinen.) Bachs Schätzung bezog sich weniger auf den 
musikalischen Gehalt der Schöpfungen Vivaldis, als auf deren formelle Vor- 
züge, die eine wesentliche Fortentwicklung auf dem Gebiete der Violinkompo- 
sition in sich schließen. Das obige Konzert besteht aus den üblichen drei 
Sätzen und ist von einer großen Frische. Von ganz besonderem Klangreiz ist 
der langsame Satz, in dem eine sehr gesangvolle Melodie der ersten Violine 
durchweg von einer schnellen Pizzikatofiguration der zweiten und von einer 
flüssigen Arpeggiobewegung der dritten Violine begleitet wird. Bei gut schat- 
tiertem Vortrage ist das Konzert von hübscher Wirkung. Die Klavierpartie ist 
durchaus sachgemäß gesetzt. 

Stufe V. 
Drey schock. F., Op. 28. Andante religioso. Für 2 Violinen und 

Pianoforte bearbeitet von R. Lange. (Junne.) \ .50 M. 
Eine gute Übertragung des stimmungsvollen Stückes. 
Juon, P., Op. 9. 6 Silhouettes für 2 Violinen und Pianoforte. 

(Schlesinger.) 2 Hefte, je 3 M. 

Ein sehr interessantes Werk. Nr. 1 >Idylle< ist von pastoralem Cha- 
rakter, Nr. 2 >Douleur€ löst eine sehr ernste Stimmung aus, Nr. 3 >Bizarrerie< 
ist rhythmisch pikant, das Trio davon — eine breite Melodie — besonders 
klangschön und harmonisch interessant, Nr. 4 >Conte mysterieuxc (mit Sor- 
dinen) erzählt im 5/4-Takt, Nr. 5 >Musette miniature« ist sehr gefällig, Nr. 6 
>Obstination« wirkt durch den geschickt verwendeten Basso ostinato humorvoll. 

Das zweite Heft ist technisch etwas leichter als das erste. 
Kalliwoda, W. A., Op. U. Brillante Variationen f. 2 Viol. m. Orch. 

(Breitkopf & Härtel.) 1 2 Stimmen je 30 Pf., 2 Solostimmen je 1 M. 
Zwar ohne höheren Kunstwert, jedoch gefällig und übend. 



IV. Konzerte u. Vortragsslücke für zwei u. mehr Violinen mit Begleitung. 99 

Stufe Va. 

Alard, D., Op. 31 . Sinfonie concertante für 2 Violinen mit Orchester. 

(Schott.) Stimmen 4.50 M. — Für 2 Violinen mit Pfte. 3 M. 

Ein geschickt gemachtes Stück im Stil der eleganten Salonkompositionen, 
-wohlklingend und frisch. Die beiden Stimmen sind von beinahe gleicher 
Schwierigkeit. 

Hampeln, C. v., Op. 17. Concertante für 4 Violinen mit Orchester. 
(Andre.) Orchesterstimmen 2 M., 4 Solostimmen 2 M., Piano- 
fortebegleitung 2 M. 
Maurer, L., Op. 55. Concertante für 4 Violinen mit Orchester. 
(Peters.) Jede Quartettstimme 60 Pf. , Blasinstrumente 3.30 M. 
Für 4 Violinen mit Pianoforte 3 M. 

Früher häufiger gespielt, ist das Werk jetzt beinahe ganz unbekannt. 
Der musikalische Gehalt ist nicht groß, die Faktur veraltet, doch begegnet 
man vielen Stellen, die sich durch Wohlklang und Wärme auszeichnen. Für 
besondere Zwecke dürfte das Konzert sich noch heute brauchbar erweisen. 
Sinding, Chr., Op. 56. Serenade für 2 Violinen und Pianoforte. 
(Hansen.) 9 M. 

Dieses Werk ist eine willkommene Bereicherung der Violinliteratur, in 
der wirklich kein Überfluß an guten Originalkompositionen für zwei Violinen 
und Pianoforte vorhanden ist. Die Serenade besteht aus fünf Sätzen, die alle 
keine besonderen Schwierigkeiten enthalten. Der Viohnsatz ist dankbar und 
die Erfindung sehr frisch. 

— Op. 92. Serenade, A dur, für 2 Violinen und Pianoforte. (Peters.) 3 M. 

In der Anlage wie im Ausdruck Op. 56 nahe verwandt, zeigt diese zweite 

Serenade gleich jener die Vorzüge des guten Violinsatzes, der Sinding zu eigen ist. 

Stufe VI. 
Hofmann, C, Op. 55. Großes Konzert, Dmoll, für 2 Violinen 

mit Orchester. (Schlesinger.) Partitur 30 M., Stimmen 16 RJ. 

— Für 2 Violinen mit Pianoforte 1 M. 
Die Themen des Konzertes sind nicht ohne Schwung, der Bau ist forni- 
gerecht. Die Solostimmen sind wirkungsvoll behandelt, die Passagen brillant 
und violingemäß. Im ersten Satz erregt eine ausgedehnte, ziemlich schwierige 
Kadenz Interesse. Der Finalsatz — eine Tarantelle — bildet einen wirksamen 
Abschluß. Der langsame Satz ist der schwächste. 
Spohr, L., Op. 88. Konzert, Hmoll (Concertante II), für 2 Violinen 

mit Pianoforte. Revidiert von H. Sitt. (Eulenburg.) 5 M. 
Das Konzert gehört zu dem besten, was die Violinliteratur hierin bietet. 
Beide Stimmen sind gleich schwierig und verlangen durchgebildete Spieler. 
Der erste Satz erfordert Schwung, das Andantino sauberste Intonation (nament- 
lich in den Doppelgriffstellen) und kräftiges Stakkato. Die Wirkung des Finales 
ist abhängig von der prägnanten Wiedergabe des punktierten Rhythmus. 
Zilcher, Hermann, Op. 9. Konzert, Dmoll, für 2 Violinen mit 

Orchester. (Breitkopf & Härtel.) Für 2 Violinen und Pianoforte 

8.40 M. Partitur und Stimmen in Abschrift. 

In gut musikalischer Weise wirken die beiden Solostimmen führend und 
bringen sich dem Orchester gegenüber klangvoll zur Geltung. Die Themen 
sind ausdrucksvoll, die Instrumentation ist reizvoll, der Violinsatz gut spielbar. 



7* 



100 B. Solomusik. 

y. Duo- uad Triplekoozerte mit Orchester. 

Stufe Va. 

Beethoven, L. van, Op. 56. Konzert für Violine, Violoncell und 
Pianoforte mit Orchester. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 6 M., 
16 Orchesterstimmen je 30 Pf., Solostimmen: Violine und Violon- 
cell je 1 M., Pianoforte 1.50 M. — Als Trio für Violine, Violoncell 
und Pianoforte bearbeitet von C. Reinecke. 7.80 M. 

Juon, Paul, Op. 45. Konzert (Episodes concertantes) für Violine, 
Violoncell und Pianoforte mit Orchester. (Schlesinger.) Klavier- 
auszug und Solostimmen (mit zweitem Klavier) 15 M. 
Partitur und Orcliestermaterial leihweise nach Vereinbarung. 

Stufe Via. 
Brahms, Job., Op. 102. Konzert für Violine und Violoncell mit 
Orchester. (Simrock.) Partitur 30 M., Orchesterstimmen 24 M. 
Jede Solostimme 4 M. Ausgabe mit Pianoforte 15 M. 



VI. Violine mit Orgel oder Harmonium oder Harfe*). 

Stufe II. 
Bach, Friedemann, Largo, HmoU. Für Violine und Harmonium 

bearbeitet von R. Wendel. (Koeppen.) 1.60 M. 
Bach, Job. Seh., Sarabande, Gdur. Für Violine und Harmonium 

bearbeitet von R. Wendel. (Koeppen.) 1.60 M. 
Grieg, E., Ave maris Stella. Für Violine und Harmonium von 

A. Reinhard. (Simon.) 1 .50 M. 
Händel, G. F., Largo (Arie aus der Oper »Xerxes«). Für Violine 

und Harmonium bearbeitet von K. Kämpf. (Koeppen.) 1.20 M. — 

Nach Gdur übertragen von P. Hassenstein. (Ebenda.) 1.60 M. 
Köhler, 0., Op. 175. Träumerei am Abend. Für Violine und 

Harmonium. (Hemme-Leipzig.) 1 M. 

Mit Vermeidung von Lagenwechsel kann das Stück schon auf Stufe I 
verwendet werden. 
Nardini, P., Adagio cantabile, Adur. Für Violine und Harmonium 

von W. Herrmann. (Koeppen.) 1.30 M. 

Stufe IIa. 
Bach, J. S., Adagio aus der Sonate, EmoU, für 2 Klaviere und 

Pedal. Bearbeitet von A. Becker. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Matys, Karl, Op. 61. Nr. 1 Impromptu, Nr. 2 Ganzone, Nr. 3 

Intermezzo, Nr. 4 Reverie. (Simon.) Je 1.80 M. 
Rheinberger,Jos.,Op. 150 Nr. 2. Abendlied. (Rob. Forberg.) 1.20 M. 



*) Soweit keine Besetzung angegeben ist, sind die Werke für Violine und 
Orgel. 



VI. Violine mit Orgel oder Harmonium oder Harfe. IQl 

Zahn, Adolf, Op, 4. Zwei ernste Vortragsstücke, DmoU, Adur. 
(Simon.) Je 1.20 M. 

Stufe III. 
Album ausgewählter klassischer und moderner Stücke für Violine 
und Orgel. Herausgegeben von B. F. Richter. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

Das Heft enthält Stücke von Bach, Händel, Mendelssohn, Schumann, 
Wagner usw., deren Schwierigkeitsgrad zwischen dieser und Stufe IV variiert. 
Bizet, G., Adagietto aus »L'Arlösienne«. Für Violine und Harmo- 
nium bearbeitet von K. Kämpf. (Koeppen.) 1.30 M. 
Brunner, Ed., Op. 66. Drei kleine Stücke für Violine und Har- 
monium. (Simon.) 1.80 M. 
Nr. 3 gehört auf Stufe IV. 
Holy, Alfred, Op. 1. Drei lyrische Stücke für Violine, Harmo- 
nium und Harfe. Nr. 3 Gondellied. (Simon.) 2.50 M. 
Von hübschem Klangkolorit. 
Kellermann, Alb., Op. 45. Romanze, Adur, für Violine und Har- 
monium. (Koeppen.) 1.30 M. 
Krall, Emil, Op. 5a Nr. 1. Larghetto. (Schlesinger.) 1 M. 
Litzau,Joh.B.,Op.26. Abendlied, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Poenitz, Franz, Op. 52. I. Gavotte, Amoll, für Violine und Har- 
monium. (Koeppen.) 1.30 M. 
Reinhard, August, Op. 14. Konzertierende Trios für Violine, 
Harmonium und Pianoforte. 12 Arrangements von Kammermusik- 
und Konzertsätzen klassischer Meister. (Simon.) Komplett 1 5 M. 
Beethoven: Adagio a. d. 1 . Konzert 3 M., Adagio a. d. 9. Sym- 
phonie 4 M., Largo a. d. Esdur-Sonate 2.50 M., Andante a. d. 
5. Symphonie 4 M., Adagio a. d. 4. Symphonie 4 M., Rondo a. 
d. Emoll-Sonate 4 M., Andante a. d. Gdur- Konzert und Adagio 
a. d. Esdur-Konzert 3 M. — Händel: Arie a. d. Orat. Messias: 
Tröstet Zion 2.50 M. — Mozart: Andante a. d. Klaviersonate 
in Fdur 2.50 M., Larghetto a. d. Klarinettenquintett 2 M. — 
Schubert : Andante a. d. Bdur-Trio 3 M., Andante a. d. Oktett 3 M. 
Vortreffliche Übertragungen, deren Ausführung Übung im Zusammenspiel 
voraussetzt und dieses weiter bildet. 

— Op. 1 9. Der Hausfreund. 1 4 Stücke aus Werken neuerer Meister 
für Violine, Harmonium und Pianoforte. (Simon.) Komplett 1 5 M. 
Chopin: Trauermarsch a. d. Sonate in Bmoll 2 M. — Men- 
delssohn: Adagio a. d. Symphonie in Amoll 3.50 M., Andante 
a. d. Symphonie in Adur 3 M., Andante a. d. Trio in DmoU 
3 M., Drei Lieder ohne Worte (Nr. 25, 31, 36) 3 M., Zwei 
Lieder >Die Liebende schreibt« und »Suleika« 3 M. — Schu- 
mann: Erscheinung und Zwischenakt aus »Manfred« 2.50 M., 
Szenen a. d. Oper »Genoveva« 6 M., Das Paradies u. d. Peri, 
I. Heft 6 M., II. Heft 5 M. — Weber: Szenen a. d. Oper: »Der 
Freischütz« L Heft 5.50 M., H. Heft 4.50 M. 
Rheinberger, Jos.,Op. 150Nr. 5. Elegie. (Roh. Forberg.) 1.20 M. 



102 B. Solomusik. 

Schumann, Rob., Op. 15 Nr. 7. Träumerei. Op. 85 Nr. 12. 
Abendlied. Für Violine und Harmonium bearb. von K. Kämpf. 
(Koeppen.) 1.30 M. 

Sidorowitsch, C. de, Les Echos du Pass6. Melodie espagnole. 
Trio für Violine, Harmonium und Pianoforte. (Simon.) 2.50 M. 

Taubert, E. E., Op. 73. I. Andante religioso, Gdur. (Koeppen.) 
1.60 M. 

Vivaldi, A., Largo aus einer Violinsonate. Mit Verzierungen ver- 
sehen von A. Schering. (Kahnt.) 1.20 M. 

Stufe Hla. 

Bach, Job. Seb., Adagio. Bearb. v.A.Wilhelmj. (Schlesinger.) 1.50 M. 

Setzt entwickeltes Rhythmusgefühl voraus. 
Bossi, Enrico, Op. 84. Adagio, As dur. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Das stimmungsvolle Stück verlangt Intonationssicherheit. 
Rehbaum, Th., Op. 26. Aria, F dur. (Simon.) 1.20 M. 
Sulz er, Jos., Op. 8. Sarabande. (Rahter.) 1 M. 

Auf der G-Saite zu spielen. 

Stufe IV. 
Bott, J. J., Op. 6. Adagio religioso. (Schuberth.) 1.25 M. 

Gesangvoll; mit Wärme vorzutragen. 
Brunner, Ed., Op. 72. Kleine Sinfonie, Fdur, für Pianoforte, 
Harmonium und Violine. (Simon.) 6 M. 

Die einzelnen Sätze sind: Allegretto, Adagio, Finale (Jagd), eine zweite 
Violine kann nach Belieben mitwirken. 

Gold mar ck, G., Air aus dem Konzert Op. 28. Eingerichtet von 

Zahn. (Schweers & Haake.) 1.50 M. 
Halvorsen, Job., Andante religioso. (Hansen.) 2.50 M. 

Ein Stück von edler Melodik, dankbar und nicht schwierig, 
Hubay, Jenö, Op. 95. 3 Stücke für Harmonium und Violine. 

Nr. 1 Brautzug, Nr. 2 Stella maris, Nr. 3 Vorbei. [Marche funebre.] 

(Koeppen.) Je 1.30 M. 
Krug, Arnold, Op. 120. Andante religioso. (Rahter.) 1.50 M. 
Matys, Karl, Op. 60. Notturno, Gdur, für Violine, Harmonium 

und Harfe. (Simon.) 3.60 M. 
Wohlklingend und nicht schwierig. 
Noren, H. Gottlieb, Op. 18. Nr. 1 Pastorale, Bdur, Nr. 2 Aria, 

Gdur, für Harmonium, Violinsolo und Unisono-Violinen (ad Hb.). 

(Koeppen.) Nr. 1 1.30 M.. Nr. 2 1.60 M. 
Norris, Mary, Op. 14. Adagio, Adur, für Geigenchor auf der 

G-Saite mit Solo und Harmonium. — Op. 16. Adagio religioso, 

Bdur, für Violine und Harmonium. (Koeppen.) Je 1.30 M. 
Rheinberger, Jos., Op. 150. Nr. 4 Pastorale. (Rob. Forberg.) 

1.50 M. — Nr. 6 Ouvertüre 3 M. 
Rossi, Marcello, Op. 8. Arioso. (Kahnt.) 1 M. 
Gesangvoll. 



VII. Kompositionen in Tanzcharakter. 103 

Tschaikowsky, P., Ganzonetta aus dem Konzert Op. 35. Für 
Violine und Harmonium von A. Reinhard. (Rahter.) 1 M. 

Winterberger, A., Op. i18. Melodie f. Viol. zu einem Präludium 
a. d. wohltemper. Klavier von J. S. Bach. (Hemme-Leipzig.) 1 .50 M. 

Stufe IVa. 
Eichberg, Rieh., Op. 5. Romanze, Adur. (Simon.) 1.20 M. 
Kienzl, W., Op. 69 c. Adagio (Trost in Tränen), Ddur. Für Violine 

und Harmonium. (Koeppen.) 2.60 M. 
Rh ein berger, J., Op. 150 Nr. 1. Thema mit Veränderungen. 

(Simon.) 1.20 M. 
Woikowsky-Biedau, V. v., Op. 26. Weihe (Andante religiosoj, 

Gdur. Für Violine und Harmonium. (Koeppen.) 1.60 M. 

Stufe V. 

Anger, Walther, Op. 8. Andante religioso. (Hansen.) 1.50 M. 

Ertel, P., AveMaria, Asdur. FürViol.u.Harmon. (Koeppen.) 1.30M. 

Schumann, Roh., Sentiment poetique (Studie aus Op. 68). Für 

Violine, Pianoforte u. Harm. v. G. Sternberg. (Schuberth.) 2 M. 

Stufe Va. 

Röder, E., Op. 20. Adagio. (Simon.) 1.50 M. 
Erfordert Sicherheit in Oktavengriffen. 



VII. Kompositionen in Tanz-Charakter. 

Wenn nicht anders angegeben, für Viohne und Pianoforte. 
Stufe I. 

Beethoven, L. v., 6 deutsche Tänze. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Kurze charakteristische Tanzweisen. 
Kühler, Oscar, Op. 160 Nr. 2. Traum-Walzer. (Stahl.) 1.20 M. 
Sitt, H., Langsamer Walzer, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Befördert die Geschmeidigkeit des Spieles. 

Stufe H. 
Martini, G. (Padre), Gavotte, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Rameau, J. P., Gavotte, Gmoll (Le Tambourin). Bearbeitet von 

F.Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Schumann, Roh., Kinderball. 6 leichte Tanzstücke. Bearbeitet 

von R. Schwaab-F. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 1 M. 

Stufe m. 

Eberhardt, Goby, Op. 8. Nr. 1 Polka. 1.20 M., Nr. 3 Menuett. 
(Kahnt.) 1 M. 

Gavotten -Album. Sammlung der berühmtesten deutschen, fran- 
zösischen und italienischen Gavotten. Herausgegeben von F. Her- 
mann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 



104 B. Solomusik. 

Hollaender, G., Op. 64. Mazurka, Fdur. (Virgil-Verlag.) 2 M. 
Sibelius, J., Op. 44. Valse triste aus der Musik zu »Kuolema«. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Stufe IV. 
Boccherini, L., Menuett aus einem Streichquintett. (Haslinger.) 1 M. 
Schutt, Ed., Walzermomente für Pianoforte, Violine und Violoncello. 
Heft I [nach Lannerj. (Universal-Ed.) 1.50 M. 

Das Heft enthält reizende >Walzer-Fantasien« nach Motiven von Lanner 
in einer Gestaltung von künstlerischem Wert. 

Tanzweisen neuzeitlicher Komponisten. Ausgewählt und be- 
zeichnet von R. Scholz. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. 
Zehn Stücke von Götz, Hiller, David, Grieg, Phil. Scharwenka und andern 
Komponisten. Der Schwierigkeitsgrad erstreckt sich von Stufe H bis IV. 

Stufe V. 
Banck, Erwin, Op. 12. Mazurka, Ddur. (Kahnt.) 1.80 M, 
Eichberg, R. J., Op. 6. Bolero, Amoll. (Simrock.) 2 M. 
Gade, N. W., Op. 62. Volkstänze in nordischem Charakter. (Breit- 
kopf & Härtel.) 3.90 M. 
Nr. 1 und 4 sind die leichteren. 
Lubin, L. de St., Op. 7. Polonaise brillante, Edur. (Hofmeister.) 
1.75 M. 

Gefällig und im Passagenspiel übend. 
Reh fei d. F., Op. 58. Erster spanischer Tanz. (Raabe & Plothow.) 
2.50 M. 

Eine charakteristische, schwungvolle Komposition, die bei temperament- 
vollem Vortrag von brillanter Wirkung ist. 

Sauret, E., Op. 6. Zweiter Mazurka. (Simon.) 1.80 M. 

Charakteristisch und übend für Finger und Bogen. 
Scharwenka, Xaver, Op. 3. Polnische Nationaltänze. Bearbeitet 
von G. Hollaender. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

Für temperamentvolle Geiger bietet diese Bearbeitung der behebten 
Klavierstücke sehr dankbares Vortragsmaterial. 

Schjelderup, Gerb., 2 Tanzsuiten. (Breitkopf & Härtel.) Je2.60M. 

Duftige, graziöse Elfenmusik, 
Schutt, Ed., Walzermomente für Pianoforte, Violine und Violon- 
cello. Heft n [nach Strauß;. (Universal-Ed.) 1.50 M. 
Siehe Stufe IV. 
— Walzermärchen. (Universal-Ed.) 4 M. 
Wieniawski, H., Kuyawiak. Polnischer Tanz. (Volksausgabe 

Breitkopf & Härtel.) 1 M. 
Ysaye, Eugen, Op. 11. Lointain Passe. Mazurka, Hmoll. (Breit- 
kopf & Härtel.) 2.60 M. 

Die Violinstimme ist sehr genau bezeichnet. Sie enthält neben Finger- 
satzangaben Anweisungen für den Bogenverbrauch und sonstige auf den Vor- 
trag bezügliche Bemerkungen. 



C. Ensemblemusik. I. Duette für i Violinen. 105 

C. Ensemblemusik. 

a) Für Streichinstrumente, sowie für Streich- und Blasinstrumente. 
I. Duette für 2 Tiolinen. 

Die Stufen Ordnung bezieht sich hier und in den folgenden Abteilungen auf 

die erste Violine. 

Stufe I. 

Blumenthal, J. v., Op. 42. 100 Übungsstücke zum Studium der 

mechanischen Behandlung der Violine und zur Erleichterung des 

Unterrichtes. Rev. von J. Dont. (Schlesinger.) 6 Hefte, je 1 .50 M., 

Fr. Hermann (Peters) 1.20 M., A. Schulz (Litolff) 3 Hefte, je 1 M. 

Die Sammlung ist schon dadurch empfohlen, daß J. Dont eine revidierte 

und bezeichnete Ausgabe veranstaltet hat. 

Duett -Album. Heft 1 enthält kürzere und längere Stücke von Blumen- 
thal, David, Pleyel, Kalliwoda, Spohr u. a. (Hansen.) 1.50 M. 
Die ersten Stückchen verlangen vom Schüler nur das Anstreichen der 
leeren Seiten im einfachsten Rhythmus und vermeiden jede dynamische Nüanze. 
Nach und nach werden die Finger beschältigt, Vortragszeichen treten auf und 
der Rhythmus wird vielseitiger. 

Henley, W. H., Op. 8. 12 leichte Duos. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
Kurze charakteristische Stücke, von denen einige besser auf der nächsten 
Stufe Verwendung finden. 

Hopfe, Jul., Op. 70. Die Ermunterung im Violinspiel. Sammlung 
beliebter Volkslieder und Opernmelodien. (Schlesinger.) Heft I 
bis IV, je 1.50 M. 

Schröder, Herm., Op. 19. Sechs kleine Violinstücke mit Beglei- 
tung einer zweiten Violine. (Hansen.) Heft I 1.75 M. 

Schuberth,Ferd.,351eichte Duette. Volksweisen. iSchuberth.) IM. 
Ganz kurze Stückchen in gering ansteigender Schwierigkeit. 

Sitt, Hans, Op. 91. 3 Duette. (0. Forberg.) 3 Hefte, je 1.50 M. 

Wohlfahrt, Franz, Op. 58. Sechzig instruktive und progressive 
Übungsstücke. (Roh. Forberg.) Heft 1.75 M. 

Eine Sammlung ausgezeichneter kleiner Stücke. Auf dieser Stufe ist 

Heft I zu spielen. 

Wolff, F., Op. 6. 1 Duos faciles et progressives. (Hansen.) Je 1.50 M. 
Ganz leicht beginnend. Die zweite Violine ist in geringem Grade schwie- 
riger als die erste. 

Stufe la. 
Beriot, Gh. de, Op. 87. 12 kleine Elementar-Duos. Neu heraus- 
gegeben von R. Hofmann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 M.. 
Fr. Hermann (Peters) 1 M., M. Dello (LitolfT) 80 Pf., C. Nowotny 
(Universal-Ed.j 1 M. 
Bruni, A. B., Op. 34. Sechs Duos für Anfänger. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 1 M. 

Für Anfänger, welche schon einige Gewandtheit besitzen. 
Dancla, Gh., Op. 123. Acht sehr leichteVortragsstücke. (Schott.) I.20M. 



106 C. Ensemblemusik. 

David, Ferd., Übungen in Form von Charakterstücken für eine 
Violine mit Begleitung einer zweiten Violine. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) I. Heft \ M. 

Anregendes und übendes Unterrichtsmaterial. 
Duette älterer Meister. 50 Duette für den Unterricht aus- 
gewählt, mit Fingersatz, Bogenstrichen und Vortragsbezeichnungen 
versehen und fortschreitend geordnet von L. Abel. (Steingräber.) 
I. Heft 1.20 M. 
^Das Heft enthält Duette von Wanhal, Bruni, Pleyel, Campagnoli, Mazas. 
Duett-Album. Heft II. Enthält Stücke von Bruni, David, Cam- 
pagnoli, Mazas, Pleyel u.a. (Hansen.) 1.50 M. 
Die letzten Nummern führen leicht in die dritte Lage. 
Gebauer, J., Op. 10. 12 leichte Duos. Revidiert von Th. Reh- 
feld (Steingräber) 1.20 M., Fr. Hermann (Peters) 1.20 M., (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel) 1.20 M. 
Hering, Carl, Op. 15. Zwei Duos in erster Lage, Cdur und Gdur. 
(Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
Gut musikalisch und übend. 
Hermann, Fr., Duettübungen. (Schuberth.) I. Heft 1 M. 

Der Titel »Duett-Übungen« ist so zu verstehen, daß der Übungsstoff nur 
der ersten Violine zuerteilt ist, während die in der zweiten Violine enthaltene 
Begleitung einen vorgeschrittenen Spieler erfordert. Die Stücke folgen in auf- 
steigender Schwierigkeit, Übungsstücke mit Vortragsstücken wechselnd. Letztere 
sind vorwiegend von klassischen Meistern und ernster Natur. 

Hofmann, Rieh., Op. 109. Schülerduette. 40 melodische Stücke 
zur Aufmunterung und zur Übung im Zusammenspiel. (Zimmer- 
mann.) Heft I und II je 2 M. 

Jansa, Leop., Op. 16. Sechs leichte und fortschreitende Duette. 
Revidiert von W. Meyer. (Steingräber.) 1.20 M. 
Fördernd für Technik und Bogenführung. 

— Op. 43. Sechs leichte Duette. Revidiert von W. Meyer. (Stein- 
gräber.) 1.20 M. 

Nach Op. 1 6 zu spielen. 
Kross, E., Praktischer Unterrichtsstoff. (Bosworth.) 6 Hefte, je 2 M. 

Progressiv fortschreitende Auswahl der bewährtesten Duette berühmter 
Meister in fünf Stufen, zur Ergänzung jeder Violinschule und bis zur Vollendung 
im Duospiel führend, nach modernen Ansprüchen genau revidiert und be- 
zeichnet. Heft I enthält Stücke von Campagnoli, Mazas, Pleyel, Spohr. Auch 
mit Pianoforte erschienen. 

Mazas , F., Op. 38. 1 8 kleine Duette. Revidiert von H. Petri. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 Hefte, je 1 M. — Bearbeitet von 
A. Grünwald. (LitoIfT.) 2 Hefte, je 1 M. 

Auf dieser Stufe Heft I. 

— Op. 85. 5 Duos. Herausgegeben von F. Hermann. (Peters.) 1 M. 
— Herausgegeben von H. Dessauer. (Schott.) 1 M. 

Müller, Otto, Op. 28. Rondino, Gdur. (Kahnt.) 1.50 M. 

Beide Stimmen sind übend und wohlklingend, besonders mit Pianoforte 
ad lib. 



I. Duette für 2 Violinen. 107 

Pleyel, J., Op. 8. Sechs kleine Duos. Revidiert von L. Abel (Stein- 
gräber) \ M., A. Blumenstengel (Litolff; 1 M., A. Hecker (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel] 1 M., C. Nowotny (Universal-Ed.) 1 M., 
Jul. Weiß (Weiß) 75 Pf., F. David (Peters) 4 M., E. Mollenhauer 
(Schuberth) 80 Pf. 

Rehbaum, Theob., Op. 8. Lust und Lehre, (Schlesinger.) \. bis 
6. Heft je ^30 M. 

Leichte instruktive Bearbeitungen beliebter Melodien in Form von kleinen 

Fantasien, Rondinos, Variationen usw. 

Schröder, Herm., Op. 19. Sechs kleine Violinstücke mit Beglei- 
tung einer zweiten Violine. (Hansen.) H. Heft 1.75 M. 
Sitt, Hans, Op. 73b. Zwanzig Duette. (0. Forberg.) I. Heft 2 M. 

Gut gemacht, angenehm zu spielen und übend. 
Wahls, Heinr., 22 Stücke berühmterMeister. (Kahnt.) 2 Hefte, jel M. 

Die kurzen Stücke sind gut bezeichnet und progressiv geordnet. 
Wohlfahrt, Fr., Op. 58. Sechzig instruktive und progressive 
Übungsstücke. (Roh. Forberg.) H. Heft 1.75 M. 

— Op. 59. Leichte Duette. (Rob. Forberg.) L u. II. Heft je 1.75 M. 

Die letzten Nummern des zweiten Heftes führen leicht in die dritte Lage. 

Stufe n. 
Hermann, Fr., Duettübungen. (Schuberth.) H. Heft 1 M. 

Das Helft enthält Stücke von Bach, Boccherini, Schumann, Spohr, Viotti u. a. 
Jansa, L., Op. 47. Sechs leichte und fortschreitende Duette. Rev. 
von W.Meyer. (Steingräber.) 1.20 M. 

Die ersten drei Duette bewegen sich ausschließlich in der ersten Lage. 
In Nr. 4 treten einige Stellen in der zweiten Lage auf, Nr. 5 und 6 verwenden 
auch die dritte Lage. 

Kewitsch, Th., Musikalischer Scherz für 2 Violinen. (Simon.) 80Pf. 
Das Stück wird ausgeführt, indem sich zwei Geiger gegenüber setzen, das 
Notenblatt zwischen sich auf den Tisch legen und nun, jeder an dem für ihn 
richtigen Anfang beginnend, die Noten bis zum Ende herunterspielen. 
Köhler, H., Op. 156. Drei sehr leichte und instruktive Duos. 
(Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Jedem der Duos geht ein kleines Präludium der ersten Violine voraus. 
Mazas, F., Op. 39. Sechs Duos. Heft L Rev. von H. Dessauer 
(Schott), A. Grünwald (Litolff), F. Hermann (Peters), C. Nowotny 
(Universal-Ed.) 1 M. 
Pleyel, J., Op. 48. Sechs leichte und progressive Duette. Rev. 
von L. Abel (Steingräber) 1 M., Fr. Hermann (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel) 1 M., A. Blumenstengel (Litolff) 1 M., F. David (Peters) 
1 M., G. Nowotny (Universal-Ed.) 1 M., Jul. Weiß (Weiß) 75 Pf., 
E. Mollenhauer (Schuberth) 80 Pf. 

— Op. 59. Sechs leichte und progressive Duette. Ausgaben und 
Preise wie bei Op. 48. 

Wohlfahrt, Fr., Op. 58. Sechzig instruktive und progressive 
Übungsstücke. (Rob. Forberg.) HL und IV. Heft je 1.75 M. 

— Op. 59. Leichte Duette. (Rob. Forberg.) IIL u. IV. Heftje 1.75 M. 

Nr. 24 im dritten Heft enthält einige Flageolettspielereien. 



108 C. Ensemblemusik. 

Stufe IIa. 
50 Duette älterer Meister. Für den Unterricht ausgewählt, mit 
Fingersatz usw. versehen von L. Abel. (Steingräber.) II. Heft i .50 M. 

Stücke von Mozart, Wanhal, Campagnoli, Mazas u. a. 
Jansa, L., Op. 46. Sechs Duette. (Peters.) 1.20 M. — Rev. von 
W. Meyer (Steingräber) 1.20 M., M. Dello (Litolfl) 1.20 M. 

Im allgemeinen überschreiten diese Duette die dritte Lage nicht; die 
wenigen Ausnahmen bereiten keine besonderen Schwierigkeiten. 

— Op. 81. Sechs Duette. Ausgaben und Preise wie bei Op. 46. 
Leveque, E., Deux petites Pieces. Nr. 1 Ronde d'Alguazils. Nr. 2 

Echos Poitevins. (Costallat.) Je 1.35 Fr. 
Zwei ganz pikante Stücke. 
Müller, Otto, Op. 29. 2 Duette, Adur, Esdur. (Kahnt.) 4.50 M. 
Sehr hübsche, gut gearbeitete Duette, zu denen auch eine nach Belieben 
zu verwendende Pianofortebegleitung vorliegt. 

Rehbaum, Theob., Op. 8. Lust und Lehre. (Schlesinger.) Heft 
Vn bis Xn je 1.30 M. 

Instruktive Bearbeitungen beliebter Melodien in Form von kleinen Fan- 
tasien, Rondinos, Variationen usw. 

Rode, P., Op. 1 8. Drei ausgewählte Duette. Bearbeitet von J. Weiß. 
(Weiß.) Je 1.50 M. 

Die Rodeschen Duette sind von ebenso großem musikalischen, wie päda- 
gogischen Wert und namentlich Schülern, die ernst streben, zu empfehlen. 
Sitt, Hans, Op. 73b. 20 Duette. (0. Forberg.) H. Heft 2 M. 
Venzl, Jos., Sieben Gavotten berühmter Meister in leichter Be- 
arbeitung. (Hansen.) 1.50 M. 

Kompositionen von Bach, Corelh, Händel, Gluck, Rameau. 
Viotti, J. B., Op. 20. 6 Duos concertants. Rev. von Fr. Hermann 
(Peters), A. Schulz (Litolff), C. Nowotny (Universal- Ed.) je 1.20 M. 

— Op.29. 3 Duos concertants. — Op.30. 3 Duos concertants. Rev. 
von Fr. Hermann (Peters), A.Schulz (Litolff), C.Nowotny (Universal- 
Ed.), jedes Heft und jede Ausgabe 1.20 M. 

Technisch und musikaUsch bildend; besonders zu empfehlen zur Vor- 
bereitung auf die Konzerte des Meisters. 

Stufe in. 
Hofmann, R., Op. 109. Schülerduette. 40 melodische Stücke. 

(Zimmermann.) III. Heft 2 M. 
Jansa, L., Op. 74. Sechs Duette. (Peters.) 2 M. Revidiert von 
W. Meyer (Steingräber) 1.20 M., M. Dello (Litolff) 1.20 M. 

Wie die früher genannten Duette von Jansa, empfehlen sich diese durch 
ihre Geigenmäßigkeit und den musikalischen Fluß. 

Mazas, F., Op. 39. Sechs Duos. Heft II. Rev. von H. Dessauer 
(Schott), A. Grünwald (Litolff), Fr. Hermann (Peters), G. Nowotny 
(Universal-Ed.) je 1 M. 
Schoen, M., Op. 72. Drei kleine elegante Fantasiestücke. Nr. 1 
Der Abschied, Nr. 2 In der Fremde, Nr. 3 Das Wiedersehen. (Roh. 
Forberg.) Je 75 Pf. 
Nr. 5 führt bis 7. Lage. 



I. Duette für 2 Violinen. 109 

Schoen, M., Op. 74. Drei leichte Fantasiestücke zum Studium und 
zur Unterhaltung strebsamer Schüler und Dilettanten. (Stein- 
gräber.) 1.50 M. 

Nr. 1 Die Auswanderer, Nr. 2 Die Waldraühle, Nr. 3 Am Brunnen. 

— Op. 77. Dur und Moll. Sechs leichte und praktische Übungs- 
stücke zur weiteren Ausbildung strebsamer junger Violinisten. 
(Rob. Forberg ) Je 75 Pf. 

Nr. * und 6 können schon auf der vorigen Stufe gespielt werden. 

Stufe Illa. 

Hofmann, Rieh., Op. 109. Schülerduette. 40 melodische Stücke. 
(Zimmermann.) IV. Heft 2 M. 

Mozart, W. A., Duo, Cdur. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 50 Pf., 
Stimmen 1 M. 

Viotti, J. B., Op. 19. 6 Duos concertants. 2 Hefte. Revidiert 
von Fr. Hermann (Peters), A.Schulz (Litolff), C.Nowotny (Universal- 
Ed.). Jedes Heft i.20 M. — Daraus: 3 ausgewählte Duette, be- 
zeichnet von J. Weiß. (Weiß.) 1.50 M. 

— Op. 34. 3 Duos concertants. — Op. 35. 3 Duos concertants. 
Rev. von Fr. Hermann (Peters), A. Schulz (LitolfT), C. Nowotny 
(Universal-Ed.). Jedes Heft und jede Ausgabe 1.20 M. 

Die Duette von Viotti erziehen geigerisch und musikalisch in bester Weise. 
Sie gehören zu den besten Erzeugnissen der Duettliteratur, sind vorzugsweise 
aber nur Schülern zu geben, die schon einige Übung im Zusammenspiel besitzen. 
Weiß,Jul.,0p.71. Derklassische Violinist. (Weiß.) Heft I-HI, je 1.25 M. 

Sätze aus Sinfonien und Kararaermusikwerken von Haydn, Mozart, 
Beethoven. 

Stufe IV. 
David, F., Übungen in Form von Charakterstücken für eine Violine 
mit Begleitung einer zweiten Violine. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) II. Heft 1 M. 

Das Heft enthält Stücke in 2. bis 7. Lage. 
50 Duette älterer Meister. Für den Unterricht ausgewählt, mit 
Fingersatz usw. versehen von L. Abel. (Steingräber.) III. Heft 1 .50 M. 
Stücke von Haydn, Mozart, Pleyel, Rode. 
Jansa, L., Op. 36. Sechs leichte und fortschreitende Duette. Rev. 
von W. Meyer. (Steingräber.) 1.20 M. 

Die ersten drei erreichen vorübergehend die 5. Lage, die späteren sind 
im Umfange der sieben Lagen gesetzt. 

Mozart, W. A., Op. 70, Zwölf Duos. Revidiert von A. Grünwald. 
(Litolff.) 3 Hefte, je 1.20 M. 

Meisterwerke, die jeder Geiger kennen lernen sollte. Die Ausgabe ist 
mit Fingersatz und Bogenstrichen bezeichnet, wie auch mit Angabe der Ver- 
zierungsausführungen versehen. — Im Originale sind diese Duetten für zwei 
Bassetthörner geschrieben Köchel-Verz. 487 1. 

Schoen, M., Op. 63. Drei größere Übungen in Sonatenform. lOber- 
dörffer-Leipzig.) 2 M. 

Die Übungen sind zu empfehlen. 



110 C. Ensemblemusik. 

Schoen, M., Op.75. Duo concertant, Ddur, (Rob. Forberg.) 2.25M. 

Nur selten wird der Umfang der ersten fünf Lagen überschritten, doch 
erfordert das Duett einen frischen Vortrag. 
Viotti, J. B., Op. 9. 3 Duos concertants. — Op. 25. 3 Duos 

concertants. Rev. von Fr. Hermann (Peters), A. Schulz (Litolff), C. 

Nowotny (Universal-Ed.). Jedes Heft und jede Ausgabe 1.20 M. 
— Op. 23. 6 Duos concertants. 2 Hefte. — Op. 28. 6 Duos 

concertants. 2 Hefte. Rev. von Fr. Hermann (Peters), A. Schulz 

(Litolff), C. Nowotny (Universal-Ed.). Jedes Heft und jede Ausgabe 

1.20 M. 

Die Duette bilden ein ausgezeichnetes Erziehungsmittel in der Richtung 
des sohden Spieles. Sie entwickeln das Rhythmusgefühl und führen in den 
Geist der großen Duette von Rode. Molique und Spohr ein. 

Stufe IVa. 

B6riot, Ch. de, Op. 57. 3 Duos concertants. Rev. von R. Hof- 
mann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel), M. Dello (Litolff), Fr. 
Hermann (Peters) 1.20 M. 

Sehr melodische Duette von großem Wohlklang und reicher Figuration, 
die Spielgewandtheit geben. 

Mayseder, J., Drei Duos (Op. 30, 31, 32). Rev. von C. Nowotny 
(Universal-Ed.) 1 M. 

Mit Vorteil zur Aneignung einer glatten Spielmanier zu verwenden, wenn 
auch ohne höheren Kunstwert. 

Prume, Fr., Op. 18. Duo concertant 1 [Spohr gewidmet]. (Schu- 
berth.) 80 Pf. 

Für Spieler, welche schon im Zusammenspiel geübt sind. 
Rode, P., Sechs Duos. 2 Hefte (Breitkopf & Härtel) je 2 M., (Litolff) 
je 1 M. 

Für die musikalische Entwicklung bedeutsame Erzeugnisse, die nicht nur 
zum Studium, sondern auch zum Vortrage zu empfehlen sind. Die ersten drei 
Duos können auf Stufe III a Verwendung finden. 

Weiß, Ju]., Op. 71. Der klassische Violinist. (Weiß.) Heft IV— VI, 
je 1.25 M. 

Sätze aus Sinfonien und Kammermusikwerken von Haydn, Mozart, 
Beethoven für zwei Violinen eingerichtet. 

Stufe V. 

Hauptmann, M., Op. 2. Zwei Duos. (Peters.) 1 .50 M. 

Vorzüglich geformte, in der thematischen Verarleitung und geigerischen 
Fassung meisterhafte Kompositionen, die sich durch Wärme und Wohlklang 
auszeichnen. 
Hering, C, Op. 17. Große Sonate. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Von Schumanns Musik beeinflußt. Ernst strebenden Schülern zur Aus- 
bildung im Zusammenspiel zu empfehlen. 

Hermann, Fr., Op. 16. Dekameron. Zehn Vortragsstücke. (Breit- 
kopf & Härtel.) 4 M. 

Technik und Vortrag bildende Stücke. 



II. Duette für Violine und Viola. Hl 

Klengel, P., Op. 9. Fünf Stücke .Romanze, Humoreske, Menuett, 

Ständchen, Scherzoj. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
Kreutzer, Aug., Op. 2. 3 Duos concertants [E-, F-, Edur]. (Hof- 
meister.) 3.50 M. 

Gute musikalische, die Technik fördernde Duette, in denen beide Stimmen 
ungefähr die gleichen Schwierigkeiten finden. 

Praeger, H.A., Op. 16. Duos. Rev. von C.Nowotny. (Schlesinger.) 
Heft I Duo, Fmoll. 1.50 M. 
Gute Übung im Takthalten. 
Prume, Fr., Op. 19. Duo concertant H [ä la champetre]. (Schu- 
berth.) 80 Pf. 

Ein Werk von origineller Fassung — Vieuxtemps und Leonard gewidmet. 
Für Schüler mit bereits entwickelter Technik, die Übung im Zusammenspiel be- 
sitzen. 

Molique, B., Op. 2. 3 Duos concertants. Herausgegeben von H. 
Dessauer. (Schott.) 1.50 M. 

Duette im vornehmen Stil. Sie geben dem Geiger feineren Schliff, bilden 
im Vortrag und fördern ihn technisch. 

Stufe VI. 

Beriot, Ch. de, Op. 17. 6 Duos. Nach den 6 Etudes brillantes 
arrangiert von A. Schulz. (Schlesinger.) 3 Hefte, je 2 M. 

Spohr, L., Duette Op. 3, 9, 39, 67, 148, 150, 153). 7 Hefte. 
Bez. von F. David (Peters), A. Blumenstengel Litolff). Je 1.50 M. 

— Op. 3. 3 Duos concertants. Bez. von E. Singer (Hansen) 1.50M. 

— Op. 9. 2 Duos concertants. Bez. von E. Singer (Hansen) 1 .50 M. 

— Op. 39. 3 Duos concertants. Bez. von F. Hermann (Volksaus- 
gabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M. — Op. 67. 3 Duos concertants. 
Bez. von F. Hermann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1.50 M., 
C. Nowotny (Schlesinger) 2 M. 

Diese Duette gehören zu den hervorragendsten der ganzen Literatur. Wie 
die Konzerte des Meisters, zeichnen sie sich durch musikahsch vornehme Ge- 
staltung aus und tragen gleich jenen das Gepräge Spohrscher Eigenart. Ihr 
Vortrag verlangt neben technischer Reife musikalische Bildung, Größe des Tones 
und Verständnis für die Spielart des Komponisten. Bei geistvoller Wiedergabe sind 
die Duette, namentlich einige Sätze daraus, auch für die Öffentlichkeit geeignet. 
Von besonderem Wohlklang ist z. B. das Andante aus Op. 39 Nr. 2, das beinahe 
durchgehends vierstimmig klingt. Vom dritten Duett ist »Andante con Varia- 
zioni<, vom zweiten Duett aus Op. 67 das Larghetto, aus Op. 148 das Scherzo 
besonders zu erwähnen. 



II. Duette für Violine und Viola. 

Stufe I. 

Wohlfahrt, Rob., Op. 191. 44 Stücke. (Roh. Forberg.) Heft I 
und H je 1.80 M. 

Die Hefte enthalten Lieder und Melodien in leichtester Fassung. 



112 C. Ensemblemusik. 

Stufe IIa. 

Schoen, M., Op. 37. Sechs Duettinos (Lehrgang für den Violin- 
unterricht). Rev. von C. Nowotny. (Universal-Ed.) 1.20 M. 
Gut geformte und übende Stücke. Die Violapartie verlangt wegen der 
häufigen Anwendung von Doppelgriffen einen gewandteren Spieler. 

Stufe III. 

Bach, J. S., Vier Duette nach den Duetten für Klavier, bearbeitet 

von F. David. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
— Duette nach den 1 5 zweistimmigen Inventionen für Klavier, be- 
arbeitet von F. David. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) i.SlO M. 
Für Schüler, die schon musikalisches Verständnis besitzen, sind diese Be- 
arbeitungen von bedeutendem Nutzen. 

Kalliwoda, J. W., Op. 208. Zwei Duos. Neurevidiert von Fr. 
Hermann. (Peters.) 2 M. 

Stufe Illa. 

Jansa, L., Op. 70. Sechs Duos. Neue Ausgabe von Fr. Hermann. 
(Peters.) 3 Hefte, je 2 M. 

Stufe IVa. 

Blumenthal, J., Op. 81. Drei große Duos concertants. (Hofmeister.) 
Je 1.75 M. 

Ansprechende und klangvolle Duos für vorgeschrittenere Spieler. 

Haydn, Michael, Vier Sonaten für Violine und Bratsche [Gdur, 
Ddur, Fdur, Edurl, zum ersten Male herausgegeben und mit 
einer Vorrede versehen von W. Altmann. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 2 Hefte, je 1.50 M. 

Mozart, W. A., Duo, Gdur [Küchel-Verz. 423], Duo, Bdur [Köchel- 
Verz. 424]. Partitur (Breitkopf & Härtel je 1 M. — Rev. von 
Th. Laforge (Volksausgabe Breitkopf & Härtel), A. Schulz (Litolffi, 
Fr. Hermann (Peters), beide Duette in einem Heft [Stimmen] je 
\ .20 M. 

Ungemein frische, in den langsamen Sätzen ausdrucksvolle Musik von 

trefflicher Klangwirkung. 

Stufe V. 

Halvorsen, J., Sarabande mit Variationen über ein Thema von 
Händel. (Hansen.) 3 M. 

Ein ausgezeichnetes Stück für den Konzertsaal. Die Variationen sind vor- 
trefflich gearbeitet und in wirkungsvoller Steigerung aufgebaut. Den mit Finger- 
satz- und Bogenstrichbezeichnungen versehenen Stimmen liegt die Partitur bei. 
Spohr, L., Op. 13. Duo concertant. Ausgabe von G. Nowotny 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel), A. Blumenstengel (Litolff), Orig.- 
Ausg. (Peters) 1 M. 

Schön geformt und gehaltvoll. 



III. Duette für Violine und Violoncello. 113 

III. Duette für Tioline und Violoncello. 

Stufe IIa. 

Haydn, J., Duo. Veröffentlicht von F. Bennat. (Forberg.) i.oO M. 
Das Stück ist in England aufgefunden, wo es wahrscheinlich von Haydn 
bei dessen Aufenthalt in London (1790 — 94) komponiert worden ist. 

Stufe III. 

Stamitz, K., Op. 19. Sechs Duos. Neuausgabe von W. Altmann. 
(Litolff.) i.oOM. 

Eine ausgezeichnete Ausgabe der sehr instruktiven Duos. 

Stufe III a. 
Grünberger, L., Op. 16a. Suite, Bdur. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Stufe IV. 

Romberg, A. u. B., Op. 2. Drei konzertante Duos, Gdur, Esdur, 
GmoU. (Breitkopf & Härtel. 4 M. 
Veraltete, aber gut übende Musik. 

Stufe V. 

Hermann, Fr., Op. 12. Grand Duo brillant. (Kistner.) 3 M. 

Bei schwungvollem und virtuos ausgefeiltem Vortrag, ein dankbares Vor- 
tragsstück im Salonstil. 

Stufe VI. 

Leonard, H. und F. Servais, Grand Duo de Goncert über zwei 
englische Nationalmelodien. 2 M. — Grand Duo de Goncert II über 
Themen von Beethoven. 2 M. — Duo de Goncert III. 2 M. — 
Duo de Goncert IV über Motive aus der Oper »Die Afrikanerin« 
von Meyerbeer. 2 M. Sämtlich bei Schott erschienen. 

Die Duos stellen ziemlich erhebliche Ansprüche an die Technik der Aus- 
führenden, sind von guter Klangwirkung und für den Salonvortrag geeignet. 

Mollenhauer, E., Op. 3. Lucrezia-Fantasie. (Schuberth.) 1.75 M. 

Die Fantasie verlangt zwei Spieler mit hervorragender Technik. 
Vieuxtemps, H. und F. Servais, Grand Duo über Motive aus 
Meyerbeers »Hugenotten«. (Schott.) 2 M. 

Ähnlich den Duos von Leonard und Servais gestaltet und gleich diesen 
dankbar. 



IV. Trios für zwei Violinen und Viola. 

Stufe la. 

Cr^mont, P., Op. 1 3. Drei Trios Viola oder Violoncelloj. (Breitkopf 

& Härtel.) 3.60 M. Neuausgabe von J. Klingenberg. (Litolff.) 2 M. 

Die beiden ersten bewegen sich zwar nur im Umfang der ersten Lage, 

erfordern aber schon gewandtere Spieler. Das dritte Trio führt bis in die 

dritte Lage. 

Grünberg, Literatur der Streichinstrumente. 8 



114 C. Ensemblemusik. 

Stufe II. 

Andersen, F., Drei Kinder-Trios [Nr. 1 und 2 in Ddur, Nr. 3 in 
Gdurj. (Hansen.) 3 M. 
Anregend und übend. 
Gabrielli, L., Drei Trios, Nr. 1 Gdur. (Schott.) i.50 M. | 

Stufe IIa. 

Beethoven, L. v., Op. 87. Trio, Gdur. Nach dem Trio für zwei 
Oboen und Englisch Hörn bearbeitet. (Breitkopf & Härtel.) 1 .80 M. 

Czerny, J. 24 leichte und progressive Terzette über beliebte 
klassische Stücke. (Litolff.) 2 Hefte, je 1.20 M. 

Das erste Heft enthält Stücke von Graun, Gluck, Händel, Beethoven, Mehul, 
Mozart, Weber, Bellini ; das zweite solche von Beethoven, Mozart, Boccherini, 
Weber, Haydn, Mendelssohn, Schubert. Die Violastimme ist als Partitur ein- 
gerichtet. Heft I kann schon auf der vorigen Stufe benutzt werden. 

Gabrielli, L., Drei Trios, Nr. 2 Ddur. (Schott.) 1.50 M. 
Schoen, M., Op. 57. Der Geburtstag. Drei kleine Fantasiestücke. 
(Oberdörffer-Leipzig.) 1.80 M. 

Stufe III. 

Bruni, B., Op. 36. La petite Conversation. Sechs Trios [Viola 

oder Violoncello . (Breitkopf & Härtel.) 2 Hefte, je 2.40 M. 
Gabrielli, L., Drei Trios, Nr. 3 Gdur. (Schott.) 1.50 M. 

Stufe Hla. 

Fuchs, R., Op. 61. Zwei Terzette. (Schlesinger.) Nr. 1 Partitur 

3 M., Stimmen 3 M.; Nr. 2 Partitur 4 M., Stimmen 4 M. 
Thern, Carl, Op. 60. Trio. (Kahnt.) 4 M. 

Das Werk verlangt von den Ausführenden Spielsicherheit und entwickeltes 
Rhythmusgefühl. Das Trio des Scherzos geht im s/^-Takt. 

Stufe IV. 

Bruni, B., Op. 36 a. Sechs Trios TViola oder Violoncelloj. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 6 M. Einzeln, jedes Trio 1.20 M. 
Das erste und dritte dieser Trios sind die schwierigeren, die andern 
können von Begabten schon auf der vorigen Stufe gespielt werden. 

Stufe IVa. 

Hollaender, B., Op. 12. Drei Charakterstücke 'Viola oder Violon- 
cello]. Nr. 1 Zingara, Nr. 2 Rhapsodie, Nr. 3 Scherzo. (Schott.) 
Komplett 2.50 M. Einzeln: Nr. 1. Zingara 1.20 M. Nr. 2, Rhapsodie 
1 M. Nr. 3. Scherzo 1.20 M. 

Mazas, F., Op. 18. Drei Trios für 2 Violinen und Viola oder 
Violoncello. Revidiert und bezeichnet von A. Schulz. (LitolfT.) 
1.50 M. 




V. Trios für zwei Violinen und Violoncello. 115 

V. Trios für zwei Violinen und Violoncello. 

(Siehe auch IV. Trios für zwei Violinen und Viola.) 
Stufe la. 
Cremont, P., Op. 13. Drei Trios, Fdur, Ddur, Gdur. (Breitkopf 
& Härtel.) 3.60 M. Neuausgabe von J. Klingenberg. (Litolff.) 2 M. 

Siehe Abt.: Trios für zwei Violinen und Viola, Stufe la. 

Stufe II. 
Beethoven, L. v., Sechs ländlerische Tänze. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 1 M., Stimmen 90 Pf. 
Ganz kurze Tanzweisen. 
Gabrielli, L., Drei Trios. Nr. 1 Gdur. (Schott.) 1.50 M. 

Unterhaltungsmusik, ungefähr in der Art der leichten Duette von Mazas. 
Mozart, W. A., Sechs ländlerische Tänze. (Breitkopf & Härtel.) 

Partitur 50 Pf., Stimmen 90 Pf. 
— Sieben Menuette mit Trio. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 1 M., 

Stimmen 90 Pf. 
Svendsen, J., Solitude sur la Montagne [Melodie von Ole Bull], 
auch für Violine, Viola, Violoncello eingerichtet von A. Reinhard. 
(Hansen.) 1.25 M. 

Stufe IIa. 
Gabrielli, L., Drei Trios, Nr. 2 Ddur. (Schott.) 1.50 M. 
Händel, G. F., Sechs Trios [Sonaten] für zwei Oboen mit Baß. 
Als Trio für zwei Violinen und Violoncello oder mit ausgear- 
beiteter Klavierbegleitung herausgegeben von A. Krause. (Schott.) 
Nr. 1 Bdur, Nr. 2 dmoll, Nr. 3 Esdur, Nr. 4 Fdur, Nr. 5 Gdur, 
Nr. 6 Ddur, je 2.50 M. 

Die zum ersten Male mit der für eine stilgetreue Ausführung erforder- 
lichen Klavierbegleitung herausgegebenen Trios für zwei Oboen und Baß zählen 
zu Händeis frühesten Kompositionen und wurden, wie Chrysander angibt, 1 696, 
mithin schon im elften Lebensjahre, geschrieben. Es sind ergreifende Tonstücke, 
die den Beweis hoher geistiger Entwicklung liefern. Diese Trios sind eine Be- 
reicherung der gediegenen Hausmusik; auch für pädagogische Zwecke eignen 
sie sich vortrefflich. 

Stufe III. 

Bruni,B.,Op. 36. 6 Trios. (Breitkopf & Härtel.) 2 Hefte, je 2.40 M. 
Gabrielli, L., 3 Trios. Nr. 3, Gdur. (Schott.) 1.50 M. 
Maurer, L., Op. 70. Pieces de Societe. Sechs Trios. Breitkopf 
& Härtel.) Heft I 2.70 M. 

Enthält: Trio, Gdur (Theme de l'Opera: Jean de Paris), Esdur (Romanze 
von Kreutzer \ D nioll (Melodies de l'Opera: Le Vampire). Unterhaltungsmusik. 
Am Schluß des letzten Trios wird die erste Violine bis in das hohe e geführt. 

Stufe IV. 
Bruni, B., Op. 36a. 6 Trios. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
6 M. Jedes Trio einzeln 1.20 M. 

Das erste und dritte dieser Trios sind die schwierigeren, die andern können 
von Begabten schon auf der vorigen Stufe gespielt werden. 

8* 



116 C. Ensembleiuusik. 

Maurer, L., Op. 70. Pieces de Societe. 6 Trios für 2 Violinen 
und Violoncello. (Breitkopf & Härtel.) Heft II 2.70 M. 

Enthält: Trio, Bdur (Chanson AUemande, Bdur (L'Adelaide de Beethoven), 
Esdur (Air de l'Opera: Les deux Journees). 

Stufe IVa. 

Mollenhauer, E., Op. 6. Trio concertant. (Schuberth.) 1.50 M. 

Ein gut klingendes Andante, in dem die beiden Violinen die gleichen 
Schwierigkeiten zu bewältigen haben. 



_VI. Trios für Yioline, Viola und Violoncello. 

Stufe la. 

Wohlfahrt, Rob., Op. 1 91 . -13 Stücke. (Roh. Forberg.) HeftIVI.80 M. 
Gut gewählte Melodien und Lieder. 

Stufe II. 

Mozart, W. A., Fünf Trios, nach den Divertiments für zwei Kla- 
rinetten und Fagott, übertr. von G. Lewicki. (Breitkopf & Härtel.) 
Nr. 1—3 je 1.80 M., Nr. 4 '5 1.80 M. 

Die Trios stehen sämtlich in Gdur und können mit ausschließlicher Be- 
nutzung der ersten Lage ausgeführt werden, auch kann die Violinstimme auf 
der Viola gespielt werden. 

Stufe Ha. 

Eichberg, Jul., Op. 29. Fünf Skizzen. (Hofmeister.) 3 M. 

L Allegro spirituoso. IL Andantino quasi Allegretto. III. Waldnacht 
(Andante . IV. Märchen. V. Genuesisches Ständchen (Vivace). 

Einfache Stücke, die als Übung im Zusammenspiel vorteilhafte Verwen- 
dung finden. In Nr. 5 berührt die Violine die fünfte Lage. 
Kayser, H. E., Op. 62. Zwei leichte Trios, Nr. 1 Cdur, Nr. 2 Gdur 
(auch für zwei Violinen und Violoncello). (0. Forberg.) Je 3 M. 

Wohlklingend und übend. Das zweite Trio, Gdur, ist etwas schwieriger 
als das erste, in G dur stehende. 

Stufe III. 

Schubert, Fr., Trio, Bdur. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 50 Pf., 
Stimmen 90 Pf. 

Ein Allegrosatz von Frische und melodischem Fluß. 

Stufe IV. 

Beethoven, L. van, Op. 9. Drei Trios. Nr. 1 Gdur, Nr. 2 Ddur. 
(Breitkopf & Härtel.) Partitur jedes Trios 1 .50 M., Stimmen 1 .80 M. 
— Sämtliche Streichtrios und ländlerische Tänze, rev. von Fr. 
Hermann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel 3.50 M. — Streich- 
trios (Peters Partitur 3 M., Stimmen Trios und Serenade Op. 25) 
3.50 M. — Streichtrios und Serenade Op. 8 (Litolff) Partitur 2 M., 



■ 



VII. Trio für Flöto, Violine und Viola. 117 

Stimmen 3 M. — Streichtrios und Serenade Op. 25, rev. von 
Fitzner (Universal-Ed.) Stimmen 3.50 M. 

Diese Trios verlangen Spieler, die schon Übung im Zusannmenspiel be- 
sitzen. 

Sinigaglia, Leone, Op. 33. Serenade, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 1 M., Stimmen 6.30 M. 

Eine pikante, trefflich klingende Komposition. 

Stufe IVa. 

Beethoven, L. v., Op. 3. Trio, Esdur. (Breitkopf & Härtel.) 

Partitur 1.50 M., Stimmen 2.70 M. 
— Op. 9Nr. 3. Trio, Cmoll. ^BreitkopfÄ Härtel.) Partitur 1.50 M., 

Stimmen 1.80 M. 
Berger, W., Op. 69. Trio, GmoU. (Simon.) Partitur 2 M., Stimmen 

6 M. 

Ein frisch empfundenes und ebenso wirkendes Werk, das eine Bereiche- 
rung dieser Literatur bedeutet. Von vortrefflicher Arbeit und dankbar für die 
Spieler, wird seine Vorführung immer willkommen sein. 

Dohnänyi, E. v., Op. 10. Serenade. (Universal-Ed.) 4 M. 

Frisch und rhythmisch prägnant im ersten Satz, wohlklingend in der 
Romanze, von behender Beweglichkeit im Scherzo, dem interessante Variationen 
folgen, und wirkungsvoll im Finale. Besondere Schwierigkeiten treten den 
Spielern nicht entgegen. 

Hermann, Fr., Op. 25. Terzinen. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
1.50 M., Stimmen 2.70 M. 

Sechs interessante, gut musikalische Sätze, deren Wiedergabe geübtere 
Spieler verlangt. 

Mozart. W. A., Divertimento, Esdur. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
2 M., Stimmen 2.70 M., (Peters) 1 M., (Litolff) 1 M. 

Reinecke, C, Op. 249. Trio, Cmoll. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
2 M., Stimmen 3.60 M. 

Inhalt und Gestaltung weisen diesem Trio einen hervorragenden Platz 

an in der Literatur der Streichinstrumente. 

Stufe Va. 

Beethoven, L. v., Op. 8. Serenade, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 1.50 M., Stimmen 1.80 M. 

Eine ungemein reizvolle Komposition von reichem Stimmungswechsel und 
musterhafter Gestaltung des Stiles. 



VII. Trio für Flöte, Tioline und Tiola. 

Stufe IVa. 

Beethoven, L. v., Op. 25. Serenade. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
1 M., Stimmen 1.80 M. 



118 C. Ensemblemusik. 

Till. Kompositionen für drei und yier Violinen. 

Stufe I. 
Hofmann, Rieh., 100 Stücke für vier Violinen. (Zimmermann.) 
Heft I und 11. Jede Stimme des einzelnen Heftes 50 Pf. 

Sammlung geistlicher, patriotischer und weltlicher Stücke mit Vortrags- 
angaben. Die letzten Nummern des zweiten Heftes führen bis in die dritte, 
an einer Stelle bis in die fünfte Lage. 

Wohlfahrt, Fr., Op. 88. Melodische Stücke für drei Violinen. 
(Roh. Forberg.) I. Heft 2.50 M. 
Gute Übungen im Zusammenspiel. 

Stufe la. 
Bella, J. L., Op, 4. Sonate für 3 Violinen in der ersten Lage. 

(Breitkopf & Härtel.) Jede Stimme 30 Pf. 
Geschickt gemacht und im Zusammenspiel übend. 
Brunner, Ed., Op. 98. Jugenderinnerungen. Vier Stücklein für 

drei Violinen. (Simon.) Partitur und Stimmen i.60.M. 

I. Kinderreigen, Fdur. II. Süßer Traum, Gdur. III. Mazurka, Ddur. 
IV. Herzleid, Gmoll. — Sehr nette Stückchen. 

Dancla, Gh., Op. 123 Heft 2. Vier Stücke für drei Violinen. Be- 
arbeitet von H. Dessauer. I. Romanze. H. Polka. HI. Moderato 

flebile. IV. Mazurka. (Schott.) 1.50 M. 
Köhler, P., Op. 46. Leichtes Quartett, Gdur, für vier Violinen. 

(Schott.) 2 M. 

Jede Stimme führt abwechselnd die Melodie und ist mit doppeltem Finger- 
satz versehen. Der über den Noten angegebene ist anzuwenden, wenn die 
erste Lage nicht verlassen werden soll, der unter den Noten stehende führt 
bis in die dritte Lage. 
Wahls, H., 22 Stücke berühmter Meister für drei Violinen. (Kahnt.) 

Je 1.50 M. 
Wohlfahrt, Fr., Op. 88. Melodische Stücke für drei Violinen. 

(Roh. Forberg.) Heft H 2.50 M. 

Stufe Ha. 
Hofmann, Rieh., 100 Stücke für vier Violinen. (Zimmermann.) 
Heft ni und V. Jede Stimme des einzelnen Heftes 50 Pf. 
Heft V enthält ausschließlich russische Musik. 
Kässmayer, M., Op. 39. Vier kleine Stücke für drei Violinen. 
(Schlesinger.) 1.80 M. 

Sehr hübsch gemachte Stücke. 

Stufe m. 
Henning, G. Th., Op. 109. 12 mittlere Schüler-Trios im Pleyel- 
schen Stile. (Garisch & Jäniehen-Leipzig.) 2 Hefte, je 2 M. 
Angenehm zu spielende, gut gemachte kurze Stücke, die von den drei 
Spielern annähernd den gleichen Grad von Leistungsfähigkeit verlangen. 

Stufe nia. 
Hofmann, Rieh.. 100 Stücke für vier Violinen. (Zimmermann.) 
IV. Heft. Jede Stimme 50 Pf. 



IX. Quartette für zwei Violinen, Viola und Violoncello. 119 

Stufe IV. 

Bloss, C, Romanze, Ddur, für vier Violinen. ( Schmidt-Heilbronn.) 

1.20 M. 
Dont, J., Op. 45. Quartett für vier Violinen. (Schuberth.) 5 M. 
Ohne besondere Schwierigkeiten zu enthalten, bietet dieses Quartett eine 
ausgezeichnete Übung im Zusammenspiel. 
Gabrielli, L., Suite für vier Violinen. (Schott.) 2 M. 

Die drei Sätze der Suite (Adagio con espressione, Gavotta, Moderato 
solenne) enthalten viel Übendes. Das Trio der Gavotte ist durchweg Pizzikato. 
Spie SS, E., Op. 48. Etüde, Nocturne und Scherzo capriccioso für 

drei Violinen. (Schott.) 3 M. 
Spohr, L., Andante für 3 Violinen. Nach dem ersten Satz des Duos 
Op.39Nr.2 bearb.vonFr.Hermann. ( Breitkopf & Härte!.) i.20M. 
Das Stück klingt ganz vortrefflich und ist sehr geeignet zum Vortrage 
bei mehrfacher Besetzung. 

Stufe IVa. 

Mozart, W. A., Fantasie, Dmoll. Für drei Violinen eingerichtet 
von J. G. Stern. (Simon.) i.50 M. 

Die zweite und dritte Violine sind ohne jede Schwierigkeit und können 
von Spielern früherer Stufen ausgeführt werden. 

Stufe V. 

Hiller, Ferd., Op. 203. Capriccio fugato für vier Violinen. (Hof- 
meister.) Partitur 2 M., Stimmen 3 M. 

Die klangvolle, meisterhaft gearbeitete Fuge ist bei guter Ausführung 
von ausgezeichneter Wirkung. 

Stufe VI. 

Liszt, Fr., Au Bord d'une Source a. Annees de P^lerinage. Für 
3 konzertierende Violinen einger. von Ed. Singer. (Schott.) 2.50 M. 
Ein für alle drei Spieler schwieriges Stück. 



IX. Quartette für zwei Tiolinen, Tiola und Violoncello. 

Stufe la. 

Schröder, Herm., Op. 8. Sechs kleine leichte und instruktive 
Quartette. (Schott.) Heft I Partitur 1 M., Stimmen 3 M. 

Diese kleinen Quartette sind angelegentlichst zu empfehlen. Die Stimmen 
sind genau bezeiclinet und mit Buchstaben zum schnellen Zusammenfinden bei 
etwaigen Irrungen versehen. 

Stufe H. 

Bach, J. S., 6 Fugen, arrang. v. Guill. Braun. (Hofmeister.) 2 M. 

Studien für das Zusammenspiel. 
Schröder, Herm., Op. 8. Sechs kleine leichte und instruktive 
Quartette. (Schott.) Heft II Partitur 1.50 M., Stimmen 4 M. 

Vortrefflich. Vielleicht die besten für Anfänger geschriebenen Quartette. 



120 C- Ensemblemusik. 

Stufe III. 

Händel, G. F., Aria aus der Suite Nr. iO für Klavier, übertragen 

von E. Singer. (Hansen.) Partitur und Stimmen 1.50 M. 
Hofmann, Rieh., Op. Wß. Leichtes Quartett, Gdur, zum Vortrag 
und zur Ausbildung im Ensemblespiel. (Zimmermann.) Partitur 
und Stimmen 6 M. 
Weidig, Ad.jOp. 1 1. Quartettino in Form einer Suite! (Schott.) 3M. 
Vier gut geformte und ansprechende Sätze: Prelude, Valse, Romance, 
Gavotte. 

Stufe Hla. 

Foerster, Jos., B., Op. 15. Quartett, Edur. (Junne.) Partitur 1 M., 
Stimmen 5 M. 

Zum Studium, wie auch zur Aufführung zu empfehlen. 
Gerlach, Th., Op. 23. Miniatursuite. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
3 M., Stimmen 3.60 M. 

Fünf gut gesetzte, charakteristische Sätze. Viel Stimmung bringt der erste 
Satz, Introduktion, zum Ausdruck, sehr nett ist die Humoreske. 

Stufe IV bis IVa. 

Bazzini, Ant., Op. 80. Quartett Nr. 5, Gmoll. (Schott.) Partitur 

2 M., Stimmen 5 M. 
Angenehm zu spielen. 
Bruch, Max, Op. 9. Quartett Nr. 1, Cm oll. —Op. 1 0. Quartelt Nr. 2, 

Edur. (Breitkopf & Härtel.) Jedes Quartett 4.80 M. 

Allegro maestoso. 

ViCI. 




Busoni, F., Op. 26. Quartett Nr. 2, DmoU. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 3 M., Stimmen 3.60 M. 

Ein interessantes Quartett, dessen Vortrag sorgfältiger Vorbereitung bedarf. 
Cherubini, L., Drei Quartette. (Peters.) 4.50 M. 

Davon Nr. 2 Cdur, Nr. 3 Dmoll. Die Quartette Cherubinis verlangen aus- 
gefeilten Vortrag, klare Phrasierung und feinste Nüanzierung. 
Dohnänyi, E. v., Op. 7. Quartett, Adur. (Universal-Ed.) 6 M. 

Das Werk zeichnet sich durch harmonische und klanghche Schönheiten 
aus, die besonders im zweiten Satz zur Geltung gelangen. Die Themen sind 
gut erfunden und ihre Verarbeitung zeigt manche Feinheiten. Im ersten Satz 
interessiert besonders die nach Buchstabe K eintretende originelle rhythmische 
Gestaltung, in der 4/4- und 3/^-Takt in fortgesetztem Wechsel auftreten, durch 
die Natürlichkeit ihrer Gliederung. Das Finale atmet xmgarische Luft. 
Fuchs, Rob., Op. 58. Quartett, Edur. (Universal-Ed.) Partitur 
3 M., Stimmen 6 M. 

Vortrefflich gearbeitet, voll feiner Inspirationen; dabei für die Instrumente 
dankbar gesetzt. 

Gade, N. W., Op. 63. Quartett Nr. 1, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 2 M., Stimmen 3.60 M. 

Wohlklingende und fein gearbeitete Musik. 



1 



IX, Quartette für zwei Violinen, Viola und Violoncello. 



121 



Haydn, J., Quartette. Sämtliche 83 Streichquartette. (Peters. 30 M. 

— 15 berühmte Quartette, bez. von F.Hermann. (Ebenda.) 7.50 M. 

— i 5 ausgewählte Quartette, bez. von F. David. (Volksausgabe 
Breitkopf&Härtel.) 7.50M. Einzeln: Nr. 1—13 je 1.20 M., Nr. 14 
und 15 je 2.40 M. — 20 ausgewählte Quartette, bez. von M. 
Dello und Schultze-Biesantz. (Litolff.) 7.50 M. — Sämtliche Quar- 
tette, rev., mit Fingersatz und Stricharten versehen vonR.Jockisch. 
(Kistner.) Jedes Quartett 1 M. 

In diesen Quartetten spiegelt sicli der geniale Humor des Meisters, aber 
auch seine Innigkeit und Schaffensfreude wieder. Sie erscheinen noch heute 
so frisch und wirksam wie zur Zeit ihrer Entstehung und erfreuen immer 
wieder Spieler und Hörer durch ihre Lebendigkeit und Stimmung. 

Der Schwierigkeitsgrad der Quartette erstreckt sich über dieStufen IVbis Va. 

Heinrich XXIV., Prinz Reuss, Quartett, Asdur. (Schott.) Partitur 
4 M., Stimmen 6 M. 

Heubner, Conrad, Quartett, EmoU. (Kahnt.) Partitur 1.80 M., 
Stimmen 8 M. 

Krug, Arnold, Op. 96. Quartett, Fdur. (0. Forberg.) Partitur 3 M. 
Stimmen 5 M. 

Melodiös und schwungvoll mit manchen interessanten Einzelheiten. 

Langhans, W., Op. 4. Quartett, Dmoll. (Maho-Paris.) 
Ein trefflich geformtes und fein ausgearbeitetes Werk. 

Mozart, W. A., Sämtliche Quartette [Nr. 1 — 30], kritische Gesamt- 
ausgabe. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 25.50 M., Stimmen 43 M. 

— Quartette. (Litolff.) 10.50 M. — Quartette. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) Band I: 13 Quartette, bez. von Fr. Hermann, 
6 M.; Band H: 10 berühmte von F. David 6 M. — 10 berühmte 
Quartette (Peters), Stimmen 6 M., in Partitur 2 Hefte je 3 M. 
Die andern 17 Quartette 9 M. — 10 Quartette (Universal-Ed.) 
6 M., einzeln je 1 M. 

Davon auf dieser Stufe: 



Nr. n*\ Gdur. 



AIIegTO vivace asBat 



Nr. 17, Bdur. 

Alle^o vivace assah 




Nr. 20. Ddur. 

AUe^retto. 



^»Mjln.rhü , ! j. ji ^j^^ i ^ j :i 



Onslow, G., 18 Quartette. (Breitkopf & Härtel.) Stimmen zu 
Nr. 1 bis 12 je 1.20 M.; zu Nr. 13 bis 18 je 2.40 M.; Partitur 
zu Nr. 1 bis 15 je 1 M. 

Die drei letzten Quartette sind nach den Trios Op. 14 gearbeitet. Ihrer 



*) Die Nummern entsprechen den Bänden der Volksausgabe Breitkopf & Härtel. 



122 C. Ensemblemusik. 

Faktur und des Flusses wegen sind diese Quartette zur Übung im Zusamraen- 
spiel und als prima visla-Übung zu verwenden. Nr. 7 enthält Variationen über 
>God save the Kingc, denen Haydns bekannte Variationen über >Gott erhalte 
Franz den Kaiser« zum Muster gedient haben. 

Pick-Mangiagalli, R., Op. 18. Quartett, Gmoll. (Universal-Ed.) 
Partitur 2 M., Stimmen 6 M. 

Das Werk besteht aus drei Sätzen: Nocturne, Ariette. Epilogue. In die 
Mitte des Nocturne ist ein Scherzo gesetzt, das gut eingeführt und zwanglos 
in das langsame Tempo zurückgeführt ist. Recht ansprechend ist die Ariette. 
Der rhythmisch markant einsetzende Epilogue besitzt Schwung und künst- 
lerische Verarbeitung. 

Raff, J., Op. 192. Drei Quartette. Davon Nr. 3: Suite in Kanon- 
form. (Kahnt.) Partitur 3 M., Stimmen 6 M. 
Rauchenecker, G., Quartett, Cmoll. (Breitkopf & Härtel.) 3.60 M. 
Reinecke, C, Qp. 16. Quartett, Esdur. (Hofmeister.) 5 M. 
Ansprechende Themen und fein ausgeführte Arbeit. 

— Op. 30. Quartett Nr. 2, Fdur. (Hofmeister.) 5 M. 

Etwas schwieriger als das vorstehende Quartett, stellt es namentlich im 
Adagio Ansprüche an die musikalische Feinfühligkeit der Ausführenden. 

— Op. 211. Quartett Nr. 4, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 

2 M., Stimmen 3.60 M. 

— Op. 132. Quartett Nr. 3, Fdur. (Rob. Forberg.) Partitur 3 M., 
Stimmen 7 M. 

Rh ein berger, Jos., Op. 93. Thema mit Veränderungen. (Rob. 
Forberg.) Partitur 3 M., Stimmen 4 M. 

Schubert, Fr., Op. 125 Nr. 1. Quartett, Esdur. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur IM., Stimmen 2.40 M. 

Svendsen, J. S.^ Op. 26. Romanze, Gdur, für Violine, als Quartett 
bearbeitet. (Hansen.) Partitur und Stimmen 3 M. 

Das klangschöne Stück ist auch in dieser Bearbeitung, die die führende 

Stimme unverändert gelassen hat, von guter Wirkung. 

Veit, H. W., Op. 3. Daraus: Variationen über die russische National- 
hymne. Herausgegeben von R. Jockisch. (Kistner.) 1 M. 

Wolf, Hugo, ItalienischeSerenadefürStreichquartett. (Universal-Ed.) 

3 M- 

Ursprünglich für kleines Orchester geschrieben, ist das Stück (die Sere- 
nade besteht nur aus einem Satz) später vom Komponisten selbst für Streich- 
quartett bearbeitet worden. Bei einer Wiedergabe, die den graziösen Grund- 
charakter erfaßt und die pikanten Einfälle zum entsprechenden Ausdruck 
gelangen läßt, dürfte ein Erfolg sicher sein. 

Stufe V bis Va. 

Abert, J. J., Op. 25. Quartett Nr. 1, Adur. (Hofmeister.) 6 M. 

Zwar keine Musik, die tiefer erwärmt, die jedoch interessiert durch treff- 
liche Arbeit und besondere rhythmische Einfälle. 

Beethoven, L. van, Sämtliche Quartette Nr. 1 — 17, kritische Ge- 
samtausgabe. (Breitkopf & Härtel.) Partitur ^2 Bde.] 33.60 M., 
Stimmen 1^4 Bde.^ 50.1 M. — Sämtliche Streichquartette, heraus- 
gegeben von E. Röntgen. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 



\ 



IX, Quartette für zwei Violinen, Viola und Violoncello. 



123 



3 Bände je 4.50 M. — Ausgabe von F. David. (Peters.) 3 Bände, 
je 4.50 M. — Neue Ausgabe von Joachim-Moser. (Peters.) 3 Bde. 
je 4.50 M., Partituren, 4 Bde. je 3 M. — (Litolff.) 1 2 M., Partituren, 

4 Bände, je 2 M. 
Daraus: 

Beethoven, L. van, Op. 18. Sechs Quartette. (Breitkopf & Härtel.) 
Jedes Quartett: Partitur 1 M., Stimmen 2.40 M. Ausgabe von 
E. Röntgen, jedes Quartett (Stimmen) 2.40 M. 
Nr. 4. 

. AUe^io con brio. 

J UI Liliil j I I ILMIi.llJ 




AUegro^ 



Nr. 2. 



Nr. 3. 



Nr. 5. 

Alle^ro. 

'f"^^]rf~^^nr I ^1 i 'i n' ' 

Nr. 6. 

AUegToeonb rio. ^,^ ^ fi^TT^. 



— Quartett, Fdur, nach seiner Edur-Klaviersonate Op. 14 Nr. 1, 
Revidiert von W. Altmann. (Breitkopf & Härtel.) 2.40 M. 



Dieses Quartett wurde iSOi von Beethoven nach seiner Sonate Op. H 
Nr. 1 bearbeitet. Der Meister schrieb darüber am -13. Juli 1802 an Breitkopf 
& Härtel: 

>Die unnatürhche Wui, die man hat, sogar Klaviersachen auf Geigen- 
instrumente verpflanzen zu wollen, Instrumente, die so einander in allem ent- 
gegengesetzt sind, möchte wohl aufhören können. Ich behaupte fest, nur 
Mozart könnte sich selbst vom Klavier auf andere Instrumente übersetzen, 
sowie Haydn auch — und ohne mich an beide große Männer anschließen zu 
wollen, behaupte ich es von meinen Klavier sonaten auch. Danichtallein 
ganze Stellen gänzlich wegbleiben und umgeändert werden müssen, so muß 
man — noch hinzutun, und hier steckt der mißliche Stein des Orchesters, den 
um zu überwinden, man entweder selbst der Meister sein muß oder wenigstens 
dieselbe Gewandtheit und Erfindung haben muß. — Ich habe eine einzige 
Sonate von mir in ein Quartett für Geigeninstrumente verwan- 
delt, worum man mich so sehr bat, und ich weiß, das macht mir so 
leicht nicht ein anderer nach.< 

Daß dieses in Vergessenheit geratene Quartett eine hochwillkommene 
Gabe für alle Freunde des Quartettspiels sein wird, steht außer allem Zweifel. 
Es ist das Verdienst W. Altmanns das Werk wieder zugänglich gemacht zu 
haben. 

David, F., Op. 32. Quartett, Amoll. (Breitkopf & Härtel.) 3.60 M. 
^vofäk, Ant., Op. 34. Quartett, Dmoll Brahms gewidmetj. (Schle- 
singer.) Partitur 6 M., Stimmen 8 M. 
— Op. 51. Quartett, Esdur. (Universal-Ed.) 4 M. 
Fuchs , Alb., Op. 40. Quartett, EmoU. (Kahnt.^ Partitur 1.50 M., 
Stimmen 6 M. 

Melodiös und gut gearbeitet. 



][24 C- Ensemblemusik. 

Fuchs, Rob., Op. 62. Quartett, Amoll. (Schlesinger.) Partitur 

5 M., Stimmen 6 M. 
Gerber, JuL, Op. 12. Quartett, Gdur. (Kahnt.) ^ ^- p^^/^A/i, 

Melodisch fließend und gut gemacht. ^ 

Grädener, Herrn., Op. 33. Quartett Nr. 1, Dmoll. — Op. 39. Quartett 
Nr. 2, Ddur. (Universal-Ed.) Je 6 M. 

Werke eines begabten Musikers; interessant in der Harmonik und im 
Rhythmus. 

Grieg, E., Op. 27. Quartett, GmoU. (Peters.) Partitur 70 Pf., 
Stimmen 5 M. 

Ein schwungvolles Werk von Eigenart, dankbar für die Spieler. 
Kleffel, Arno, Op. 25. Quartett, Gmoll. (Simon.) 9 M. 

Temperamentvolle, gut gearbeitete Musik, mit deren Vortrag vier gute 
Interpreten Erfolg haben werden. 

Lange, S. de, Op. 67. Quartett Nr. 3, Gdur. (Rahter.) Partitur 
3 M., Stimmen 6 M. 

Das Quartett besteht aus zwei Hauptabteilungen. Die erste wird gebildet 
von dem Lento mit anschheßendem Allegro appassionato, die zweite vom 
Adagio, Thema mit Variationen in freiem Stil und Finale. Das Ganze zeichnet 
sich durch Klarheit und gleich bedeutsame Behandlung der Instrumente aus. 
Mendelssohn, F., Sämtliche Quartette (Op. 12, Esdur; Op. 13, 
Amoll; Op. 44, Ddur, Emoll, Esdur; Op. 80, Fmoll; Op. 81, An- 
dante, Scherzo, Capriccio, Fuge), kritische Gesamtausgabe. (Breit- 
kopf & Härtel.), Partitur 13 M., Stimmen 20 M. — Dieselben 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel) Partitur 3 M., Stimmen 6 M. 
— Sechs Streichquartette (Peters) 6M., (Litolff) 6 M. — Sieben 
Streichquartette (Universal-Ed.) je 1 M. 

Mendelssohns ästhetische Feinfühligkeit und die seinen Schöpfungen eigene 
meisterhafte Gestaltung machen die Quartette zu Werken von höherer künst- 
lerischer Bedeutung. Ihre Wiedergabe verlangt abgeklärte Tongebung und 
geschmeidige Bogenführung, in den Scherzosätzen Gewandtheit in den leichten 
Stricharten. 

Von den als Op. 81 herausgegebenen vier Stücken stehen nur das An- 
dant© und Scherzo in näherem Zusammenhang, da sie Teile eines unvollendeten 
Quartettes aus den letzten Lebensjahren des Komponisten sind. Das Capriccio 
wurde 1843, die Fuge 1827 komponiert. 

Mozart, W. A., Quartette Nr. 15, 16, 18, 22, 23. (Breitkopf & 
Härtel.) Partitur je 1 M., Stimmen je 2.40 M.; Ausgabe von F. 
David, Stimmen je 2.40 M. 

Nr.15,Dmoll. f^ ' "TT J:ll I J J Q ' '^"^ ' -I^ 
Nr. -16, Esdur. 
Nr. 18, Adur. 

N'"-'"'^'^"''- i'''inilll ^LUl i ii ' Ml 




AUe^o. 



IX. Quartette für zwei Violinen, Viola und Violoncello. 125 

„ AUegrp moderato. _ 

Nr. 23, Fdur. ^»^j_,l l^'Llr^l FJJJj,' U J, jl'| = 

Nielsen, Ludolf, Op. 1. Quartett, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 3 M., Stimmen 2.40 M. 

Das Werk eines Komponisten von bedeutender Begabung, der etwas zu 
sagen weiß und das Rüstzeug der Satzkunst beherrscht. 

Nielsen, Carl, Op. 5. Quartett, Fmoll. (Hansen.) Partitur und 

Stimmen 8 M. 

Musik von Eigenart, deren Wiedergabe geübte Ensemblespieler erfordert. 
Raff, J., Op. 136. Quartett Nr. 3, Emoll. — Op. 137. Quartett 

Nr. 4, AmoU. (Schuberth.) Partitur je 4.50 M., Stimmen je 8 M. 

— Op. 192 Nr. 1. Suite in älterer Form, GmoU. (Kahnt.) Partitur 
3 M., Stimmen 8 M. — Nr. 2. »Die schöne Müllerin«. Zyklische 
Tondichtung, Ddur. (Kahnt.) Partitur 4 M., Stimmen 1 M., Partitur 
in Taschenformat (Eulenburg) 1 M. Daraus einzeln : Die Mühle, 
Stimmen 3 M. ; »Erklärung«, Stimmen 2 M. 

Ein vielgespieltes, stimmungsvolles und dankbares Werk. 
Riemann, Hugo, Op. 26. Quartett, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 

2.40 M. 
Rubinstein, A., Op. 17 Nr. 1 . Quartett, Gdur. Nr. 2. Quartett, 

Gmoll. Nr. 3. Quartett, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) Jede Partitur 

2 M., Stimmen je 5 M. 

Schöpfungen eines genialen Musikers, schwungvoll und großzügig. Die 
Themen sind originell und meist von zündender Wirkung. Die Verarbeitung 
ist zwar nicht klassisch, doch interessant und fesselnd. In den Allegros spricht 
sich feuriges Temperament, im Andante stimmungsvolles Empfinden und sen- 
sibles Klangbewußtsein aus. 

Schubert, Fr., Sämtliche Streichquartette, kritische Gesamtaus- 
gabe. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 21.60 M., Stimmen 32 M. 
2 Bände (Peters), Partitur je 3 M., Stimmen je 4.50 M. — Vier 
ausgewählte Quartette (Op. 29, 161, Op. posth. Dmoll, Gmoll), 
rev. von Becker und A. Moser. (Peters.) Stimmen 4.50 M. — 
Vier ausgewählte Quartette (Op. 29, Op. 125 Nr. 1 und 2, Op. 
posth. Dmoll.). (Litolff.) Stimmen 3.50 M. 

— Op. 29. Quartett, AmoU. — Op. 125 Nr. 2. Quartett, Edur. 
(Breitkopf & Härtel.) Jede Partitur 2 M., Stimmen je 2.40 M. 

Op. 29. Op. 125 Nr. 2. 

Alle^o m» non troppo. Allegio con fuoco. 

JM ■ i i;7Ti<r i r"L^j i rij -' 'rTr- jh' in U\ \ jj \ i,n \ rnrh 

Schuberth, Garl, Op. 37. Quartett Nr. 3, Ddur. [Meine Reise 
in den Kirgisensteppen. J (Schuberth.) 4.50 M. 

Die charakteristischen Sätze führen die Überschriften : Ankunft, Bucharen- 
lied (Scherzo), Tartarengesang, Baschkirenlicd und Abreise. 
Schumann, Roh., Op. 41. Drei Quartette, AmoU, Fdur, Adur. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel, Peters.) Partitur 1.50 M., 
Stimmen 3 M. Revidiert von H. Böhme. (Litolff.) Stimmen 3 M. 
BedeutsameWerke der Kammermusikliteratur, von großem Stimmungsgehalt. 



126 



C. Ensemblemusik. 



Sinigaglia, Leone, Op. 27. Quartett, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 1 M., Stimmen 8,40 M. 

Ein schönes und wirkungsvolles Werk, lebendig und freundlich in den 
bewegten Sätzen, empfindungsvoll im Adagio, pikant im Scherzo und Finale. 
Smetana, ß., »Aus meinem Leben.« Quartett, Emoll. (Peters.) 
Partitur 70 Pf., Stimmen 5 M. 

Ein schwungvolles Werk von rhythmischer Prägnanz und teilweise dra- 
matischer Färbung. 

Veit, W. H,, Op. 7. Quartelt Nr. 3, Esdur. (Breitkopf & Härtel.) 
3.60 M. 

Gut geformt und klangvoll. 
Volkmann, Rob., Op. 9. Quartett Nr. 1, Amoil. (Volksausgabe 

Breitkopf & Härtel.) 5 M. 
Weber, J. Miroslav, Quartett Nr. 2, HmoU. (Hansen.) Stimmen? M. 
Das Werk ist 4 892 beim internationalen Streichquartett-Preisausschreiben 
der Kammermusik-Gesellschaft in Petersburg mit dem ersten Preise gekrönt 
worden. 

Stufe VL 

Bargiel, Woldemar, Op. 47. Quartett Nr. 4, DmoU. (Breitkopf 

& Härtel.) Partitur 2 M., Stimmen 4.80 M. 

Ein schönes Werk mit gut erfundenen Themen und geistvoller Verar- 
beitung, an der alle vier Instrumente gleichen Anteil nehmen, 
^eethoven, L. van, Op. 59. Drei Quartette. (Breitkopf & Härtel.) 

Partitur Nr. i— 3 je 2 M., Stimmen Nr. 1 3.60 M., Nr. 2 und 3 

je 2.40 M. Bearb. von E. Röntgen, Nr. 1 3.60 M., Nr. 2 und 3 

je 2.40 M. 

AUeffrtK. 

Nr. 1, Fdur. 




ti 



- Op. 74. Quartett, Esdur. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 1 M. 
Stimmen 2.40 M., rev. von E. Röntgen, Stimmen 2.40 M. 

, Poc o Ad agio.' ^llegro.. 

« »Otto CO» J^ ' '), 

- Op. 95. Quartelt, Fmoll. (Breilkopf & Härtel.) Partitur \ M., 
Stimmen 2.40 M., rev. von E. Röntgen, Stimmen 2.40 M. 

- Op. 133. Große Fuge, Bdur. (Breitkopf & Härtel.) Partitur \ M., 
Stimmen 2.40 M., rev. von E. Röntgen 2.40 M. 

Fuge. 

AUeg-ro. ^ 



IX. Quartette für zwei Violinen, Viola und Violoncello. 127 

Brahms, Job., Op. 51. Quartette, Nr. 1 Cmoll, Nr. i AmoU. 
(Universal-Ed.) Je 4 M. 

Wahr und tief enapfundene Musik, die in gewählter Forna zum Ausdruck 
gelangt und stimmungsvoll auf den Hörer wirkt. Ihre Wiedergabe stellt be- 
deutende Anforderungen an das musikalische Verständnis und an das Aus- 
drucksvermögen der Vortragenden. 

Juon, Paul, Op. 29. Quartett, Amoll. (Schlesinger.) Partitur 

i M., Stimmen 10 M. 
Metzdorff, Rieh., Op. 40. Quartett, Fmoll. (Kahnt.) Partitur 

8 M., Stimmen 6 M. 

Ein vornehm gehaltenes, im Zusammenspiel nicht leichtes Werk. 
Nielsen, Ludolf, Op.5. Quartett Nr. 2, Cmoll. (Breitkopf&Härtel.) 

Partitur 3 M., Stimmen 6 M. 

Ein groß angelegtes, ernstes Werk, dessen Wiedergabe eingehenden Stu- 
diums bedarf. Der Erfolg entschädigt die aufgewendete Mühe, 
Raff, Joach., Op. 77. Quartett Nr. 1 , D moll. (Schuberth.) Partitur 

5.50 M., Stimmen 6.50 M. 

— Op. 138. Quartett Nr. 5, Gdur. (Schuberth.) Partitur 4.50 M., 
Stimmen 8 M. 

Reger, Max, Op. 74. Quartett, Dmoll. (Universal-Ed.) 7 M. 

Ein ausgedehntes, anspruchsvolles Werk, das namentlich im dritten Satz: 
Andante sostenuto, semplice con variazioni, technische Schwierigkeiten bietet, 
deren Überwindung ausgezeichnete Spieler verlangt. 

— Op. 109. Quartett, Es dur. (Universal-Ed.) Partitur u. Stimmen 15 M. 
Schröder, Carl, Op. 88. Quartett, Dmoll, in einem Satz. (Eulen- 
burg.) Partitur 1 M., Stimmen 6 M. 

Melodisch und rhythmisch wirksam, trägt das Quartett dem Wesen der 
vier Instrumente in trefflicher Weise Rechnung. Originell ist die mehrmals 
vorkommende Klangkombination von Ponticelio und Pizzikato. 

— Op. 89. Quartett, C dur. (Eulenburg.) Partitur 1 M., Stimmen 6 M. 

Mit interessantem Scherzo, dessen Vortrag sorgfältiges Zusammenspiel 
erfordert. 

Strauss, Rieb., Op. 2. Quartett, Adur. (Universal-Ed.) Partitur 
3 M., Stimmen 6 M. 

In diesem Werke kommt die erste, klassizistische Richtung des Kom- 
ponisten zum Ausdruck, von dem späteren extremen Vertreter der Programm- 
musik ist darin kaum etwas zu finden. Doch ist das Quartett technisch nicht 
leicht. 

Weingartner, F., Op. 24. Quartett Nr. 1, Dmoll. — Op. 26. 
Quartett Nr. 2, Fmoll. — Op. 34. Quartett Nr. 3, Fdur. (Breit- 
kopf & Härtel.) Partitur je 3 M., Stimmen je 6 M. 

Werke, die den originell erfindenden, gedankenvollen Musiker erkennen 
lassen, obschon die einzelnen Sätze nicht auf gleicher Höhe stehen. 

Wolf, Hugo, Quartett, Dmoll. (Universal-Ed.) 6 M. 

Von dem auf dem Gebiete des Liedes hochgeschätzten Komponisten 
existiert nur dieses eine Kammermusikwerk. Das ihm vorangestellte Motto 
>Entbehren sollst du, sollst entbehren< weist die Stimmung an, aus der heraus 
das Werk aufzufassen ist. Sie erhält ihren prägnantesten Ausdruck im ersten 
Satz. Im jugendlichen Alter von 19 Jahren komponiert, zeigt dieser Satz 
bereits ein stark ausgeprägtes Stimmungsempfinden und das Vermögen, die 



128 



C. Ensemblemusik. 



eigene Stimmung auf den Hörer zu übertragen. Wundervolle Klangwirkungen 
enthält der langsame Satz, Leben und Bewegung zeigen die übrigen Sätze. 

Stufe Via. 

Beethoven, L. van, Quartette. (Breitkopf & Härtel.) Op. 127, 
Esdur, Op. 130 Bdur, Op. 131 Gmoll, Op. 132 Amoll. Jede Par- 
titur 2 M., Stimmen je 3.60 M., rev. von E. Röntgen, Stimmen 
je 3.60 M. — Op. 135, Fdur. Partitur 1 M., Stimmen 2.40 M., 
revidiert von E. Röntgen 2.40 M. 

AUegT O tenera m. 

Op. 127. " ■ """°°" 



Op. 130. 




Adag-io 



Op. i3i. Mti J T<P|- 1 ,1. J MJ J1-^ ^^ 



Op. 1 3-2. 



, Assai Bostenuto. 



AU egretto. 
Op. 133, 

^ Viola -^i..* :^. "* ^ ~ pp 

Die letzten Quartette Beethovens sind die schwierigsten der ganzen 
Quartettliteratur, man möchte sagen, sie bilden eine Literatur für sich. Cha- 
rakter und Zahl der Sätze sind nicht mehr der historischen Schablone unter- 
worfen. Tiefe der Gedanken und Genialität der Gestaltung geben ihnen eine 
Bedeutung, die weit abliegt von der anderer Schöpfungen. Die wunderbaren 
Tongebilde sind schwer zu erfassen; nur wenigen — selbst guten Musikern — 
gelingt es die Fäden des Gewebes klar zu legen, und noch wenigeren ist es 
gegeben in den Geist einzudringen. 

Reger, Max, Op. 54. Zwei Quartette, Nr. 1 Gmoll, Nr. 2 Adur. 
(Universal-Ed.) Je 7.50 M. 

Regers Eigenart, wie sie in den meisten seiner Kompositionen zum Aus- 
druck gelangt, findet sich auch in diesen Quartetten. Ihre Wiedergabe ver- 
langt vier auf der Höhe ihrer Kunst stehende Spieler. 
Schubert, Fr., Quartett, Dmoll. [Der Tod und das Mädchen.] 
Nachgelassenes Werk. (Breitkopf& Härtel.) Partitur2M., Stimmen 
3.60 M. (Peters) Partitur 1.50 M., (Universal-Ed.) Stimmen 2 M. 
Schuberts Quartette sind Werke von unvergänglichem Wert, voll Poesie 
und Schönheit. Sie gehören zu den bedeutendsten Schöpfungen, die wir auf 
dem Gebiete der Kammermusik besitzen. Ihre Interpretation erfordert neben 
technischer Überlegenheit, feinsinniges Nachempfinden und Aufgehen in der 
Stimmung der Werke. 



X. Quintette für Streichinstrumente. 

Stufe IIa. 

Mozart, W. A., Sämtliche neun Quintette für zwei Violinen, zwei 
Bratschen und Violoncell. Kritische Gesamtausgabe. (Breitkopf 



X. Quiiitetfo für Strcichinstrunienlo. 



129 



& Härtel.) Partitur 14.70 M., Stimmen 24 M. — Fünf berühmte 
Quintette. Herausgegeben von F. David. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) 4.50 M. — Zehn Quintette. Partitur 3 M., Stimmen 
6 M., in 2 Bänden (Peters) je 4.50 M. — Daraus: Quintett, Cmoll. 
(Breitkopf & Härtel.) Partitur I M.. Stimmen 3 M., rev. von F. 
David, Stimmen 3 M. 
Auf dieser Stufe: 



Allegro 




Mozart, VV. A., Eine kleine Nachtmusik, (idur, für 2 Violinen, 
Bratsche, Violoncell und Baß. (Breitkopf k^ Härtel. Partitur 1 M., 
Stimmen i.20 M. 

Eine Komposition von unmittelbar wirkender Frische und Natürlichkeit. 

Stufe nia. 

Boccherini, L., Fünf ausgewählte Stücke Minuetto, Deutscher 
Tanz, Larghetto, Minuetto, Spanischer TanzJ für zwei Violinen, 
Bratsche und zwei Violoncell. Herausgegeben von F. Volbach. 
(Schott.) Partitur 2 M., Stimmen 4 M. 

Stufe IV. 

Beethoven, L. van, Sämtliche Quintette, Sextett und Septett. 
Kritische Gesamtausgabe. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 14.10 M., 
Stimmen 7 M. — Vier Quintette (Op. 4, 29, 137, 104), heraus- 
gegeben von F. Hermann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel i M., 
(Peters) 4 M., (Litolff) 4 M. — Daraus: Op. 104. Quintett, Cmoll, 
für zwei Violinen, zwei Bratschen und Violoncell. Nach dem 
Trio Op. 1 Nr. 3. (Breitkopf d- Härtel.) Partitur 2 M.. Stimmen 
3 M. 

Allegro eon brio. 




— Op. 137. Fuge, Ddur, für zwei Violinen, zwei Bratschen und 
Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur I 31., Stimmen 1.50 M. 
(Universal-Ed.) Stimmen 60 Pf. 



Allegretto. 




- Op. 133. Große Fuge für zwei Violinen, Bratsche, Violoncell 
und Baß. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 1 M., Stimmen 3 M., 
revidiert von E. Röntgen, Stimmen 3 M. Bearbeitet für Streich- 
orchester von F. Weingartner. Partitur ö .M., jede Orchester- 
stimme 30 Pf. 

Grfinberg, Literatur der StreiL-hinstruineiile. J) 



130 



C. Ensemblemusik. 



Boccherini, L., Quintett, Edur, für zwei Violinen, Bratsche und 
zwei Violoncell. (Kahnt.) Genau bezeichnet von Fr. Grützmacher. 
Partitur und Stimmen 1 M. 

Aus diesem Quintett ist die 
Menuett allgemein bekannt ge- 
worden; es lohnt aber das ganze 
Werk aufzuführen. 
Fiedler, Max, Op. 1. Quintett, Draoll, für zwei Violinen, zwei 

Bratschen und Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 
Mozart, W. A., Quintette, Nr. 4 Gdur, Nr. 5 Gmoll, Nr. 7 Adur, 

Nr. 8 Esdur. (Breitkopf & Härtel.) Nr. 4, 5 und 8 Partitur je 

2 M., Nr. 6 1 M.. Stimmen Nr. 4—7 je 3 M. ; rev. von F. David 

Stimmen je 3 M. 



Nr. 4, Cdur. 



Nr. 5. Gmoll. 



Nr. 7. D dar. 



Nr. 8, Esdur. 




Allegro di molto. y. 
Viola .*-. fc^ , fr ,<r 



Onslow, G., Quintette für zwei Violinen, Bratsche und Violoncell. 
(Breitkopf & Härtel.) Op. 1 Nr. 2, Esdur; Op. 17, Gmoll; Op. 19, 
EmoU; Op. 23, Esdur. Partitur je 1 M., Stimmen je 3.60 M. — 
Op. 32, Fmoll. Partitur \ M., Stimmen 4.80 M. — Op. 35, Gdur. 
Partitur I M., Stimmen 4.20 M. 

Von den 34 Quintetten Onslows gelangt keines mehr zur öffentlichen 
Aufführung, und auch in den Kreisen der Musikfreunde werden sie kaum noch 
gespielt. Immerhin sind sie zur Übung im Zusammenspiel und a prima vista 
zu gebrauchen, Für sämtliche Quintette ist die Besetzung nach Belieben zwei 
Violinen, Bratsche und zwei Violoncell, oder zwei Violinen, zwei Bratschen und 
Violoncell, oder zwei Violinen, Bratsche, Violoncell und Baß. 



Stufe IVa. 

Boccherini, L., Quintett [L'Uccelliera], Ddur, für zwei Violinen, 
Bratsche und zwei Violoncell. Herausgegeben von F. Volbach. 
(Schott.) Partitur 2 M., Stimmen 4 M. 

Die Gestaltung dieses Quintettes weicht von der gewöhnlichen Form ab. 

An die Menuett schließt sich als Finale die gekürzte Wiederholung des ersten 

Satzes an. Der zweite Satz : Hirten und Jäger (Allegro) ist eine pastorale 

Skizze mit tonmalerischen Effekten. 



X. Quintette für Streichinstrumente. 



131 



Cherubini, L., Quintett, Emoll, für zwei Violinen, Bratsche und 
zweiVioloncell. [Nachgelassenes Werk.] (Breitkopf&Härtel.) 4.50M. 

Gade, N. W., Op. 8. Quintett, Emoll, für zwei Violinen, zwei 
Bratschen und Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 

Gebe], Franz, Op. 27. Quintett, Bdur, für zwei Violinen, Bratsche 
und zwei Violoncell. (Schuberth.) 5 M. 

Mendelssohn, F., Zwei Quintette für zwei Violinen, zwei Bratschen 
und Violoncell. Op. 1 8, A dur, Op. 87, B dur. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur je 2 M., Stimmen je 3 M. (Universal-Ed.) Stimmen je 2 M. 
— Beide Quintette zusammen (Peters) 4 M., (Litolff) 4 M. 



Allegro con moto 
Vjol. I 



Aliegro vivace^ 
Viol. I. 




P 

Op. 18 existiert auch als Sonate für Violine und Pianoforte. 
Wolf-Ferrari, E., Serenade für zwei Violinen, Bratsche, Violoncell 
und Baß. (Steingräber.) Partitur 3 M., Stimmen 5 M. 

Die interessante, für Streichorchester komponierte Serenade ist auch mit 
Einzelbesetzung wirkungsvoll. 

Stufe V. 
Naumann, Ernst, Op. 13. Quintett Nr. 2, Es dur, für zwei Vio- 
linen, zwei Bratschen und Violoncell. (Breitkopf&Härtel.) 4.50 M. 
Ein gut musikalisches Werk, dessen Ecksätze sich durch schwungvolle 
Themen auszeichnen. 

Rheinberger, Jos., Op. 82. Quintett, AmoU, für zwei Violinen, 
zwei Bratschen und Violoncell. (Roh. Forberg.) Partitur 4.50 M., 
Stimmen 8 M. 
Schuberth, Carl, Op. 15. Quintett Nr. 1, Ddur, für zwei Vio- 
linen, Bratsche und zwei Violoncell. (Schuberth.) 7.50 M. 
Spohr, L., Op. 129. Quintett Nr. 6, Emoll, für zwei Violinen, 
zwei Bratschen und Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 
Weber, J.Miroslav, Quintett, Ddur, für zwei Violinen, Bratsche 
und zwei Violoncell. (Universal-Ed.) 7.50 M. 

Wie in dem Septett des Komponisten, tragen auch hier die einzelnen 
Sätze charakterisierende Überschriften. Im ersten Satz: »Wie die Herren 
Professoren komponiert haben wollen«, bereitet der häufige Wechsel der Takt- 
art dem Zusammenspiel erhebliche Schwierigkeiten. Der zweite Satz: »Jugend- 
licher Übermut«, verlangt Frische und Temperament. Der Adagiosatz: »Sehn- 
sucht nach dem Vaterlande« bringt hübsche Stimmung. Das Finale: »Auf 
dem Lande«, schließt in sehr flottem Tempo das Werk. 



Beethoven, L. van, Op 

zwei Bratschen und Violoncell 



Stufe Va. 

29. Quintett, Gdur, für zwei Violinen, 
(Breilkopf & Härtel.) Partitur 



2 M., Stimmen 3 M. (Universal-Ed.) Stimmen 1.50 M. 

Allegro moderato. 



132 C. Ensembleiiiusik. 

Schubert, Fr., Op. 163. Großes Quintett, Gdur, für zwei Violinen, 
Bratsche und zwei Violoncell. Rev. von Fr. Hermann (Breitkopf 
& Härtel), Partitur 2 M., Stimmen 4.50 M.; A. Schulz (Litolff) 3 M.; 

• F. David (Peters) 3 M. 

Musik von hohem Wert; aus dem Herzen kommend, zum Herzen gehend. 

Weingartner, F., Op. 40. Quintett, Gdur, für zwei Violinen, 
zwei Bratschen und Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
2 M., Stimmen 15 M. 

Quiutette für Streichinstrumente und Klarinette. 

Stufe lUa. 

Mozart, W. A., Op. 108. Quintett, Adur, für Klarinette, zwei 
Violinen, Bratsche und Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
1 M., Stimmen 3 M. (Schuberth.) 2 M. Dasselbe, die Klarinetten- 
stimme für Bratsche übertragen von H. Vieuxtemps. 2 M. 

Taylor, Goleridge S., Quintett, Adur, für Klarinette, zwei Vio- 
linen, Bratsche und Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) 7.50 M. 



XI. Sextette für Streichinstrumente, sowie für Streich- 
und Blasinstrumente. 

Stufe III. 
Beethoven, L. van, Op. 81h. Sextett, Esdur, für zwei Vio- 
linen, Bratsche, Violoncell und zwei Homer. (Breitkopf & Härtel.) 
Partitur 1 M., Stimmen (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 M. 
Dasselbe für zwei Violinen, zwei Bratschen und zwei Violoncell, 
die Original-Hornstimmen für Bratsche und Violoncell, übertragen 
von R. Rayner, 1.80 M. 

Stufe IVa. 
Börresen, Hakon, Op. 5. Sextett, Gdur, für zwei Violinen, 
zwei Bratschen und zwei Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 
6 M., Stimmen 7.20 M. 

Frisch, rhythmisch interessant und angenehm zu spielen. 

Stufe V. 
David, Ferd., Op. 38. Sextett, Gdur, für drei Violinen, Bratsche 

und zwei Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) 5.40 M. 
Davidoff, Carl, Op. 35. Sextett, Edur, für zwei Violinen, zwei 

Bratschen und zwei Violoncell. (Rahter.) Partitur 5 M., Stimmen 10 M. 

Stufe Va. 
^rahms, Job., Op. 18. Sextett, Bdur, für zwei Violinen, zwei 
Bratschen und zwei Violoncell. (Universal-Ed.) Stimmen 6 M, 
Taschenpartitur (Eulenburg) 2.50 M. 



XII. Septelte i'ür Streich- und Blasinsüuiiicnle. 133 

Brahms, Joh., Op. 36. Sextett, Gdur, für zwei Violinen, zwei 
Bratschen und zweiVioloncell. (Simrock.j Stimmen 10M. Taschen- 
partitur (Eulenburg) 2.50 M. 

Die Sextette gehören zu den Meisterwerken der Kammermusikliteratur. 

Sie sind ungemein wohlklingend und dankbar für die Ausführenden. 

Tschaikowsky, P., Op. 70. Souvenir de Florence, Dmoll. Sextett 
für zwei Violinen, zwei Bratschen und zwei Violoncell. (Rahter.) 
Partitur 6 M., Stimmen 20 M. 

Wilm, N, von, Op. 27. Sextelt, Hmoll, für zwei Violinen, zwei 
Bratschen und zwei Violoncell. (Rahter.) 10 M. 

Das Sextett enthält in seinen Themen und der interessanten Verarbeitung 

Schönes und Lobenswertes. Es ist klangvoll gesetzt und zeichnet sich durch 

mannigfachen Stimmungswechsel aus. 



XII. Septette für Streich- und ßlnsinstrumeiite. 

Stufe VI. 

Beethoven, L. van, Op. 20. Septett für Violine, Bratsche, Kla- 
rinette, Hörn, Fagott, Violoncell und Kontrabaß. (Breitkopf & 
Härtel) Partitur 2 M., Stimmen (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 
3 M., (Universal-Ed.) 3 M., (Peters, Litolff) Partitur 1.50 M., Stim- 
men 3 M. 

Für musikalisch durchgebildete Spieler ist der Vortrag dieses Werkes 
eine der dankbarsten Aufgaben. Die Instrumente sind zu reizvollen Klang- 
koloriten gruppiert und im Zusammenwirken von orchestraler Wirkung. Na- 
türlich müssen die Tonstärkeverhältnisse der Instrumente gegeneinander ab- 
gemessen werden, wenn die volle künstlerische Wirkung erzielt werden soll. 
Weber, J. Miroslav, Aus meinem Leben. Septett, Edur, für 
Violine, Bratsche, Violoncell, Klarinette, Fagott und zwei Wald- 
hörner. (Universal-Ed.) Partitur 3 M., Stimmen lOM. 

Wahrscheinlich angeregt durch Smetanas Streichquartett >Aus meinem 
Leben«, schildert der Komponist Lebenseindrücke in Tönen und bietet mit 
seinem Werke Tonbilder von musikalischem Wert. Er findet in den einzelnen 
Sätzen den der programmatischen Überschrift entsprechenden Stimmungs- 
äusdruck und versteht die Eigenart der verwendeten Instrumente der gewollten 
Wirkung dienstbar zu machen. Zur Wiedergabe gehören gleichwertige Künstler, 
namentlich Bläser mit modulationsfähigem Ton. Das Werk ist vom Wiener 
Tonkünstlerverein preisgekrönt worden. 



XIII. Oktette für Streichinstrnniente, sowie für Streich- 
und Blasinstrumente. 

Stufe IVa. 
Hof mann, Heinr., Op. 80. Oktett, Fdur, für zwei Violinen, 
Bratsche, Violoncell, Flöte, Klarinette, Hörn und Fagott. (Breit- 
kopf & Härtel.) 7.20 M. 

Das Werk ist wirkungsvoller durch seinen Wohlklang, als bedeutend 
durch den Inhalt. 



134 ^- Ensemblemusik. 

Stufe V. 

Bargiel, Wold., Op. iöa. Oktelt, CmoU, für vier Violinen, zwei 

Bratschen und zwei Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 6 M., 

Stimmen 7.20 M. 

Seiner guten Erfindung und geistvollen Arbeit wegen sollte das Werk, 
das im Zusammenspiel ohne große Schwierigkeiten ist, gespielt werden. 
Mailing, Otto, Op. 50. Oktelt für vier Violinen, zwei Bratschen 

und zwei Violoncell. (Hansen.) Partitur 7 M., Stimmen 10 M. 
Lebendig und angenehm zu spielen. 
Raff, Joachim, Op. 176. Oktett für vier Violinen, zwei Bratschen 

und zwei Violoncell. (Ries & Erler.) Partitur 9 M. Stimmen 14 M. 
Spohr, L., Op. 65. Doppelquartett, Dmoll, für vier Violinen, zwei 

Bratschen und zwei Violoncell. Taschenpartitur. (Eulenburg.) 1 M. 

Rev.vonFr. Hermann. ( Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) Stimmen 

3 M. 

Die Stimmen des ersten Quartettes sind erheblich schwieriger als die des 
zweiten. Diese sind jenen durchaus untergeordnet und übernehmen die Rolle 
der Begleitung. 
Svendsen, J. S., Op. 3. Oktett, Adur, für vier Violinen, zwei 

Bratschen und zwei Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 

6 M., Stimmen 7.20 M. 

Stufe Va. 
Afasanieff, N., Oktett, Ddur, für vier Violinen, zwei Bratschen 

und zwei Violoncell. (Rahter.) 1 M. 
Gade, N. W., Op. 17. Oktett, Fdur, für vier Violinen, zwei Bratschen 

und zwei Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 6 M., Stimmen 

7.20 M. 

Eine dem Mendelssohnschen Oktett geistesverwandte Komposition, von 
gleich edler Gestaltung. 
Mendelssohn, F., Op. 20. Oktett, Esdur, für vier Violinen, zwei 

Bratschen und zwei Violoncell. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 

3 M., Stimmen 4.80 M. (Peters) Partitur 3 M., (Peters, Litolff, 

Universal-Ed.) Stimmen 3 M, 

Durch Form und Klangschönheit nimmt dieses Werk einen hervorragenden 
Platz in der Karamermusikliteratur ein. 
Schubert, Fr., Op. 166. Oktett, Fdur, für zwei Violinen, Bratsche, 

Violoncell, Baß, Klarinette, Hörn und Fagott. (Breitkopf & Härtel.) 

Partitur 3 M., Stimmen 4.80 M. 

Eines der bedeutendsten Werke dieser Gattung. 



b) Für Streichinstramente und Pianoforte oder Harmonium. 
I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Pianoforte. 

Sammlungen. 
David, Ferd., Vorstudien zur hohen Schule des Violinspiels. Leichte 
Stücke aus Werken berühmter Meister des 1 7. und 1 8. Jahrhun- 



I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Pianoforte. 135 

derts. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 4M. In 10 Heften: 

Heft 1—3 je 2.60 M., Heft 4 — 10 je 1.30 M. 

Heft 1. Leclair: Allegretto, Giga, Adagio, Corrente, Gavotte. — Heft 2. 
Leclair: Allemanda, Aria, Giga, Musette, Gavotte. — Heft 3. Leclair: Allegro, 
Sarabande. Allegro, Scherzo, Gavotte, Giga. — Heft 4. Aubert (pere): Aria, 
Presto, Gavotte, Giga, Presto. — Heft 5. Leclair: Largo, Gavotte, Largo, Aria, 
Giga. — Heft 6. Leclair: Sarabande, Giga, Allegro, Sarabande, Allegro. — 
Heft 7. Corelli: 3 Suiten. — Heft 8. Leclair: Aria, Allegro, Prestissimo, Adagio, 
Gavotte. — Heft 9. Leclair: Aria, Allegro, Giga, Andante, Aria. — Heft 4 0. 
Corelli: 2 Suiten. 
David, Ferd., Die hohe Schule des Violinspiels. Werke berühnater 

Meister des 1 7. und 1 8. Jahrhunderts. (Volksausgabe Breitkopf & 

Härtel.] 2 Bände je 2.50 M. Einzeln je 1.30 M., Nr. 8, 1 9 und 20 

je 2.60 M. 

Band I Nr. 1. Biber: Sonate, CmoU. — Nr. 2. Corelli: Folies d'Espague 
(Variationen). — Nr. 3. Porpora: Sonate. Gmoll. — Nr. 4. Vivaldi: Sonate, AinoU. 

— Nr. 5. Leclair: Sonate, Craoll. — Nr. 6. Leclair: Sonate, Gdur. — Nr. 7. 
Nardini: Sonate, Ddur. — Nr. 8. Veracini: Sonate, EmoU. — Nr. 9. Bach: 
Sonate, Emoll. — Nr. ■lO. Bach: Sonate, Cmoll. 

Band H Nr. 11. Händel: Sonate, Amoll. — Nr. 12. Tartini: Sonate, DnioU. 

— Nr. 13. Vitali: Ciaconna, Gmoll. — Nr. 14. Locatelli: Sonate, Gmoll. — 
Nr. 15. Geminiani: Sonate, Cmoll. — Nr. 16, 17, IS. Sonaten ohne Autornamen. 

— Nr. 19. Capiicen von Benda, Mestrino, Stamitz, Locatelli. — Nr. 20. Mozart: 
Andante, Menuett und Rondo. 

— Die hohe Schule des Violinspiels. Neue Folge. (Breitkopf & 
Härtel.) Je 1.30 M. 

Nr. 21. Leclair: Andante und Chaconne. — Nr, 22. Leclair: Sarabande 
und Tambourin. — Nr. 23. Leclair: Menuett, Gavotte und La Chasse. 

Hermann, Fr., Sonatenstudien. Ausgewählte Sätze aus den Werken 
klassischer und neuer Meister zum Unterricht und praktischen 
Gebrauch. (Breitkopf & Härtel.) 2 Bände je 5 M., in 9 Heften je 
2.60 M. 

Leonard, H., Ancienne ecole italienne du Violon. SpezialÜbungen 
in Doppelgriffen. (Gostallat.) 1 2 Fr. 

Inhalt: Corelli: Sonate, Ddur, Op. 5; Adagio et AUemande. Geminiani: 

Sonaten in Gmoll und Adur; Fuge, Adur aus Op. 7. Tartini: 6 Fugen aus 

Sonaten. Giardini: Musette et Gigue aus der 6. Sonate. Nardini: Finalsätze 

der drei ersten Sonaten. 

Moffat, Alfred, Kleine Studien. 1 2 Sätze aus klassischen VioHn- 
sonaten als Vorbereitung zum Studium der »Meisterschule der 
alten Zeit«. (Simrock.) Nr. 1/3, 5 7, 11/12 je 80 Pf., Nr. 4, 6, 
8/10 je 1 M. 

Nr. 1. Telemann: Bouree. — Nr. 2. Cupis: Sarabande. — Nr. 3. J. Aubert: 
Gavotte. — Nr. 4. daü' Abaco: Giga. — Nr. 5. dall' Abaco: Tempo di Cor- 
rente. — Nr. 6. Leclair: Tarabourin. — Nr. 7. Corelli: Adagio. — Nr. 8. Vi- 
valdi: Corrente. — Nr. 9. Cupis: Rondeau. — Nr. 10. J. Aubert: Sarabande 
und Giga. — Nr. 11. Telemann: Arioso. — Nr. 12. Mondonville: Sarabande. 

— D ie Stücke bewegen sich in den Schwierigkeitsgraden der Stufen la — Hla. 

— Meisterschule der alten Zeit. Sammlung klassischer Violinsonaten 
berühmter Komponisten des 1 7. und 1 8. Jahrhunderts. Nach den 
Originalausgaben für Violine mit beziffertem Baß bearbeitet und 



136 G. Ensemljlemusik. 

mitVortragszeichen versehen. (Simrock.) Nr. 1/2, 8, 10, 13, 16/17, 

21, 24 je 1.50 M.; Nr. 3/7, 9, 11/12, 14/15, 18/20, 22/23 je 2 M. 

Nr. 1. Purcell: Gmoll. — Nr. 2. Händel: Adur. — Nr, 3. Veracini: Dtnoll. 

— Nr. 4. Leclair: Ddur. — Nr. ö. Mossi: Cmoll. — Nr. 6. Francoeur: Emoll. 

— Nr. 7. Localelli: Gdur. — Nr. 8. Melande: Amoll. — Nr. 9. L. Aubert: Gdur. 

— Nr. 10. Vivaldi: Gmoll. — Nr. H. Tessarini: Gdur. — Nr. \i. Jones: Amoll: 

— Nr. 13. Corclli: Emoll. — Nr. 14. Nardini: Ddur. — Nr. 15. Porpora. 
Gmoll. — Nr. 16. Somis: Gdur. — Nr. 17. Valentine: Amoll. — Nr. 1 8. Tar- 
tinl: Adur. — Nr. 19. Barbella: Gmoll. — Nr. 20. Senaillie: Gdur. — Nr. 21. 
Loeillct: Emoll. — Nr. 22. Benda: Adur. — Nr. 23. Geminiani: HmoU. — 
Nr. 24. Mascitti: Adur. 

Moffat, Alfred, Kammersonaten des 17. und 18. Jahrhunderts nach 
den Originalausgaben für Violine mit beziffertem Baß. (Schott.) 
Je 1.50 M. 

Nr. 1. Tartini: Adur. — Nr. 2. Geminiani: DmoU. — Nr. 3. Tessarini: 
Gdur. — Nr. 4. Händel: Fdur. — Nr. 5. Leclair: Adur. — Nr. 6. Veracini: 
Hmoll. — Nr. 7. Mascitti: Emoll. — Nr. 8. Corelli: Dmoll. — Nr. 9. De Giar- 
dini: Gdur. — Nr. 10. Vivaldi: Dmoll. — Nr. 11. Senaillie: Adur. — Nr. 12. 
Albinoni: Dmoll. — Nr. 13. Veracini: Amoll. — Nr. 14. Francoeur: Dmoll. — 
Nr. 15. Nardini: Gdur. — Nr. 16. Sammartini: Amoll. — Nr. 17. Telemann: 
Edur. — Nr. IS. Locatelli: Bdur. — Nr. 19. Porpora: Ddur. — Nr. 20. 
dair Abaco: Hmoll. 

Stufe I. 

Dussek, J. L., Op. 46. Sechs leichte Sonaten in den leichtesten 
Tonarten. (Breitkopf & Härtel.) Je 1.30 M. 

Dem Anfänger wird mit diesen kurzen Sonaten (je zwei Sätze) gutes 
Material zur Übung im Zusammenspiel geboten. 

Hauptmann, M., Op. 10. Drei leichte Sonatinen. Herausgegeben 
von H. Sitt (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 M., Fr. Hermann 
(Peters) 1 M., M. Dello (Litolff) 80 Pf. 
Melodiös und angenehm zu spielen. 
Tottmann, Alb., Op. 32. Xeichte Sonate für Anfänger. (Hof- 
meister. 2 M. 

Nur für die vier leeren Saiten, ohne Benutzung der linken Hand. Die 
Klavierstimme enthält zwischen dem Notentext die Analyse der Sonate. 
Walter, Ernst, Op. 2. Drei leichte Sonatinen. (Breitkopf & Härtel.) 
2.60 M. 

Die Viohnstimme ist mit doppelter Fingersatzbezeichnung versehen. Die 
über den Noten stehende ist für die Ausführung nur in der ersten Lage, die 
andere für den Vortrag mit Wechsel der ersten und dritten Lage. 

S tuf e la. 

Aubert, J. (Vater), Aria, Presto, Gavotte, Giga, Presto. (Breitkopf 

& Härtel.) 1.30 M. 
Bisping, Max, Drei leichte Sonatinen. Nr. 1 Gdur, Nr. 2 Ddur. 

(Bisping-Münster.) Je 1.25 M. 
Kayser, H. E , Op. 58. Vier Kindersonatinen. Rev. von H. Sitt. 

(0. Forherg.) Nr. 1, Cdur, 1.50 M. ; Nr. 2, Gdur, 2 M. ; Nr. 3, 

Cdur, 2 M.; Nr. 4, Fdur, 2 M. 

Diese Sonaten stellen an Schüler dieser Stufe schon einige Anforderungen 



m 



I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Picinotoili'. 137 

und sind deshalb, trotzdem der Umfang der ersten Lage nicht überschritten 
wird, nur für Begabte zu verwenden; am besten auf späterer Stufe. 
Wohlfahrt, Fr., Op. öl. Drei Sonaten: Gdur, Cdur, Amoll. (Rob. 
Forberg.) Je 2 M. 

Das über die Kindersonatinen von Kayser Gesagte trifft auch hier zu. 

Stufe II— IIa. 

Bagge, S., Op. 16. Kleine Suite, EmoU, über den Namen Hagen- 
bach. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

Die Komposition überschreitet den Umfang der ersten Lage nicht, ist aber 
von erhöhter Wirkung durch entsprechende Verwendung des Lagenweclisels. 
Bisping, Max, Drei leichte Sonatinen, Nr. 3, Gdur. (Bisping- 

Münster.) 1.25 M. 
Gorelli, A., Drei Suiten in Dmoli, Emoll, Adur. Herausgegeben 

von F. David. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
— Zwei Suiten in Fdur, Edur. Herausgegeben von F. David. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 
Dvorak, Ant., Op. 100. Sonatine. (Univer'sal-Ed.) 3 M. 

Eine freundhche, klangscliöne Komposition. 
Krause, .Vnt., Op. 23. Drei instruktive Sonaten: Gdur, Ddur, 
Emoll. (Breitkopf & Härtel.) Je 2.60 M. 

Schätzbares Material, um den Schüler in die Kammermusik einzuführen. 
Die Sonaten sind Joachims Kindern gewidmet. 

Leclair, J. M., Sonate Nr. 1, Emoll. Herausgegeben von R. Eitner. 
(Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Zur Vorbereitung auf die größeren Werke dieses Stiles zu gebrauchen. 
Reinecke, G., Op. 108. Drei Sonatinen: Fdur, Gdur, Bdur. (Sentf.) 
Je 2 M. 

Leichte, schön gearbeitete und dankbare Musik. Der Umfang der ersten 
Lage wird nur an wenigen Stellen der zweiten Sonatine überschritten. 

Sonaten-Studien. Herausgegeben von Fr. Hermann. (Volksaus- 
gabe Breitkopf & Härtel.) I. Band 5 M. 

Der Band enthält einzelne Sätze aus Sonaten von Mozart, Schubert, Bach, 
Händel, Haydn, Krause, Dussek, Weber, vom Leichten zum Schwereren, vom 
F>infachcn zum Komplizierteren aufsteigend. 

Stufe HI. 

Bach, G. Ph. Em., Andante aus einer Sonate in Ddur. Heraus- 
gegeben von H. Wehrle. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Brauer, Max, Op. 3. Idyllische Sonate, Gdur. (Wernthal.) 5.50 M. 

Dussek, J. L,, Op. 20. Sechs Sonatinen. Revidiert und genau 
bezeichnet von F. Togni. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 .50 M. 

Fuchs, Alb., Op. 36. Drei kleine Sonaten. (Simon.) Nr. 1, Ddur, 
2M.; Nr. 2, Sonatina all' antica, 1.50 M.; Nr. 3, HmoU, 2.50 M. 
Übende und anregende Werke. Die Ausgabe ist sorgfältig bezeichnet. 

Haydn, Jos., Sämtliche Sonaten. Herausgegeben von A. DörfTel 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel), Fr. Hermann (Peters), Schultze- 



138 • C. Ensemblemusik. 

Biesantz und M. Dello (Litolff), Hans Sitt (Universal -Ed.) 
je 2.50 M. 

Die leichteren können von begabten Schülern schon auf früherer Stufe 
gespielt werden; Nr. 8 ist besser auf der nächsten Stufe zu verwenden. In 
sämtlichen Sonaten kommt Haydns frischer Humor, in den Andantesätzen innige 
Empfindung zum Ausdruck. Das Studium ist sehr nutzbringend für die Aus- 
bildung im Kammermusikspiel. 

Raif, Oscar, Op. -H. Sonate, Gmoll. (Breitkopf & Hartel.) 2.60 M. 
In knappster Form gehalten, empfiehlt sich die Sonate durch Einfach- 
heit und Wühlklang. Ohne Ansprüche an die Technik zu stellen, ist der erste 
Satz voll Frische und Energie, der zweite voll Anmut, der dritte von scherzo- 
artigem Charakter. Als Schluß dieses Satzes tritt das Motiv des Andante, 
durch eine kurze Kadenz der Violine eingeführt, nochmals im Presto auf und 
schließt als »Largo< wirkungsvoll die Sonate. 
Schubert, Fr., Op. 137. Drei Sonatinen. Herausgegeben von Fr. 

Hermann (Volksausgabe Breitkopf & Härtel), F. David (Peters), 

Schultze-Biesantz und M. Dello (Litolff), J. Hellmesberger(UniversaI- 

Ed.), je 1.50 M. 

Für begabte Schüler bieten die Sonatinen schon auf dieser Stufe viel 
Anregendes und Erziehendes. 
Schumann, Rob., Sämtliche Duos (Op. 70, 73, 94, 102, 105, 113, 

121). Kritische Gesamtausgabe, Fol. 15 M. Instruktive Ausgabe 

(Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 6 M. 

— Op. 70. Adagio und Allegro. Instruktive Ausgabe (Volksaus- 
gabe Breitkopf & Härtel), rev. von H. Böhme (Litolff), je 1 M. 

— Op. 94. Drei Romanzen. Ausgaben und Preise wie Op. 70. 

— Op. 102. Fünf Stücke im Volkston. Dieselben Ausgaben und 
Preise wie Op. 70. 

— Op. 73. Drei Fantasiestücke. Instruktive Ausgabe (Volksaus- 
gabe Breitkopf & Härtel), rev. von H. Böhme (Litolff), Fr. Hermann 
(Peters), je 1 M. 

Inhaltvolle und meisterhaft gestaltete Tonbilder. Ihr Vortrag verlangt 
sorgfältigste Phrasierung und fein ausgefeiltes Zusammenspiel. 
Sonaten-Studien. Herausgegeben von Fr. Hermann. (Volksaus- 
gabe Breitkopf & Härtel.) II. Band 5 M. 

Der Band enthält einzelne Sätze aus Sonaten von Beethoven, Haydn, 
Schubert, Mozart, Bach, Dussek, Onslow, Weber, Hummel in ansteigender 
Schwierigkeit. 

Vivaldi, Ant, Sonate, Adur. Bearbeitet von F. David. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 

Stufe Illa. 
Abaco, Evaristo Feiice dall', Op. 1. Daraus sechs Solosonaten. 
(Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

— Op. 4, Daraus sechs Solosonaten. (Breitkopf & Härlel.) 3 M. 

In diesen Sonaten lernt man Werke eines der gediegensten Instrumental- 
komponisten zu Anfang des 18. Jahrhunderts kennen. Für die geigerische und 
musikalische Erziehung sind sie von bedeutendem Wert und dabei anregend. 
Sehr schön ist die Chaconne aus der dritten Sonate des ersten Bandes. Die 
Wiedergabe der Sonaten stellt keine großen technischen Ansprüche, doch muß 



I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Pianoforte. 139 

sie in den langsamen Sätzen mit breitem, edlen Ton und in den bewegten 
Sätzen mit kräftiger und rhythmisch-präziser Bogenführung geschehen. 
Corelli, Arcangelo, Drei Sonaten, Ddur, Bdur, Gdur a. Op. 5. 

Nach den Originalausgaben für Solovioline mit beziffertem Baß, 

bearbeitet von G. Hofmann. (Simon.) Je 2 M. 

Die langsamen Sätze sind auf zwei Liniensystemen notiert, von denen 
das eine die Originalfassung wiedergibt. Die Klavierbegleitung ist auch auf 
dem Harmonium oder der Orgel ausführbar. Coreliis Sonaten sind von klarer, 
gut durchgebildeter Form, in der ein edler, ausdrucksvoller Stil zur Geltung 
gelangt. Die Erfindung ist reich an schönem Gesang, die Harmonie wohl- 
khngend und ungesucht. Die Passagen sind weniger brillant als kraftvoll und 
wechseln in bester Weise mit den gesanglichen Stellen. 

Dussek, J. L., Op. 69 Nr. I. Sonata, Bdur. Rev. von H. Schuster. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

Mendelssohn, F., Op. 4. Sonate, Fmoll (Volksausgabe Breitkopf 

& Härtel), rev. von Fr. Hermann (Peters), C. Nowotny (Universal- 

Ed.), je 1 M. Mit den Cellosonaten zusammen (Litolff) 1.50 M. 

Läßt diese Sonate die Vorzüge des Komponisten zwar nicht in dem Maße 

erkennen, wie seine späteren Werke, so ist sie doch die Schöpfung einer fein 

empfindenden Musikseele. Die rezitativische Einleitung der Viohne muß mit 

künstlerischem Verständnis vorgetragen werden. 

Onslow, G., Op. 11. Drei große Sonaten [Ddur, Esdur, Fmoll]. 
— Op. .15. Große Sonate Nr. 4, Fmoll. (Breitkopf & Härlel.) 
Je 1.30 M. 

Musik vergangener Zeit. Von dem Ansehen , dessen sich Onslow als 
Komponist von Karamermusikwerken , namentlich in Paris, wo man ihn als 
Nachfolger Cherubinis in die Akademie wählte, erfreute, ist heute nichts mehr 
zu verspüren. Da aber die Sonaten gut gearbeitet und ansprechend sind, sind 
sie zum Schulgebrauch geeignet. 

Sonaten-Studien. Herausgegeben von Fr. Hermann. (Breitkopf 
& Härtel.) Heft 6 und 7 je 2.60 M. 

Die Hefte enthalten einzelne Sätze aus Sonaten von Hummel, Weber, 
Onslow, Grieg, Röntgen, Gade in ansteigender Schwierigkeit. 

Stamitz, Joh., Op. 6a. Erste Sonate, Gdur. Bearbeitet von R. 
Melzer. (Stahl-Berlin.) 1.60 M. 

Eine gute Ausgabe der aus drei kurzen Sätzen bestehenden, solide Musik 
bietenden Sonate. 

Stufe IV bis IVa. 
Alard, Delphin, Op. 25. Grand Duo concertant, HmoU. (Breit- 
kopf & Härtel.) 4.50 M. 

Gefällige, auf Wohlklang berechnete Musik ohne bedeutenden Inhalt, die 

sich durch geschickte Behandlung des Instrumentes auszeichnet. 

Bach, J. S., Sechs Sonaten für das Pedalklavier. Für Pianoforte 

und Violine bearbeitet von F. David. (Volksausgabe Breitkopf & 

Härtel.) 5 M. Einzeln (Nr. 1 Esdur, Nr. 2 Cmoll, Nr. 3 Dmoll, 

Nr. 4 Emoll, Nr. 5 Gdur, Nr. 6 Gdur) je 1.30 M. 

Begabte Schüler können einige dieser Sonaten schon auf der vorigen 
Stufe verwenden. 

— Sonaten, Emoll, Cmoll. Bearbeitet von F. David. (Breitkopf 
& Härtel.) Je 1.30 M. 

An die Technik stellen diese Sonaten keine bedeutenden Ansprüche, wohl 



J^4:0 Cl. EnsenilileinusiU. 

aber an das Verständnis für den musikalischen Gehalt. Sie sind daher nur 

von solchen Schülern auf dieser Stufe zu spielen, deren Auffassungsvermögen 

und Stilempfindung bereits entwickelt sind. 

Bach, Wilh. Fr., Sonate, Esdur. Bearbeitet von H. Wehrle. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 

Da von den Werken Wilhelm Friedemann Bachs, mit Ausnahme der von 

Riemann veröffentlichten Klavierwerke, bisher nichts bekannt geworden ist, 

interessiert diese Sonate in hohem Grade. 

Dem ersten und letzten Satz ist vom Bearbeiter ein verlängerter Schluß 

hinzugefügt, der ad lib. zu benutzen ist. 

Beethoven, L. van, Sämtliche Sonaten. Herausgegeben von C. 
Reinecke, Violinstimme bezeichnet von Fr. Hermann (Volksaus- 
gabe Breitkopf & Härtel) 4 M. Revidiert von F. David (Peters), 
G. Halir (Litolff), A. Rose (Universal-Ed.), je 4 M. Revidiert von 
L. Abel (Steingräber), 4 Bände, je 1.20 M., J. Joachim (Peters) 
5 M., Fr. Kreisler (Schott) 5 M. Bez. von J. Dont (Universal-Ed.), 
Violinstimme allein, 4 Hefte je 1 M. 

— Op. 12 Nr. 2, Sonate, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Alle^ro vivace. 




— Violoncell-Sonaten und Variationen. Die Violoncellstimme für 

Violine übertragen von F. David (Volksausgabe Breitkopf & Härtel), 

Fr. Hermann (Peters, Litolff), je 3 M. 

Beethovens Sonaten verlangen eine abgeklärte, ihren Gehalt erfassende 
Wiedergabe. Es können deshalb nur technisch und geistig Entwickelte für 
den Vortrag dieser Werke in Betracht kommen. Aber auch solche müssen 
sich in das Wesen und die Stimmung der Tongebilde versenken, wenn deren 
Inhalt ausgeschöpft und die Interpretation eine einwandfreie werden soll. 
Berwald, AV., Op. 21. Sonate, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 5.90 M. 

Formgemäß, wohlklingend, mit gutem Violinsatz. 
Bezecny, Emil, Op. 3. Sonate Nr. 1, Cmoll. (Breitkopf & Härtel.) 

2.60 M. 
Biber, H. F., Sonate VI, Cmoll. Herausgegeben und mit einer 

zweiten Violine versehen von H. Marteau. (Steingräber.) 1.50 M. 
Bossi, M. Enrico, Op. 99. Vier Stücke in Form einer Suite. Nr. 1 

Romanze, Nr. 2 Auf dem Rasen, Nr. 3 W^iegenlied, Nr. 4 Bacchi- 

sche Szene. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. 
Brambach, C. J., Op. 55. Sonate, Dmoll. (Wernthal-Berlin.) 9 M. 

Melodisch fließend, mit gut verarbeiteten sangbaren Themen. 
Gui, Cesar, Petite Suite. (Rahter.) 5 M. 

Die sechs Sätze der Suite bringen gut klingende und dem Studium nütz- 
liche Musik. 
Fesca, A., Op. 40. Sonate, Dmoll. Revidiert von Rud. Niemann. 

(Schweers & Haake, Br.) 6 M. 

Der Komponist ist nicht zu verwechseln mit seinem Vater, dem (1787 *, 
-1 826 +) Violinisten Fr. Fesca, von dem 20 Quartette in Paris erschienen sind. 



I. Sonufon, Suiten und Duos für Violini' uml Pianolbrti 



141 



sowie Ouvertüren, Sinfonien, Opern usw. Die oben genannte Sonate zeichnet 
sich durch schwunghafte eindringliche Themen und melodischen Fluß, weniger 
durch kunstvolle Arbeit aus. Der langsame Satz wirkt durch seine große Aus- 
dehnung ermüdend , so daß für einen öfl'entlichen Vortrag die Kürzungen, 
welche die Ausgabe angibt, zu empfehlen sind. 
Franck, Cesar, Sonate, Adur. (Hamelle-Paris.) 8 Fr. 

In Form und Inhalt interessant, dabei voll Leben. 
Gade, N. W., Op. 6. Sonate, Adur. [Clara Schumann gewidmet.] 
— Op. 21. Sonate, Dmoll. Rob. Schumann gewidmet.] (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) Je 4 M. 

Von Gade sagt H. Riemann: »Der Hauptvertreter der Romantik unter 
den skandinavischen Komponisten. Sein Skandinavismus ist aber mehr nur 
ein interessantes Kolorit, ein eigentümhcher poetischer Hauch; die harmoni- 
schen, melodischen und rhythmischen Eigentümlichkeiten der volksmäßigen 
Musik der Nordländer machen sich nicht aufdringhch breit. < — Die Sonaten, 
Tongebilde von musterhafter Form, stellen zwar keine bedeutenden technischen 
Ansprüche, verlangen aber eine feinsinnige, der Liebenswürdigkeit des Inhaltes 
entsprechende "Wiedergabe. 

Geminiani, Francesco, Sonate, Cmoll. Herausgegeben von F. 
David. (Breitkopf & Härtel.) 1 30 M. 

— Sonaten, Gmoll, Adur und Fuge in Adur a. Op. 7. Heraus- 
gegeben von H. Leonard 'Ancienne ecole italienne du Violon]. 
(Costellat.) 1 2 Fr. 

Geminiani verdanken wir die älteste aller Violinschulen. Sein Einiluß 
auf die Entwicklung des Violinspiels war neben dem von Veracini ein hoch- 
bedeutender. Seine Kompositionen zeichnen sich mehr durch ihre violintech- 
nische Geschicklichkeit als durch eigenthche Seele und Abgeklärtheit aus. — 
Die von Leonard herausgegebenen Sonaten sind vornehmlich Doppelgriffstudien. 

Goldmark, Rubin, Op. i. Sonate, Hmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
5.90 M. 

Frische, angenehm zu spielende Musik. Die Themen sind schwiuaghaft 
und geigerisch gestaltet, das G^nze ist ohne Prätension. 

Gouvy, Th., Op. 34. Fünf Duos. (Gostallat.) Je 2.50 Fr. 
Gut gearbeitete Stücke, die übend im Zusaramenspiel sind. 

— Op. 61. Sonate, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 6.90 M. 

Formgewandte, melodische Musik, zwar ohne starke Eigenart, aber för- 
derlich für den Vortrag und die Spielsicherheit. 

Händel, G. F., Sechs Sonaten. Mit Verzierungen und Klavier- 
begleitung von J. A. Gevaert, Bogenstriche und Fingersatz von 
B. J. Colyns (Volksausgabe Breitkopf & Härtel), 2 Bände, revi- 
diert von H. Sitt (Peters), 2 Bände, je 1.50 M. 



l. Adur. Op. 1 Nr. 3. 



II. Edur. Op. i Nr. 15. 



III. Gmoll. Op. i Nr. 10. 




142 



C. Ensemblemusik. 



Andante 




IV. D dur. Op. 1 Nr. 1 3 



V. Fdur. Op. 1 Nr. 12 



VL Adur. 



Die erste Sonate ist auch von David herausgegeben und in dessen >Hohe 
Schule« enthalten (Volksausgabe Breitkopf & Härtel, 1.50 M.). 

Die Sonaten sind klassisch schöne, Geist und Gemüt anregende Werke. 

Hiller, Ferd., Op. 86. Suite in kanonischer Form. (Breitkopf 
& Härtel.) 4.50 M. 

Jeder der sieben Sätze ist ein kontrapunktisches Meisterstück; in jedem 
wird der Kanon auf einem andern Intervall durchgeführt. 
Jadassohn, S., Op. 5. Sonate, GmoU. (Hofmeister.) 5 M. 

Ein Werk von gefälliger Melodik und einwandfreier Form. 
Kiengel, Jul., Op. 2. Sonate Nr. 1, Gmoll. — Op. 3. Sonate Nr. 2, 

DmoU. (Breitkopf & Härtel.) Je 3.90 M. 
Lacombe, Paul, Op. 8. Sonate, AraoU. — Op. 17. Sonate, Fmoll. 
(Breitkopf & Härtel.) Je 3.90 M. 

In diesen Sonaten tritt eine gewisse Einförmigkeit der Figuration zutage, 
welche die Wirkung beeinträchtigt. Der Violinsatz ist korrekt und fließend. 
Langhans, W., Op. 11. Sonate, Amoll. (Ries & Erler.) 4M. 
Eine dankbare Violinsonate mit wohlklingender und geschmackvoller Be- 
gleitung. Die Themen sind frisch und vornehm, die KantUene ist gesangvoll, 
die Passagen und das Figurenwerk sind fließend. 

Leclair, J. M., Sarabande und Tambourin. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel, Peters.) \ M. 

Die kurze Sarabande ist voll Adel und Anmut, der sich anschließende 
schnelle Satz voll Munterkeit und Frische. 
Locatelli, P., Sonata da Camera, Gmoll. Bearbeitet von F. David. 

(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) \ M. 
Longo, Alessandro, Op. 33. Suite. (Rahter.) 4M. 

Die dreisätzige Komposition (Preludio, Intermezzo, Finale) ist melodien- 
reich, wirkungsvoll und leicht verständlich. 
Nawratil, Carl, Op. 20. Sonate, Fdur. (Rahter.) 7 M. 

Ein melodisch fließendes, angenehmes Werk. 
Onslow, G., Op. 29. Duo, E dur. — Op.31. Duo, Gmoll. (Breit- 
kopf & Härtel.) Je 2.50 M. 

Der soliden Fassung wegen, die allerdings eine gewisse Breite nicht ver- 
mieden hat, zum Studium zu empfehlen. 
Reger, Max, Op. i. Sonate, DmoU. (Schott.) 5 M. 
Rheinberger, Jos., Op. 77. Sonate, Es dur. (Roh. Forberg.) 6 M. 
Eine formschöne, gehaltvolle Komposition mit sehr wirkungsvollem Schluß : 
alla Tarantella. 

Röntgen, Jul., Op. \. Sonate, H moll. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 
Sehr gefällig, ohne harmonische Spekulation. 



I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Pianoforte. 143 

Rubinstein, Ant., Op. 49. Bratschen-Sonate, Fmoll. Für Violineund 
Pianoforte arrangiert. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 5 M. 
Ein Werk von vornehmer Melodik und wirksamer Figuration. 
Scalero, Rosario, Eine kleine Suite nach Domenico Scarlatti. 
[Pastorale, Andante doloroso, Presto.] (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel 1 2 M. 
Scharwenka, Xaver, Op. 2. Sonate, Dmoll. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 5 M. 

Dankbar und nicht schwierig, mit gesangvollera langsamen Satz, — einer 
Romanze. 

Schubert, Fr., Op. 162. Sonate, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 
2.60 M. Mit Op. 70, 159 und 160 zusammen in einem Bande, 
revidiert von F. David. (Peters.) 2.50 M. 

Ein Werk von großem Melodienreichtum und erfrischender Klarheit, 
technisch nicht schwierig. 
Schumann, Roh., Sämtliche Duos, öp. 70, 73, 94, 102, 105, 113, 

121. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 6 M. 
— Op. 113. Märchenbilder. (VolksausgabeBreitkopfiS: Härtel.) IM. 
Revidiert von F. Hermann (Peters), H. Böhme (Litolff), je 1 M. 
Vier Tondichtungen voll Poesie und großem Stimmungsgehalt. Von ganz 
besonderer Innerlichkeit ist Nr. 4. 

Sonatenstudien. Herausgegeben von Fr. Hermann. Heft 8 u. 9. 
(Breitkopf & Härtel.) Je 2.60 M. 

Die Hefte enthalten einzelne Sätze aus Sonaten von Händel, Huber, Rubin- 
stein, Reinecke, X. Scharwenka. 

TartinijG., Sonate, Gmoll [4/4]. Rev. von Fr. Hermann. (Peters.) 1. 50 M. 
Eine viel gespielte Sonate, die sich durch Wärme der Empfindung und 
edlen Gesangstons auszeichnet. 

Taubert, Wilh., Op. 15. Duo Nr. 2, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
2.50 M. 

Fließende, abgefeilte Musik; als prima vista-Übung gut zu verwenden. 
Veracini, Fr., Konzertsonate, EmoU, bearbeitet von F. David. 

(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
Weckbecker, W., Suite Nr. 1, EmoU. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 
Das Werk ist auf Veranlassung der internationalen Stiftung >Mozarteum« 
veröffentlicht. Man findet darin melodiöse Musik in abgerundeter Form. 

Stufe V. 

Autor unbekannt. Drei Sonaten: Amoll, Esdur, Cmoll. Be- 
arbeitet von F. David (Breitkopf & Härtel.) Je 1.30 M. 

Bach, J. S., Sieben Sonaten. (Breitkopf & Härtel.) Je 1.30 M. 
Dieselben Nr. 1 — 6 nach der Ausgabe der Bachgesellschaft rev. von 
F. Hermann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 5 M. — Nr. 7, 
EmoU. Bearb. von F. David 1.30M. Einzeln je 1.30 M. — Nr. 1—6, 
2 Bände, rev. von F. David (Peters), je 2.50 M.; (Litolff) 2 Bände, 
■je 1 .50 M. 

Die Sonaten sind nur für Schüler, die geistig gereift sind und Verständnis 

für diese gedankenreichen Tonschöpfungen besitzen. Die Schwierigkeit ihrer 



144 



C. Enseuibleniu.sik. 



Wiedergabe liegt weniger in den Anforderungen an die Technik, als vielmehr 
in den Ansprüchen, die sie an Stilbewußtsein des Spielers stellen. 

Beethoven, L van, Op. 12 Nr. 1. Sonate, Ddur. — Op. 23. 
Sonate, Gdur. — Op. 24. Sonate [Frühlingssonate], Fdur. (Breit- 
kopf & Härtel.) Je 1.30 M. 

Op. 12 Nr. 1. Op. 23. 

Allegi-o con brio 

Viol 




(Siehe Stufe IV bis IVa.) 
Biber, H. J. F., Sonate, Cmoll. Herausgegeben von F. David. 
(Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Für das Studium sehr nützlich. 
— Sonate VH, Gdur. Herausgegeben und mit einer zweiten Violine 

versehen von H. Marteau. (Steingräber.) 1.50 M. 
Brahms, J., Op. 100. Zweite Sonate, Adur, (Universal-Ed.) i M. 
Gehaltvolle und kunstvollendete Musik, die sich im Werte den Beethoven- 
schen Sonaten anschließt. 

Fiteiberg, G., Op. 12. Sonate, Fdur. (Stahl.) 6 M. 

Ein beachtenswertes Werk, das in drei knappen Sätzen Interessantes 
bringt. Das Intermezzo bereitet durch den fortgesetzten Wechsel von 5/^-, 2/^-, 
4/4-, 3/4- Takt selbst rhythmisch geübten Spielern einige Schwierigkeiten. 

Gade, N. W., Op. 59. Sonate, Bdur. (Volksausgabe Breitkopf & 

Härtel.) 4 M. 
Giardini, Feiice de, Musette et Gigue aus der 6. Sonate. Heraus- 
gegeben von H. Leonard. Ancienne ecole italienne du Violon.j 
(Costallat-Paris.) 12 Fr. 

Der Komponist war ein seinerzeit berühmter Violinvirtuose. Sein Spiel 
zeichnete sich durch Brillanz und absolute Reinheit der Intonation aus. Er 
hinterließ sechs Violinsonaten und elf Konzerte, Klavierquintette, fünf Opern, 
ein Oratorium usw. Die beiden hier angeführten Stücke sind heiteren, gra- 
ziösen Charakters mit verschiedenen leichten Flagcolettspielereien. 
Huber, Hans, Op. 17. Fantasie, G moU. (Breitkopf & Härtel.) 4.50M. 
Die aus vier in sich geschlossenen Sätzen bestehende Komposition trägt 
das Motto: »Der Dichter malt den Lauf der Tage, er steigt vom Grab zum 
Sternenzelt, besingt der Menschen Freud' und Klage und träumt sich eine 
bess're Welt.c Gesunde Rhythmik und ein kräftiger poetischer Schwung wohnen 
dem Werke inne. Die Wiedergabe verlangt das stimmungsvolle Mitempfinden 
der Vortragenden, von dem Geiger daneben einen modulationsfähigen, warmen 
Ton, 

Jözefowicz, M., Op. 12. Sonate, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 6M. 
Ein leidenschaftlich drängender erster Satz, ein stimmungsvolles Andante 
maestoso und ein nationaler dritter Satz (Krakowiak). 

Labor, Jos., Op. 5. Sonate, Amoll, (Universal-Ed.) 5.90 M. 



I 



I. Sonaten, Suiton und Duos für Violine und Pianoforle. 145 

Mailing, Otto, Op. 68. Bilder aus den vier Jahreszeiten. Suite 
nach dichterischen Motiven von C. Ewald. (Rahter.) 5 M. 

Ein Werk, das dauerndes Interesse zu erwecken vermag durch den Me- 
lodienreichtum und die interessanten harmonischen Einfälle. Das Erfassen der 
Stimmung wird durch die den einzelnen Sätzen vorangeschickten Dichtungen 
erleichtert. 

Matthison-Hansen, Gotfred, Op. \\. Sonate, Fmoli. (Breit- 
kopf & Härtel.) 3.90 M. 

Schwungvoll in den Themen, wirkungsvoll in der Verarbeitung. 
Nardini, P., Finale aus den drei ersten Sonaten. Herausgegeben 
von H. Leonard. [Ancienne ecole italienne.j (Gostallat.) 1 2 Fr. 
Nardini war Schüler Tartinis und wurde von Leopold Mozart sehr ge- 
schätzt. Er zeichnete sich weniger durch eine verblüffende Technik, als durch 
die gesangreiche Schönheit seines Tones aus. Seine Kompositionen sind in 
ihrem Grundcharakter anmutig und graziös. 

Philips, Eugen, Op.23. Sonate, Ddur. {Breitkopf (& Härtel.) 3.90 M. 

Mit hübschem Scherzo in Mendelssohns Art. 
Raff, Joach., Op. 128. Große Sonate, Ddur. — Op. 129. Große 
Sonate, Gmoll. 'Chromatische Sonate in einem Satz. — Op. 145. 
Große Sonate, Cmoll. (Peters.) Je 2 M. 
Reinecke, G., Op. 116. Sonate, Emoll. (Breitkopf& Härtel.; 5.90 M. 
Warm empfunden und vornehm gehalten, angenehm zu spielen und na- 
mentlich im letzten Satz sehr übend. 

Schutt, Ed., Op. 44. Erste Suite. (Universal-Ed.) 4 M. 

Ein Werk, das viel Interessantes enthält. Besonders dankbar erscheinen 
der dritte und vierte Satz: Canzonetta con Variazioni und Rondo a la russe. 

Slunicko, Job., Op. 60. Sonate, Adur. (Hofmeister.) 8 M. 

Viel Neues sagt der Komponist nicht in dieser Sonate, aber er gibt iiinm 
Inhalt in guter Gestaltung und durchaus geigengemäßem Satz. 

Spohr, L., Op. 95. Duo concertante, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
2.50 M. 

Steht an Wert hinter den Konzerten zurück, ist aber zur Übung für den 
Triller und den punktierten Rhythmus von Vorteil. 

Tartini, G., Sechs Fugen aus seinen Sonaten. Herausgegeben von 
H.Leonard. [^Ancienne ecole italienne du Violon. (Gostallat.) 12 Fr. 
— Sonate, Ddur. Bearh. von F. David. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Tartinis prominente musikgeschichtliche Stellung fußt nicht allein in seinen 
Qualitäten als Geiger und Lehrer, sondern in gleichem Maße in seiner Bedeu- 
tung als Tonsetzer. Seine Violinkompositionen sind klassisch. Ihre Erfindung 
ist von großer Eindringlichkeit, ihre Gestaltung architektonisch klar. Die lang- 
samen Sätze sind ungemein ausdrucksvoll, die Allegros von edler Bewegung. 

Vieuxtemps, H., Op. 43. Suite. Preludio, Minuetto, Aria, Gavotte. 
(Peters.) 2 M. 

Das reich figurierte Präludium und die Aria enthalten viel Übendes für 
die linke Hand, die beiden anderen Sätze fördern die BogengeschickUchkoit. 

Wolf-Ferrari, E., Op. 1. Sonate, Gmoll. (Rahter.j 6 M. 

Ein frisches, klangschönes Werk, in dem sich Anklänge von Brahms und 
Wagner zwar nicht verkennen lassen, das aber doch von einer starken Per- 
sönlichkeit zeugt. 

Grünberg, Literatur der Streichinstrumente. ]0 



146 



C. Ensemblemusik. 



Zeckwer, G. W., Suite, Emoll. Präludium, Scherzo, Adagio, Furiant. 
(Simon.) 7 M. 

Ein gut gearbeitetes, angenehm zu spielendes Werk, dem Temperament 
innewohnt. 

Stufe Va. 

Ashton, Algernon, Op. 3. Sonate, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 
3.90 M. 

Eine gut gearbeitete, melodisch fließende Sonate mit besonders anregen- 
dem ersten Satz. 

Beethoven, L. van, Op. 12 Nr. 3. Sonate, Esdur. — Op. 30. 
Drei Sonaten, Adur,Gmoll, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) Je 1.30 M. 
Allegro con apirito. 



Op. 12 Nr. 3. 



/ r i r tj r^ Jy ^ ^ ^ 




p 

Allegl'o assai 

, u VioL 




Op. 30 Nr. 1 . 



Op. 30 Nr. 2. 



Op. 30 Nr. 3. 

(Siehe Stufe IV bis IVa.) 
Brahms, Job., Op. 78. Erste Sonate, Gdur. — Op. 108. Dritte 
Sonate, Dmoll. (Universal-Ed.) Je 4 M. 
Werke von höchstem Wert. 
Gorelli, Arcangelo, Folies d'Espagne. Variationen, Dmoll. Be- 
arbeitet von F. David. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Interessantes, mustergültiges Variationenwerk ernsten Stiles. 
Grome, Fritz, Op. 3. Sonate, Gmoll. (Hansen.) 6 M. 

In dieser Sonate zeigt sich der Kon^ponist als ein hochbegabter Musiker 
der seine Gedanken klar entwickelt und seiner Melodie gesunden Fluß zu geben 
vermag. Der zweite Satz, ein Andantino von nordischem Kolorit, ist geschickt 
mit scherzoartigen Zwischensätzen verbunden. Dem Finale geht ein Rezitativ 
voraus, das in der Mitte des Satzes wiederkehrt. Der Vortrag dieser Sonate 
dürfte sich als dankbar erweisen. 

Faure, Gabriel, Op. 13. Sonate, Adur. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 5 M. 

Eine, namentlich in ihrem harmonischen Gefüge interessante Sonate. 
Grieg, Edvard, Op. 8. Sonate Nr. 1, Fdur. (Peters.) 2 M. — 
Op. 13. Sonate Nr. 2, Gdur. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
3 M. — Op. 45. Sonate Nr. 3, Gmoll. (Peters.) 3 M. 

Die gewollt nationale Charakteristik der Griegschen Musik bringt sich 
auch in den Sonaten zur Geltung. Es spricht aus ihnen eine starke Begabung 
und ein hervorragendes Können, gepaart mit poetischem Empfinden. Am be- 



I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Pianoforte. 147 

kannlesten ist die erste Sonate, eines der dankbarsten und originellsten Kamnaer- 
musikwerke. Durch interessante und fesselnde Details zeichnet sich die zweite, 
durch großen Zug die dritte aus. 
Hofmann, Heinrich, Op. 67. Sonate, Fmoll. (Breitkopf & Härtel.) 

5.90 M 
Huber, Hans, Op. 42. Sonate, Bdur. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

Aus dieser Sonate klingt eine poetische Stimmung, die gesangvoll und 
rhythmisch interessant zum Ausdruck kommt. Ungeübten bietet sie im Zu- 
sammenspiel einige Schwierigkeiten. 
Kroeger,E.R.,Op.32. Sonate, Fismoll. (Breitkopf & Härtel.) 5.90 M. 

Eine Komposition von frischem Zug. An die Intonationssicherheit und 
das Temperament der Spieler stellt sie einige Ansprüche. 

Krug- Waldsee, Jos., Op. 43. Suite, Adur. (Breitkopf & Härtel.) 9 M. 

Frische und ansprechende Musik. 
Leclair, J. M., Sonate [Le Tombeau], CmoU. Bearbeitet von F. 
David. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Vortrefflich in der Gestaltung und tief ergreifend in der Wirkung. 
— Andante und Chaconne. Menuett, Gavotte und La Ghasse. Sara- 
bande und Tambourin. Bearbeitet von F. David. (Breitkopf & 
Härtel.) 3 Hefte, je 1.30 M. 
Mailing, Otto, Op. 57. Sonate, Gmoll. (Rahter.) 6 M. 

Ein formschönes Werk, das die Vorzüge reicher Erfindungskraft auf- 
weist. Die Violinpartie ist sehr sachgemäß gesetzt; die Passagen und die 
Figuration sind leicht spielbar und wirkungsvoll. 

Mozart, W. A., Andante, Menuett und Rondo, Gdur, aus der Sere- 
nade Nr. 7 [Haffner-Serenade]. Bearbeitet von F. David und mit 
Kadenzen versehen. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Frische, anregende Musik, im letzten Satz von übermütiger Stimmung. 
Porpora, N. A., Sonate, Gdur. Bearbeitet von F. David. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 

Für das Studium nützlich, vorbereitend auf die Fugen Bachs. 
Rabl, Walter, Op. 6. Sonate, Ddur. (Simrock.) 6 M. 

Ein beachtenswertes Werk ; frisch in der Erfindung, gut in der Verarbeitung. 
Rubinstein, Ant., Op. 19. Sonate, Amoll. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 5 M. 
(Vieuxtemps gewidmet.) 
Scharwenka, Ph., Op. 110. Sonate, Hmoll. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 5 M. — Op. 114. Sonate, EmoU. (Breitkopf 
& Härtel.) 5.90 M. 

Vornehme, stimmungsvolle Musik in bester Form. 
Schumann, Roh., Op. 105. Sonate, Amoll. — Op, 121. Sonate, 
• Dmoll. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) Je 1 M. — Revi- 
diert von H. Böhme. (Litolff.) Je 1.20 M. — Beide Sonaten in 
einem Bande. (Peters.) 1.50 M. 

In der Kammermusikliteratur nehmen die Sonaten einen Ehrenplatz ein; 
namentlich die zweite ist den genialsten Schöpfungen anzureihen. Beide er- 
fordern temperamentvolle und feinsinnige Wiedergabe. Sie sind technisch nicht 
leicht, denn die Figuration der bewegten Sätze ist nicht immer in die Finger 
fallend. 

10* 



148 



C. Ensemblemusik. 



Sjögren, Emil, Op. 19. Sonate, GmoU. (Peters.) 2 M. 

Eine schwungvolle und wirksame Sonate. Sie ist mit Temperament, im 
Andante mit Wärme und Tonschönheit vorzutragen. 

Vitali, Tomaso, Ciaconna, Gmoll. Bearbeitet von F. David. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 

Bestimmte Geburts- und Sterbedaten dieses Komponisten sind nicht vor- 
handen, doch läßt sich annehmen, daß er im letzten Drittel des 4 7. Jahrhun- 
derts geboren ist. Er gab 1693 seine Op. 2 und 3 heraus und war 1706 Mit- 
glied der Philharmonischen Akademie in Bologna. Die Ciaconna läßt ihn als 
einen reichbegabten, erfindungsreichen und formensicheren Musiker erkennen. 

Weingartner, F., Op. 42. Zwei Sonaten. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) Nr. 1, Ddur, 3M.; Nr. 2, Fismoll, 4M. 



Stufe VI. 

Anzoletti, Marco, Sonate, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 6.90 M. 

Es liegt ein dramatischer Zug in den Themen der Ecksätze dieser Sonate, 
die einen temperament- und schwungvollen Vortrag erfordert. Sehr graziös 
ist der dritte Satz: Intermezzo — Arietta. 

Beethoven, L. van, Op. 47. Kreutzer-Sonate, Adur. (Breitkopf 
& Härtel.) 2.60 M. — Op. 96. Sonate, Gdur. 1.30 M. 

Op. 47. Op. 96. 

Adagio sostenuto. Allegro moderato. 

Viol ■^ — 




'/pdolae 



Siehe Stufe IV bis IVa. — Beide, in ihrem Charakter grundverschiedene 
Sonaten sind nur von erstklassigen Künstlern restlos wiederzugeben. An die 
Technik stellt Op. 47 die größeren Anforderungen; sie enthält einige Stellen, 
die selbst hervorragenden Geigern Schwierigkeiten bieten. 

Berger, W., Op. 70. Sonate Nr. 3, Gmoll. (Simon.) 8 M. 

Ein ausgezeichnetes Werk, das Beachtung zu fordern berechtigt ist. 
Le Boucher, M., Sonate, Hmoll. (Costallat.) SFr. 

Moderne Musik, die an beide Spieler ganz bedeutende technische Anfor- 
derungen stellt — namentlich an den Pianisten. 

Busoni, F., Op.36. Sonate Nr. 2,Emoll. (Breitkopf & Härtel.) 6.90 M. 

Eine ungewöhnlich interessante Komposition von fesselndem Stimmungs- 
gehalt, voll geistreicher Kombinationen und überraschender Wendungen. 
Hub er, Hans, Op. 1 16. Sonata appassionata iNr. 6], D moll. (Breit- 
kopf & Härtel.) 6.90 M. 

Der erste Satz dieser schwungvollen Sonate setzt >Un poco Adagio 3/o< 
mit breitem Rhythmus, der im anschließenden Allegro (r thematisch durch- 
geführt wird, ein. Im langsamen Satz wird die weiche, sehnsüchtige Stim- 
mung durch energische Triolenfiguration unterbrochen, bevor sie zum beruhi- 
genden Ausklingen gelangt. Der feurige Schlußsatz ist rhythmisch prägnant 
und mit seinem gesangvollen Gegenthema sehr wirkungsvoll. 

Leclair, J. M., Sonate, Gdur. Bearbeitet von F. David. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 

Ist diese Sonate auch nicht von so tiefer Wirkung wie die auf der vorigen 
Stufe angeführte C moU-Sonate, so gehört sie doch zu den hervorragenderen, 
nicht nur dieses Meisters, sondern der zeitgenössischen Produktion überhaupt. 



I. Sonaten, Suiten und Duos für Violine und Pianoforte. 149 

Der Vortrag erfordert neben reifem musikalischen Verständnis, sichere Be- 
herrschung der Doppelgriffe. 
Päque, Dösire, Op. 32. Sonate Nr.2, AmoU. (Breitkopf & Härtel.) 

3.90 M. 

Musik, die sich schwer aufnehmen und wiedergeben läßt. In harmoni- 
scher und rhythmischer Beziehung enthält sie mancherlei Überraschungen. 
Raff, Joach., Op. 73. Große Sonate, Emoli. — Op. 78. Große 

Sonate, Adur. (Peters.) Je 2 M. 

Diese Sonaten gehören zu den hervorragenden Erzeugnissen dieser Lite- 
ratur. Sie stellen an das »Könnenc des Geigers bedeutende Anforderungen. 
Sie verlangen virtuose Ausführung der oft recht schwierigen Passagen- und 
Figurenbildung neben voll entwickeltem Rhythmusgefühl. 

Reger, Max, Op. 41. Sonate Nr. 3, Adur. (Universal-Ed.) 6 M. 

Die Wiedergabe dieses Werkes ist schwer. Seine Harmonik und Rhythmik 
sind nicht leicht zu erfassen; es kommt immer anders, als man zuerst ver- 
meint. Bei näherer Bekanntschaft entdeckt man manches Schöne, ohne jedoch 
vom Ganzen entzückt zu sein. 

— Op. 72. Sonate, Cdur. (Universal-Ed.) 6 M. 

— Op. 84. Sonate, Fismoll. (Universal-Ed.) 6 M. Daraus: AUe- 
gretto 1.50 M. 

Rubinstein, Ant., Op. 13. Sonate, Gdur. (Peters.) 2 M. 

Eine der dankbarsten Sonaten, klar in den Themen, fesselnd in der Figu- 
ration, klangvoll und schwunghaft. 

Schäfer, Dirk, Op. 6. Sonate Nr. 2, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 
6.90 M. 

Die Sonate ist das Produkt einer starken Begabung, der ein bedeutendes 
kompositorisches Können zur Seite steht, das vielleicht nicht immer ganz un- 
gesucht zum Ausdruck gelangt. Von sehr hübscher Wirkung ist das AJlegro 
scherzando. 

Scharwenka, Ph., Op. 99. Suite: Tokkata, Ballade, Intermezzo, 
Rezitativ und Tarantella. (Breitkopf & Härtel.) 9 M. 

Geigern von Temperament sei dieses Werk warm empfohlen. Die Tokkata 
ist schwungvoll, die Ballade melodiös, das Intermezzo pikant, die Tarantella 
flott und nicht alltäglich. Man begegnet in allen Sätzen interessanten Wen- 
dungen und wird erfreut durch den Wohlklang. 

Schubert, Fr., Op. 70. Rondo brillante, Hmoll. (Breitkopf & 

Härtel.) 2.60 M. Neuausgabe von M. Dello. (Lilolff.) 1 M. 
Sjögren, Emil, Op. 47. Sonate, Hmoll. (Breitkopf & Härtel.) SM. 
Ohne ungewöhnliche Schwierigkeiten zu bieten, verlangt die Wiedergabe 
vollkommene Intonationssicherheit. Durchaus modern gehalten, charakteristisch 
in den Themen, geistvoll in der Harmonisation, wahrt die Verarbeitung Klar- 
heit und Übersichtlichkeit. Ein weiterer Vorzug der Sonate ist ihre verhältnis- 
mäßige Knappheit und die Wärme der Empfindung. 

Tartini, G., Sonate [Teufelstriller], G moll. Bearbeitet und mit Ka- 
' denzen versehen von Alb. Becker. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
2.50 M. F. Kreisler (Eulenburg) 2 M. — Sämtliche Sonaten, be- 
arbeitet von Fr. Hermann. (Peters.) 3 Bände je 1.50 M. — Zwei 
Sonaten, bearbeitet von E. Sauret. (Peters.) 1.50 M. 

Die Legende erzählt, der Teufel sei Tartini im Traum erschienen und 
habe ihm, am Fußende des Bettes sitzend, auf der Geige Musik von eigen- 
artigem Reiz und ungewöhnlichen Schwierigkeiten vorgespielt; besonders ein 



150 ^- Ensemblemusik. 

Trillereffekt sei in seiner Kombination ganz neuartig und frappant gewesen. 
Nach dem Erwachen soll Tartini die im Traum gehörte Musik niedergeschrieben 
und ihr den Namen >Teufels-Sonate€ gegeben haben. Der modernen Virtuo- 
sität gegenüber haben die Schwierigkeiten dieser Sonate allen Schrecken ver- 
loren, ohne daß dadurch der musikalische Wert des Werkes beeinträchtigt 
worden wäre. Tartini bezeichnete die Sonato als seine hervorragendste Kom- 
position. 

Thomassin, Desire, Op. 72. Sonate, EmoU. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härlel.) 5 M. 

Schwere Kost, mit der man sich eingehend beschäftigen muß, um ihre 
Vorzüge zu erkennen. 
Waghalter, Ignatz, Op. 5. Sonate, FmoU. (Rahter.) 5 M. 

Eine Sonate, die interessiert. Schwungvoller Rhythmus, gute Arbeit und 
künstlerische Behandlimg der Instrumente sind Vorzüge, welche das Werk 
willkommen erscheinen lassen. 



II. Trios für Yioline, Tiola mit Pianoforte oder 
Harmonium*). 

Stufe II. 

Gherubini, L., Avemaria. Arrangiert von H.Ritter. (Junne.) I.SOM, 
Martini, G., Gavotte [Les deux moutons]. Arrangiert von H. Ritter 

(Junne.) 1.50 M. 

Beide Stücke sind auch für Violine, Violoncell und Pianoforte erschienen. 
Schumann, Rob., Wiegenlied. Op. 78 Nr. 4. — Er und Sie. 

Op. 78 Nr. 2. Arrangiert von H. Ritter. (Junne.) 1.50 M. 

Stufe IIa. 

Leclair, J. M. (l'ainö), Sonate VIII ä trois, Bdur. Neue Ausgabe 
mit ausgesetztem Generalbaß von R. Eitner. (Breitkopf & Härtel.) 
2.10 M. 

Auch für Flöte (oder Violine), Violoncell und Pianoforte ausführbar. 
Rung, Fr., Danse des papillons [Entr'acte\ Arrangiert von W. 
Hansen. (Hansen.) 1.50 M. 

Ein hübsches Stück. Die Violine führt eine Springbogen-Figuration con 
Sordino durch, während die Viola eine durch punktierten Rhythmus unter- 
brochene Kantilene vorträgt, welcher das Pianoforte sekundiert. 

Stufe III. 

Hartmann, Emil, Berceuse. Arr. von W. Hansen. (Hansen.) 1.50M. 
Lachner, J., Op. 37. Trio, Bdur. (Hofmeister.) 6 M. 

Wohlklingend und gut gearbeitet. Die Wiedergabe ist ohne Schwierigkeit. 
Ole Bull-Svendsen, Sehnsucht nach der Sennerin. Arrangiert von 

W. Hansen. (Hansen.) 1.25 M. 
Svendsen, J. S., Frühling. Arr. von W. Hansen. (Hansen.) 1.25 M. 



*) Mit * bezeichnete Werke sind mit Harmonium, alle anderen mit Piano- 
forte. 



II. Trios für Violine, Viola mit Pianoforte oder Harmonium. 151 

Stufe lila. 
Gade, N. W., Nordische Sennfahrt. Lustspiel-Ouvertüre. Arran- 
giert von W. Hansen. (Hansen.) 3 M. 
Lachner, J., Op. 45. Trio, Gdur. (Hofmeister.) 7 M. 
Siehe Stufe III. 

Stufe IV. 

♦Binder, Ad., Op. 31. Trio, Edur. (Simon.) 6 M. 
Fuchs, Roh., Op. 57. Sieben Fantasiestücke. (Schlesinger.) 2 Hefte, 
je 4 M. 

Feinsinnige, sehr zu empfehlende Stücke. 
Lachner, J., Op. 58. Trio, Ddur. (Hofmeister.) 7 M. 

Fließende, ungekünstelte Musik in bester Form. 
Lange-Müller, P. E, »In der Halle der Abenceragen« a. d. Suite 
»Alhambra«. Arrangiert von W. Hansen. (Hansen.) 2.50 M. 

Stufe IVa. 

Naumann, Ernst, Op. 7. Trio, Fmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
4.20 M. 

Gut geformt und inhaltvoll. 
Päque, D6sire, Op. 27. Vierte Suite. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) 4 M. 

Eine beachtenswerte Komposition. Sie spielt sich gut und ist übend. 
Der dem Wesen der Instrumente angemessene Satz erzielt einen bedeutenden 
Wohlklang. 

Scharwenka, Fb., Op. 105. Duo. Adur. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 4 M. 

Ein vornehmes, klangschönes Werk. 

Stufe V. 
Mozart, W. A., Sinfonie concertante, Esdur, für Violine und Viola 
mit Orchester. (Breitkopf & Härtel.) Partitur 5 M., i 1 Stimmen 
je 30 Pf. — Mit Pianoforte bearbeitet von R. Tillmetz. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. Rev. von F. David. (Peters.) 
2 M. 

Die Original-Bratschenslimme ist in Ddur geschrieben. Nach Mozarts 
Angabe muß die Bratsche um einen halben Ton höher gestimmt werden. 

Wolfrum, Ph., Op. 24. Trio, Hmoll. (Volksausgabe Breitkopf & 
Härtel.) 4.M. 



III. Trios für Pianoforte, Violine und Violoncello*). 

Sammlungen. 
Kammermusik-Album für Schule und Haus. Klassische Klavier- 
trios, progressiv geordnet und genau bezeichnet. Herausgegeben 
von F. A. Glossner. (Universal-Ed.) 4 Bände je 3 M. 

Die Bände enthalten Trios von Haydn, Mozart, Beethoven, Weber, Reissiger, 



* Abweichungen sind angegeben. 



J52 ^' Ensemblemusik. 

Hummel usw. in mittleren Schwierigkeitsgraden. Die Auswahl ist treCflich. 
Der Herausgeber ist bemüht gewesen, den Text originalgetreu und fehlerfrei 
darzubieten, die wenigen Zusätze sind als solche kenntlich gemacht. 

Stufe I. 

Süchting, Emil, Üp. 36. Trio-Album für die Jugend. (Universal-Ed.) 
1.20 M. 

Das Heft enthält Choral- und Volksmelodien. Die Stimmen sind gut be- 
zeichnet, die Auswahl ist in fortschreitender Folge getroffen. 

— Op. 65. Trios mignons Nr. 1, Gdur. (Hofmeister.) 1.75 M. 

Nett gemacht und übend. 

Stufe la. 

Bohlmann, G.G., Trios d'amateurs. Nr. 1 . A la Zingara. Nr. 2. 
Nocturne. Nr. 3. Danse slave. Nr. 4. Menuett. (Hansen.) 2 M. 

Klengel, Jul., Op. 35 Nr. 2. Kindertrio, Gdur. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Schröder, Herrn., Op. 12. Drei kleine Trios. Nr. 1, Gdur. (0. For- 
berg.) 3 M. 

Anregend und gut musikalisch. 

Süchting, E., Op. 26. Kindertrio Nr. 2, Gdur. (Simon.) 2.50 M. 

— Op. 36. Trio-Album für die Jugend. (Universal-Ed.) Heft H 
und HI je 1.20 M. 

Die Hefte entlialten Lieder, Opernmelodien und kurze Stücke von Schu- 
bert, Schumann, Haydn, Beethoven u.a. Als letzte Nummer erfreut eine hübsche 
kleine Weihnachtsfantasie. Auswahl und Bezeichnung sind gut. 

— Op. 65. Trios mignons Nr. 2, Ddur. (Hofmeister.) 2.50 M. 

— Op. 66. Kindertrio, Gdur. (Hansen.) 1.50 M. 

Stufe H. 

Händel. G. F., 2 Gavotten. Nr. 1 Gdur, Nr. 2 Gdur. Bearbeitet 

von Th. Gerlach. (Koeppen.) Je 1.60 M. 
Paul, Emil, Op. 14. Trio, Gdur. (Rahter.) 3 M. 

Die Violinstimme dieses leicht ausführbaren Trios bewegt sich zwar nur 
im Umfang der ersten Lage, doch ist für die ausdrucksvolle Wiedergabe der 
Kantilene der Gebrauch der drei ersten Lagen anzuraten. 
Klengel, Jul. ,0p. 39 Nr. 1. Kindertrio, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 

4.20 M. 

Gut gemacht und wohlklingend. 

Stufe IIa. 

Hollaender, Alexis, Op. 53. Sechs Charakterstücke in Kanon- 
form. (Schlesinger.) 2 Hefte, je 3 M. 

Paul, Emil, Op. 7. Trio im leichten Stil, Gdur. (Rahter.) 4M. 

Ries, Ferd., Drei instruktive Trios: Gdur, Amoll, Fdur. (Ries 
& Erler.) Je 3.50 M. 

Zum Studium zu empfehlen. Alle drei Trios waren ursprünglich Sonaten 

für Violine und Pianoforte. 



Il[. Trios für Pianoforte, Violine und Violoncello. 153 

Schröder, Herrn., Op. 12. Drei kleine Trios, Nr. 3, Gmoll. (0. 
Forberg.) 4.25 M. 

Ein frisches, gut klingendes Trio, das trefflicli auf größere Triowerke 
vorbereitet. 

Stufe III. 

Bach, J. Chr., Trio, Ddur. Herausgegeben von H. Riemann. (Breit- 
kopf & Härte!) 2.10 M. 

Berens, Herrn., Op. 95 Nr. \. Trio, Fdur. (0. Forberg.) 5 M. 
Wohlklingend und von guter Arbeit. 

Haydn, Jos., Sämtliche Trios. Bezeichnet von F. David (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel) 2 Bände je 9 M., Friedrich Hermann 
(Peters) 3 Bände je 6 M., Steffek, Gossner, Luka (Universal-Ed.) 
3 Bände je 6 M., (Litolff) 2 Bände je 8 M. 

— Trios: Nr. 2, Fismoll: Nr. 6, Ddur; Nr. \\, Esdur; Nr. 12, Esdur; 
Nr. 16, Gmoll; Nr. 17, Esdur; Nr. 20, Esdur; Nr. 26, Cdur. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) Je 1 M. 

Diese Trios erfordern, wenn sie auch keine großen Ansprüche an die 

Technik stellen, doch einige Übung im Zusammenspiel und Spielgewandtheit. 

Kunze, Carl, Op. 16. Adagio. (Kahnt.) 2 M. 

Onslow, G., Op. 3 Nr. 1. Trio, AmoU. — Op. 14 Nr. 1. Trio, 
Emoll. (Breitkopf & Härtel.) Je 2.10 M. 

Schumann, Rob., Vier Stücke in kanonischer Form aus Op. 56 
[Studien für den PedalflügelJ, einger. von A. Hollaender. (Schle- 
singer.) 5 M. 

Schytle, L., Op. 132. Petites Suites faciles. Nr. 1. Fantasie, 
Cdur. Nr. 2. Reverie, Fdur. Nr. 3. Souvenir, Gdur. Nr. 4. 
Serenade, Bdur. (Hansen.) Je 2.50 M. 
Reizende, geschmackvolle Stücke. 

Zilcher, Paul. Op. 9. Notturno und Scherzetto. 'Breitkopf & 
Härtel.) 2.10 M. 

Leichte, ansprechende Stücke in Des- und Fdur. 

Stufe nia. 

Francke, Rieh., Op. 34. Largo religioso aus der Dmoll-Sinfonie. 
Für Violine, Violoncell und Harmonium bearbeitet vom Kompo- 
nisten. 'Koeppen.) 1.60 M. 

Grünbaum, Fr. W., Trio, Bdur. (Junne.j 4.50 M. 
Für alle drei Spieler ohne Schwierigkeiten. 

Haydn, Jos., Trios. Nr. 4, Edur; Nr. 1 0, Emoll; Nr. 13, Bdur; 
Nr. 14, Gmoll; Nr. 18, Cdur; Nr. 19, Dmoll; Nr. 22, Bdur; 

• Nr. 23, Fdur; Nr. 27, Fdur; Nr. 28, Gdur. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) Je 1 M. 

Henselt, Ad., Op. 24. Trio, AmoU. (Schuberth.) 1 M. 

Hoff mann, Carl, Im Frühling. Leichtes Trio, D dur. (Junne.) 4 M. 
Ansprechend und angenehm zu spielen. 



154 



C. Ensemblemusik. 



Jansen, F. Gust., Op. 39. Trio facile, Gdur. (Schlesinger.) 7 M. 

Freundliche, gut klingende Musik. 
Jensen, G., Op. 4. Trio, HmoU. (Breitlfopf & Härtel.) 4.20 M. 
Kiengel, Jul., Op. 42 Nr. 2. Kindertrio Nr. 6, Gmoll. (Breitkopf 

& Härtel.) 4.20 M. 
Schwers, P., Op. 3 Nr, I. Barcarole, EmoU, für Violine, Violoncell 

und Harmonium. (Koeppen.) 1.60 M. 

Stufe IV. 

Beethoven, L. van, Sämtliche Trios. Kritische Gesamtausgabe. 
(Breitkopf & Härtel.) 3 Bände 42 M. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel) 3 Bände, je 4 M., R. Fitzner und J. Brandts -Buys 
(Universal-Ed.) 7.50 M., (Litolff, Peters) 7.50 M. 



Op. i Nr. 1 , 



Alle^o 



Op. 1 Nr. 2. 
Adagio.^^ ^ ^ Allegro vivace. 




Op. 1 Nr. 3. 
-Allegro con Iirio. 

3? 

Allegretlo 



Op. U. 
Allegro con brJb. 
■Pfte^ 




4f 
Allegro moderato. 




Andante. 



Op. 44. jl''lr (^n^ü^ Ip f Jiyivji I Jr> J y ^aiJ 

Berwald, Franz, Op. 1. Trio, Esdur. 6.50 M. — Op. 2. Trio, 
Ddur. (Schuberth.) 7.50 M. 

Dreyschock, Felix, Op. 28. Andante religioso. Bearbeitet von 
R. Lange. (Junne.) 1.20 M. 
Ein stimmungsvolles Stück. 

Haydn, Jos., Trios. Nr. 3, Cdur; Nr. 8, CmoU; Nr. 9, Adur; 
Nr. 25, Fdur; Nr. 29, Fdur; Nr. 30, Ddur; Nr. 31, Gdur. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) Je 1 M. 

Krug, G., Op. 5. Trio, Gmoll. (Schuberth.) 6 M. 

Mailing, Otto, Op. 36. Trio, AmoU. (Hansen.) 6 M. 
Ein Werk von ansprechender Melodik und guter Arbeit, 

Mozart, W, A., Trios. Nr. 5, Bdur; Nr. 6, Edur; Nr. 7, Gdur. 
fBreitkopf & Härtel.) Je 2.10 M. 



Nr. 



Allepro. 



n i i^^tT-j i 



III. Trios für Pianoforte, Violine und Violoncello. 



155 



Nr. G. 



Nr. 7. 




imegr^. ■ ■ ■ ->^ 



Nawratil, Karl, Op. 9. Trio, Esdur. (Rahter.) 7 M. 
Brahms gewidmet. 

— Op. 11. Trio Nr. 2, Fdur. (Rahter.) 10 M. 

Gleich dem vorgenannten, ein Werk von schöner Melodik und fließender 
Verarbeitung. 

Onslow, G., Op.14 Nr.3. Trio,Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 2.10 M. 
Schwers, P., Op. 3 Nr. 2. Albumblatt, Bdur, für Violine, Violoncell 

und Harmonium. (Koeppen.) 1.60 M. 
Sternberg, Const, Op. 69. Trio, CmoU. (Junne.) 4 M. 

Fließend geschrieben, mit melodiösem Mittel- und schwungvollem Schluß- 
satz. 

Volkmann, Rob., Op. 3. Trio, Fdur. (Universal-Ed.) 6 M. 



Stufe IVa. 

Beethoven, L. van, Op. 97. Trio, Bdur. — Op. 121a. Zehn 
Variationen über das Lied »Ich bin der Schneider Kakadu« aus 
W. Müllers Oper: Die Schwestern von Prag. (Breitkopf & Härtel.) 
Je 2.10 M. 



Op. 97. 
Allegro moderato 



Op. 121 a. 




pdolce 



Gouvy, Th., Op. 18. Trio,Adur. (Hofmeister.) 7.50 M. — Op. 19. 
Trio, Bdur. 6.75 M. 

Melodiöse, rhythmisch lebendige, etwas weichliche Musik von eleganter 
Faktur. 

Gramann, Carl, Op. 27. Trio, Cmoll. (Schuberth.) 7.50 M. 

Ein Trio, das interessiert — namentlich der erste Satz und das Adagio 
mit seiner gesangvollon Kanlilene. 

Haydn, Jos., Trios. Nr. 1, Gdur; Nr. 5, Esdur; Nr. 6, Ddur; 

Nr. 7, Adur. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) Je 1 M. 
Laza rus. Gustav, Op. 55. Trio, Emoll. (Aibl.) 7.50 M. 

Ein wohlklingendes Trio, das keine besonderen Schwierigkeiten enthält, 
aqgenehm zu spielen und von hübscher Wirkung ist. Auf Seite i, im dritten 
Takt der dritten Reihe muß in der Violinstimme b statt h stehen. 

Mendelssohn, F., Op. 49. Trio, Dmoll. — Op. 66. Trio, GmoU. 
Beide zusammen (Volksausgabe Breitkopf & Härtel, Universal-Ed., 
Peters, Litolff) 3 M. 



156 



C. Ensembleniusik. 



Mozart, W. A., Trios. Nr. 3, Gdur; Nr. 8, Gdur; Nr. 1, Bdur; 
Nr. 4, Esdur [Kegelstatt-Trio]. (Breitkopf & Härtel.) Je 2.10 M. 

Alle^ro. 

Nr. 3. 



Nr. 8. 



Nr. \. 



Nr. 4. 




Pastorale Skizzen. 
3 Mitternacht, Nr. 
(Koeppen. 



Nr. I Frühlingsmorgen, 
4 Kirmes, für Violine, 



Noren, H. G., Op. 26. 

Nr. 2 Reigen, Nr. 

Violoncell und Harmonium. (Koeppen.) 7.80 M. 
Reinecke, C, Op. 188. Trio, Amoll. 4.20 M. ~ Op. 230. Trio, 

Cmoll. (Breitkopf & Härtel.) 7.80 M. 
Saint-Saens, G., Op. 18. Trio, Fdur. (Universal-Ed.) 10 M. 

Geistvolle, rhythmisch prägnante Musik. 
Scharwenka,Ph.,Op.100. Trio, Cismoll.(Breitkopf& Härtel.) 7.80 M. 
Schmidt, Otto, Op. 17. Trio, Ddur, in leichterer Spielweise. 

(Schlesinger.) 6 M. 
Sinding, Chr., Op. 23. Trio, Ddur. (Hansen.) 9 M. 
Spohr, L., Op. 119. Trio, Emoll. (Schuberth.) 3 M. 
Rhythmisch sehr übend. 

Stufe V. 

Bargiel, W., Op.37. Trio Nr. 3, B dur. (Breitkopf & Härtel.) 7.80M. 
Beethoven, L. van, Op. 70 Nr. 4. Trio, Ddur. Nr. 2^ Trio, Esdur. 
(Breitkopf & Härtel.) Je 2.10 M. 



Allegro vivace con brio 



Poco sosfenulo. 

I , HO « 



Alleg^o jna non troppo 




Franck, Cesar, Op. 1 . Drei Trios. (Schuberth.) Nr. i, Fismoll; 
Nr. 2, Bdur; Nr. 3, Hmoli. Je 9 M. 

In hohem Grade interessant. Dem ersten Satz »Andante con moto< liegt 
ein Ostinato zu Grunde: 



der geschickt durchgeführt wird und zu wirkungsvoller Steigerung gelangt. 
Die Streichinstrumente sind sangbar und farbenreich behandelt. Zum Schluß 
des Satzes tritt der Ostinato in allen Instrumenten unisono auf und schließt 
überraschend. Das Scherzo ist sehr flüssig und besonders im Trio von Eigen- 
art. In dem sich anschließenden zugvollen Finale begegnet man Reminiszensen 
aus dem ersten Satz. 



III. Trios für Pianofortc, Violine und Violoncello. 



157 



Das zweite Trio, Bdur, enthält zwei reizende Mittelsätze, ein Andantino 
von pastoralem Charakter und eine pikante Menuett. 

Das dritte Trio, H moll, welches technisch etwas schwieriger ist, wirkt 
zwar nicht so unmittelbar, läßt aber gleich den beiden ersten, den Autor als 
Komponist von Rasse und Eigenart erkennen. 

Franck, Cesar, Op. 2. Trio Nr. 4, H dur. (Schuberth.) 6.50 M. 
Das einsälzigp, Liszt gewidmete Trio zeigt dramatische Färbung und 
bringt besondere Klangkombinationen, die übrigens in anderer Weise auch im 
dritten Trio auftreten. Die Violine muß für eine längere Partie die A-Saite 
nach H stimmen, um entfernte Intervalle gleichzeitig erklingen lassen zu können. 




In der Violinstimme ist an der Stelle, wo das Hinaufstimmen der Saite vor- 
genommen werden muß, die verkehrte Angabe gemacht, daß die Saite 
her ab gestimmt werden soll. 

Gade, N. W., Op. 29. Noveletten. (Breitkopf & Härtel.) 4.20 M. 
Herman, Reinh. L., Op. 56. Trio, F dur. (Steingräber.) 7.50 M. 
Dankbar, ohne geübteren Spielern besondere Schwierigkeiten zu bereiten. 
Hermann, Rob., Op. 6. Trio, Dmoll. (Hofmeister.) 6 M. 
Hub er, Hans, Op. 20. Trio Nr. I, Es dur. — Op. 65. Trio Nr. 2, 

Edur. (Breilkopf & Härtel.) Je 7.80 M. 
Jadassohn, S., Op. 85. Trio Nr. 4, C moll. (Breitkopf & Härtel.) 

7.80 M. 

Krill, C, Op. 23. Trio, A moll. (Kahnt.) 8 M. 

Ein gut gearbeitetes Werk mit gesangvollen Themen. Die Behandlung 
der Instrumente ist sachgemäß und wohlklingend. 

Laurischkus, Max, Op. 14. Walzer-Gapricen. (Rahter.) 5 M. 
Das Werk besteht aus einer Introduktion und zehn pikanten kürzeren 
Walzersätzen, denen sich eine Coda anschließt. Bei geschmackvoller Vorfüh- 
rung dürfte sich das Werk als dankbar erweisen. 

Rasse, Frangois, Op. 16. Trio, HmoU. (Schott.) 4.80 M. 

Gut geformt und interessant gearbeitet. 
Röntgen, Jul., Op. 23. Trio, Bdur. (Breitkopf & Härtel.) 7.80 M. 
Schutt, Ed., Op. 27. Trio, Cmoll. (Rahter.) 9 M. 
Schumann, Rob., Sämtliche Trios. (Volksausgabe Breitkopf & 

Härtel, Peters.) 4M. — Einzeln: Op. 63, DmoU; Op. 80, Fdur; 

Op. HO, Gmoll. Neuausgabe von H. Böhme (Litolff), J. van Lier 

(Universal-Ed.), je 1.50 M. 



Hit Energie tuid Lei<lct;8rhaft 

1^ 



Sehr lebhaft. 




Beweget, doch nicht zu rasch. 
Vidi. 



p^lSf 



158 ^- Ensemblemusik. 

Stufe Va. 
HeinrichXXIV.,PrinzReußj.L.,Op. U. Trio,Gismoll. (Junne.) 6M. 

Ein vornehm gehaltenes, sorgfältig gearbeitetes Werk, dessen Wiedergabe 

nicht ganz leicht ist. 

Hinton, Arthur, Op. 21, Trio, DmoU. (Rahter.) 9 M. 

Lange-Müller, P.E., Op. 53. Trio, Fmoll. (Rahter.) 10M. 

Napravnik, Ed., Op. 62. Trio, DmoU. (Rahter.) 40 M. 

Philips, Eugen, Op. 28. Trio Nr. 2, Ddur. (Junne.) 4 M. 
Brahms gewidmet. 

Raff, J., Op. 102. Trio, Gmoll. (Schuberth.) 10.50 M. 

In den rasch bewegten Allegrosätzen von leidenschaftlichem Charakter 

im Scherzo (6/4-Takt) von geistvoller Lebendigkeit, im klangschönen langsamen 

Satz von elegischer Stimmung. Der Vortrag der schnellen Sätze verlangt Elan 

und sorgfältige Ausführung der dynamischen Vorschriften. 

Riemann, Hugo, Op. 47. Trio, Edur. (Rahter.) 7 M. 

Rubinstein, A., Op. 15. Nr. 1 Trio, Fdur. Nr. 2, Trio, Gmoll. 
(Universal-Ed.) Je 9 M. 

Werke von genialem Schwung und Feuer, wenn auch nicht in muster- 
gültiger Form. Das erste Trio ist technisch etwas schwieriger als das zweite. 

Schubert, Fr., Sämtliche Trios [Op. 99 Bdur, Op. 100 Esdur, 
Op. 1 48 Notturno]. Kritische Gesamtausgabe. (Breitkopf & Härtel.) 
1 2.90 M. — Rev. von Fitzner u. J. Brandts Buys. (Universal-Ed.) 
3 M. - Trios [ohne Op. 1 48]. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel, 
Peters.) Revidiert von Schultze-Biesantz. (Litolff.) 3 M. 

Spohr, L., Fünf Trios. Op. 119 Emoll, Op. 123 Fdur, Op. 124 
AmoU. Ausgabe von H. Böhme. (Litolff.) 6 M. 

Stufe VI. 

Brahms, J oh., Op. 8. Trio,Hdur. NeueFassung. (Universal-Ed.) 6M. 

Ein hoch bedeutendes, gehaltvolles Werk, in dem Tiefe der Gedanken 
und kunstvolle Arbeit sich trefflich verbinden. 
Reger, Max, Op. 102. Trio, Emoll. (Universal-Ed.) 15 M. 

Ein bedeutendes und auch dankbares Werk. Von reizvoller Wirkung ist 
der zweite Satz, und darin besonders das kurze Andante con moto. Stim- 
mungsvoll ist das Largo, voll Schwung der Schlußsatz. 
Rubinstein, A., Op. 52. Trio Nr. 3, Bdur. — Op. 85. Trio Nr. 4, 
AmoU. (Universal-Ed.) Je 9 M. 

Geist- und schwungvolle Musik. Der Vortrag ist weniger schwierig in 
der Technik, als in der stilgemäßen Wiedergabe; er erfordert geübte Kammer- 
musikspieler. 



lY. Quartette für Pianoforte und Streichinstrumente. 

Wo nicht anders angegeben, ist die Besetzung : Pianoforte, Violine, Viola und 

Violoncello. 

Stufe la. 
Schmidt-Bode, J., Op. 21. Leichtes Quartett, Cdur, für zwei 
Violinen, Violoncello und Pianoforte. (Schott.) 3 M. — Einzeln: 



IV. Quartette für Pianoforte und Streichinstrumente. 159 

Nr. I Moderato 1 .50 M. Nr. 2 Scherzo 1 M. Nr. 3 Adagio und 

Allegretto ^.50 M. 

Ein sehr hübsch gemachtes Quartett für Anfänger, die schon einige 
Spielroutine besitzen. Die beiden Violinstimmen bewegen sieh ausschließlich 
in der ersten Lage. 

Stufe IIa. 

dall'Abaco, E. F., Op. 3 Nr. 4. Sonata da chiesa] a tre, Gdur. 
Für zwei Violinen, Violoncello und Pianoforte. Bearbeitet von 
H. Riemann. (Breilkopf & Härtel.) 4.80 M. 

Bach, Ph. E., Trio, Gdur, für zwei Violinen, Violoncello und Piano- 
forte. Bearbeitet von H. Riemann. (Breitkopf & Härtel.) 4.80 M. 

Sammartini, G., Op. 3 Nr. 9. Sonate, Amoll, für zwei Violinen, 
Violoncello und Pianoforte. Bearbeitet von H. Riemann. (Breit- 
kopf & Härtel.) 4.80 M. 

Stufe Illa. 

Beethoven, L. van, Drei Quartette. Nr. 1 Esdur, Nr. 2 Ddur, 
Nr. 3 C dur. (Breitkopf & Härtel.) Je 2. 4^0 M. Nr7 < — 3 (Universal- 
Ed.) je 1.20 M., in einem Bande (Litolff) 3.50 M. 

Mendelssohn,F.,Op. 1. Quartett, Cmoll. (Breitkopf& Härtel.) 3.30 M. 

Moza rt. W. A., Quartette. Nr. 1 Gmoll, Nr. 2 Esdur (Breitkopf & 
Härtel), je 3.90 M., (Universal-Ed.) je 1.5Ö M. 




— Quartett, Esdur nach dem Quintett für Pianoforte und Blas- 
instrumente], (Breitkopf & Härtel) 2.40 M., (üniversal-Ed.) 1.20 M. 

Stufe IV bis IVa. 

Gernsheim,F.,Op. 6. Quartett, Es dur. (Breitkopf & Härtel.) 7.80 M. 
Jadass ohn, S., Op. 86. Quartett, Gdur. (Kahnt.) 12 M. 

Formell einwandfrei, wohlklingend und gut spiel bar. 
Mack enzie, A. C, Quartett, Esdur. (Kahnt.) 12 M. 
MendelssohnVF" Op.2. Quartett, Fmoll. (Breitkopf& Härtel.) 3.30 M. 

— Op. 3. Q ua rtett, H moU (Breitkopf & Härtel), 5.70 M., ^Universal- 
Ed.) 3 M. 

Noskowski, Siegmund, Op. 8. Quartett, D moU. (Kahnt.) 12M. 

Porpora, Nicolo, Sinfonia da camera a tre instrumenti Op. 2, 
Konzert Nr. 4', Ddur. Für zwei Violinen, Violoncello und Piano- 
forte Bearbeitet von H. Riemann. (Breitkopf & Härtel.) 4.80 M. 

Roberti, Giulio, Quartett, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 4.80 M. 
Rhythmisch prägnant, im Zusammenspiel ohne besondere Schwierigkeiten. 

Rubinstein, .\., Op. 55. Quartett 'nach dem Klavierquintett mit 
Blasinstrumenten], Fdur. (Schuberth.) 15 M. 

Schutt, Ed., Op. 12. Trio, Fdur. (Rahter.) 12 M. 



X60 C!- Ensemblemusik. 

Stufe V. 

Barjansky, Ad., Op. 5. Quartett, GmoU. (Breitkopf & Härtel.) 

8.70 M. 
Barnekow, Chr., Op. 12. Quartett, Ddur. (Breitkopf «& Härtel.) 

9.60 M. 
Fuchs, Hob., Op. 75. Quartett, Hmoll. (Universal-Ed.) 6 M. 

Ein geistvolles, vortrefflich gestaltetes Werk, das Spielern und Hörern 
Freude bereitet. 

Goetz, Herrn., Op. 6. Quartett, E dur. (Breitkopf & Härtel.) 8.70 M. 
Herman, Reinh. L., Op. 55. Quartett, B dur. (Steingräber.) 9 M. 
Hermann, Rob., Op. 9. Quartett, Fmoll. (Hofmeister.) 12 M. 
Mit der überlieferten Form hat dieses Werk nichts gemein, nur ganz 
äußerlich gemahnt die Einteilung in vier Sätze daran. Der Komponist spricht 
seine Gedanken in eigener Art aus und gestaltet sie, im Zeitmaß und Rhythmus 
ungehemmt, als Einzelglieder ohne organischen Zusammenhang. Gleich dem 
fortgesetzten Tempo- und Taktwechsel, bringt die Harmonik viele Überraschungen 
von zum Teil ungewöhnlichster Art. Die Wiedergabe des Quartettes ist nicht 
leicht. 

Schumann, Roh., Op. 47. Quartett, Esdur (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel) 1.50 M., (Peters, Litolff) 2 M. Revidiert von J. 
Hellmesberger und J. Brandts-Buys (Universal-Ed.) 2 M., (Schweers 
& Haake) 1.50 M. 

Ein Werk von reichem Stimmungsgehalt ; voll Schwung und tiefer Inner- 
lichkeit. 

Stufe Va. 

Brahms, Job., Op. 25. Quartett Nr. 1 , Gmoll. — Op. 26. Quartett 
Nr. 2, Adur. (Universal-Ed.) Je 9 M. 

Werke von hoher Bedeutung, zu deren Wiedergabe nur tüchtige Musiker 
berufen sind. 
Krug, Arnold, Op. 16. Quartett, Gmoll. (Rob. Forberg,) 15 M. 

Es liegt ein nicht alltäglicher Zug in dem Quartett. Er gelangt nament- 
lich in den beiden letzten Sätzen, zu denen der Komponist durch Scheffelscho 
Dichtungen angeregt wurde, zum Ausdruck. Diese Sätze führen die Über- 
schriften »Nächtlicher Ritt« und »Karneval«. 

JLorenz, Alfred, Quartett, Edur. (Kabnt.) 12 M. 

Ist das Werk auch nicht besonders originell in der Erfindung, so läßt es 
doch die kompositorische Begabung seines Verfassers und ein bedeutendes 
Klangempfinden erkennen. An die Technik stellt es einige ungewöhnliche An- 
sprüche. Die Wiedergabe verlangt Temperament. Die Akkordgriffe im dritten 

-0 , Y t ^=F^ dürften manchem Geiger Schwierigkeiten 
Satz, vor Ziffer 31 : ^^^3^gE bereiten. 



Stufe VI. 

S trau SS, Rieh., Op. 13. Quartett, Gmoll. (Universal-Ed.) Partitur 
2 M., Stimmen 12 M. 



V. Quintette für Pianoforte und Streichinstrumente. \Q\ 

T. Quintette für Pianoforte und Streichinstrumente. 

Wo nicht anders angegeben, ist die Besetzung : Pianoforte, zwei Violinen, Viola 

und Violoncello. 

Stufe IIa. 

Telemann, G. Ph., Suite, herausgegeben von A. Schering. (Kahnt.) 
Partitur (Klavier) 2 M., Streichstimmen je 50 Pf. 

Stufe III. 

Beethoven, L. van, Op. 16. Quintett, Esdur [nach dem Klavier- 
quintett mit Blasinstrumenten], bearb. von E. Naumann. (Breit- 
kopf & Härtel.) 2.40 31. 

Eine ansprechende, freundliche Komposition, die allerdings nicht zu Beet- 
hovens Meisterwerken zu rechnen ist. Gegen den Schluß des letzten Satzes 
wird die Violine bis in das hohe g geführt. 

Stufe Illa. 

Mozart, W. A., Quintett, Esdur [n. d. Klavierquintett m. Blasin- 
strumenten], bearb. von E. Naumann. (Breitkopf & Härtel.) 2.70 M. 

Stufe IV bis IVa. 

Davidoff, C, Op. 40. Quintett, Gmoll. (Rahter.) 16 M. 

Hummel, J. N., Quintett, Dmoll. Nach dem Septett Op. 74 be- 
arbeitet von F. Liszt. (Schuberth.) Stimmen 3 M. 

Nawratil, G., Op. 16. Quintett, Ddur. — Op. 17. Quintett, Gmoll. 
(Rahter.) Je 1 5 M. 

Fließend gesetzte, gut klingende Musik. 

Schumann, Roh., Op. 86. Quintett, Fdur [nach dem Konzert- 
stück für vier Hürner und Orchester], bearbeitet von Ph. Lampe. 
(Schuberth.) 7.50 M. 

Spohr, L., Op. 130. Quintett, D moU. (Schuberth.) 1 M. 

Taubert, E. Ed., Op. 31. Quintett, Gdur. (Junne.) 15 M. 
Ein wohlklingendes, trefflich gearbeitetes Werk. 

Stufe V. 

Bleichmann,.J.,Op. 16. Quintett, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 9.60 M. 

Melodisch fließend, rhythmisch und harmonisch ungesucht, hinterläßt das 
Quintett einen angenehmen Eindruck. 
Dohnanyi, E. v., Op. 1. Quintett, Gmoll. (Universal-Ed.) 8 M. 

Der Komponist liefert in seinem Op. 1 den Beweis einer ungewöhnlichen 
Begabung. Ist in ihm auch Schumanns Einfluß wahrnehmbar, so enthält es 
doch viel Originales und zeigt ein siclieres Gestaltungsvermögen. Der fort- 
gesetzte Wechsel des S/V mit dem "/^-Takt im ersten Thema des Finales ver- 
langt gründliches Studium bei der Wiedergabe. 

Jadassohn, S., Op. 126. Quintett Nr. 3, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 
9.60 M. 

Seiner trefflichen Gestaltung und der wirksamen Behandlung der Instru- 
Grünberg Literatur der Streichinstrumente. H 



\Q2 ^- Ensemblemusik. 

mente halber, sei das klangvolle Quintett, das weder technische noch rhythmi- 
sche Schwierigkeiten enthält, bestens empfohlen. Es wird namentlich in den 
Kreisen ausübender Musikfreunde Beifall finden. 
Mailing, Otto, Op. 40. Quintett, Edur. (Breitkopf &Härtel.) 9.60 M. 

Ein dankbares Werk. Ohne große Ansprüche an die Technik zu stellen, 
besitzt es melodischen Fluß und manche interessante Klangeffekte. 
Mraczek, J. G., Quintett, Esdur. (Universal-Ed.) 8 M. 

Frisch in der Erfindung, harmonisch und rhythmisch interessant. Die 
Wiedergabe wird erschwert durch die an vielen Stellen gehäuften Versetzungs- 
zeichen, die besonders dem Klavierspieler Unbehagen bereiten. 
Mugellini, Bruno, Quintett, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 10.80 M. 

Das Quintett interessiert durch melodische, harmonische und rhythmische 
Vielseitigkeit, sowie durch geistvolle Verwertung der Motive und geschickte Be- 
handlung der Instrumente zur Erreichung schöner Klangwirkungen. 
Longo, A., Op. 3, Quintett, Edur. (Rahter.) 12 M. 

Ein wohlklingendes, dankbares Werk. 
Saint-Saens, G, Op. U. Quintett, Amoll. (Universal-Ed.) 15 M. 
Schumann, Georg, Op. 18. Quintett, Emoll. (Breitkopf & Härtel.) 

9.60 M. 
Schumann, Rob., Op. 44. Quintett, Esdur. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel, Peters, Universal-Ed., Litolff.) 2 M. 

Eines der beliebtesten und schwungvollsten Kammermusikwerke, dessen 
Klangwirkung im Rahmen der verwendeten Instrumente nicht zu übertreffen 
sein dürfte. Bei temperamentvoller Wiedergabe erzielt das Werk stets einen 
bedeutenden Erfolg. Für einen gut musikalischen Geiger enthält es — die 
Sechszehntelstellen im zweiten Trio des Scherzos vielleicht ausgenommen — 
keine Schwierigkeiten. 

Stufe Va. 

Brahms, Job., Op. 34. Quintett, Fmoll. (Rieter- Biedermann.) 
Stimmen 15 M. Taschenpartitur (Eulenburg) 2 M. 

Das Werk ist weder leicht wiederzugeben noch leicht aufzunehmen. Es 
erfordert des eingehendsten Studiums, um seine Schönheiten zu voller Wirkung 
gelangen zu lassen und verlangt vom Hörer genauere Bekanntschaft, wenn 
sein Wert ganz gewürdigt werden soll. 
Herzogenberg, H. von, Op. 17. Quintett, Cdur. (Breitkopf & 

Härtel.) 1 0.80 M. 
Kaun, Hugo, Op. 39. Quintett, Fmoll. (Rahter.) 15 M. 

Eines der bedeutsamsten Kammermusikwerke der Neuzeit. Fesselnd 
durch seine interessante Thematik und die Kunst der Arbeit, erwärmend durch 
den Stimmungsgehalt, der in großer Mannigfaltigkeit zum Ausdruck gelangt 
und sich bis zum Schluß auf der Höhe erhält. Die Behandlung der Instru- 
mente ist vortrefflich und in der Klangmischung reizvoll. 
Raff, J., Op. 107. Quintett, Amoll. (Schuberth.) 13.50 M. 

Ein anregendes, schönes Werk mit wirkungsvollem Scherzo, gesangreichem 
Andante und schwungvollem Finale. 
Wolfrum, Ph.,Op. 21. Quintett, B moll. (Breitkopf & Härtel.) 9.60 M. 

Stufe VI. 

Dvorak, A., Op. 81. Quintett, Adur. (Universal-Ed.) 9 M. 

Das Werk ist nicht leicht, es stellt an das Rhythmusgefühl und die In- 
tonationssicherheit der Ausführenden erhebliche Anforderungen. 



VI. Sextette für Pianoforte und Streichinstrumente. 163 

Jentsch, Max,Op. 50. Quintett, Gdur. (Breitkopf &Härtel.) 10.80M. 
Schäfer, Dirk, Op. 5. Quintett, Des dur. (Breitkopf&Härtel.) 9.60 M. 
Es spricht eine starke Begabung aus diesem Quintett. Der Komponist 
ist ein Musiker, dessen Erfindungskraft und Gestaltungsvermögen niclit gewöhn- 
lich genannt werden können. Mit diesen Vorzügen verbindet er ein sicheres 
Klangbe-wTißtsein und versteht das Melos eindrucksvoll zur Geltung zu bringen. 
Daneben wohnt ihm, wie das Scherzo beweist, Sinn für Humor inne. Die 
Themen des Werkes sind charakteristisch und stehen in schönem Gegensatz 
zueinander. 

Schubert, Fr., Op. 114. Forellen-Quintett, Adur, für Pianoforte, 
Violine, Viola, Violoncello und Baß. (Volksausgabe Breilkopf & 
Härtel, Peters, Litolfl", Universal-Ed.) 2 M. Dazu die Kontrabaß- 
partie für ein zweites Violoncello bearbeitet von E. Naumann. 
(Breitkopf & Härtel.) 90 Pf. 

Ein Werk voll Poesie und musikalisclier Schönheiten. Einige der Varia- 
tionen verlangen vom Viohnspieler sorgfältige Vorbereitung. 
Wolf-Ferrari, E., Op. 6. Quintett, Desdur. (Rahter.) 12 M. 
Das Werk enthält viel Eigenartiges und Schönes neben manchem Ab- 
sonderlichem. Die Melodie ist fließend und gut erfunden, die Klangwirkung 
der Instrumente ist bedeutend. 



yi. Sextette für Pianoforte und Streichinstrumente. 

Stufe IV. 
Onslow, G., Op. 30. Sextett, Es dur, für Pianoforte, zwei Violinen, 
Viola, Violoncello und Baß. (Breitkopf & Härtel.) 5.70 M. 

Stufe V. 
Weingartner, F., Op. 33. Sextett, Emoll, für Pianoforte, zwei 
Violinen, Viola, Violoncello und Baß. (Breitkopf&Härtel.) 12 M. 



yil. Undezette für Streich- und Blasinstrumente mit 
Pianoforte ofler Harfe. 

Stufe Va. 
Sekles, B., Op. 14, Serenade für Harfe, zwei Violinen, Viola, 
Violoncello, Baß, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Hörn. (Rahter.) 
Partitur 12 M., Stimmen 18 M. 

Ein interessantes, jedoch nicht leicht wiederzugebendes Werk. Neben 
durchgebildeten Streichern, verlangt es ausgezeichnete Bläser. Die Serenade 
kann ebensowohl in einem Kammermusik-, wie auch — als Intermezzo — in 
einem Orcheslerkonzert zur Aufführung gelangen. In beiden Fällen bedarf sie 
jedoch eines Dirigenten. 

Wolf-Ferrari, E., Op. 8, Kammersinfonie für Pianoforte, Streich- 
quintett, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Hörn. (Rahter.) 1 5 M. 
Melodisch wirksam, klangschön und interessant gestaltet, dabei von Eigen- 
art und warmer Empfindung. 



11=' 



Kurzgefaßtes 
Repertorium der Violaliteratur. 

A. Instruktive Werke. 

I. Schulen und technische Studien. 

Bruni, A. B., Bratschenschule. Neue Ausgabe, ergänzt durch charak- 
teristische Stellen aus Sinfonien und Opern von Beethoven, Berlioz, 
Brahms, Meyerbeer, Volkmann, Wagner usw. von H. Dessauer. 
(Schott.) 2 M. — Neuausgabe von A. Schulz. (Litolff.) 1.20 M. 
Diese Schule ist besonders geeignet für Schüler, die vorher auf der Violine 
eine gewisse Ausbildung erhalten haben. Sie schreitet nach den ersten Übungen 
im Lesen des Altschlüssels schnell vorwärts. Text französisch und deutsch. 

Brunne r, A., Neue Schule für die Viola. (Zimmermann.) 2.50 M. 

Zum Selbstunterricht eingerichtet. Text: deutsch, englisch, russisch. 
Hofmann, R., Op. 40. Viola-Schule. Praktischer Lehrgang zur 
Erlernung des Violaspiels. Teil I. Der Anfangsunterricht. — Teil IL 
Schule der Technik. (Merseburger.) Je 2.25 M. 
Klingen feld, H., Violaschule für Violinisten. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 2 M. 

Eine Schule, die ausschließlich für Violinisten bestimmt ist, die sich durch 
ein mehrjähriges Studium zu annehmbaren Spielern entwickelt haben und zum 
mindesten Sicherheit in den unteren Lagen besitzen. Sie vermittelt solchen 
eine schnelle Einführung ins Bratschenspiel; eignet sich recht gut für Lieb- 
haber, die sich am Ensemblespiel als Bratscher beteiligen wollen. 

Kreuz, Emil, 60 Studien für die Viola, systematisch, progressiv 
zusammengestellt aus Werken von Spohr, Kreutzer, Fiorillo, Rode. 
(Schott.) 3 M. 

Die Studien beginnen mit den ersten Elementarübungen. Das Werk ist 
also für Anfänger wie auch für fortgeschrittene Spieler und namentlich für 
solche, die von der Violine zur Viola übergehen wollen. Auf genaue Bezeich- 
nung des Fingersatzes und der Bogenstriche ist besondere Rücksicht genommen. 

Meyer, C, Schule für Viola alta (n, F. Davids Violinschule). 6 M. 
Behandelt die Technik des Violaspicls nach der Methode Davids, die be- 
sonders für solche in Frage kommt, die sich zu Orchesterbratschern ausbilden 
wollen. Den Übungsstücken ist eine zweite Bratschenstimme untergelegt. 
Naumann, Georg, Volkstümliche Bratschen -Schule. Auch für 

Selbstunterricht auf der Bratsche. (Hofmeister.) 2 M. 
Orchesterstudien. Eine Sammlung schwieriger Stellen aus Ton- 
werken für Kirche, Theater und Konzertsaal. Mit Fingersatz und 
Bogenstrichbezeichnungen von Fr. Hermann. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 3 M. 



II. Etüden. 165 

Orchesterstudien aus R. Strauss sinfonischen Werken. 
Herausgegeben von H. v. Steiner. (Universal-Ed.) 3 M. 

In dem Heft sind alle besonders schwierigen Stellen der genannten Werke 
mit Fingersatz und Bogenstrichbezeichnung enthalten. 
Rehbaum, Theob., Op. 9. Bratschenschule zum Selbstunterricht 
für Violinisten. II Teile. (Schlesinger.) 2 M. 

Die Schule ist für Geiger berechnet, die zur Viola übergehen wollen und 
bereits einige Fertigkeit auf der Violine erlangt haben. Auf kürzestem Wege 
wird das Lesen des Altschlüssels des Instrumentes gelehrt. 

Schultz, Aug., Preis- Violaschule. (Hesse.) 2 M. 

Diese Schule bildet den zweiten Teil der neuen Preis- Violin- und Viola- 
schule des Verfassers. 

Sitt, Hans, Praktische Viola'schule. (Peters.) 3 M. 

Steiner, H. v., Op. 47. Viola-Technik. (Univ.-Ed.) 3 Hefte, je 2 M. 

Das erste Heft enthält Skalen- und Akkordstudien durch drei Oktaven, 
Doppelgriffe, halbe Lage und Fingerübungen. Im zweiten Heft sind Etüden 
von Bruni, Campagnoli, Hoffmeister enthalten, im di'itten Etüden für Vor- 
geschrittene von H. V. Steiner. 

Wiemann, L., Technik des Violaspiels. (Zimmermann.) 4.50 M., 
in 4 Heften, je 1.50 M. 

Diese nach R. Hofmanns Op. 93 »Große Technik des Violinspiels« bear- 
beiteten Übungen befolgen naturgemäß die gleichen Prinzipien und sind für 
den Violaspieler von demselben Wert wie erstere für den Geiger. 



II. Etüden. 

Stufe I. 



Hofmann, R., Op. 86. 20 Studien in d. ersten Lage. (Peters.) 1.50 M. 
Wohlfahrt, Rob., Op. 194. Etüden. (Roh. Forberg.) Heft I 3 M. 
Diese Etüden haben die Überwindung der Anfangsschwierigkeit des Violin- 
spiels zur Voraussetzung. Sie stellen ungefähr die Ansprüche wie H. E. Kaysers 
Violin-Etüden Op. 20 Heft I. 

Stufe IL 

Martinn, J., Methode pour l'Alto. Les 12 Legons extraites. Mit 
zweiter Viola ad lib. Rev. von Th. Laforge. (Richault-Paris.) 6 Fr. 

Stufe IIL 

Ritter, Herrn., Ausgewählte Etüden von Bruni und Kreutzer. 
(Rob. Forberg.) Heft I 2.50 M., Heft II und HI, je 3 M. 

Die Ausgabe ist mit Fingersatzbezeichnung und Ausführungsanmerkungen 
versehen. 

Wohlfahrt, Rob., Op. 194. Etüden. (Rob. Forberg.) Heft H 3 M. 

Stufe IV. 

Bruni, A. B., 25 Studien. Neue Ausgabe von Fr. Hermann. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
Vielseitige, gut fördernde Etüden. * 



XQQ B. Solo- und Ensemblemusik. 

Stufe V. 
Gampagnoli,B., Op. 22. 30 Gapricen. Revidiert von Fr. Hermann. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 4.20 M. — 41 Gapricen. 
(LitolfT.) 1.20 M. Pianofortebegleitung dazu von A. Tottmann 2 M. 
— 41 Gapricen. Neu revidiert von H. Sitt. (Peters.) 1.20 M. 
Göring, L., Op. 3. 6 Etüden. (Hofmeister.) 3 M. 

Nr. 1, 4 und 5 sind Vortragsstücke mit Anwendung des mehrgriffigen 
Spieles; die Nr. 2, 3 und 6 dienen zur Ausbildung der Technik und Bogen- 
gewandtheit. 
— 6 Übungen für Viola. (Hofmeister.) 2 M. 

Gleich den vorgenannten Etüden sind diese Übungen zu empfehlen. Beide 
Werke stellen schon erhebliche Ansprüche, 

Hermann, Fr., Op. 22. Technische Studien. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 3 M. 

Zwölf ausgezeichnete Etüden, die zugleich als Vorstudien zu des Kom- 
ponisten Op. -1 8 bestens zu empfehlen sind. 

Stufe VI bis Via. 
Gavini6s,P., 24 Violin-Etüden (Matinees), übertragen von A. Spitzner. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

Die bekannten klassischen Violinstudien sind sachgemäß übertragen und 
bilden ausgezeichnetes Studienmaterial für technisch begabte Spieler. 

Hermann, Fr., Op. 18. Konzert-Studien. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 2 M. 

Sechs interessante, aber schwierige Studien. Sie üben Passagen- und 
DoppelgrifTtechnik. Nr. 2 enthält zahlreiche einfache und doppelte Flageoletts, 
Nr. 5 Tremolo in den höheren Lagen. 
Palaschko,Joh.,Op. 44. Zehn Künstler-Etüden. (Zimmermann.) 3 M. 

Wie der Titel sagt, für Künstler berechnet, bieten diese Etüden schwie- 
rige Aufgaben, die nur von durchgebildeten Spielern zu lösen sind. Solche 
finden musikalisch gehaltvolles und anregendes Material für Finger und Bogen. 
Sauzay, Eugen, Op. 14. Etudes harmoniques (pour Violon), übertr. 
und mit zweiter Viola versehen von Th. Laforge. (Gostallat.) 4 Fr. 

Die Etüden geben virtuosen Schliff, stellen jedoch bedeutende Anforde- 
rungen an die Technik. Die ünisonogriffe der letzten Etüde können nur von 
besonders geeigneten Händen bewältigt werden. 



B. Solo- und Ensemblemusik. 

I. Vortragsstücke für Tiola mit Begleitung des Pianoforte *). 

Stufe la. 
Giarda, L. S., Op. 24. Drei kleine Stücke: Vorspiel, Menuett^ 
Volksweise. (Rahter.) 2 M. 

Hübsch klingende, instruktive Stücke. 



^) Abweichungen sind angegeben. 



I. Vortragsstücke für Viola mit Begleitung des Pianoforte. 167 

Stufe II. 

Kellermann, Alb., Op. 23. Hebräische Melodie. (Simon.) 1 M. 

Körten bach, Rud., Op. 17. Rumänisches Schlummerlied. Mit 
Harmonium bearbeitet von R. Lange. (Simon.) 1.20 M. 
Sehr gefällig. 

Moffat, Alfred, Schottische Volksweisen. Die Violastimme ein- 
gerichtet von Fr. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Neruda, F., Op. 11. Berceuse slave. Nach einem polnischen Lied. 
(Rahter.) 1.20 M. 

Schytte, L., Op. 12 Nr. 3. Abendruhe. Übertragen von 0. Well- 
mann. (Simon.) 1.20 M. 

Stradella, A., Aird'^glise. Bearb. von G. Schröder. (Schuberth.) IM. 

Weickmann, A., Op. 4 Nr. 2. Wiegenlied. (Rahter.) 1 M. 
Ein sehr melodiöses Stück. 

Stufe Ha. 

Beethoven, L. van, Adagio, Cismoll, aus der Sonate Op. 27 Nr. 2. 
Arrangement von Fr. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Ritter, Herm., Bei Ganto. 6 Stücke von Meistern des 17. und 
18. Jahrhunderts. (Junne.) I. Arietta v. Stradella 1 M. II. Siciliano 
v. Scarlatti 1 M. III. Vergin tutt'Amor v. Durante 1 M. IV. Aria 
V. Giordani 1 M. V. Adagio v. Bach 1.25 M. VL Andante v. 
Händel 1.25 M. 

Rubinstein, A., Op. 3 Nr. 1. Melodie. Übertragen von H. Ritter. 
(Simon.) 1 M. 

— Op. 44Nr. 1. Romanze. Übertr. von A. Tottmann. (Kahnt.) 1.50M. 

Schneeberger, F., Op. 116. Intermezzo serioso, Fdur, mit Har- 
monium. (Simon.) 1.50 M. 

Ein klangvolles, gut gemachtes Stück. 

Viotti, J. B., Andante, Fdur. Übertr. von H. Ritter. (Simon.) 1 M. 

Wieniawski, H., Reverie. [Nachgel. Werk.] (Rahter.) 2 M. 
Ein stimmungsvolles Stück. 

Stufe m. 

Bach, J. S., Zwei Sarabanden aus der 1. und 2. Violoncell-Sonale. 

Übertragen von H. Ritter. (Simon.) 1 M. 
Ersfeld, Chr., Op. 10. Ständchen. (Simon.) Mit Pianoforte oder 

Harfe 1 M. 
Gade, N. W., Scherzino (Aquarell), eingerichtet von 0. Wellmann. 

(Simon.) 1 M. 
Heinisch, Victor, Op. 30. Träumerei, Desdur. Romanze mit 

Harfe. (Simon.) 2 M. 
Kirchner, Th., Op. 79. Acht Stücke, bearbeitet von M. Balling. 

(Hofmeister.) 4 Hefte, je 2.50 M. 



168 B- Solo- und Ensemblemusik. 

Laurischkus, Max, Op. 4. Miniaturen. Acht kleine Stücke. (Simon.) 
3.60 M. 

Diese Stücke sind mit Vorteil beim Unterricht zu verwenden. 
Lehmann, Roh., Elegie, Gmoll. (Simon.) Mit Harfe oder Piano- 

forte \ M. 
Popper, David, Op. 23. Gavotte Nr. 2, Ddur. Übertragen von 
L. Auer. (Hofmeister.) 3 M. 

Ein dankbares, in der Originalfassung für Violoncello viel gespieltes Stück. 
Schar wenka, Ph., Op. 51. Arie. (Simon.) 1.80 M. 
Gesangvoll. Ist auch mit Harmoniumbegleitung erschienen. 
Svendsen, J. S., Andante funebre. Übertragen von H. Ritter. 
(Hansen.) 1.50 M. 

Ein ernstes, stimmungsvolles Stück. 
Tartini, G., Cantabile und AUegro assai aus der 8. Sonate, bearb. 

von L. Firket. (Schott freres.) 2.50 Fr. 
Tibbe,H.,Op. 7. Albumblatt, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Weickmann, H., Gebet. (Rahter.) 1.20 M. 

Stufe nia. 

Bossi, Enrico, Op. 89. Romanze As dur. (Breitkopf & Härtel.) 

1.30 M. 
Göring, L., Op. 4. Drei Stücke. (Kahnt.) Nr. 1, Romanze, 1.50 M. 

— Nr. 2, Scherzo, 1.50 M. — Nr. 3, Ländler, 2 M. 
Hansel, Aug., Op. 94b. Fantasie, Gdur. (Hofmeister.) 2.50 M. 

Veraltete, aber dos reichen Passagenwerkes halber gut übende Musik. 
Hubay, Jenü, Op. 38. L »Vor ihrem Bild.« (Junne.) 1.25 M. 

Für die Tonbildung und den Lagenwechsel von Vorteil. 
— Elegie, G moll. Die Violastimme eingerichtet von Fr. Hermann. 

(Breitkopf & Härtel.) 1 .30 M. 
Mozart, W. A., Andante, Fdur, aus einem Streichquintett, einger. 

von E. Naumann. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Mich i eis, G., Erster Gzardas über ungarische Lieder. Übertragen 

von B. Unkenstein. (Junne.^ 1.50 M. 
Rode, P., Notturno, Adur. Übertragen von H. Ritter. (Simon.) 

1 M. 
Sitt, H., Op. 72. Romanze. (0. Forberg.) 2 M. — Mit Orchester: 

Stimmen 3 M. 
Volkmann, Rob., Op. 7. Romanze, Edur. Übertragen von Fr. 

Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Weickmann, A., Op. 4 Nr. 1. Nachtlied. (Rahter.) 1 M. 

Stufe IV. 

Bach, J. S., Gavotte und Rondo aus der VL Violinsonate. Nach 

Adur übertragen von H. Ritter. (Simon.) 1.30 M. 
Le Beau, L.A., Op. 26. Drei Stücke. (Kahnt.) 1. Nachtstück, 1.25 M. 

— 2. Träumerei, IM. — 3. Polonaise, 1.25 M. 



I. Vortragsstücke für Viola mit Begleitung des Pianoforle. 169 

Grötzmacher, Fr., Op. 19b. Romanze. (Kahnt.) i .50 M. — 

Mit Orchester: Stimmen 3 M. — Mit Sireichquartett i.50 M. 
Joachim, J., Op. 9. Hebräische Melodien (nach Eindrücken der 

Byronschen Gesänge). (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 
Für Spieler, deren Vortrag entwickelt ist. 
Maczewsky, Amadeus, Op. 3. 6 Stücke. (Breitkopf & Härtel.) 

2 Hefte, je 3.90 M. 

Das erste Heft ist das scliwierigere. 
Mozart, W. A., Larghetlo a. d. Klarinetten-Quintett. Einger. von 

Fr. Hermann (Breitkopf & Härtel) 1.30 M., Ch. Schuberth (Schu- 

berth) 1 M. 
Reinecke, Carl, Op. 43. Drei Fantasiestücke. (Breitkopf & Härtel.) 

3.90 M. 

Nr. 1 . Romanze. Nr. 2. Allegro molto agitato. Nr. 3. Jahrmarkts-Szene. 
(Humoreske.) 

Simon, A., Berceuse. Übertragen von B. Unkenstein. (Junne.) 

1.20 M. 
Volkmann, Rob., Op. 7. Romanze, E dur. Für Viola übertragen 

von Fr. Hermann. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 

Stufe IVa. 

Bach, J. S., Präludium aus der VI. Sonate für Violine allein. Nach 
Adur übertr. und mit Pianofortebegleitung versehen von H. Ritter. 
(Simon.) 1.80 M. 
Bruch, Max, Op. 85. Romanze. (Schott's Söhne.) 2 M. 

Ein dankbares Vortragsstück von vornehmer Melodik und fesselndem 
Inhalt. 
Dreyschock, F., Op. 28. Andante religioso. (Junne.) 1.25 M. 

Ein Stück von schöner Stimmung. 
Joachim, J., Op. 2 Nr. 1. Romanze, Gdur. Bearbeitet von H. 

Dessauer. (Breitkopf & Härtel.) 1.30 M. 
Rubinstein,A.,Op. 1 1. Neun Charakterstücke. (Schuberth. ) Je 2. 50 M. 
Nr. 1. Drängen und Sehnen. Nr. 2. Abendstimmung. Nr. 3. Geisterspuk. 
Nr. 4. In Einsamkeit. Nr. 5. Durch Flur und Wald. Nr. 6. Aus der Ritterzeit. 
Nr. 7. Erotica. Nr. 8. Flüchtige Gedanken. Nr. 9. Aus dem russischen Volksleben. 
Schumann, Rob., Op. 113. Märchenbilder. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel, Universal-Ed., Litolff, Peters.) 1 M. 

Tongebilde von hohem poetischen Reiz. Ihr Vortrag verlangt gereifte 
Künstlerschaft. 

Spohr, L., Adagio aus dem 7. Violinkonzert. Übertr. von Fr. Her- 
mann. (Kahnt.) 1.50 M. 
Wallner, Leop., Fantaisie de Concert. (Schott freres.) 3 Fr. 
Dankbar und gut übend. 

Stufe V. 

Damrosch, L., Liebesgesang (Nocturne). Nach der Serenade für 
Violine für Viola übertr. von H. Ritter. (Schuberth.) 1.50 M. 



;[70 ^' Solo- und Ensemblemusik. 

Ernst, W., Op. 10. Elegie. (Schuberth.) 1.50 M. 

Mit einer Einleitung von Spohr und einem Vorwort über den Ursprung 

der Komposition. 

Hauser, M., Op. 56. Gavotte. Bearbeitet von H, Dessauer. (Schu- 
berth.) 1.50 M. 

Mazas, F., Op. 73. Elegie, Cdur. (Hofmeister.) 2.25 M. 

Für Spieler, die das Instrument beherrschen, Geschmack und ßogen- 

geschicklichkeit besitzen, ein dankbares Stück. 

Mozart, W. A., Klarinetten-Quintett. Einger. von Schuberth, die 
Violastimme übertr. von H. Vieuxtemps. (Schuberth.) 1.50 M. 

Ritter, Alexander, Tonstück [nachgel. Werk]. Herausgegeben 
von H.Ritter. (Universal-Ed.) 1.50 M. 

Spohr, L., Adagio a. d. 7. Violinkonzert. — Adagio a. d. 8. Violin- 
konzert. — Adagio a. d. Quatuor brillant (Op. 43). — Adagio a. 
Op. 61. — Adagio a. Op. 68. Übertr. von Fr. Hermann. (Kahnt.) 
Je 1.50 M. 

WaUner, Leop., Suite polonaise. (Schott freres.) 2 M. 

Das nicht undankbare Stück enthält einige schwierige Doppelgriffe. 

Wilhelmj, Aug., Romanze, Edur. Übertr. von H. Dessauer. (Schle- 
singer.) 1 .30 M. — Mit Orchester: Partitur 2 M., Stimmen 3.50 M. 

Stufe VI. 
Joachim, J., Op. 10. Variationen über ein eigenes Thema, Edur. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2.50 M. 

Vornehm gehaltene, geistvolle Variationen eines Themas von musikalischer 
Schönheit. 



II. Konzerte. 

Wenn nicht anders angegeben für Viola und Pianoforte. 

Stufe HI. 

Händel, G. F., Oboe-Konzert. Übertr. von G. Schröder. (Schu- 
berth.) 2 M. 

Mozart, W. A., Konzert, D dur für Hörn. Die Hornstimme für 
Viola übertragen von Gaston Marchet. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Stufe V. 
Firket, Leon, Konzertstück. (Schott freres.) 4.50 Fr. 
Für technisch entwickelte Spieler ein empfehlenswertes Stück. 
Sitt, Hans, Op. 46. Konzertstück, Gmoll. (Eulenburg.) 4.50 M. 
— Mit Orchester: Partitur 10 M., Stimmen 10 M., Solostimme 
1.20 M. — Kadenz von A. Gentz 50 Pf. 

Stufe VI. 
Haydn, Jos., Violoncell-Konzert, Ddur, für Violoncello. Nach der 
Bearbeitung von F. A. Gevaert übertragen und mit einer Kadenz 



III. Sonaten und Duos für zwei Violen oder^für Viola und Pianoforte. 171 

versehen von A. Spitzner. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 

3 M. — Mit Orchester: Partitur (der Violoncelloausgabe) 6 M., 

15 Orchesterstimmen je 30 Pf. 
Sitt, Hans, Op. 68. Konzert, AmoU. (Eulenburg.) 5 M. — Mit 

Orchester: Stimmen 10 M., Solostimme 1.50 31. 
Steiner, Hugo von, Op. 44. Konzert II in einem Satz. (Universal- 

Ed.) 2 M. 

Die Wiedergabe dieser interessanten Komposition verlangt ausgebildete 
Passagentechnik, Sicherheit in den hohen Lagen und Wärme des Tones in der 
Cantilene. 



III. Sonaten für Viola und Pianoforte und Duos 
für zwei Yiolen. 

Stufe II bis IIa. 

Beethoven, L. van, Op. 17. Sonate für Pianoforte und Hörn. 
Die Hornstimme für Viola übertragen von E. Naumann. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1 M. 

Stufe nia. 

Händel, G. F., Sonate, Gdur. Übertr. von G. Jensen (Schott) 1 M., 

H. Ritter (Junne) 2 M. 
Weber, F., Op. 18. 6 Duos. 2 Hefte. (Schott.) Je 2.50 M. 

Angenehm zu spielende und gut übende Stücke, von denen in jedem Heft 
drei enthalten sind. Sämtlich bewegen sie sich in den leichtesten Tonarten. 

Stufe IV. 

Martinn, J., 3 Sonaten für Viola mit Begleitung einer zweiten Viola. 

(Costallat.) 2.50 Fr. 
— Six Duos pour 2 Altos. (Costallat.) 2 Hefte, je 2.50 Fr. 

Die zweite Stimme ist erheblich leichter als die erste. 
Naumann, Ernst, Op. 1. Sonate Gmoll (Breitkopf & Härtel). 4M. 

Stufe V. 

Bach, J. S. 7 Sonaten für Violine und Pianoforte. Die Violin- 
stimme für Viola übertragen von Fr. Hermann, (Breitkopf & Härtel.) 
Nr. 1 bis 6 je 1.30 M. Nr. 7 2.60 M. 

Nr. 1. Hmoll. Nr. 2. A dur. Nr. 3. E dur. Nr. 4. C moll. Nr. 5. F moU. 

Nr. 6. G dur. Nr. 7. E moll. Der Schwierigkeitsgrad dieser Sonaten erstreckt 

sich über Stufe V und VI. 

Beethoven, L. van. Sonaten für Pianoforte und Violoncell. Für 

Viola bearb. v. E. Naumann. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

Nr. 1. Op. 5. I. Fdur. Nr. 2. Op. 5. II. G moll. Nr. 3. Op. 69. A dur. 

Nr. 4. Op. 102. I. Cdur. Nr. 5. Op. 102. II. D dur. 

Brucken-Fock, G. H. G. van, Op. 5. Sonate, Bmoll. (Breilkopf 
& Härtel.) 3.90 M. 



172 ß- Solo- und Ensemblemusik. 

Gorelli, A., Op. 5. Sonate XII (Follia). Übertr. von H. Dessauer. 

(Schott.) 3.25 M. 
Gade, N. W., Op. 6. Sonate Adur für Pianoforte und Violine. 

Für Viola bearbeitet von H. Dessauer. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 4M. 
— Op. 21. Sonate, Dmoll für Pianoforte und Violine. Für Viola 

bearb. v. H. Dessauer. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 4 M. 
Gavinies, P., Op. 1. Sonate, GmoU. Übertr. von H. Dessauer. 

(Schott.) 2 M. 
Grieg, E., Op. 13. Sonate, Gdur. Für Viola übertragen von 

H. Dessauer. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 
Hohe Schule des Violinspiels. 20 Werke berühmter Meister 

des 1 7. und 1 8, Jahrhunderts. Übertragen von Fr. Hermann. 

(Breitkopf & Härtel.) Nr. 8 u. 20 je 3.90 M., alle übrigen je 2.60 M. 
(Inhalt siehe Seite 135.) 
Leclair, J. B., Sonate Nr. 3, Ddur. Übertragen von H. Dessauer. 

(Schott.) 2.50 M. 
Matthison-Hausen, G., Op. 16. Sonate, Fdur für Pianoforte und 

Violoncell. Für Viola einger. v. B. Krall. (Breitkopf & Härtel.) 

3.90 M. 
Nardini, P., Sonate Nr. 1, Bdur. Übertragen von H. Dessauer. 

(Schott.) 3.50 M. 
Porpora, A., Sonate IX, Edur. Übertr. von H. Dessauer. (Schott.) 

2.50 M. 
Rosenhain, Jacques, Op. 98. Sonate, Dmoll (Breitkopf & Härtel.) 

3.90 M. 
Scharwenka, Ph., Op. 106. Sonate, G moU. (Breitkopf & Härtel.) 

5.90 M. 

Ein vornehm gehaltenes Werk, das technisch und musikalisch gebildeten 
Spielern angelegentlichst empfohlen sei. 

Stufe VI. 

Rubin stein, A.,Op. 49. Sonate, Fmoll. (Breitkopf & Härtel.) 5 M. 
Eines der hervorragendsten Werke für die Viola. Das breite Melos und 
die Figuration passen sich vortrefflich dem Charakter des Instrumentes an. 



Violoncello . 

Die hier angeführten Werke der Violoncello-Literatur sind in einer 
progressiven Folge von fünf Haupt- und fünf Nebenstufen geordnet. 
Die Einteilung geschah nach folgenden allgemeinen Gesichtspunkten: 
Stufe I enthcält Werke, die für totale Anfänger berechnet sind, 
Stufe II solche für Schüler, welche mit dem Lagenwechsel beginnen. 
Stufe in enthält Material für die Erweiterung des Lagenspieles, zur 
Einführung in den Tenorschlüssel, sowie für die ersten Übungen 
im Daumenaufsatz. Die Werke in Stufe IV dienen zur Ausgestal- 
tung der Technik und führen zu den Werken der Stufe V, welche 
bereits technisch und geistig reife Spieler erfordern. Die Neben- 
stufen la, IIa, Illa und IVa bringen Werke, die den Übergang zur 
nächsten Stufe zwanglos vermitteln. In Stufe Va finden sich die 
Werke, welche die größten Ansprüche an die Technik und das 
Auffassungsvermögen stellen. Es sei jedoch bemerkt, daß die Ein- 
teilung und Scheidung nicht für den ganzen Inhalt der genannten 
Werke als absolut maßgebend zu betrachten ist. Eine dermaßen 
scharfe Begrenzung ist nicht durchzuführen. 

A. Instruktive Werke. 

I. Schulen. 

David off, Gh., Violoncellschule. (Peters.) 3 M. 

Ein vortreffliches Werk des berühmten Meisters. 
Dotzauer, J. J. F., Op. 126. Violoncellschule für den ersten Unter- 
richt nebst 40 Übungsstücken. (Schlesinger.) 8 M. 

— Op. 155. Praktische Violoncellschule. (Schuberth, Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel, Peters.) 2 M. 

Heft I: Der Schüler und der Lehrer, Elementarunterricht und 18 progres- 
sive Übungen. Heft H: 20 progressive Etüden und Tonleiterübungen in der 
4. und 2. Position, den gebräuchlichen Stricharten und im Daumenaufsatz. 
Heft HI: 12 Duette der Verzierung und des Vortrages im vorbereiteten und 
freien Daumenaufsatz. Heft IV: 24 Studien in allen Tonarten und Positionen 
zur Gewinnung und Bewahrung der Virtuosität. 

— Dieselbe. Neuausgabe, der modernen Pädagogik und Technik 
entsprechend bearbeitet und ergänzt von J. Klingenberg. (LitolfT.) 

3 Bände, je 2 M. 

Text deutsch, englisch, französisch. — Diese Ausgabe der Dotzauerschen 
Schule ist sehr zu empfehlen. 



174 ■^- Instruktive Werke. 

Dotzauer, J. J. F., Op. 165. Methode du Violoncelle. (Hofmeister.) 3M. 

Text deutsch, französisch. 
Forberg, Fr., Op. 31. Violoncellschule. (Roh. Forberg.) 3 M. 

Text deutsch, französisch. 
Fuchs, C, Violoncellschule. (Schott.) 3 Hefte, je 3 M. 

Text deutsch, enghsch. — Eine der besten und vollständigsten Schulen 
mit vielen vorzüglichen Abbildungen. Jedem Heft liegen Übungsstücke mit 
Klavierbegleitung bei. 

Heberlein, H., Praktische Schule für Cello mit zahlreichen Übungs- 
und Unterhaltungsstücken. (Zimmermann.) 3 M. 
Henning, K., Op.37. Kleine Violoncellschule. (Merseburger.) 2.25 M. 

Für die Anfänger recht geeignet. 
Kummer, F. A., Op. 60. Violoncellschule für den ersten Unter- 
richt nebst 1 1 zweckmäßigen Übungsstücken. (Universal-Ed.) 2 M. 
Rev. von H. Becker (Peters) 4 M., B. Schmidt (Hofmeister) 2 M. 
Roth, Ph., Op. 14. Violoncellschule. (Breitkopf & Härtel.) 6 M. 

Recht zu empfehlen. 
Schroeder, Carl, Op. 34. Neue große theoretisch-praktische 
"Violoncellschule in 4 Abteilungen. (Schuberth.) Je 4.50 M, 

Abt. I: Anfangsgründe und Bogenstrichübungen. Abt. II: Übungen in den 
unteren Lagen durch alle Tonarten. Abt. III: Der Daumenaufsatz nebst Übungen. 
Abt. IV: Etüden für Technik und verschiedene Stricharten. Vom Direktorium 
des Konservatoriums in Leipzig als Unterrichtswerk angenommen. 

— Praktischer Lehrgang des Violoncellspiels nach Werken von Rom- 
berg, Duport usw. zusammengestellt. (LitolfT.) 3 Hefte, je 1.50 M, 
Text deutsch, englisch, französisch. 
Tietz, H., Praktischer Lehrgang für den ersten Unterricht (mit 
Hinweglassung des Daumenaufsatzes). Erläutert durch 280 folge- 
richtige und fortschreitende Übungsstücke in allen Tonarten. 
(Oertel.) 3 Hefte, je 1.50 M. 
Werner, J., Praktische Violoncellschule. (Breitkopf & Härtel.) 3 M. 
Wohlfahrt, R., Violoncellschule. (Hesse.) 2.50 M. 

Leicht faßliche Methode für Anfänger. 
Wohlrab, Rieh., Schule der Violoncelltechnik. (Hofmeister.) 2.50 M, 
Die Schule soll den Studierenden Gelegenheit geben, sich selbst, soweit 
die Möglichkeit hierzu überhaupt in Frage kommen kann, über die Violoncell- 
technik zu informieren. 



II. Spezial-Schulen und -Studien. 

Becker, H., Gemischte Finger- und Bogenübungen nebst neuen 

Tonleiterstudien. (Schott.) 4 M. 
Borschitzky, J.F., Violoncellschule für Violinisten. (Schott.) 5.50M. 
Der Verfasser, fußend darauf, daß es beim Ensemblespiel häufig an 
Cellisten mangelt, glaubt durch diese Schule speziell Violinisten, die auch das 
Violoncellspiel zu erlernen wünschen, zum Studium dieses Instrumentes anzu- 
regen, wodurch manchen Trio- und Quartettgesellschaften ein wesentlicher 
Dienst geleistet sein würde. 



II. Spezial-Schulen und -Studien. 175 

Büchler, F., Op. 1 8. Rhythmische Übungsstücke mit zweitem 
Violoncell. (Rieter-Biedermann.) 2 Hefte, je 3 M. 

— Op. \ 9. Praktische Beispiele zur Lehre von den Doppelgriffen, 
dem zweistimmigen Spiel und den Akkorden, als Anhang zu jeder 
Violoncellschule. (Rieter-Biedermann.) 2 Hefte, je 3 M. 

Die Büchlcrschen Studien sind sehr nutzbringend, dabei- wohl zu empfehlen. 
Cossmann, B., Studien für die Gefügigkeit und Ausdauer der 

Finger und für die Reinheit der Intonation. (Schott.) 4 M. 
Dotzauer, J.F., Op.l 47. Violoncell-Flageolettschule. (Hofmeister.) -4 M. 

Ein Hilfsmittel zum Studium reiner Intonation nebst einem Anhang über 
das Pizzikato. 

Duport, J., Essai sur le Doigt6 du Violoncell et sur la Conduite 

de l'Archet. (Andre.) 

Ebner, K., Op. 48. Oktaventechnik. (Steingräber.) 2.40 M. 

— Op. 49. Neue Violoncellstudien. 80 kurze diatonische, akkor- 
dische, chromatische und Doppelgriff-Übungen, sowie anpassend 
Tonleitern in zwei und drei Oktaven in Dur und Moll. (Zimmer- 
mann.) 3 M. 

Forberg, Fr., Op. 33. Studien für den Vortrag, ohne Daumen- 
aufsatz. (Roh. Forberg.) 2 M. 

Giessing, Alfred, Tonleiter- Übungen. (Schott.) 2 M. 

Grützmacher, Fr. jun., Kammermusik-Studien. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

— Orchester-Studien. Eine Sammlung schwieriger Stellen aus Ton- 
werken für Kirche, Theater und Konzertsaal. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 2 Bände, je 3 M. 

Jacobowsky, Herm., 12 Etüden zu R. Wagners »Der Ring des 
Nibelungen«. (Schott.) 2.50 M. 

— Etüden zu R. Wagners »Lohengrin« und »Tristan«. (Breitkopf 
& Härtel.) 2 M. 

Ein Anhang zu sämtliclien Studienwerken. 
Jeral, W., Orchester- Studien zu Werken von Rieh. Strauss. 
(Universal-Ed.) 3 M. 

— Skalen- und Dreiklangstudien. (Universal-Ed.) \ M. 
Kramer-Petersen, E., Spezial-Studien in Daumentechnik. (Han- 
sen.) 2.50 M. 

Von Professor Julius Klengel sehr empfohlen. 
Marx-Markus, Gh., Die 24 diatonischen Tonleitern u. Chromatik. 

(Rahter.) 1.20 M. 
Meerts, L. G., Etudes du Rhytme mit Hinzufügung eines zweiten 
Violoncells von Fr. Servals. (Schott.) 4 Hefte, je 3.25 M. 

Den eigentlichen rhythmischen Übungen gehen wichtige und sehr beach- 
tenswerte Studien für den Mechanismus der Bogenluhrung voraui. 
Salter, Norbert, Orchestersludien. Sammlung der thematisch 
und technisch wichtigsten Solo- und Ensemblestellen der Orchester- 
literatur. Bd. I Konzertmusik. Bd. H Opernmusik. (Steingräber.) 
Je 2.50 M. 



176 ^- Instruktive Werke. 

Salter, Norbert, Kammermusikstudien. Auszüge aus Werken von 
Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann, 
Cherubini und Spohr, gesammelt und bearbeitet. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 2 Bände, je 3 M. 

— Die Kunst des Übens. Praktische Studien. Teil I: Der Bogen. 
Teil II: Für die linke Hand, mit besonderer Berücksichtigung des 
Spieles mit Daumenaufsatz. (Volksausgabe Breitkopf &Härtel.) 3M. 

Schroeder, Alwin, Neue Tonleiter-Studien. (Kühle.) 2 M. 

Der Fingersatz dieser Studien bezweckt die Erlangung eines glatten, 
fließenden Spieles bei möglichster Vermeidung der leeren Saiten. 
Schroeder, Carl , Op. 29. Schuled. Tonleiternu.Akkorde.(Cranz.) 3 M. 

— Op. 39. Schule des Trillers und Stakkatos. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 2 M. 

— Orchesterstudien. Sammlung d. schwierigsten Stellen u. Soli aus 
Opern, Sinfonien u. Ouvertüren. (Schuberth.) 4 Hefte, je 2.50 M. 

— Konzertstudien. Eine Sammlung von Violoncellkompositionen 
älterer Meister. (Schuberth.) 3 31. 

Sevcik, 0., Op. 2. Schule der Bogentechnik, bearbeitet von L. 
R. Feuillard. (Bosworth.) 3 Bände, je 3 M. Dazu Übungsthemen 
separat 2 M. In 6 Heften: Heft 1, 2, 5 je 2 M., Heft 3, 4, 6 je 1.50 M. 

Swert, J. de, Op. 34. Exercices et Preludes pour delier les doigts. 
(Schott.) 2 M. 

Werner, J.,Op. 53. 200 Skalen-Studien. (Hofmeister.) 2Hefte,je3M. 

— Op. 54. Akkord-Studien. (Hofmeister.) 2 Hefte, je 3 M. 
Wille, Georg, Tonleiter-Studien. (Rahter.) 3 M. 

Sehr beachtenswerte Studien. 



III. Tägliche Übungen und technische Studien. 

Bürger, S., Op. 4. Technische Studien. (Universal-Ed.) 4 M. 

Cossmann, B., Technische Violoncell-Studien. (Schott.) 4 M. 

Dotzauer, Fr., Op. iööb. 24 tägliche Studien, rev. von Haus- 
mann. (Steingräber.) 1 M. 

Fitzenhagen, W., Op. 28. Technische Studien. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 3 M. 

Grützmacher, Fr., Op. 67. Tägliche Übungen. (Kahnt.) 5 M. 
Neue von H. Becker revidierte und mit Erläuterungen versehene Ausgabe. 

Kiengel, Jul., Technische Studien durch alle Tonarten. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) Teil I 3 M., Teil H 4 M., Teil III 
und IV, je 5 M. 

— Tägliche Übungen. 3 Teile, je 3 M. 

I. Übungen für die linke Hand. II. Rechter Arm und Handgelenk. III. Übungen 

im Daumeneinsatz. 

Kummer, Fr. A., Op. 71. Tägliche Übungen. (Hofmeister.) 2 M. 

Rüdinger, A., Technische Studien zur Ausbildung in der höheren 
Technik. (Hansen.) 3 M. 

Schroeder, Alwin, Technische Studien. (Universal-Ed.) 3 M. 



IV. Etüden. 177 

Schroeder, Carl, Spezial-Übungen. (Cranz.) 3 M. 
Schroeder, Garl,Op.35. Technische Studien. (Schuberlh.) 2.50M. 

A. Übungen, um die Finger kräftig, gelenkig und voneinander unabhängig 
zu machen. B. Fingerübungen mit verschiedenen Bogcnstriclien. C. Übungen für 
den Bogenstrich und das Handgelenk. D. üaumenaufsatz. E. Oktaven. F. Terzen. 

Werner, J., Op. 1 7. 50 Universal-Studien und technische Übungen. 
(Hofmeister.) 2 Hefte, je 3 M. 

Alle diese angeführten Studien bilden den Schlüssel zu den verschiedenen 
Schwierigkeiten der Technik und haben den Zweck diese durch tägliches Stu- 
dieren eines beliebigen Pensums zu fördern und zu erhalten. 



lY. Etüden. 

Stufe I. 



Dotzauer, Fr., 113 ausgewählte Etüden, progressiv geordnet und 
bezeichnet von J. Klingenberg. (Litolff.) Heft I 1.50 M. 

Von den 3 Heften ist auf dieser Stufe das erste (Nr. i — 34) zu verwenden. 
Grimm^ C, 14 kleine Stücke zur Übung im Alleinspielen. (Merse- 
burger.) IM. 

Für den Anfänger, als erster Versuch etwas Selbständigkeit im Spiel zu 
erlangen, recht brauchbar. 
Heberlein, H., Die ersten Violoncell-Übungen. (Schuberth.) 1.50M. 

Diese Übungen lassen erkennen, daß der Verfasser die Unterrichtsprinzipien 
seines Lehrers G. Schroeder wohl verstanden und in sich aufgenommen hat, 
so daß das kleine Werk mit gutem Erfolge benutzt werden kann, 

Lee, S. , Op. 101. Die ersten Schritte des jungen Violon- 
cellisten. 50 sehr leichte Stücke in fortschreitender Ordnung. 
(Cranz.) 4.50 M. 

Viel benutzte, sehr fördernde Übungsstücke. 
Nölck, Aug., Op. 53. Die ersten Übungsstücke in fortschreitender 
Ordnung, mit zvs'eitem Violoncell für den Lehrer. (Rahter.) 3 M. 
Auf dieser Stufe ist die Abteilung I des Werkes, enthaltend 24 Übungs- 
stücke in der ersten Lage zu benutzen. 

— Das erste Jahr des jungen Cellisten. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) 3 M. 

Popper, D., 15 leichte, melodisch-harmonische und rhythmische 
Etüden in der ersten Lage. (Hofmeister.) 4.50 M. 

Vorzüglich fördernde und das musikalische Verständnis bildende Übungen. 
Schroeder, C, Op. 31. Die ersten Übungen. (Peters.) 1.50 M. 

Diese Übungen zählen zu den besten auf dieser Stufe zu verwendenden. 

— Op. 48, Zehn leichte Etüden. (Rieter-Biedermann.) 3 M. 

— Op. 57. Zehn Etüden in der ersten Lage. (Hob. Forberg.) 
Heft I 2 M. 

Stufe la. 

Dotzauer, Fr., 113 ausgewählte Etüden. (LitolflF.) Heft II 1.50 M. 

Auf dieser und der folgenden Stufe. 
Grnnberg, Literatur der Streichinstrumente. 12 



178 A. Instruktive Werke. 

Lee, S., Op. 70. 40 leichte Etüden in der ersten Lage mit einem 
zweiten Violoncell. (Schott.) 2.75 M. 

Herausgegeben von H. Becker, bilden diese Etüden gute und förderliche 
Finger- und Sti'ichübungen. 

— Op. 92. 6 Etüden. (Hofmeister.) 1.75 M. 

— Op. 105. 8 Capricen. (Hofmeister.) 1.50 M. 
Schroeder, C, Op. 63. 1 kleine Etüden ohne Daumenaufsatz. 

(Hansen.) 2 M. 

Stufe IL 

Battanchon, F., Op. 4. 24 Etüden. (Hofmeister.) Heft I 1.50 M. 

Büchler, F., Op. 21. 24 Etüden. (Kühle.) 2 Hefte, je 2.50 M. 

Mit großer Sachkenntnis geschriebene und daher mit Nutzen zu ge- 
brauchende Übungen. 

Dotzauer, Fr., Op. 47. 12 Exercises. Rev. von F. Hüllweck 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel), R. Hausmann (Steingräber) 
je 1 M. 

— Op. 1 20. 1 8 Exercises d'une Difficult6 progressiv. Rev. von 
R. Hausmann (Steingräber), B. Schmidt (Hofmeister) je 1 M. 

Von diesen sind auf dieser Stufe nur die ersten zu studieren, die übrigen 
auf späteren Stufen. 

— Op.123. lOOÜbungen. Rev. von N. Salter. (Steingräber.) 1.50 M. 

Das für Op. 120 Gesagte gilt auch für dieses Werk. 
Forberg, F., Op. 33. Studien für den Vortrag, ohne Daumen- 
aufsatz. (Rob. Forberg.) 2 M. 
Nützliche Übungen. 
Nölck, Aug., Op. 53. Die ersten Übungen in fortschreitender 
Ordnung. (Rahter.) 3 M. 

Auf diese Stufe gehört die zweite Abteilung : 1 4 Übungsstücke in der 
zweiten, dritten und vierten Lage und im Lagenwechsel. 
Kummer, F. A., Op. 57. Zehn Etüden mit zweitem Violoncell 
ad lib. Rev. von H. Becker (Peters), W. Jeral (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel) je 1.20 M. 

— Op. 1 06. Acht Etüden. Rev. von J. van Lier (Peters), W^. Jeral 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel) je 1.20 M. 

Schroeder, C, Op. 46. Acht Etüden ohne Daumenaufsatz. (Litolff.) 
1.20 M. 

— Op. 40. Fünfzehn Etüden ohne Daumenaufsatz. (Präger & 
Meyer.) 4 M. 

Stufe Ha. 

Battanchon, Op. 4. Etüden. (Hofmeister.) Heft II 1.50 M. 

— Op. 7. 50 Etudes m6thodiques. (Hofmeister.) Heft I 5.50 M. 

Gleich allen Übungswerken dieses Autors, in die französische Schule 
einführend. 

Baudiot, G. N., 23 Etüden. (Kistner.) 2 Hefte, je 3 M. 

Auf dieser Stufe Heft I (ohne Daumenaufsatz). Diese von C. Schi-oeder 
herausgegebenen Etüden dienen zur Aneignung eines regelrechten Fingersatzes 
in den unteren Lagen. 



IV. Etüden. 179 

Bockmühl, R. E., Op. 47. Etudes pour le d6veloppement du 
m^canisme du Violoncell. (Andr6.) 5 Hefte, je 1.50 M. 

Von diesen, für den rechten Arm besonders wertvollen Studien, können 
hier die beiden ersten Hefte Verwendung finden. 

Büchler, F., Op. i 8. Rhythmische Übungsstücke. (Rieter-Bieder- 
mann.) Heft I 3 M. 

Dotzauer, Fr., 113 ausgewählte Etüden. (Litolff.) Heftill 
1.50 M. 

Lee, Sebastian, Op. 31. 40 melodische Etüden. Bearbeitet voo 
H. Becker. (Schott.) Heft l 3.25 M. 

— Op. 131. 24 Etudes melodiques et progressives. Rev. von 
H. Becker. (Schott.) 6.25 M. 

Gefällig klingende Etüden mit Begleitung eines zweiten Violoncell. 
Noelck, Aug., Op. 161. 12 kleine melodische Etüden. (Rieter- 
Biedermann.) 3 M. 

Mit Pianoforlebegleitung versehene, anregende Übungen. 
Schroeder, C, Op. 57. Zehn Etüden zur Übung im Laeenwechsel. 

(R. Forberg.) Heft II 2 M. 
Swert, J. de, Op. 50. Gradus ad Parnassum. (Junne.) I. Teil 2 M. 
Diese Studien verleihen den Fingern Kraft und Geläufigkeit und enthalten 
Übungen in den Haupt-Bogenstrichen und solche für das Handgelenk. 

Stufe lll. 
Boisseaux, J., Op. 7. Zwölf Etüden. (Schott.) Heft I 2 M. 
Büchler, F., Op. 18. Rhythmische Übungsstücke. (Rieter-Bieder- 
mann.) Heft II 3 M. 

— Op. 19. Praktische Beispiele zur Lehre von den Doppelgriffen. 
(Rieter-Biedermann.) Heft I 3 M. 

Dringend zu empfehlen. 
Franchomme, A., Op. 35. Zwölf Etüden. (Schott.) 3.50 M. 

Selu" empfehlenswerte Etüden zur Erlangung einer sauberen Technik und 
eines eleganten Vortrages. Der Schwierigkeitsgrad erstreckt sich über diese 
Stufe und die folgenden. 

Grützmacher, Fr., Op. 38. Technologie des Violoncellspiels. 
(Peters.) Heft 1 2 M. 

Ein viel benutztes Werk, dem nur an manchen Stellen eine Änderung 

des etwas veralteten Fingersatzes zu wünschen ist. 

Hünerfürst, F. W., 24 Etüden. (Litolff.) Band l 1 M. 

Auf dieser Stufe sind die leichteren, die übrigen später zu verwenden. 
Lee, Seb., Op. 57. 12 Etüden. (Volksausgabe Breitkopf 

& Härtel.) 3 M. 
Merk, J., Op. 11. 20 Exercises. (Litolff.) 1.20 M. Rev. von 

W. Jeral (Üniversal.-Ed.) 1.20 M., Schröder (Eulenburg) 1.50 M., 

N. Salter (Steingräber) 1.50 M. 

Eines der wichtigsten Studienwerke der Violoncell-Literatur. 
Schroeder, C. , Op. 44. Neue Etüden ohne Daumenaufsatz. 

(Andrö.) 2.50 M. 

— Op. 57. Etüden mit Daumenaufsatz. (R. Forberg.) Heft lll 2 M. 

12* 



JgQ A. Instruktive Werke. 

Swert, J. de, Op. 50. Gradus ad Parnassum. (Junne.) Teil II 2 M. 
Werner, J., Op. 14. Zwölf miltelschwere Vortrags-, Lagen- und 
Bogenübungen. (Hofmeister.) 3 M. 

Stufe Illa. 

Bach, J. S. , 6 Sonaten (Suiten). Rev. von H. Becker (Peters), 
F. Dotzauer (Volksausgabe Breitkopf & Härtel), Fr. Grützmacher 
(Peters), R. Haasmann (Steingräber), J. van Lier (Universal-Ed.) 
je 1.50 M. Ausgabe von A. Schröder (Kistner) 3 M.; Julius 
Klengel (Breilkopf & Härtel) jede Sonate (Suite) einzeln 1 M. 
Ein Meisterwerk, vorzüglich geeignet die Fingertechnik, die Bogenführung 

und den Vortrag zu biklen. 

Büchler, F., Op. 18. Praktische Beispiele zur Lehre von den 
Doppelgriffen. (Rieter-Biedermann.) Heft II 3 M, 

Dotzauer, Fr., Op. 35. 24 Gapricci. Rev. von R.Hausmann 
(Steingräber) 1.20 M., F. HüUweck (Volksausgabe von Breitkopf 
& Härtel) 2 M. 

— Op. 70. 12 Übungen. Rev. von R. Hausmann (Steingräber) 

1 M., F. Hüllweck (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 1 M. 
Auf dieser Stufe Nr. -1, 2, 7, und 8. 

Duport, J. L., 21 Etüden. Rev. von Fr. Grützmacher (Peters) 

2 M., R. Hausmann (Steingräber) 2 Hefte je 1 M., Jul. Klengel 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel) 2 M., J. Klingenberg (Litolfif) 
1.50 M., J. Sulzer, mit 2. Violoncell (Universal-Ed.) 2 Hefte, 
je 1.50 M., A. Schroeder (Kistner) 5 M. 

Eines der besten Studienwerke, das auf dieser Stufe bis ungefähr zur 
Hälfte zu studieren ist. Die Schroedersche Ausgabe zeichnet sich durch treff- 
liche Fingersatzbezeichnung aus ; ebenso vorzüglich ist die Ausgabe von Klengel. 
Lee, Seb., Op. 31. Vierzig Etüden. (Schott.) Heft II 3.25 M. 
Popper, D.,Zehn mittelschwere, große Etüden. (Hofmeister.) 4.50 M. 

Auf dieser und der nächsten Stufe von hohem Wert. 
Schroeder, G., Op. 45. Neue Etüden im Daumenaufsatz. (Andre.) 
4.50 M. 

Stufe IV. 

Battanchon, Fr., Op. 4. 24 Etüden. (Hofmeister.) Heft II und 
III je 1.50 M. 

— Op. 7. 50 melodische Etüden. (Hofmeister.) 2 Hefte, je 5.50 M. 

— Op. 25. 12 Etüden mit Daumenaufsatz, (Hofmeister.) 3 M. 

Geläufigkeit und elegante Spielweise bildend. 
Baudiot, G. N , 23 Etüden. (Kistner.) Heft II 3 M. 

Für den Daunaenaufsatz in den unteren Lagen. 
Boisseaux, J., Op. 7. Zwölf Etüden. (Schott.) Heft II 2 M. 
Dotzauer, Fr., Op. 155b. 24 tägliche Studien zur Erlangung 
der Virtuosität. Rev. von R. Hausmann (Steingräber) 1 M. 

Keine kurzen Übungen, sondern Etüden, von denen auf dieser Stufe die 
drei ersten und Nr. 4 0, i 5 und 4 7 zu studieren sind. 



IV. Etüden. 181 

Grützmacher, Fr., Op. 38. Technologie des Violoncellspiels. 
(Peters.) Heft II 2 M. 

Schüler dieser Stufe können die ersten Etüden studieren. 
Merk, J., Op. 20. Sechs Etüden, rev. von N. Salter (Steingräber) 
1.50 M. 

Gleich den früher genannten Etüden von Merk, sind auch diese sehr 
nützlich. 
Swert, J. de, Op. 50. Gradus ad Parnassum. (Junne.) Teil III 2 M. 

Stufe IVa. 

Cossmann, B., Op. 1 0. Fünf Konzert-Etüden. (Kislner.) 2.50 M. 
Dotzauer, Fr., 28 Etüden aus Op. 116, 121, 168, 170 und 175, 

rev. von N. Salter (Steingräber) Heft I 1 .80 M. 
- — Op. 54. Zwölf Etüden, rev. von R. Hausmann (Steingräber), 

F. Hüllweck (Volksausgabe Breitkopf & Härtel) je 1 M. 
Duport, J. L., 21 Etüden. Heft IL 

Siehe Stufe III a. 
Schroeder, C, Op. 23, Spezial-Etüden. (Cranz.) 3 M. 

Für verschiedene Schwierigkeiten der linken Hand und der Bogcnführung, 
■erstreckt sich das Studium dieser Etüden auch auf die folgenden Stufen. 
Swert, J. de, Op. 7. Les Arpeges. 2 Gaprices. (Sulzer.) 1.50 M. 
Szuk, L., Op. 8. Sechs Capricen. (Kahnt.) 2.50 M. 

Stufe V bis Va. 
Bach, J. S., 6 Sonaten. Für den Konzertvortrag bearbeitet von 

Fr. Grützmacher (Peters) 1.50 M. 
Battanchon, F., Op. 5. 6 Etudes-caprices. — Op. 10. 25 Pre- 

ludes. — Op. 25. 12 Etüden mit Daumenaufsatz. — Op. 56. 

6 Etudes. (Hofmeister.) Je 3 M. 
Bockmühl, E., 2 grandes Etudes de Concert. (Schott.) Heft 1 (Le 

Garneval de Venise von Paganini) 2.75 M. Heft II (Mouvement 

perpetuel von Paganini) 2.50 M. 
Casella, G. A. de, Op. 33. Sechs große Etüden mit 2. Violon- 

cell, rev. von G. Schröder (Litolff) 1 M. 

Eigenartige, interessante Etüden, die jedem technisch durchgebildeten 
Spieler Freude machen werden. 
Dotzauer, Fr., Op. 155b. 24 tägliche Studien. 

Siehe Stufe IV. 
— 28 Etüden aus Op. 1 16, 121, 1 68, 170 und 175, (Sleingräber.) 

Heft II 1.80 M. 
Franchomme, A. , Op. 7. 12 Gapricen, rev. von G. Wörl. (Hof- 
meister.) 2 Hefte je 2 M. 
Franco-Mendes, J., Op. 37. 6 Gapricen. (Hofmeister.) 1.75 M. 
Grützmacher, Fr., Op. 38. Technologie des Violoncellspiels. 

(Peters.) Heft II 2 M. 
Kien gel, Jul., Op. 43. Gaprice in Form einer Ghaconne für 

Violoncell allein. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 



132 ß- Solomusik. 

Lee, Seb., Op. 105. 8 Capricen. (Hofmeister.) 1 .50 M. 
Munck, E. de, 6 Etüden. (Schott.) 3 M. 

Zur Erlangung einer reifen, sicheren und glatten Technik, sowohl für 
die linke Hand wie für die Bogenführung sehr geeignete Etüden. 
Piatti, A., Op. 25. 12 Capricen. (Simrock.) 3 M. 

Vortreffliche Studien für vorgeschrittene Cellisten, die ein technisch voll- 
endetes Spiel anstreben. 

Popper, D., Hohe Schule des Violonspieles. 40 große Etüden. 
(Hofmeister.) Compl. 15 M. in Heften je 4.50 M. 

Das Werk bietet vortreffliches Studienmaterial und sollte von jedem 
Cellisten studiert werden. 
Schroeder, C, Op. 26. 8 Capricen. (Schuberth.) 3.50 M. 

Diese, Alfred Piatti gewidmeten Capricen enthalten viel anregenden und 
interessanten Stoff zur Fördei'ung der höheren Technik. Sie werden deshalb 
von vorgeschrittenen Spielern gern studiert. 

Schuberth, C, Op. 13. Zwei Etüden. (Schuberth.) 1.25 M. 
— Op. 4. Sechs Konzert-Capricen. (Schuberth.) 2 M. 

Beide Werke dienen zur Ausbildung des virtuosen Spieles, 



B. Solomusik. 

I. Charakterstücke, Romanzen, Transkriptionen usw. mit 
Begleitung Yon Pianoforte*). 

Stufe I. 

Fitzenhagen, W. , Op. 16. Drei kleine Stücke im Umfang einer 
Quarte. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

— Op. 29. Drei kleine Stücke. Fortsetzung von Op. 16. (Breit- 
kopf & Härtel.) 2 M. 

— Op. 22. Drei Walzer. (Raabe & Plothow.) 2 M. 

Niedhche Sachen, dem Schüler als Belohnung für fleißiges Üben zu geben. 
Giarda, L. St., Op. 24. Drei kleine Stücke. Ausgabe in der 
ersten Lage. (Rahter.) 2 M. 

Kleine melodiöse Kompositionen, die dem Spieler Freude machen. 

Stufe Ja. 

Benkert, F., Jugend-Album. (Sulzer.) 80 Pf. 
Fitzenhagen, W., Op. 27. Drei Salonstücke. (Volksausgabe 

Breitkopf & Härtel.) 2.50 M. 
Forberg, Fr., Op. 23. Volkslieder und Romanzen. (R.Forberg.) 

Einzeln 75 Pf bis 1.50 M. 

— Op. 32. Leichte, gefällige Stücke. (R.Forberg.) 1.50 M. 
Hermann, A. , Melodien- Album. Band L 60 der beliebtesten 

*) Abweichungen sind angegeben. 



I. Charakterstücke, Romanzen, Transkriptionen usw. 183 

Volksmelodien. Band II. 41 der beliebtesten Opernmelodien. 

(Peters.) Je 1.20 M. 
Hü 11 weck, K., Op. 8. Wiegenlied. (Hofmeister.) 1.50 M. 
Klingenberg, Job., Volkslieder-Album. Band I. 60 beliebte 

Lieder. (Litolff.) 1.20 M. 

Mit Fingersatzbezeichnunf:, instruktiv und unterhaltend. 
Wittmann, R., Op. 46. Liederkranz. (Hofmeister.) 12 Hefte, 

je 1 .25 M. 

Leichte, mit Fingersatz versehene Stücke, die als angenehme Abwechse- 
lung vom Anfänger mit Nutzen gespielt werden können. 

Stufe IL 

BockmühljE.jOp. 65. Stunden der Andacht. (Hofmeister.) 2.50M. 
Davidoff, Ch. , Op. 23. Romance sans paroles. (Kistner.) 1.50 M. 

— 2 russische Romanzen. I. Der Abend. II. Die Spinnerin. 
(Rahter.) 1.20 M. 

Zur Einführung in den Tenorschlüssel, wie auch zum Vortrage geeig- 
nete Stücke. 

Drilsma, A., Op. 12. Fünf Vortragsstücke. (Rahter.) Nr. I. 
Marsch. 1.20 M. Nr. 2. Rückblick. 1.20 M. Nr. 3. Gavotte. 
1.50 M. Nr. 4. Abendlied. IM. Nr. 5. Tarantella. 2 M. 
Übende und aufmunternde Stücke, von denen einige erst auf den folgen- 
den Stufen zu verwenden sind. 

Fitzenhagen, W., Op. 26. Albumblatt. (Breilkopf & Härtel.) 

1.30 M. 
Goltermann, G., Op. 17. Romanze, EmoU. 1.50 M. — Op. 22. 

Romanze, Cdur. 1 M. — Op. 92. Romanze, Fdur. 1 M, Aus 

den Romanzenbänden. (Andr6.) 

— Op. 35. Vier Salonstücke. Nr. 1. Romanze. Nr. 2. Alla Ma- 
zurka. Nr. 3. Caprice. Nr. 4. Adagio und Taranteile. (Andre.) 
Je 1 M. 

Hermann, W., Op.93. Drei kleine Vortragsstücke. Nr. 1. Melodie. 

Nr. 2. Neckerei. Nr. 3. Leid und Freud. (Zimmermann.) Je 80 Pf. 
Leichte, recht brauchbare Stücke. 
Hof mann, R. , Lieblinge der Musikwelt. Leichte Solostücke mit 

Fingersatz- und Strichbezeichnung versehen. (Zimmermann.) 

61 Hefte, je 60 Pf. bis l.oO M. 
Mendelssohn, F., 22 ausgewählte Lieder und Gesänge. Arrang. 

von J. N. Rauch und 0. Standke. (Litolff.) 1.50 M. 

— 12 ausgewählte Lieder ohne Worte, übertr. von W. Fitzen- 
hagen. (Breitkopf & Härtel.) 2 Hefte, je 1.30 M. 

— Sämtliche Lieder und Gesänge. Übertragen von G. Schroeder 
(Schubert) 2 M., Fr. Grützmacher (Peters) 3 M. 

Nölck, Aug., Op. 43. Salon-Album. (1. Frühlingslied. 2. Spa- 
nischer Marsch. 3. Romanze. 4. Gavotte. 5. Studie. 6. Nocturne.) 
(Hansen.) 3.50 M. 

Melodische Vortragsstücke im leichten Stil. 



184 ß- Solomusik. 

Sokolow, N., Op. 16. Melodie. (Belaieff.) 80 Pf. 
Schumann-Bramsen. Im wunderschönen Monat Mai. (Hansen.) 
1.50 M. 

Wohlklingende Übertragung des bekannten Liedes. 

Stufe IIa. 

Bennat, F., Op. 4 und 5. Trois Morceaux. (R. Forberg.) Nr. 1. 
Ädagietto 1 M., Nr. 2. Valse 1.25 M., Nr. 3. Ällegro caratteristico 
1.25 M. 

Brückner, 0., Op. 44. Miniaturen. (Schott.) Nr. 1. Melodie, 
Nr. 2. Serenade, je 1.50 M., Nr. 3, Intermezzo 2 M., 4, Prälu- 
dium, Nr. 5. Daheim, Nr. 6. Am Spinnrad, je 1.50 M. 
Wohl zu empfehlen. 

Chopin, Fr., Lieder und Gesänge, übertragen von G. Schroeder. 
(Schuberth.) 1.50 M. 

Für die Ausbildung im Vortrage nützlich. 

Goens, D. van, Op. 5. Nr. 1. Aria 1.50 M., Nr. 2. Gavotte. 
(Schlesinger.) 2.50 M. 

Goltermann, F. , Op. 53. Vier charakteristische Stücke. (Schott.) 
Nr. 1, 2, und 4 je 1.25 M., Nr. 3 1.50 M. 

Goltermann, G., Op. 13. Deux Piöces de Salon. 1. Les Ädieux. 
2. Le Rbve. (Peters.) 1.50. 

— Nocturnes. Op. 43, 49, 54, 59 u. 92. (Andr6.) Jeder Band 2 M. 
Grodzki, B., Op. 24. Albumblatt. (Belaieff.) 60 Pf. 

— Op. 27. Barcarole 1.40 M. — Op. 30. Serenade 80 Pf. — 
Op. 38. Fragment. (Belaieff.) 60 Pf. 

Halvorsen, .loh., Chant de Veslemöy. (Hansen.) 1 M. 

Eine einfaclic, wohlklingende Melodie im nordischen Volkston. 
Jeral, W., Op. 8. Romanze. (Rahter.) 1.20 M. 

Geeignet zur Entfaltung eines schönen Tones. 
Kousnetzoff, A., Op. 4. Au Berceau. (Rahter.) 1 M. 

— Op. 7. Idylle. (Rahter.) 1.80 M. 

Feinsinnige, empfindungsvolle Musik. 
Lüdecke, L., Op. 10. Romanze 2 M. — Op. 11. Momento religioso 
1.80 M. — Op. 12. Drei Lieder 2 M. — Op. 15. 12 kleine Stücke 
3 M. (Ries & Erler.) 

Solu' liübsch er- und empfundene Stücke. 
Neruda, Fr., Op. 11. Berceuse slave 1.50 M. — Op. 47. Romanze 

2 M. — Op. 51. B6verie russe. (Rahter.) 1.50 M. 
Noren, Gottlieb H., Op. 12. Berceuse. (Schlesinger.) 1.50 M. 
Moffat, A., Op. 14. 18 Stücke von Händel. (Schott.) Heft I 1 M. 
Enthält: Bouree. Sarabande. Gavotte. Minuet. Gavotte. Marche. — 
Sehr zu empfehlende, mit gutem Fingersatz versehene Stücke. 
Mossel, J., 3 kleine Stücke: Lied, Gavotte, Walzer. (Hansen.) 2 M. 

Gefällige, anregende Kompositionen. 
Parlow, E., Op. 93. Vier Stücke. Nr. 1. Impromptu 1.50 M. — 



I. Charakterstücke, Romanzen, Transkriptionen usw. 185 

Nr. 2. Romanze 1.20 M. — Nr. 3. Schlummerliedchen 1 M. — 
Nr. 4. Nocturne. (Kahnt.) 1.20 M. 
Zum Vortrag geeignet. 
Violonce 11 -Album. oO klassische Vorlragsstücke. Bearb. von 
R. Schwalm. (Steingräber.) Band I 2.50 M. 

Der Band enthält kleine Stücke von Bach, Bectlioven, Bocchcrini, Chopin, 
Mendelssohn, Ruhinstein. 

Stufe 111. 
Bach, J. S., Air und Gavotte. (Kahnt.) -1.50 M. 
Bargiel,W. , Op. 38. Adagio. (Volksausgabe Breilkopf& Härtel) 
2.50 M. — Mit Orchester: Partitur 2 M.', Stimmen 4.20 M. 
Ein, besonders mit Orchesterbegleitung, sehr dankbares Vortragsstück. 
Beethoven, L. van, Adagio. Bearbeitet von J. van Lier. (Stein- 
gräber.) 2 M. 

Das Stück wurde 1902 in Artarias Nachlaß aufgefunden. 
Berens, H., 5 Salonlieder. Bearb. von G. Schroeder. (Schuberlh.) 

2.50 M. 
Blumenfeld, F., Op. 19. Zwei Stücke: Capriccio und Elegie. 
(Belaieff.) 1.40 M. 

— Op. 23. Serenade und Romanze. (Belaieff.) 1.20 M. 

Gut klingende, charakteristische Stücke. 
Börresen, Hakon, Op. 4. Romanze. (Hansen.) 2.50 M. 

Ein dankbares Vortragsstück. 
€orelli, A. , Adagio aus dem Concerto grosso Nr. 4. (Oertel.) 
1.80 M. 

Auch mit Orgelbegleitung vorzutragen. 

— Präludium und Gavotte. (Steingräber,) 1.20 M. 

Zwei reizende, von J. van Lier bearbeitete Kompositionen. 
Casella, C. A. de, Op. 50. La Romanesca. (Litolff.) 1.50 M. 
Cui, G., Op. 23. Gavatina. (Belaieff.) 1.40 M. 
Fitzenhagen, W., Op. 8. Geistliches Lied ohne Worte. (Volks- 
ausgabe Beitkopf & Härtel) 1 .50 M. — Mit Orchester: Partitur 1 M., 
Stimmen 2.70 M. 

Die Klavierbegleitung ist so eingerichtet, daß sie sowolü für Harmonium, 
als auch Orgel benutzt werden kann. Es ist auch eine Ausgabe für 4 Violon- 
celli vorhanden. 

Glazounow, A. , Op. 17. üne pensee ä Francois Liszt. Elegie. 
(Belaieff) 1.80 M. 

— Op. 20. Zwei Stücke: Melodie und Serenade espagnole. 
(Belaieff.) 2 M. — Mit Orchester: Partitur 4 M., Stimmen 5.50 M. 

— Op. 71. Ghant du Menestrel. (Belaieff.) 1 M. — Mit Orchester: 
Partitur 1.40 M., Stimmen 3 M. 

Recht dankbare, empfehlenswerte Vortragsstücke. 
Goltermann, F., Op. 83. Adagio, G dur. (Schott.) 2.25 M. — Mit 
Orchester: Partitur 1.25 M., Stimmen 2.75 M. 

— Op. 37. Romanze, Es dur. (Schott.) 2.25 M. — Mit Orchester: 
Stimmen 3 M. 



186 B- Solomusik. 

Grützmacher, Fr., Romanesca. Melodie aus dem 16. Jhrh. 
(Kahnt.) 1.25 M. 

— Op. 4. 5 Morceaux. (Hofmeister.) 2 Hefte, je 2 M. 
Heberlein, H., Op. 3. Nr. 1. Albumblatt \ M., Nr. 2. Auf- 
schwung. (Zimmermann.) 1.50 M. 

— Op. 6. Nr. 1. Widmung 1.20 M. , Nr. 2. Serenade 1.50 M., 
Nr. 3. Kossakisch 1.50M., Nr. 4. Gavotte. (Zimmermann.) 1.20 M. 

Angenehm zu spielende, dem Wesen des Instrumentes trefflich angepaßte 
Stücke. 
Henriques, R., Op. 5. 3 Stücke: Märchen, Humoreske, Mazurka. 

(Rahter.) 3 M. 
Hummel, Ferd., Op. 67. 3 Fantasiestücke für Violoncell, Har- 
monium und Pianoforte. (Koeppen.) 3.20 M. 
Melodiöse, dankbare Stücke, ohne Schwierigkeiten. 
Jeral, W. , Op. 9 Nr. 1. Romanze. (Rahter.) 1.20 M. 

— Op. 7 Nr. 1. In Memoriam. (Rahter.) 1.80 M. 

Die Tongebung fördernde Stücke. 
Klengel, Jul., Tschaikowsky-Album : Nr. 8. Herbstlied. (Rob. 
Forberg.) 1.10 M. 

Eine stimmungsvolle Komposition. 

— Op. 44. Sechs Stücke. (Rreitkopf & Härtel.) 3 Hefte, je 1.50 M. 

Enthalten Heft I: Romanze und alter Tanz. Heft H: Wiegenlied und 
Mazurka. Heft HI: Gavotte und Savoyard. — Einfache, geschickt gemachte 
und übende Stücke. 

Kämpf, K., Adagietto aus »L'Arlesienne« von Rizet, für Violoncell 
und Harmonium. (Koeppen.) 1.30 M. 

Eine wohlklingende Übertragung des bekannten Stückes. 
Kousnetzoff, A., Op. 10. Le Regret. (Rahter.) 1.80 M. 
Lübeck, L., Op. 19. Nr. 1 Albumblatt, Nr. 2. Minuett. (Stein- 
gräber.) Je 1.50 M. 

Zwei Stücke, die Anspruch auf Beachtung machen können. 
Marx-Markus, Gh., Op. 30. Gavotte 1.80 M. Op. 34. Album- 
blatt 1.20 M. — Op. 43. Widmung 1.20 M. — Op. 44. Ro- 
manze. (Rahter.) 1.20 M. 
Moffat, A., Op. 14. Händel- Album. 18 beliebte Stücke von 
Händel. (Schott.) Heft II und III je 1 M. 

Die Stücke sind genau bezeichnet und bieten sehr beachtenswertes Unter- 
richtsmaterial. 

Nardini, P. , Adagio cantabile. (Schuberth.) 1 M. 

Eine einfache, edle Melodie mit ganz leichter Pianofortebegleitung. 
Neruda, Fr., Op. 56. Serenade slave 1.20 M. — Op. 64. Ma- 
zurek 2.50 M. — Op. 75. Dumka. (Rahter.) 1.20 M. 
Musik von Eigenart, die interessiert. 
Popper, W., Op. 3. Mazurka, Gmoll 1.20 M. — Op. 10. Am 
See 1.20 M. — Op. 11. Mazurka, AmoH. (Rahter.) 1.50 M. 
Bequem zu spielende, doch anregende Stücke. 
Rimsky-Korsakow, N., Op. 37. Serenade. (Belaieff.) 1.40 M. 



I. Charakterstücke, Romanzen, Transkriptionen usw. 187 

Rubinstein, A., Op. 44 Nr. 1. Romanze. (Kahnl.) 1.50 M. 

Das beliebte Klavierstück ist von Grützmacher wirkungsvoll übertragen. 
Schroeder, Alwin, 6 Solostücke. (Kahnt.) 2 Hefte, je 2 M. 

Heft I: Moment musical von Schubert, Nocturne von GHnka, Sarabande 
von Händel. — Heft II: Larghetto und Air von Händel, Lento von Chopin. 

Das letzte Stück ist auf Stufe IV zu spielen. 

Schroeder, C, Op. 24. 2 Stücke. Serenade und Impromptu. 
(Cranz.) Je 1.60 M. 

— Op. 53. La clochette de la vallee. Idylle. (R. Forberg.) 1.25M. 

Gefälliges, dankbares Vortragsstück. 

— Op. 30. Transkriptionen italienischer, deutscher und franzö- 
sischer Musikstücke aus dem 17. und 18. Jhrh. (Cranz.) 3 M. 

Stücke von Giorghetti, Kirnberger und Rameau. 

— 5 Transkriptionen klassischer Stücke aus der alten deutschen 
Schule. (Kistner.) 1.50 M. 

Stücke von Mattheson, J. Chr. Bach u. A. 

— 5 klassische Stücke berühmter älterer Meister. (Rreitkopf 
& Härtel.) 1.30 M. 

Nr. 1 . Corrente von Krebs, Nr. 2. Sarabande von Nickelmann, Nr. 3. Sara- 
bande von Zipoli, Nr. 4. Larghetto von Tartini, Nr. 5. Sarabande von Bach. 

— Op. 15. Lied ohne Worte. (Hofmeister.) 2.50 M. 

Sehr beliebt und viel gespielt. 

— Zwei Transkriptionen aus »Carmen«. (Hofmeister.) Je 1.50 M. 
Schumann, R., Op. 15 Nr. 7. Träumerei. Rearb. von D. Popper 

(Rahter.) 1.20 M. 

— Op. 85 Nr. 12. Abendlied. Rearb. von C. Davidoff. (Rahter.) 80 Pf. 
Spielter, Herm., Op. 16. Drei Stücke: Albumblatt, Romanze, 

Wiegenlied. (Kahnt.) Je 2 M. 

— Op. 17. Andante religioso. — Op. 18. Lebende. (Kahnt.) 
Je 1 M. 

Stradella, A. , Air d'eglise. (Schuberth.) 1 M. 

Sulz er, J., Op. 12. Sommernacht. Adagio. ^Schesinger.) I M. 
Ein dankbares Vortragsstück mit leichten Flageolett-Effokten, 

Volkmann, Rob., Op. 7. Romanze, Edur. (Volksausgabe Rreit- 
kopf & Härtel) 1.50 M. 

Wittenbecher , 0., Op. 9. Drei Stücke; Im Kahn, Albumblatt, 
Andante graziöse. (Kahnt.) Je 1 .20 M. 

— Andante religioso. (Rahter.) 1 .80 M. 

Auch mit Orgel- oder Harnioniumbegleitung ausführbar. 

Stufe Illa. 

Aleneff, Op. 11. 10 Morceaux. (Belaieff.) 5 M. — Einzeln: 
Nr. 1. Berceuse 80 Pf., Nr. 2. Scherzo 1.40M., Nr. 3. Impromptu 
80 Pf., Nr. 4. Romanze 80 Pf., Nr. 5. Barcarolle 80 Pf., Nr. 6. 
Gavotte 1 M., Nr. 7. Canzonetta 60 Pf., Nr. 8. Tarantelle 1.40 M., 
Nr. 10. Bagatelle 60 Pf. 

Stücke von musikalischem Wert, sehr wirksam und angenehm zu spielen. 



188 ß- Solomusik. 

Akimenko, T., Op. 17. Elegie. (Belaieff.) 1.20 M. 

Ein gutes, wirkungsvolles Stück. 
Battanchon, F., 0. 11. Une Serenade et deux pens6es fugi- 
tives. (Hofmeister.) 2.25 M. 

— Op. 19. Ghants du soir. (Hofmeister.) 2.50 M. 

— Op. 34. Deux Romances sans paroles. (Hofmeister.) 1.75 M. 

Freundliche, anmutige Kompositonen. 
Bruch, M., Op. 97. Kol Nidrei. Hebräische Melodie. (Simrock.) 
1.50 M. 

— Op. 55. Gauzone, Bdur. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
2 M. — Mit Orchester: Partitur 5 M., Stimmen 6 M. 

Corelli, A., Suite. Präludium, Sarabande, Gavotte, Präludium. 
Herausgegeben von J. van Lier. (Steingräber.) 2 M. 
Ohne Schwierigkeiten zu bieten, von vortrefflicher Wirkung. 

Gossmann, B., Menuett. (Schott.) 1.75 M. 

Davidoff, Gh., Op. 41. Silhouetten. I. Am Morgen. II. Walzer. 
III. Notturno. IV. Am Luganer See. (Peters.) 2 M. 

Gliöre, R., Op. 4. Ballade. (Belaieff.) 1.40 M. 

Grützraacher, Fr., Op. 60. Transcriptionen klassischer Musik- 
stücke. (Kahnt.) Nr. 1. Larghetto von Mozart 1.50 M. — Nr. 2. 
Serenade von Haydn 1 .25 M. — Nr. 3. Air und Gavotte von 
Bach 1.50. — 5. Romanesca 1.25 M. — 7. Gavotte von Mar- 
tini 2.50 M. 

Hollaender, G., Op. 13. Notturno. (Schott.) 1.75 M. 

Jensen, Ejler. Mazurka. (Hansen.) 1.80 M. 

Jiränek, Jos., Op.5. 3 Stimmungsbilder. (Rieter-Biedermann.) 6M. 

Klengel, J., Op. 13. Gavotte, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Lange, S. de, Op. 13. Adagio und Taranteile. (Rühle.) 3 M. 

Lee, Seb., Op.52. Barcarolle. (Hofmeister.) 1.75 M. — Op. 111. 
Saltarello. (Cranz.) 2.30 M. 
Wirkungsvolle Stücke. 

Lier, J. van, 6 Pikees des mattres Italiens du 16®, 17^ et 18® 
siecles. (Steingräber.) 2 M. 

Stücke von Frescobaldi, Galuppi, Martini, Rossi, Zipoli. 

Liszt, Fr., Zweite Elegie. (Kahnt.) 2.50 M. 

Napravnik, E., Op. 37. Drei Stücke (Rahter): I. Marciale 1.60 M., 
II. Barcarolle 1.75 M., III. Introduktion und Walzer 2.25 M. 
Harmonisch und rhythmisch interessante Stücke^ 

Nedbal, Oscar, Op.12 Nr. 1. Romanze. (Schlesinger.) 1.50 M. 

Niederberger, B., Op.19. Gavotte im alten Stil. (Rahter.) 1.80 M. 

Nölck, Aug., Op. 7. Gavotte, Emoll. (Rieter-Biedermann.) 2 M. 
Ein graziöses, ansprechendes Stück. 

— Op. 6Nr. 12. Der Schmetterling. (Rieter-Biedermann.) 1.30 M. 

Eine gute Spiccalo-Studie. 
Offenbach, J.,Op. 24. Musette. (Schlesinger.) 2 M. — Mit Streich- 
orchester: Stimmen 1.50 M. 
Popper, D., Op. 52 Nr. 1. Feuillet d'Album. (Rahter.) 2.50 M. 



I. Cliaruktci stücke, Ronianzon, Transkriptionen usw. 189 

Popper, Wilh., Op. I. Der Traum. — Op. 2. Lebewohl. (Rahter.) 
Je I M. 

Schroeder, C, Op. I I. Dansa napolitana. (Schuberth.) 1.50 M. 
Schwartz, Alex., 2 Stücke. (Kahnt.) 2.50 M. 

Warm empfundene, poetische Stücke, die zum Vortrag empfohlen seien. 
Werner, Jos., Op. 33. Canlabile. (Kahnt.) 1.50 M. 

Einfach gelialtene edle Melodie, zum Vortrag geeignet. 
Zaremba, S., Op.54. 2 Morceaux : I. Romanze. II. Polonaise m6lan- 
colique. (Rahter.) 1.80 M. 

Recht eigenartige Stücke, die man nicht übersehen sollte. 

Stufe IV. 

Battanchon, F., Op. 24, Elegie. (Hofmeister.) i.50M. 

— Op. 27. La Primavera, Pastorale. (Hofmeister.) 2.25 M. 
Bischoff, K. J., Op. 41. Stücke in neapolitanischem Volkston 

Nr. 1—4. (Andr6.) Je l.RO M. 
Casella, G. A. de, Op. 50. La Romanesca. — Op. 52. Valse. — 
Op. 53. Un Moment de Tristesse, Elegie. — Op.54. Etüde m6lo- 
dique. — Op. 55. La Promesse. (Litolff.) Je 1.50 31. 
Diese Stücke sind wert viel gespielt zu worden. 
Chopin, F., Op. 25 Nr. 7. Etüde, Gismoll. Für Violoncello nach 
Dmoll übertragen von C. Schroeder. (Schuberth.) I M. 
Ein auch in dieser tjbertragung äußerst wirksames Konzertstück. 

— Nocturne, Esdur. Für Violoncello nach Ddur übertragen von 
F. Servais. (Schott.) 1.25 M. 

Cui, G., Op. 36. Cantabile. (Rahter.) 1.80 M. 

Ein vortreffliches Stück. 
Ebner, G., Op. 20. Zwei Stücke: Widmung, Taranteile. (Rahter.) 

2.50 M. 
Fitzen hagen, W., Op. 7. Wiegenlied. (Kahnt.) 1 M. 
Gade, N. W., 3 Albumblätter. Übertr. von G. Schroeder. (Kahnt.) 

2 M. 
Goltermann, F., Op. 24. Capriccio. (Kreisler & Co.) 3 M. 

Gute Spiccato-Übung und gefälhges Vortragsstück. 
Grützmacher, Fr., Transkriptionen klassischer Musikstücke. 

(Kahnt.) Nr. 9. Reigen seliger Geister und Furientanz von 

Gluck 2.25 M. Nr. 10. Gavatine von Beethoven 1.50 M. Nr. II. 

Musette von Händel 2.40 M. Nr. \ 2. Duett von M. Haydn 1 .80 M. 
Hartog, E, de, Op. 49. Aubade mauresque. (Kahnt.) 2 M. 

Eine originelle, charakteristische Komposition. 
Henriques, R., Op. 1. Zwei Stücke: Nr. I. Romanze i M. — 

Nr. 2. Capricietto. (Kahnt.) 1.50 M. 
Kiel, Fr., Op. 11. Impressions de Voyage (Reisebilder). (Durand.) 

Heft I 4 M., Heft II 5 M. 

Musikalisch wertvolle Kompositionen. 
Klengel, Jul., Op. 18. Zweite Tarantelle, Emoli, 2.60 M. — 

Op. 14. Dritte Mazurka, Amol), 2.60 M. — Op. 9. Notturno, 



190 B- Solomusik. 

Ddur, 2 M. — Op. 32. Sarabande, A moU. (Breitkopf & Härtel.) 
2.60 M. — Op. 44. 6 Stücke. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 
Heft II 1 .50 M. 
Kletzer, F., Op. 16. Capriccio über ein Thema von Seligmann. 

(Kahnt.) 2.25 M. 
— Op. 24. Zigeunerweisen. (Kahnt.) 1.50 M. 

Ein dankbares Virtuosenstück. 
Kummer, F. A., Op. 63. La M61ancolia. (Litolff.) 2.50 M. 

Ein tief empfundenes, noch heute gern gespieltes Stück. 
Li er, J. van, 4 Pieces des maitres italiens du 17^ et 18® si^cles. 
(Steingräber.) 2 M. 

I. Adagio von MatieUi. II. Gigue von Zipoh. III. Andantino von Rossi. 
IV. Courante von Zipoh. 

Milde, L., Op. 9. Polonaise. (Schlesinger.) 3.50 M. 

Nölck, Aug., Op. 25. Nocturne. (Rieter-Biedermann.) 1.50 M. 

Popper, D., Op. 67 Nr. 1. Largo 2 M. — Nr. 2. Gavotte im alten 
Stil. (Hofmeister.) 3 M. 

Rubinstein, A., Op. 44 Nr. 1. Walzer. Übertr. von Fr. Grülz- 
macher. (Kahnt.) 1.25 M. 

Schumann, Gamillo, Op. 20. Zwei Konzertstücke; Romanze, 
Mazurka. (Kahnt.) Je 2.50 M. 

Schumann, Rob., Op. 73. Fantasiestücke. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel, Litolff.) 1 M. 

Musikalisch gebildeten Spielern, denen ein guter Pianist zur Vei^fügung 

steht, als Hausmusik empfohlen. 

Spielter, Herm., Op. 29. Der Kobold. (Kahnt.) 1.50 M. 
Eine Studie für Spiccato. 

Swert, J. de, Op. 44. Impromptu. (Junne.) 1.50 M. 

Volkmann, Rob., Op. 74. Capriccio. (Kistner.) 2 M. 

Wagner, Rieh., Albumblatt, bearbeitet von D. Popper. (Siegel.) 
1.75 M. 

Wolf, 0., Op. 64. Romanze. (Kahnt.) 1.80 M. — Mit Orchester: 
Stimmen 4.80 M. 

Stufe IVa. 

Le Beau, Luise A., Op. 24. Vier Stücke. (Rieter-Biedermann.) 
3.50 M. 

I. Romanze. II. Gavotte. III. Wiegenlied. IV. Mazurka. 
Das Opus ist preisgekrönt worden und sehr zu empfehlen. 
d'Erlanger, F., Op. 18. Andante symphoniqae. (Rahter.) 4M. 
Fitzenhagen, W., Op. 32. Trauermarsch. (Rahter.) 3 M. 
Goöns, D. van, Op. 34. Cantabile. (Rahter.) 2 M. 
Marx-Markus, Gh., Op. 30. Gavotte 1.80 M. — Op. 34. Album- 
blatt 1.20 M. — Op. 43. Widmung 1.20 M. — Op. 44. Romanze. 
(Rahter.) 1.20 M. 

Feinsinnige, gut khngende Hausmusik. 
Neruda, F., Op. 43. Ballade 2 M. — Op. 54. Gavotte. (Rahter.) 
2.50 M. 




I. Charakterstücke, Romanzen, Transkriptionen usw. 191 

N^lck, Aug., Op. 6 Nr. o. Spiccato-Stadie, (Rieter-Biedermann.) 

2.30 M. 
Noren, G. H., Op. 10. Elegische Gesang-Szene. (Kahnt.) 1.50 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 7.50 M. 

Warm empfundene Musik, die interessiert und dem Spieler Freude macht. 
Popper, D., Op. 23. Gavotte, Ddur. (Hofmeister.) 3 M. — Mit 

Orchester: Stimmen 8 M. 

— Op. 32 Nr. 2. Mazurka, Adur. (Rahter.) 2 M. 

— Op. 50. Im Walde. Suite. (Rahter.) 8 M. — Mit Orchester: 
Partitur 9 M., Stimmen 12 M. 

— Op. 35 Nr. 2. Vierte Mazurka, Ddur. (Rieter-Biedermann.) 3 M. 

Wirksame, schwungvolle Kompositionen in Poppers Eigenart. 
Schroeder, C, Op. 27. Air hongrois. Konzertstück. (Schuberth.) 

1.75 M. 
Schuberth, Gh., Op. 28. Andante und Rondo. (Schuberth.) 2 M. 
Schulz-Beuthen, H., Op. 37. Konzert-Romanze. (Schuberth.) 3 M. 

Stufe V. 

Akimenko, Th., Op. 11. Deux Morceaux: Valse melancolique, 
Intermezzo. (Belaieff.) 2 M. 

Battanchon, F., Op. 26. Valse brillant 1.50 M. — Op. 36. Bolero. 
(Hofmeister.) 3.25 M. 

Becker, Hugo, Op. 8. 2 Morceaux: Romance, Valse gracieuse. 
(Junne.) 2.50 M. — Nr. 1. Romanze, einzeln 1.50 M. 

Bischoff, K. J., 6 Gesangstücke und ein Scherzo a. B. Rombergs 
Werken. (R. Forberg.) Nr. 1 . Lento cantabile a. d. Rondolelto 
in A 1.25 M. — Nr. 2. Andante grazioso a. d. Konzert II Op. 3 
1.50 M. — Nr. 3. Grazioso a. Op. 54 1.50 M. — Nr. 4. Andante 
a. Op. 29 1 M. — Nr. 5. Andante a. Op. 66 2 M. — Nr. 6. An- 
dante a. d. Konzert IX Op. 56 1.25 M. — Nr. 7. Scherzo a. d. 
Duo III Op. 33 1.50 M. 

Die Sammlung sei allen Cellisten bestens empfohlen. 

Brückner, 0., Op. 50 Nr. 2. Allegretto grazioso. (Kahnt.) 2 M. 

Cui, G., Op. 36 Nr. 1. Scherzando. (Rahter.) 2.30 M. 

Ebner, K., Op. 42. Konzertwalzer. — Op. 47. Tarantella. (Stein- 
gräber.) Je 1.50 M. 

Brillante Stücke; bei flottem Vortrage von l)edeutender Wirkung. 

Fitzenhagen, W., Op. 14. Konzert-Mazurka. (Raabe & Plothow.) 
2.50 M. 

Goens, D. van, Op. 35. Saltarello. (Rahter.) 2.50 M. 

Jeral, W., Op. 6 Nr. 2. Zigeunertanz. (Rahter.) 1.80 M. — Op. 9 
Nr. 2. Polonaise fantastique 3 M. 

Kann, H., Op. 35. Gesangszene. (Rahter.) 2 M. 

Kiengel, Jul., Op. 8. Intermezzo, A moll und Mazurka, Dmoll. 
(Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

— Op. 40. Zweite Suite, AmoU. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 



192 B- Solomusik. 

Kousnetzoff, A., Op. 3, Caprice. (Rahter.) 3 M. 
Marx-Markus, Gh., Op. 36. Aphorismen. (Rahter.) 2 Hefte^ 

je 2 M. 
Nedbal, Oscar, Op. 12 Nr. 2. Capriccio. (Schlesinger.) 2 M. 
Neruda, Fr., Op. 52. Humoreske. — Op.53. Mazurka. (Rahter.) 

Je 2.50 M. 
Niederb erger, M. B., Op. 20. Habanera. (Rahter.) 2 M. 
Nölck, Aug., Op. 90. Gnomenreigen. (Hansen.) 2 M. 
Piatti, A., Op. 8. Airs baskyrs, Scherzo. (Schott.) 3.50 M. — 

Op. 1 7. Serenade italienne. (Schott.) 2.25 M. — Op. 23. Ta- 

rantelle. (Ricordi.) 1.40 M. 
Effektvolle Virtuosenstücke. 
Popper, D., Op. 3. Papillen. (Senff.) 1.50 M. 

— Op. 14. Polonaise. (Üniversal-Ed.) 1.25 M. 

— Op. 22. Nocturne, Gdur. (Hofmeister.) 2.50 M. 

— Op. 28. Zweite Polonaise. (Hofmeister.) 5 M. 

— Op. 33. Erste Tarantelle, Gdur. (Rahter.) 4M. — Mit Orchester: 
Stimmen 11.50 M. 

— Op. 52 Nr. 2. Mazurka fantastique. (Rahter.) 2.80 M. 

• — Op. 54. Spanische Tänze. (Rahter.) Nr. 1 und 5 je 3 M., 
Nr. 2 und 4 je 2.50 M., Nr. 3 4 M. 

— Op. 60. Walzer-Suite. (Rahter.) 5 M. 

Alle Kompositionen Poppers sind praktisch und äußerst wirksam gesetzt; 
sie gehören zu den dankbarsten Vortragsstücken, die existieren. 
Reinecke, C, Op. 146. Drei Stücke: Arioso, Gavotte, Scherzo. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.j Je 1 M. 
Liebenswürdige Musik, deren Studium zu empfehlen ist. 
Schroeder, G., Op. 24. Zwei Stücke: Scherzo (Mückenspiel) 
1.60 M. — Tarantella napolitana. (Granz.) 1.80 M. 
Das Scherzo ist ein wirkungsvolles Spiccato-Stück. 

— Op. 33. Konzert-Mazurka. (Schuberth.) 1 .50 M. 

— Op. 42. Nocturne. (Hofmeister.) 2.50 M. 
Sinding, Ghr., Op. 46. Legende. (Hansen.) 2.50 M. 
Swert, J. de, Op. 49. Gaprice burlesque sur des airs popu- 

laires. (Junne.) 2.50 M. 

Stufe Va. 

Bockmühl, R. E., 2 Etudes de Goncert. (Schott.) Nr. 1. Le Gar- 
naval de Venise 2.75 M. — Nr. 2. Mouvement perpetuel 2.50 M. 

Schwierige Übertragungen der bekannten Violinstücke von Paganini. 
Nr. 1 ist gespickt mit Terzen- und Oktavenläufen, Flageoletts usw.; Nr. 2 ist 
eine ausgezeichnete Übung im Spiccato. 

Gossmann, B., 6 Salonstücke. Heft II: Impromptu, Romanze, 
Tarantelle. (Breitkopf & Härtel.) 2.60 M. 

Daraus die Tarantella. 
Davidoff, Gh., Op. 20 Nr. 2. Am Springbrunnen. (Kistner.) 2 M. 

Bekanntes effektvolles Virtuosenstück. 



II. Fantasien u. Variationen m. Begleitung v. Pianoforte od. Orchester. 193 

Jeral, W., Op. 10 Nr. 3. Tarantella. (Rahter.) 2.50 M. 
Kiengel, Jul., Op. 3. Capriccio. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

— Op. 6. Scherzo 2.50 M. — Op. 12. Polonaise, AmoU 2.60 M. 

— Op. 16. Konzert-Etüde 2.50 M. — Op. 18. Zweite Taranteile 
2.60 M. — Op. 27. Caprice, DmoU 2.60 M. 

— Op. 43. Caprice für Violoncello allein in Form einer Chaconne, 
unter freier Benutzung eines Thenaas von R. Schumann. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Die Kompositionen Klengels erfordern neben einer durchgebildeten Technik 
der linken Hand, die müiielos alle Schwierigkeiten in den höchsten Lagen be- 
wältigen muß, gewandte, leichte Bogenführung. 

Popper, D., Op. 39. Elfentanz. (Rahter.) 4.50 M. — Mit Orchester: 
Stimmen 8 M. 

— Op. 55. Spinnlied. (Rahter.) 4 M. 

Sehr wirkungsvoll, nicht so schwierig wie die Stücke von Kiengel. 
Schroeder, C, Op. 24 Nr. 2. Mückenspiel, Scherzo. Neue, er- 
gänzte Ausgabe. (Cranz.) 1.80 M. 
Smith, Joh.,'Op. 8 Nr. 1. La Source. (Kahnt.) 2 M. 
Zwei Stücke für Spiccatobogcn. 



II. Fantasien und Yariationen 
mit Begleitung Ton Pianoforte oder Orchester. 

Stufe I bis II. 

Fitzenhagen, W., Op. 17, Haideröslein-Fantasie. (Raabe & Plo- 
thow.) "1.20 M. 

— Op. 25. Leichte Variationen über ein Originalthema. (Breit- 
kopf & Härtel.) 2.60 M. 

Sehr hübsche Stücke ; lusterweckend und instruktiv. 
Heberlein, H., Op. 2. Variationen über ein deutsches Volks- 
lied. (Zimmermann.) 1.50 M. 

Durchgehends in der ersten Lage; zu empfehlen. 

Stufe III. 

Franchomme, A., Op. II. Variations sur la Romance »UnSoupir 
de Montfort«. (Hofmeister.) 2 M. 

— Op. 13. Souvenir de Norma. Fantasie. (Hofmeister.) 2.25 M. 
Gerlach, Th., Op. 1. Variationen über- ein eigenes Thema. (Breit- 
kopf & Härtel.) 2.60 M. 

Lee, S., Op. 33. Le Bouquet. Divertissement über Melodien a. 
»Joseph«. (Hofmeister.) 2 M. 

Stufe Illa. 

Franchomme, A., Op. 25. 3 Airs nationaux vari6s. (Hofmeister.) 
Nr. 1. Air 6cossais. — Nr. 2. Air tyrolien. — Nr. 3. Air irlan- 
dais. Je 1.50 M. 

Grünberg, Literatur der Streichinstrumente. 13 



194 B- Solomusik. 

Franchomme, A., Op. 30, Theme original varie. (Hofmeister.) 
2.75 M. 

Romberg, B., Op. 42, 46, 65. Nationallieder (schwedische, öster- 
reichische, deutsche). (Peters.) 2 M. 
Empfehlenswertes Übungsmaterial. 

Stufe IV. 

Battanchon, F., Op. 8. Souvenir de la Serenada de Beethoven. 

Variationen. (Hofmeister.) 1.75 M. 
Franchomme, A., Op. 6. Variations sur 2 Thämes russes et 

ecossais. (Hofmeister.) 1.50 M. 
Grützmacher, Fr., Op. 7. Fantaisie hongroise. (LitolfiF.) 3 M. 

Ein gutes Vortragsstück in mittlerer Schwierigkeit. 
Kletzer, F., Op. 17. Fantaisie Troubadour. (Kahnl.) SM. 
Romberg, B., Op. 20. Variationen über zwei russische Lieder. 

(Hofmeister.) 1.50 M. 

Stufe IVa. 

Battanchon, F., Op. 14. Fantaisie caracteristique sur des Airs 
bretons. (Hofmeister.) 3 M. 

■ — Op. 23. Souvenir d'un Bai. Fantaisie. (Hofmeister.) 2 M. 

Ghys, J., Op. 24. Air varie. (Hofmeister.) 2 M. 

Kletzer, F., Op. 14. Fantaisie sur 2 airs russes. (Kahnt.) 3 M. 
Ein dankbares, nicht zu schwieriges Vortragsstück. 

Kummer, F. A., Op. 80. Caprice sur 4 melodies ecossais. (Hof- 
meister.) 3 M. 

— Op. 157. Caprice über ungarische Nationalmelodien. (Hof- 
meister.) 3.50 M. 

Piatti, A., Fantasia romantica. (Schlesinger.) 4 M. 

Romberg, B., Op. 50. Andante cantabile und Thema mit Varia- 
tionen. (Steingräber.) 1.80 M. Enthalten in: Moderne Vortrags- 
stücke Bd. I, bearb. von Salter, mit Op. 46, Divertimento über 
Österreich. Volkslieder, Op. 42, Divertimento über schwedische 
Volkslieder. 

Gutes Studienmaterial. 

Stufe V bis Va. 

Davidoff, Gh., Op. 7. Fantasie über russische Lieder. (Kistner.) 
3.50 M. 

Für Cellisten, -welche den bedeutenden teclmischen Anforderimgen ge- 
wachsen sind, eine sehr wirkungsvolle Komposition. 
Fitzenhagen, W., Op. 10. Ballade. (Raabe & Plothow.) 6 M. 

Eine groß angelegte, kraftvolle Komposition. 
Franchomme, A., Op. 3. Variations sur un thöme originaL (Hof- 
meister.) 1.50 M. 
Grützmacher, Fr., Op. 31. Variationen über ein Originalthema. 
(Breitkopf &Härtel.) 2.50 M. — Mit Orchester: Stimmen 3.60 M. 



II. Fantasien u. Variationen m. Begleitung v. Pianoforte od. Orchester. 195 

Kiengel, Jul., Op. 19, Variations capricieuses. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 2.50 M. 

Kummer, Fr. A., Op. 26. Große Fantasie über ein Thema aus 
»Robert der Teufel« und ein Originalthema von Molique. (Hof- 
meister.) 3 M. 

Popper, D., Op. 68. Ungarische Rhapsodie. (Hofmeister.) 5 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 16 M. 

— Op. 71. Schottische Fantasie. (Hofmeister.) 7.50 M. 

Romberg, B., Op. 28. Capriccio sur 2 Airs suedois. (Stein- 
gräber.) Zusammen mit Op. 51, Concertino, Der Traum, Fan- 
tasie 1.80 M. 

Schuberth, Gh., Op. 14. Fantaisie ou Caprice. (Schuberth.) 3 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 6.75 M. 

— Op. 21. Fantaisie m^lodique sur des thömes favoris. (Schu- 
berth.) 3 M. — Mit Orchester: Stimmen 5 M. 

Servals, Fr., Op. \. Fantaisie sur un theme favorit. (Schott.) 
3.25 M. 

— Op. 2. Souvenir de Spaa. Bez. von J. Klingenberg. (Litolff.) 
1.50 M. — Mit Streichquartett (Schott) 3.50 M. 

— Op. 4. Le Desir (Sehnsuchtswalzer). Fantasie und Variationen. 
Bezeichnet von Fr. Grützmacher (Peters), J. Klingenberg (LitolflF) 
je 1.50 M. — Mit Orchester: Stimmen (Schott)^ 8.50 M. 

— Op. 8, Fantaisie caracteristique. (Schott.) 4.25 M. — Mit Quar- 
tett 4.75 M. — Mit Orchester: Stimmen 8.50 M. 

— Op. 9. Carnaval de Venise. Fantaisie burlesque. (Schott.) 
4.25 M. — Mit Quartett 4.75 M. — Mit Orchester: Stimmen 9.50 M. 

— Op. 1 0. Souvenir de la Suisse. Caprice. (Schott.) 4.25 M. 

— Mit Quartett 3.50 M. 

— Op. 17. cara memoria de Carafa. Fantasie. (Schott.) 4.25 M. 

— Mit Quartett 3.50 M. — Mit Orchester: Stimmen 7.25 M. 

— Op. 19. Grande Fantaisie polonaise. (Schott.) 4.25 M. — Mit 
Orchester: Stimmen 1 0.50 M. 

Sei"vais' Fantasien besitzen zwar nur geringen musikalischen Wert, sind 
aber nützlich für das Studium und werden deshalb dann und wann noch 
verwendet. 
Sykora, B., Op. 1. Variationen. (Zimmermann.) 3 M. 

Ein musikalisch unbedeutendes, mit allerhand Schwierigkeiten reich aus- 
gestattetes Werk. 

Tschaikowsky, P., Op. 33. Variations sur un thäme rococo. 
(Rahter.) Rev. von H. Becker 4M. — Mit Orchester: Partitur 
6 M., Stimmen 7.50 M., Solostimme 2 M. 

Ein häufiger gespieltes Werk, das, geschmackvoll und mit Virtuosität 
vorgetragen, von schöner Wirkung ist. 



13* 



196 B- Solonmsik. 

III. Konzerte. 

Stufe IIa. 
Goltermann, G., Op. 65. Konzert Nr. 4, Gdur, 4.60 M. — Op. 76. 
Konzertstück, Dmoll. (Andr6.) 4.60 M. — Mit Orchester: Partitur 
9 M., Stimmen 7.50 M. 
Kien gel, Jul., Op. 7. Concertino, Cdur. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 4.50 M. 
Schroeder, C, Op. 55. Leichtes Konzert ohne Daumenaufsatz. 

(Hofmeister.) 2 M. 
Seitz, Fr., Op. 31 und 32. Zwei Konzerte für die junge Welt. 
(Rahter.) 3.50 M. und 4 M. 

Übertragungen von zwei Violin-Schülerkonzerten. 

Alle diese Konzerte sind erst in Angriff zu nehmen, nachdem das Etüden- 
material dieser Stufe gut bewältigt werden kann, 

Stufe III. 
Klengel, Jul, Op. 10, Konzertstück, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 

5 M. 

Schroeder, G., Op. 38. Erstes Konzertstück. (Kistner.) 3 M. 

— Op. 51. Zweites Konzertstück. — Op. 56. Drittes Konzertstück. 
(Kistner.) Je 3 M. 

Gute Vorstudien für die später zu spielenden größeren Konzerte. 

Stufe Illa. 
Hetzel, M., Op. 10. Konzert, EmoU. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 
Romberg, B., Op. 51. Concertino suisse. Bez. von N. Salter. 

(Steingräber.) 1.80 M. 
Schroeder, C., Op. 68. KonzertstückNr.4, Amoll. (Schott.) 1.50 M. 
Zum Konzertvortrag geeignete Werke. 

Stufe IV. 
Arnold, J. G., Op, 37, Erstes Konzert. Bez. von C. Schroeder. 
(Andr6.) 4.60 M. 

— Op. 38. Zweites Konzert. Bez. von C. Schroeder. (Andr6.) 

4.60 M. 

Als Vorstudien zu den Konzerten von Romberg zu verwenden. 
Popper, D., Op. 59. Drittes Konzert, Gdur. (Rahter.) 5 M. — Mit 

Orchester: Partitur 6 M., Stimmen 9 M., Solostimme 1.50 M. 
Romberg, B.,Op. 57. Concertino. (Schott.) 4.25M. — MitOrchester : 

Stimmen 8.50 M. 
Svendsen, J., Op, 7. Konzert, Ddur, (Siegel.) Bearbeitet von 

H, Witte 2.50 M. — Mit Orchester: Partitur 5.50 M., Stimmen 

6 M., Solostimme 1.50 M. 

Stufe V. 
Bach, K. Ph. Em., Konzert, Amoll. Rev. von Fr. Grützmacher. 
(Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 

Aus der Hohen Schule des Violoncellspiels. 



III. Konzerte. 197 

Eckert, K., Op. 26. Konzert, Dmoll. (Bote & Bock.) 5 M. — Mit 
Orchester: Stimmen 1 M. 

Ohne mit Schwierigkeiten überladen zu sein, wirkt dieses Konzert durch 
seine schöne, warm empfundene CanUlene. Das Andante — unterbrochen 
durch ein neckisches Scherzo — erinnert im Anfang etwas an "Wagners 
„Lohengrin". Dem Schlußsatz liegt ein Kosakentanz zu Grunde. 

Goltermann, G., Op. 14. Konzert Nr. i, Amoll. (Breitkopf & 
Härtel.) 4.50 M. 

Ein beliebtes, viel gespieltes Konzert, in dem vorzugsweise A- und D-Saite 
benutzt werden. Besondere Schwierigkeiten sind nicht darin enthalten, — 
vielleicht die Terzenpassagen ausgenommen. 

— Op. 30. Konzert Nr. 2, Dmoll. (Andre.) 5.20 M. — Mit 
Orchester: Stimmen 9 M., Solostimme 1.50 M. 

— Op. 51. Konzert Nr. 3, HmoU. (Andr^.) 4.20 M. — Mit 
Orchester: Stimmen 6 M., Solostimme 1.20 M. 

Als Vorbereitung zu den scliwierigcren modernen Konzerten zu benutzen. 
Lalo, E., Konzert, Ddur. (Bote & Bock.) 6.80 M. — Mit Orchester: 

Partitur 9 M., Stimmen 15 M. 
Lange, S. de, Op. 16. Konzert. (Kahnt.) 6 M. 
Saint-Saens, G., Op. 33. Konzert, Amoll. (Durand.) 4.80 M. 

— Mit Orchester: Partitur 6.40 M., Stimmen 9.60 M. 

Ein sehr graziöses, interessantes Konzert, das zwar keine ungewöhnlichen 
Schwierigkeiten bietet, aber eine sehr elastische Bogenführung und abgeklärte 
Tongebung verlangt. Das Tempo muß — abgesehen vom Mittelsatz (8/4 Takt) — 
durchgehends flott genommen werden und darf auch in der Kantilene keine 
Veränderung erfahren. 

— Op.119. Konzert Nr. 2, Dmoll. (Durand.) 8 M. — Mit Orchester: 
Partitur 12 M., Stimmen 14.40 M. 

Das zweite Konzert steht nicht ganz auf der Höhe des ersten. 
Swert, J. de, Op. 32. Erstes Konzert, Dmoll. (Schott.) 4.25 M. 

— Mit Orchester: Partitur 3 M., Stimmen 4.50 M. 

— Op. 38. Konzert, Cmoll. (Cranz.) 3.50 M. — Mit Orchester: 
Stimmen 9 M. 

— Op. 40. Konzertstück. (Schott.) 4 M, 

Stufe Va. 

d'Albert, E., Op. 20. Konzert, Cdur. (B. Forberg.) 6 M. — Mit 
Orchester: Partitur 15 M., Stimmen 15 M., Solostimme 2 M. 

Ein Werk von bedeutendem musikalischen Gehalt, das weit über die 
meisten Konzerte der Violoncell-Literatur zu stellen ist. Zur Wiedergabe sind 
nur Künstler ersten Ranges berufen. 

Auber, D. F. E., Konzert, Amoll. Bearb. von Fr. Grützmacher. 

(Breitkopf & Härtel.) 4 M. 
Boccherini, L., Konzert, Bdur. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 2.70 M. 

Co SS m an n, B., Konzertstück, Ddur. (Breitkopf & Härlel.) 4.50 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 6 M. 

Davidoff, Gh., Op. 5. Erstes Konzert, Hmoll. (Kistner.) 5 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 6.75 M., Solostimme 1.75 M. 



198 B- Solomusik. 

Davidoff, Gh., Op, 14. Zweites Konzert, Adur. (Kistner.) 7.50 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 10.50 M., Solostimme 2.50 M. 

— Op. 18. Drittes Konzert, Ddur. (Kistner.) 6.50 M. — MitOrchester: 
Stimmen 1 1 M., Solostimme 2 M. 

— Op. 31. Viertes Konzert, Emoll. (Kistner.) 7 M. — MitOrchester: 
Stimmen 13 M., Solostimme 2 M. 

Virtuosenkonzerte vornehmerer Art. 
Dietrich, A., Op. 32. Konzert. (Schweers & Haake.) 6 M. — Mit 

Orchester: Stimmen 12 M. Daraus einzeln: Romanze 1.50 M. 
Dvorak, A., Op. 104. Konzert, Hmoll. (Simrock.) 12 M. — Mit 

Orchester: Partitur 20 M., Stimmen 25 M. 
Fitzenhagen, W., Op. 2. Konzert Nr. 1, Hmoll. (Volksausgabe 

Breitkopf & Härtel.) 3 M. — Mit Orchester: Stimmen 6 M. 

— Op. 4. Konzert Nr. 2, Amoll. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 5.70 M. 

Grützmacher, Fr., Op. 10. Konzert, A moll. (Hofmeister.) 4M. 

— Mit Orchester: Stimmen 8 M. 

— Op. 42. Konzert Nr. 2, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 

— Mit Orchester: Stimmen 5.10 M. 

Hartmann, E., Op.26. Konzert. (Kistner.) 5M. —Mit Orchester: 
Partitur 5 M., Stimmen 8.75 M., Solostimme 1.75 M. 

Haydn, J., Konzert Nr. 1, Ddur. Bearbeitet von F. A. Gevaert. 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. — Mit Orchester: Stim- 
men 4.50 M. — Bearbeitet von H. Becker (Steiogräber) 1.80 M., 
Jul. Kiengel (Peters) 2 M. 



Nr. 1. 



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— Konzert Nr. 2, Ddur. Bearb. von Fr. Grützmacher. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 



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Nr. 2. 

Das erste dieser Konzerte wird häufiger gespielt und erzielt eine erheb- 
liche Wirkung; es ist allerdings technisch nicht leicht. 
Hofmann, H., Op. 31. Konzert. (Ries & Erler.) 9 M. — Mit 

Orchester: Partitur 22 M., Solo- und Orehesterstimmen 16.50 M. 

Daraus einzeln: Adagio 2 M. 
Jeral,W.,Op. 10. Konzert, Amoll. (Rahter.) 10M. — MitOrchester: 

Partitur 9 M., Stimmen 15 M., Solostimme 1.50 M. 

Ein dankbares, gut musikahsches Werk, das dem Wesen des Instrumentes 
vorzüglich Rechnung trägt. 
Klengel,Jul.,0p.4. KonzertNr.1, Amoll. (Breilkopf&Härtel) 5M. 

— Mit Orch.: Partitur 12]yi., Stimmen 5.40 M., Solostimme 1.50M. 
— Op. 20. Konzert Nr. 2, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. — 

Mit Orchester: Partitur 12M., Stimmen 5.40 M., Solostimme 1.50M. 



III. Konzerte. 199 

Klengel, Jul., Op. 31. Konzert Nr. 3, Amoll. (Breitkopf & Härtel.) 
4. 50M.— Mit Orch.:Part.l2M., Stimmen?. 80 M., Solostimme 1.50M. 

— Op. 37. Konzert Nr. 4, HmoU. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 
MitOrchester: Partitur 12M., Stimmen13.80 M., Solostimme 1.50 M. 

Diese Konzerte zeichnen sich weniger durch Originalität der Erfindung 
und Tiefe der Gedanken aus, als durch die dankbare, wenn auch erhebliche 
Ansprüche stellende Technik und ihren virtuosen Sch\vung. 
Lindner, A. ,0p, 34. Konzert, Emoll. (Siegel.) 6M. — MitOrchester: 
Stimmen 12.50 M., Solostimme 1 .75 M. 

Das etwas temperamentlose Werk läßt den Komponisten als guten 
Musiker, der die Technik des Instrumentes beherrscht, erkennen. Der zweite 
Satz (mit Kürzungen) und die Tarantclle werden noch manchmal gespielt. 

Molique, B., Op. 45. Konzert, Ddur. Bearb. von Fr. Grützmacher 
(Volksausgabe Breitkopf & Härtel), R. Hausmann (Peters), J. Klin- 
genberg (Litolff) je 1 .50 M., von J. Klengel (Kistner) 3 M., N. Salter 
(Steingräber) 1.80 M. —Mit Orchester: Stimmen (Kistner) 10.25 M. 
Gut musikalisch gehalten, bietet das Konzert gutes Studienmaterial. 

Piatti, A., Op. 26. Konzert Nr. 2, DmoU. (Hofmeister.) 9 M. — 
Mit Orchester: Stimmen 15M. 

Popper, D., Op. 24. Konzert, Emoll. (Hofmeister.) 9 M. — Mit 
Orchester: Partitur 20 M., Stimmen 15 M. 

— Op. 72. Konzert, Hmoll. (Hofmeister.) 12 M. — Mit Orchester: 
Partitur 20 M., Stimmen 20 M. 

Raff, Joach., Op. 193. Konzert, Dmoll. (Siegel.) 8 M. — Mit 
Orchester: Partitur 8 M., Stimmen 12 M., Solostimme 2 M. 

Reinecke, C, Op. 82. Konzert, Dmoll. (Schott.) 6.75M. — Mit 
Orchester: Partitur 4.50 M., Stimmen 7.50 M. 

Romberg, B., Konzerte. Nr. 1, Bdur, Op. 2. Nr. 2, Ddur, Op. 3. 
Nr. 4, Emoll, Op. 7. Nr. 5, Fismoll, Op. 30. Nr. 6, Fdur, Op. 31. 
Nr. 8, Adur, Op. 48. Nr. 9, H moll, Op. 56. Nr. 1 0, Edur, Op. 75. 
Neuausgabe von C. Schroeder. (LitolflF.) Je 2 M. — Nr. 1, Bdur, 
erster Satz, bearb. von J. Klengel. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. — 
Mit Orchester: Stimmen 5.40 M., Solostimme 1.50 M. — Rev. 
von N. Salter, mit Ausnahme von Nr. 1, 8 u. 10. (Steingräber.) 
Je 1.80 M. 
Die Rombergschen Konzerte bieten vortreffliches Material zur Erlangung 

einer zuverlässigen Technik. 

— Op.78. Goncertinosuisse. Rev. von N. Salter. (Steingräber.) 1.80M. 

— Goncertino, Adur. Bearb. von F. Grützmacher. (Breitkopf & 
Härtel.) 4.50 M. 

Rubinstein, A., Op. 65. Konzert Nr. 1, Amoll. (Simrock.) 6 M. 
— Mit Orchester: Partitur 9 M., Stimmen 12 M. 

— Op.96. Konzert Nr. 2, Dmoü. (Simrock.) 6M. — MitOrchester: 
Partitur 6 M., Stimmen 10.50 M. 

Schroeder, G., Op. 32. I. Großes Konzert, Dmoll. (Schuberth.) 
5.50 M. — Mit Orchester: Stimmen 10.75 M. 

— Op. 36. 11. Großes Konzert, Amoll. (Schuberth.) 6 M. — Mit 
Orchester : Stimmen 1 1 M. 



200 C- Ensemblemusik. 

Schumann, Rob., Op. 129. Konzert, Amoll. Bezeichnet vod 
J. Kiengel. (Volksausgabe ßreitkopf & Härtel.) 1.50 M. — Mit 
Orchester: Partitur 3 M , Stimmen 5.40 M. — Bez. von H. Böhme 
(Litolff), Fr. Grützmacher (Peters), C. Davidoff (Schweers & Haake) 
je 1.50 M. 

Gehört dieses Werk auch nicht zu den dankbaren Konzerten und ent- 
behrt die Technik auch des Cellogemäßen, so enthält es doch viel Schönes 
und bietet einem hervorragenden Spieler eine interessierende Aufgabe. 
Servais, Fr.,Op. 18. Goncertomilitaire. (Schott.) 6.25 M. — Mit 

Orchester: Stimmen 6 M. 
— Op. 5. Konzert, Hmoll. (Schott.) 2M. — MitOrchester: Stimmen 
6 M. — Rev. von W. Jeral (Volksausgabe Breitkopf & Härtel)^ 
J. Klingenberg (Litolff) je 2 M. 
Volkmann, Rob., Op. 33. Konzert, Amoll. Neuausgabe von 
Hugo Becker. (Schott.) 5.50 M. — Mit Orchester: Partitur 6 M., 
Stimmen 7.50 M. 

Ein musikalisch wertvolles, für den Spieler dankbares Konzert. Der 
Neuausgabe ist von Becker eine Kadenz hinzugefügt worden, doch fehlen ihr 
die Originalkadenzen. Auch sind einige größere Partien des Konzertes weg- 
geblieben und zahlreiche Vortragsbezeichnungen geändert, so daß diese Aus- 
gabe eine vollständige Neubearbeitung darstellt, über deren Notwendigkeit und 
Berechtigung die Meinungen geteilt sein dürften. Von Julius Kiengel ist eine 
Kadenz und Schluß zu dem Konzert erschienen (Volksausgabe Breitkopf & Härtel,. 
1.50 M.l. 



C. Ensemblemusik. 

I. Duette für 2 Yioloncelli. 

Stufe Ja. 
Battanchon, F., Op. 18. 6 Duetlinos fiiciles et progressifs. (Hof- 
meister.) 3.75 M. 
Dotzauer, Fr., Op. 15. 3 leichte Duos. (Schott.) 3.50 M. 

— Op. 52. 12 leichte Übungen. Bez. von F, Hüllweck. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

— Op. 103. 3 Sonaten Nr. 1. (Hofmeister.) 2.50 M. 

— Op, 156. 12 Übungen. Bez. von F. HüUvs^eck. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 

Gross, J. B., Op. 5. 2 leichte Duette ohne Daumenaufsatz. (Breit- 
kopf & Härtel.) 2 M. 

Kummer, Fr.A. ,0p. 105. 12 leichte melodiöseDuette. (Andre.) 2 M. 

Lee, S., Op. 36. 3 Duos faciles et progressifs. (Breitkopf & Härtel.) 
2 M. 

Lee, S., Op. 101. 50 sehr leichte Stücke. (Cranz.) 4.50 M. 

Offenbach, J., Op. 19. 3 Duos tres faciles. (Schlesinger.) 2.50 M. 

Stufe II. 
Battanchon, F., Op. 6. 12 Pieces faciles. (Hofmeister.) 2.50 M. 
Becker, D. G., Op. 16. 3 Duette. (Hofmeister.) 4M. 



II. Trios für 3 Violoncelli. 201 

Breval, Op. 40. 6 Senates faciles. (Andre.) Heft I I.IO M.; 

Heft II 1.20 M. 
Kummer, Fr. A., Op. 126. 6 Duos für Anfänger. (Hofmeister.) 

Heft I 3.50 M. 
Lee, S., Op. 37. 3 Duos non difficiles et pro^ressifs. (Breilkopf 

& Härtel.) 2 M. 
Lindner, A., Op. 32. Unterhaltungen für junge Violonceüislen. 

(Andr6.) 2 Hefte, je 1.80 M. 
Offenbach, J., Op. 20. 3 Duos faciles. (Schlesinger.) 3.50 M. 
Schroeder, C, Op. 52. 20 beliebte Stücke aus Mozarts Opern. 

(Rieter-Biedermann.) 4 M. 

— Op.54. Freuden des jungen Violoncellisten. (Schuberth.) 1.25M. 

Beliebte Stücke zui" Übung im Lagenwechsel ohne Daumenaufsalz. 

Stufe IIL 
Battanchon, F., Op. 15. 3 Duos. (Hofmeister.) 5.50 M. 
Büchler, F., Op. 27. 3 mittelschwere Sonaten. (Rieter-Bieder- 
mann.) Nr. 1, Gdur, 3.50M.; Nr.2, Fdur, 3M.; Nr.3, Cmoll, 3M. 
Dotzauer, Fr., Op. 11. 9 Variations. (Hofmeister.) 1 M. 

— Op. 101. 8 Duos religieux. (Hofmeister.) 2.25 M. 

Lee, S., Op. 38. 3 Duos d'une difficultö progressive. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

— Op. 39. 3 Duos moyenne force. (Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Stiastny, J., Op. 11. 6 leichte Solostücke mit leichtem Daumen- 
aufsatz, bez. von G. Schroeder. (Schuberth.) 3 M. Neue Aus- 
gabe (Schott) 3.25 M. 

Viotti, B., Op. 29. 3 Duos, rev. von C. Schroeder. (Litolff.) I M. 

Stufe IV bis V. 
Kiengel, Jul., Op. 22. Suite, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 2 xM. 
Offenbach, J., Op. 21. 3 Duos concertants. (Schlesinger.) 5 M. 

— Op. 34. 3 grands Duos concertants. (Schlesinger.) 5 M. 
Romberg, B., Op. 9. 3 Duos, bez. von Fr. Grützmacher. (Breit- 
kopf & Härtel.) Je I M. 



II. Trios für 3 Violoncelli. 

Battanchon, F., Op. 38. Sonate. (Hofmeister.) 2.75 M. 
— Op. 40. Trio. (Hofmeister.) 3.75 M. 



III. Kompositionen für 4 Violoncelli. 

Büchler, F., Op. 24. Zwei Stücke: Andante sostenuto, Allegretto 

capriccioso. (Rieter-Biedermann.) 3 M. 
Fitzenhagen, W., Op. 7. Wiegenlied. (Kahnt.) 1.50 M. 
— Op. 3 1 . Konzert-Walzer. (Rahter.) 4 M. 
Franco-Mendes, Op. 48. Adagio. (Costallat.) 1.70 Fr. 



202 C. Ensemblemusik. 

Golterraann, G., Op.53. Religioso e Notturno. (Schott.) Je 1.25 M. 
Grell, E., Larghetto. (Sulzer.) 2 M. 

Kiengel, JuL, Op. 5. Zwei Stücke (Serenade, Humoreske). (Breit- 
kopf & Härtel.) 2.40 M. 

— Op. 28. Thema mit Variationen. (Breitkopf & Härtel.) 2.40 M. 

— Op. 30. Impromptu üb. bek. Melodien. (Breitkopf & Härtel.) 2.40M. 
Marx-Markus, C, Op. 24. Deux Morceaux: Notturno religioso, 

Adagio et Fuguette. (Rahter.) 1.80 M. 
Maurer, L., Op. 90. Nocturne. (Hofmeister.) 1.50 M. 
Pape, L., 6 Serenaden. (Leuckart.) 3 M. 
Paque, G., Souvenir de Curis. Melodie. (Schott.) 1.75 M. 
Volkmann, Rob., Walzer aus der Serenade Op. 63. Bearbeitet 

von F. Roth. (Schott.) 1.25 M. 
Wagner, R., Fragment aus »Parsifal«. Bearbeitet von H. Jaco- 

bowsky. (Schott.) 1.75 M. 
Werner, J., Op, 21. Elegie. (Rieter-Biedermann.) 2.50 M. — 

Dieselbe für 3 Violoncelli und Viola 2.50 M. 



IT. Kompositioneu 
für 2 Yioloncelli mit Pianoforte oder Orchester. 

Dotzauer, Fr., Op. 32. Aria russiana con 20 Variazioni. (Hof- 
meister.) 'I.7'5 M. 

— Op. 165. Duo, Gdur. (Hofmeister.) 3 M. 

Grell, E., Duettino concertante. (Sulzer.) 2 M. — Mit Streich- 
orchester: Stimmen 2 M. 

Grimm, K., Adagio, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) 1.60 M. 

Klengel, Jul., Op. 45. Konzert, Emoll. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 8 M. Orchestermaterial abschriftlich. 

Liegeois, C, Op. 9. 6 grands Duos. (Rieter-Biedermann.) 3 Hefte, 
je 4.50 M. 

Romberg, B., Op. 72, Concertino, A dur. Bez. von Jul. Klengel. 
(Breitkopf & Härtel.) 4 M, — Mit Orchester: Stimmen 3.60 M., 
Solostimme 2 M. 

Schuberth, Gh., Op. 6. Adieu. Grand Nocturne el6giaque. 
(Schuberth.) 2 M. 

Thieriot, F., Op. 29. Thema und Variationen. (Rieter-Bieder- 
mann.) 6 M. 

V. Kompositionen 
für 3 Violoncelli mit Pianoforte oder Orchester. 

Grell, E., Terzette. (Sulzer.) 2 M. — Mit Streichorchester: Stimmen 

2.30 M. 
Popper, D., Op. 66. Requiem. (Rahter.) 5 M. — Mit Orchester: 

Partitur 6 M., Stimmen 6 M. 



VI. Sonaten und Suiten für Violoncello und Pianoforte. 203 

Tl. Sonaten und Suiten für Tioloncello uud Pianoforte. 

Stufe II bis III. 
Goltermann, F., Op. 61. Sonatlne, Gdur. (Ändr6.) Neue Aus- 
gabe 2 iM. 
Gurlitt, C, Op. 61. Drei Sonatinen. (Cranz ) 6.50 M. 
Hofmann, R., Op. 59. Zwei Sonatinen, Ddur, Esdur. (Rob. 

Forberg.) Je 2.50 M. 
Kayser, A. E., Op. 58. Vier Kinder-Sonatinen. (Rob. Forberg.) 

Nr. 1 Cdur 1.50 M., Nr. 2 Gdur 2 M., Nr. 3 Gdur 2 M., Nr. 4 

Fdur. 2 M. 
Klengel, Jul., Op. 47. Drei Sonatinen. (Volksausgabe Breit- 

koplr & Härtel.) Je 2 M. 

Nr. ]. Cdur (erste, enge Lage). — Nr. 2. Amoll (erste, enge und weite 
Lage). — Nr. 3. Gdur (erste und vierte Lage). 
Marcello, B., 4 Sonaten, herausgegeben von A. Moffat. (Schott.) 

Nr. 1 1.75 M., Nr. 2—4 je 2 M. 
Wohlfahrt, Fr., Op. 51. Drei Sonaten in der ersten Lage: Gdur, 

Cdur, Amoll. (Rob. Forberg.) Je 2 M. 

Stufe III bis IV. 

Asioli, B., Sonate, Cdur, rev. von F. Grützmacher. (Simrock.) 6 M. 

Busoni, F., Op. 23. Kleine Suite. (Kahnt.) 4 M. 

Fraatz, L., Op. 20. Sonate im leichten Stile, Gdur, (Rieter- 
Biedermann.) 3 M. 

Franck, E., Op. 42. Sonate, Fdur. (Schlesinger.) 6 M. 

Fuchs, R., Op. 29. Sonate, Dmoll. (Kistner.) 6 M. 

Gurlitt, C., Op. 3. Sonate. (Schuberth.) 7.50 M. 

Hess, G., Op. 6. Sonate, Hmoll. (Siegel.) 5 M. 

Hiller, F., Op. 172. Sonate, Amoll. (Cranz.) 9 M. 

Huber, H., Op. 33. Sonate, Ddur. (Schott.) 7 M. 

Jensen, G., Op. 12. Sonate, GmoU. Preiskomposition. (Rieter- 
Biedermann.) 6 M. 

Kiel, Fr., Op. 52. Sonate, Amoll. (Simrock.) 7 xM. 

Klengel, Jul. ,0p. 23. Sonate, Hmoll. (Breitkopf& Härtel.) 6.90M. 

Kryjanowsky, J., Op. 2. Sonate. (BelaiefiF.) 4 M. 

Kücken, Fr., 8 Sonaten. (Schuberth.) Op. 12 Nr. 1, Fdur, 3 M.; 
Nr. 2, Ddur, 4.50 M. — Op. 13 Nr. 1, Amoll, 4 M.; Nr. 2. Cdur, 
4.50 M. — Op. 16 Nr. 1, Gdur, 5 M.; Nr. 2, Esdur, 4'm. — 
Op. 90 Nr. 1, Gdur, 5 M.; Nr. 2, Cmoll, 6 M. 

Marcello, B., 2Sonaten: Gmoll, Fdur. Bez. von A.Piatti. (Simrock.) 
Je 1.50 M. 

Mendelssohn, F., Sonaten: Op. 45, Bdur; Op. 58, Ddur; zu- 
sammen mit Op. 17, Variations concertantes. (Volksausgabe 
Breitkopf & Härtel.) 2 M. 

Mozart, W. A. (Sohn), Sonate, Ddur, herausgegeben von F. Grütz- 
macher. (Breitkopf & Härtel.) 4.50 M. 



204 ^- Ensemblemusik. 

Napravnik, Ed., Op. 29. Suite. (Kistner.) 7.50 M. 

— Op. 36. Zweite Suite. (Rahter.) 7.50 M. 

Nicode, J. L., Op. 23. Sonate, Hmoll. (Breitkopf & Härtel.) 6 M. 

— Op. 25. Sonate, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) 6.90 M. 
Nicolai, W.F.G.,Op. 4. Sonate, Edur. (Breitkopf &Härtel.) 6.90M. 
Onslow, G., Op. 16. 3 große Sonaten: Fdur, Cmoll, Adur. (Breit- 
kopf & Härtel.) Je 2.60 M. 

Pfitzner, H., Op. 1. Sonate, Fismoll. (Volksausgabe Breitkopf 

& Härtel.) 6 M. 
Porpora, N., Sonata. Herausgegeben von A. Piatti. (Schott.) 2 M. 
Rachmaninoff, S., Op. 19. Sonate, Gmoll. (Breitkopf & Härtel.) 

8.50 M. 
Radeglia, V., Op. 27. Sonate. (Kahnt.) 5 M. 
Reger, Max, Op. 28. Sonate, Gmoll. (Üniversal-Ed.) 5 M. 

— Op. 78. Sonate, Fdur. (Bote & Bock.) 6 M. 
Reinecke, C.,Op. 89. Sonate,Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

— Op. 238. Sonate, Gdur. (Breitkopf & Härtel.) o.90 M. 
Romberg, B., Op. 43. 3 Sonaten. Neuausgabe von N. Salter. 

(Steingräber.) 2 M. 
Rosenhain, J.,Op. 98. Sonate, Dmoll. (Breitkopf& Härtel.) 3.90M. 
Rubin stein, A., Op. 18. Sonate, Ddur. (Volksausgabe Breitkopf 

& Härtel.) 5 M. — Op. 39. Sonate, Gdur. 5 M. 
Ryelandt, J.,Op. 22. Sonate, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 
Saint-Saens, C., Op. 16. Suite, Dmoll. (Universal-Ed.) 7 M. 

— Op. 32. Sonate, GmoU. (Durand.) 5.60 M. 
Scharwenka, Ph., Op. 1 16. Sonate, Gmoll. (Volksausgabe Breit- 
kopf & Härtel.) 4 M. 

Schubert, Job., Op. 6. Sonate, Cd ur. (Kahnt.) 6 M. 
Schumann, Georg, Op. 19. Sonate, Emoll. (Breitkopf & Härtel.) 

5.90 M. 
St raus s. Rieh., Op. 6. Sonate, Fdur. (Üniversal-Ed.) 4 M. 
Spielter, Herrn., Op. 14. Sonate, Ddur. (Kahnt.) 6 M. 
Spohr, L., 3 Konzert-Sonaten (Schuberth): Op. 113, Esdur, 5 M.; 

Op. M4, Esdur, 5 M. ; Op. 115, Asdur, 6 M. 
Sokolöff, N., Op. 26. Suite. (Belaieff.) 2,50 M. 
Tartini, G., Violin-Sonate, Dmoll. Bearbeitet von C. Schroeder. 

(Schuberth.) 3 M. 
Taubert, W.,Op. 150. Sonate, Gdur. (Rieter-Biedermann.) 7.50 M. 
Zipoli, D., Suite. Bearb. von C. Schroeder. (Schuberth.) 2 M. 

Stufe IV bis V. 

Bach, J. S., 3 Sonaten (für Viola da Gamba): Gdur, Ddur, Cmoll. 
Herausgegeben von Fr. Grützmacher (Peters), Jul. Kiengel (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel), R. Hausmann (Steingräber), J. van 
Li er (Üniversal-Ed.) je 3 M. 

Barth, Rud., Op. 7. Sonate, Fdur. (Rieter-Biedermann.) 7 M. 



VII. Kompositionen für Violoncello mit Orgel oder Harmonium. 205 

Barth, Rud., Op. II. Sonate, Gdur. (Kahnt.) 6 M. 

Beethoven, L. van, Sämtliche Sonaten. Herausgegeben von G. 
Reinecke, die Violoncellostimnae bez. von E. Hüllweck. (Volks- 
ausgabe Breitkopf & Härtel), Fr. Grützmacher (Peters), Leibrock 
(LitolflF), J. van Lier (Steingräber), N. Salter (Universal-Ed.) je 3 M. 

— Sämtliche Violin-Sonaten. Übertr. von F. Grützmacher. (Breit- 
kopf & Härtel.) 5 M. 

Brahms, Joh., Op. 99. Sonate, Fdur. (Simrock.) 8 M. 

— Op. 38. Sonate, Emoll. (Simrock.) 3 M. 

Chopin, Fr., Op. 65. Sonate, Gmoll. (Volksausgabe Breitkopf 
& Härtel.) 1 M. — Op. 65 zusammen mit Op. 3, Introduktion 
und Polonaise. Rev. von L. Grützmacher (Litolff), Fr. Grütz- 
macher (Peters), J. van Lier (Universal-Ed.) je 2 M. 

Egghard, J., Op. 82. Sonate, DmoU. (Rieter-Biedermann.) 6 3L 

Fano, G. A., Op. 7. Sonate, Dmoll. (Breitkopf & Härtel.) 6.90 M. 

Frank, Rieh., Op. 36. Sonate, Esmoll. (Schlesinger.) iOM. 

Gernsheim, Fr., Op. 12. Sonate, Dmoll. (Schott.) 5.25 M. 

Grieg, E., Op. 36. Sonate, Amoll. (Peters.) 3 M. 

Gunkel, A., Op. 8. Suite. (Kahnt.) 7 M. 

Herzogenberg, H. v., Op. 52. Sonate, Amoll. (Rieter-Bieder- 
mann.) 7.50 M. 

Street, Jos., Op. 22. Sonata quasi Fantasia, Gdur. (Breitkopf 
& Härtel.) 2.60 M. 

Veracini, F. M., Violin-Sonate, Dmoll. Bearb. v.A.Piatti. (Schott.) SM. 

Weingärtner, J., Sonate, Fdur. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

Wilm, Nie. v., Op. IM. Sonate, Amoll. (Universal-Ed.) 4M. 

Witting, K., Sonate, Ddur. (Breitkopf & Härtel.) 3.90 M. 

Wolfrum, Ph., Op. 7. Sonate, Emoll. (Universal-Ed.) 3 M. 

Stufe Va. 
Locatelli, P., Violin-Sonate, Ddur. Bearb. von A. Piatti. (Schott.) 

3.25 M. 
Piatti, A., 4 Senates originales. (Schott.) Op. 28, Gdur, 5.75 M. 

Op. 29, Ddur, 5 M. Op. 30, Fdur, 5.50 M. Op. 31, Sonata 

idillica, Gdur, 4 M. 
Va 1 entin i, G., Violin-Sonate, Dmoll. Bearb. von A. Piatti. (Schott.) 

3.25 M. , 

VII. Kompositionen für Violoncello mit Orgel oder 
Harmonium. 

Album für Violoncell und Orgel. Herausgegeben von B. 

Fr. Richter. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 3 M. 
Bockmühl, E., Stunden der Andacht. (Hofmeister.) 2.50 M. 
Fischer, G. A., Consolation. (Rieter-Biedermann.) 1.50 M. 
Fitzenhagen, W. , Op. 8. Resignation. Geistliches Lied ohne 

Worte. Es dur. (Volksausgabe Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 



206 C- Ensemblemusik. 

Goltermann, F., Op. 53. 4 Morceaux caract^ristiques. (Schott.) 
Nr. I Nocturne 1 .25 M., Nr. 2 Religioso 1 .25 M., Nr. 3 Chanson 
Sans paroles 1.50 M., Nr. 4 Idylle 1.25 M. 

Händel, G., Largo, A dur. (Simon.) 1 M. 

— Larghetto und Siciliano, bearb. von G. Rundnagel. (Breitkopf & 
Härtel.) 1.30 M. 

Hüllweck, C., Op. 7. Arioso, F dur. (ßreitkopf& Härtel.) 1.30M. 
Kienzl, W.^ Op.69c. Adagio. (Trost in Tränen.) (Koeppen.) 2.60 M. 
Kirchner, Th. , Op. 92. Zwei Tonslücke zuin Konzertvortrag. 

(Rieter-Biedermann.) 2 M. 
Kistler, Cyrill, Op. 59 Nr. 3. Gebet, bearb. v. H. Ritter. (Simon.) 

1.20 M. 
Klauss, Victor, Adagio. (Simon.) 1.50 M. 
Kortenbach, R. , Op. 17. Rumänisches Schlummerlied, bearb. 

von R. Lange. (Simon.) 1.20 M. 
Kossmaly, C., Meditation über das 12. Präludium von Bach. 

(Simon.) 1.50 M. 
Lotti, Ant.,Aria, übertragen von W. Fitzenhagen. (Rahter.) 1.50M. 
Merkel, G., Op. 114. Andacht. Adagio religioso, Fdur. (Breit- 
kopf & Härtel.) 1.30 M. 
Mozart, VV. A., Ave verum. (Simon.) 1 M. 
Poenitz, Franz, Op. 52. Gavotte u. Menuette. (Koeppen.) Je 1.60M. 
Rheinberger, Jos., Drei Stücke: Abendlied, Pastorale, Elegie. 

(Rob. Forberg.) Nr. 1/2 je 1.20 M., Nr. 3 1.50 M. 
Röder, E., Op. 20. Adagio, Gdur. (Simon.) 1.50 M. 
Rudnick, W., Op. 42. Klage. Adagio, AmoU. (Simon.) 1.30 M. 

— Op. 43. Tröstung. Adagio, Edur. (Simon.) 1.50 M. 
Scharwenka, Ph., Op. 51. Arie, Gdur. (Simon.) 1 .80 M. 
Stradella, A., Kirchenarie »Pietä Signore«, bearb. von Fischer. 

(Breitkopf & Härtel.) 1.50 M. 
Thieriot, F., Op. 41. Zwei Adagios. (Hofmeister.) 3 M. 
Toller, Ernst, Op. 130. Drei Stücke. (Rieter-Biederman.) 2.50M. 
Tschaikowsky, P., Andante cantabile a. d. 5. Sinfonie, Op. 64 

bearb. von A. Reinhard. (Rahter.) 1.50 M. 

— Op. 35. Canzonetta a. d. Violinkonzert, bearb. von A. Rein- 
hard. (Rahter.) 1.50 M. 

Wagner, R., Feierliches Stück n. d. Zug der Frauen zum Mün- 
ster, a. Lohengrin, bearb. von Fr. Grützmacher. (Breitkopf & 
Härtel.) 2.60 M. 

Wittenbecher, 0., Op. 8. Andante religioso. (Rahter.) 1.50M. 

Woikowsky-Biedau, V. von, »Weihe.« (Andante religioso.) 
(Koeppen.) 1.60 M. 

Wolfermann, A., Op. 1. Adagio religioso, Ddur. (Breitkopf& 
Härtel.) 1.30 M. 

Zahn, Ad., Op. 4. Zwei ernste Vortragsstücke. (Simon.) Je1.20M. 

Zimmer, G., Op. 23. Romanze, EmolL (Simon.) 1.30 M. 



Bibliographischer Anhang. 

Adler, Ed., Die Behandlung der Streichinstrumente. (Mersebur- 
ger.) 45 Pf. 

Altmann, W., Kammermusik-Literatur. Verzeichnis von seit 1841 
erschienenen Kammermusikwerken. (Merseburger.) 2.40 M. 

Battke, Max, Elementarlehre der Musik. 212 rhythmische, 360 
melodische Übungen zum Diktat. Ausg. für Lehrer 3 M. Ausg. 
für Schüler. Dritte Auflage. (Vieweg.) I M. 

— Prima vista. Eine Methode, vom Blatt singen zu lernen. Dritte 
Ausg. für Lehrer 2 M. Ausg. für Schüler. (Vieweg.) 75 Pf. 

— Die Erziehung des Tonsinnes. 304 Übungen für Ohr, Auge 
und Gedächtnis. Zweite Auflage. (Vieweg.) 3 M. 

— Tonsprache-Muttersprache. Anleitung zum musikalischen Satz- 
bau für den Gebrauch in Schulen und Musikinstituten, sowie 
für den Selbstunterricht. (Vieweg.) 3.50 Mk. 

Below, Leitfaden der Pädagogik, enthaltend Psychologie und 

Logik, Erziehungslehre, allgem. Unterrichtslehre. (Handbücher 

d. Musiki. Bd. L) (Breitkopf & Härtel.) Geh. 2.50 M., geb. in 

Schulband 3 M., geb. in Leinw. 3.50 M. 
Bloch, Joseph, Methodik des Violinspiels und Violinunterrichts. 

(Süddeutscher Musikverlag.) Geb. 5.50 M. 
Breslaur, E., Melodiebildungslehre. (Grüninger.) Geh. 2.40 M., 

geb. 3 M. 
Burkhardt, M., Führer durch d. Konzertmusik. (Globus-Verlag.) 1 M. 
Bussler, Ludwig, Musikalische Elementarlehre. H. Aufl. (Vel- 

hagen & Klasing.) Geb. 2 M. 
Diestel, Hans, Violintechnik und Geigenbau. Die Violintechnik auf 

natürl. Grundlage nebst d. Problemen d. Geigenbaues. (Kahnt.) 3M. 
Dorn, Franz, Kleines musikal. Fremdwörterbuch. (Hesse.) 20 Pf. 

Für den außerordentlich geringen Preis bietet das kleine, übersichtlich 
geordnete Buch auf 95 Seiten die Übersetzung aller in der Musik vorkommen- 
den Fremdwörter. 

Eberhardt, Siegfr., Der beseelte Violinton und die richtige 
Entwicklung der Technik. (Küthmann-Dresden.) 3 M. 

Eccarius-Sieber, A., Handbuch der Violinunterrichtslehre. (Chr. 
Fr. Vieweg.) Geb. 2.25 M. 

Ehrlich, A., Berühmte Geiger der Vergangenheit und Gegenwart. 
2. Aufl. (A. H. Payne.) Geb. 6 M. 

— Das Streichquartett in Wort und Bild. (A. H. Payne.) Geb. 5 M. 
Eisenmann, Alex., Elementartechnik des musikal. Vortrags. 

(Auer.) Geb. 1.20 M. 
Engel, W., Hundert Cellisten der Gegenwart in Wort und Bild. 
(Schmidt, Heilbronn.) 4 M. 



208 Bibliographischer Anhang. 

Fuchs, A. , Taxe der Streichiostrumente. Aaleitang zur Ein- 
schätzuQg der Geigen, Violen, Yioloncells und Kontrabässe nach 
Herkunft und Wert. (Merseburger.) 4 M. 

Großmann, Max, Verbessert das Alter und vieles Spielen wirk- 
lich den Ton und die Ansprache der Geigen? Eine ketzerische 
Studie. (Deutsche Inslrumentenbau-Zeitung.) 1.80 M. 

Grünberg, Max, Methodik des Violinspiels. Systematische Darstel- 
lung d. Erfordernisse f. einen rationellen Lehrgang. (Breitkopf & 
Härtel.) Geh. 2.50 M., geb. Schulband 3 M., geb. in Leinen 3.50 M. 

Ilofmann, Richard, Praktische Inslrumentationslehre. Teil I: Die 
Streichinstrumente. (Dörffling & Franke.) Geh. 5 M., geb. 6.50 M. 

Hoffmann, Fr. L. W., Logik der Harmonie. (Kahnt.) 1 M. 

Hövker, Rob., Fis-Ges. Eine gemeinverständliche Abhandlung 
über die für die musikalische Praxis in Betracht kommenden 
Unterschiede gleichnamiger und enharmonischer Töne. Mit Ab- 
bildungen, Notensätzen u. farbigenTonbild-Reihen. (Vieweg.) 3M. 

— Die graphische Darstellung als Mittel der Erziehung zum musi- 
kalischen Hören. Nebst 4 Tafeln zum Nachlesen der unter- 
richtlichen Behandlung der musikalischen Formen. Zweite 
vermehrte Auflage. (Vieweg.) 2 M. 

Jockisch, Reinh., Katechismus der Violine und des Violinspiels. 

(Weber.) 2.50 M. 
Koch, Markus, Abriß der Instrumentenkunde. (Kösel.) Geb. 1 M. 
Koeckert, G., Les Principes rationnels de la Technique du Violon. 

(Breitkopf & Härtel.) Geh. 1.60 M., geb. 2.40 M. 

— Rationelle Violintechnik. Aus dem Französischen ins Deutsche 
übersetzt vom Verfasser. (Breitkopf & Härtel.) 1.60 M. 

Kross, Emil, Wie hält man Violine und Bogen. (Bosworth.) 50 Pf. 

Niederheitmann, Fried., Cremona. Eine Charakteristik der 
italienischenGeigenbaueru. ihrer Instrumente. (Merseburger.) 3M. 

Riemann, Hugo, Katechismus der Musikinstrumente. (Instru- 
mentationslehre). 

-- — Katechismus der Musikgeschichte. 2 Bände. 

— Katechismus der Musik. (Allgemeine Musiklehre.) 

— Katechismus der Kompositionslehre. 2 Bände. 

— Katechismus des Musikdiktats. 

— Katechismus der Harmonie- und Modulationslehre. 

— Vadmecum der Phrasierung. 

— Grundlinien der Musik-Ästhetik. 

— Katechismus der Fugenkomposition. 

— Katechismus der Akustik. 

— Katechismus der Orchestrierung. 

Sämtlich bei Hesse erschienen; jeder Band 1.50 M. 

— Kleines Handbuch der Musikgeschichte. Brosch. 4 M., geb. in 
Schulband 4.50 M., geb. in Leinen 5 M. 

Ritter, Herm. , Populäre Elementarlheorie der Musik für ge- 
bildete Musikfreunde. (Hesse.) 1 M. 



Bibliographischer Anhang. 209 

Sass, L., Das Geheimnis, auf der Violine einen schönen, blühen- 
den Ton zu bekommen. (Bosworth.) 60 Pf. 

— Trommelübungen der Finger ohne Instrumente. (Vieweg.) 1 M. 

Das Heft enthält 50 rhythmische Tromnielübungen der Finger zur Vor- 
bereitung für angehende Geiger und Pianisten, sowie zur Erhöhung und Er- 
haltung der Unabhängigkeit und Kraft der Finger — und Handmuskulatur 
für Fortgeschrittene. 

Schering, A., Geschichte des Instrumentalkonzerts bis auf die 
Gegenwart. (Kl. Handbücher d. Musiklehre.) (Breitkopf & Härtel.) 
geh. 3 M., geb. 4 M. 
Scholz, Rieh., Handbüchlein f. Geigenspieler enth. d. Wissens- 
werteste von d. Geige u. ihrem Spiel. (Breitkopf & Härtel.) 1 .50 M. 

— Über Studium und Unterricht im Geigenspiel. Ein methodi- 
scher Führer fürLehrende undLernende. (Breitkopf&Härtel.) 3M. 

Schreyer, Johannes. Lehrbuch d. Harmonie u. d. Elemenlarkom- 
position. Neue, vollständig umgearb. Auflage d. »Harmonielehre«. 
(Merseburger.) 5 M. — Dazusep. : Schlüssel z. d. Aufgaben. 2.50 M. 

Schröder, G., Katechismus des Violinspiels. (Hesse.) 1.50 M. 

— Katechismus des Violoncellspiels. (Hesse.) 1.50 M. 

— Katechismus des Dirigierens und Taktierens. (Hesse.) 1.50 M. 
Schröder, Herm., Ton und Farbe. (Vieweg.) 7.50 M. 

Seh üb ert, F. L., Die Violine. 4. Aufl. (C. Merseburger.) Geb. 1.30 M. 

Steinhausen,' F. A., Die Physiologie der Bogenführung auf den 
Streichinstrumenten. 2. neubearb. Auflage. (Breitkopf&Härtel.) 
Geh. 5 M., geb. 6 M. 

Stoeving, P. , Die Kunst der Bogenführung. Ein praktisch- 
theoretisches Handbuch für Lernende. Deutsch von J, Bern- 
hoff. (Kahnt.) 3 M. 

— Von der Violine. 3 Teile. L Geschichte der Geige. IL Geigen- 
spiel und Geigenspieler. III. Umriß der Entwickelung der 
Violinkompositionen. (Vieweg.) 4.80 M. 

Studeny, Bruno. Beiträge zur Geschichte der Violinsonate im 

18. Jahrhundert. (Wunderhornveriag-München.) 2.50 M. 
Teuchert, Emil und W. Haupt, Musikinstrumentenkunde in 

Wort und Bild. 3 Teile. Teil 1/2 geh. je 2 M., geb. 2.50 M. 

Teil 3 geh. 4 M., geb. 4.50 M. 
Tottmann, Albert, Führer durch den Violinunterricht. 3. Aull. 

(J. Schuberlh & Co.l 2 Teile, geb. je 3 M. 
Wasielowski, W. J. v., Die Violine und ihre Meister. 5. Aufl. 

(Breitkopf & Härtel.) geh. 10 M., geb. 12 M. 

— Das Violoncell und seine Geschichte. 2. Auflage. (Breitkopf & 
Härtel.) Geh. M., geb. 7.50 M. 

Wuthmann, L., Der Musiker. Ein Führer und Berater bei der 

Berufswahl. (Jänecke-Hannover.) Geb. 4 M. 
Ziehn, Bernh., Harmonie- und Modulalionslehre. (Vieweg.) 10M. 



Grünberg, Literatur der Streichinstrameiite. 14 



Namenregister. 



Abaco, Evaristo, F. d'all 138. 159. 
Abel, Ludwig 9. 18. 21. 27. 44. 
Abert, J. J. 122. 
Accolay, J. B. 69. 70. 
Adajewski, E. 35. 
d'Adelburg, A. 19. 
Afasanieff, N. 134. 
Akimenko, T. 188. 191. 
Alard, D. 21. 44. 57. 99. 139. 
d'Albert, E. 197. 
Album ausgewählter Stücke 100. 
Album für Violoncell und Orgel 2or,. 
Alday, F. 21. 
Aleneff 187. 
Amberg, Job. 97. 
d'Ambrosio, A. 44. 
Andersen, P. 114. 
Anger, Walter 103. 
Anzoletti, Jos. 75. 
Anzoletti, Marco 148. 
Asioli, B. 203. 
Arnold, J. G. 196. 
Arnold, Maurice 44. 
Ashton, Algernon 54. 14G. 
Auber, D. F. E. 197. 
Aubert, J. (Vatar) 136. 
Aulin, Tor. 42. 
Aus alten Zeiteu 4 4. 
Autor unbekannt 143. 

Bach, J. S. 39. 42. 60. 66. 70. 71. 

93. 94. 97. 98. 100. 102. 112. 119. 

137. 139. 143. 167. 168. 169. 171. 

180. 181. 185. 204. 
Bach, Friedemann 100. 
Bach, C. Ph. Em. 159. 196. 
Bach, Wilh. Fr. 140. 
Bach, J. Chr. 153. 
Bach-Wilhelmj 54. 
Bachmann, Alb. 39. 45. 60. 79. 
Bagantz, A. F. 2. 
Bagge, S. 37. 137. 
Baille, Gabriel 92. 
Baillot, P. 2. 30. 
Banck, Erwin, 37. 104. 



Bargiel, Woldemar 126. 134. 156. 

185. 
Barjansky, Ad. 160, 
Barnekow, Chr. 160, 
Barnett, J. F. 45. 
Barth, Rud. 204. 205. 
Barth, Rieh. 92. 
Battanchon, F. 178. 180. 181. 188. 

189. 191. 194. 200. 201. 
Baudiot, C. N. 178. 180. 
Bazzini, A. 50. 57. 60. 63. 66. 75. 

120. 
Le Beau, L. A. 168. 190. 
Becker, Alb. 39. 42. 45. 50. 57. 

71. 
Becker, D. G. 200. 
Becker, Hugo 174. 191. 
Becker, Reinh. 79. 
Beethoven, L. van 40. 42. 48. 50. 

57. 79. 80. 103, 114. 115. 116. 117. 

122. 123. 126. 128. 129. 131. 132. 

133. 140. 144. 146. 148. 154. 155. 

156. 159. 161. 167. 171. 185. 205. 
Bella, J. L. 118. 
Benda, Franz 33. 
Benkert, F. 182. 
Bennat, F. 184. 
Berens, G. 45. 153. 185. 
Berger, Wilh. 117. 148. 
Beriot, Ch. de 2. 17. 19. 21. 25. 31. 

34. 42. 50. 54. 57. 71. 75. 76. 80. 

105. 110. 11 i. 
Ber.wald, Franz 153. 
Berwald, W. 140. 
Bezecny , Emil 140. 
Biber, H. F. 140. 144. 
Biehl, Alb. 27. 29. 
Binder, Ad. 151. 
Bischoff, K. 189. 191. 
Bisping, Max 136. 137. 
Bizet, G. 50. 54. 101. 
Bleichmann, J. 161. 
Bloch, Jos. 19. 28. 29. 45. 
Bloss, C. 119. 
Blumenfeld. F. 185. 



Namenregister. 



211 



Blumentlial. J. v. 21. 40. 105. 

112. 
Boccherini, L. 50. 104. 129. 130. 

197. 
Bockmühl. R. E. 179. 181. 183. 

192. 205. 
Born er, A. 96. 
Börresen, Hakon 132. 185. 
Bohlmann, G. C. 35. 37. 152. 
Boisseaux, J. 179. 
Borregaard, Ed. 50. 
Borschitzky, J. F. 174. 
Bossi. Enrico, 102. 140. 168 
Bott, J. J. 55. 63. 76. 102. 
Le Boucher, M. 148. 
Brahms, J. 87. 88. 127. 132. 133. 

144. 146. 158. 160. 162. 205. 
Brali ms -Joachim, 66. 
Bramhach, C. J. 140. 
Brauer, Max 137. 
Brockway, Howard 57. 
Breval, J. B. 201. 
Bronsart, Ingeborg v. 63. 
Bruch, Max 60. 80. 81. 120. 169. 

188. 
Brucken-Fock, G. H. G. van 171. 
Brückner, 0. 184. 191. 
Brüll, Ignaz 50. 
Bruni, A. B. 105. 1 14. 115. 118. 

164. 165. 
Brunner. Ed. 95.96. 97. 101.102. 

164. 
Büchler. F. 175. 178. 179. 180. 201. 
Bürger, S. 176. 
Bull, Ole 66. 96.. 150. 
Burmester, W. 42. 45. 48. 
Burmeister, Rieh. 57. 
ßusoni, F. 76. 120. 148. 203. 

Campagnoli. B. 18. 21. 166. 
Carri, Ferd. 10. 34. 55. 57. 60. 
Casella, C. A. de 181. 185. 189. 
Casorti, Aug. 19. 
Chausson, E. 63. 
Cherubini, L. 120. 1»1. 150. 
Chits, .John 25. 

Cliopin, F. 32. 33. 184. 189. 20.j. 
Chopin-Burmes ter, 46. 58. 
r.hopin-Sarasate 58. 
Chopin-Wilhelmj 58. 
Centola, Ernesto 10. 15. 17. 37. 
ÖO. 56. 58. 63. 



Cernichiaro, V. 46. 

Cords, Gust. 37. 

Corelli, Arcangelo 58. 96. 97. 137. 

139. 146. 172. 185. 188. 
Cossmann, B. 175. 176. 181. 188. 

192. 197. 
Couperin, Fr. 40. 
Coverley, Rob. 58. 
Cremont, P. H3. 115. 
Crome, Fritz 146. 
Cui, Cesar 140. 185. 189. 
Czerny, .J. 114. 

Damrosch, Leop. 169. 

Dancia, J. 21. 35. 40. 46. 105. 118. 

David, Ferd. 3. 28. 30. 33. 46. 48. 

50. 58. 60. 63. 72. 76. 81. 92. 94. 

106. 109. 124. 132. 134. 135. 
Davidoff. Ch. 132. 161. 173. 183. 

188. 192. 194. 197. 198. 
Deprosse, Ant. 40. 
Dessau, B. 46. 51. 
Des sau er. Heinr. 3. 10. 
Dietel, R. W. 46. 
Dietz, F. W. 37. 
Dietrich, A. 198. 
Dohnänyi, E. v. 117. 120. 161. 
Dont, J. 18. 21. 25. 28. 32. 119. 
Dotzauer, J. J. F. 173—181. 200 — 

202. 
Drdla, Fr. 46. 48. 
Dreyschock, F. 98. 154. 169. 
Drilsma, A. 183. 
Duett-Album 105. 106. 
Duette älterer Meister 106. 108. 

109. 
Duport, J. 175. 180. 181. 
Dussek, J. L. 136. 137. 139. 
Dvorak, Ant. 58. 81. 124. 13J. 162. 

198. 

Eberhardt, Goby 3. 10. 15. 18. 

22. 25. 35. 37. 48. 51. 55. 58. 61. 

103. 
Eberhardt, Siegfr. 10. 11. 
Ebner, K. 175. 189. 191. 
Eckert, K. 197. 
Eckhold, R. 76. 
Egghard, J. 205. 
Eichberg, Jul. 116. 
E'ichberg. Rieh. 103. 104. 
Eichhorn. Max 40. 69. 



U' 



212 



Namenregister. 



Eichler, F. W. 94. 
Elgar, Edward 58. 
Eller, L. 94. 
Enna, Aug. 55. 
d'Erlanger, Fr. 76, 190. 
Ernst, H.W. 55. 67. 89. 94. 170. 
Ersfekl, Chr. 46. 51. 96. 167. 
Ertel, Paul 40. 46. 103. 

Fano, G. A. 205. 

Faure, Gabriel 146. 

Feigerl, Peregrine 30. 

Felis, Paolo 4. 11. 

Feltzer, W. H. 51. 

Ferraris, Pierre 51. 

Fesca, A. 97. 140. 

Fiedler, Max 130. 

Field, John 55. 

Fink, Franz 35. 37. 40, 

Fiorillo, F. 22. 31. 34. 

Firket, Leon 170. 

Fischer, C. A. 205. 

Fiteiberg, G. 144. 

Fitzenhagen, W. 176. 182. 183. 

185. 189. 190. 191. 193. 194. t98. 

201. 205, 
Förster, Alban 40. 
Förster, Ad. M. 55. 
Foerster, Jos. B. 120. 
Forberg, Fr. 174. 175. 178. 182. 
Fraatz, L. 203. 
Franchomme, A. 179. 181. 193- 

194. 
Franck, Cesar 141. 156. 157. 
Franck, E. 203. 
Francke, Rieh. 153. 
Frank, Rieh. 205. 
Franco-Mendes, J. 181. 201. 
Frey, Martin 51. 
Fuchs, Alb. 55. 124. 137. 
Fuchs, C. 178. 
Fuchs, Roh. 114. 120. 124. 131. 160. 

203. 

Gabriel-Marie 40. 42. 
Gabrielli, L. 114. 115. 119. 
Gade, N. W. 42. 46. 51. 77. 104. 

120. 131. 134. 141. 144. 151. 157. 

167. 172. 189. 
Gavinies, P. 25. 31. 166. 172. 
Gavotten-Album 103. 
Gebauer, J. 106. 



Gebel, Franz 131. 

G e m i n i a n i , Francesco 141. 

Gerber, Jul. 124. 

Gerlach, Th. 35. 120. 193. 

Gernsheim, Fried. 159. 205. 

Ghys, J. 194. 

Giarda, L. S. 33. 166. 182. 

Giardini, F. 31. 1 44. 

Gießing, Alfred 173. 

Gilis, Ant. 96. 

Gjörling, Aug. 38. 

Glazounow, A. 183. 

Gliere, R. 18S. 

Godard, Benj. 31. 77. 97. 

Goens, D. van 184. 190. 191. 

Goetz, Herm. 160. 

Göring, L. 166. 168. 

Goldmark, Carl 81. 102. 

Goldmark, Rubin 141. 

Goltermann, F. 184. 185. 189. 203, 

206. 
Goltermann, G. 183. 184. 196. 197, 

202. 
Gouvy, Th. 141. 155. 
Gramann, Carl 133. 
Grädener, Herm. 77. 124. 
Grell, E. 202. 
Grieg, E. 100. 124. 146. 172. 

205. 
Grimm, C. 177. 202. 
Grodzki, B. 184. 
Groß, J. B. 200. 
Grünbaum, Fr. W. 153. 
Grünberger, L. 113. 
Grützmacher, Fried. 169. 176. 179. 

181. 186. 188. 189. 194. 198. 
Grützmacher, Fried, jun. 175. 
Gunkel, A. 205. 
Gurlitt, C. 203. 

Händel, G. F. 46. 69. 97. 100. 115. 

120. 141. 152. 170. 171. 206. 
Hcänsel, Aug. 168. 
Hait, M. 23. 
Halvorsen, Job. 40. 42. 46. 48. 31. 

58, 102. 112. 184. 
Hampeln, C. v. 99. 
Hartmann, A. 61. 
Hartmann, E. 150. 198. 
Hartog, E. de 189. 
Hasse, Gust. 14. 35. 38. 
Hauptmann, M. 110. 136. 



Namenregister. 



213 



Hauser, M. 22. 40. 46. 48. 49. 5K 

53. 63. 64. 170. 
Haydn, J. 42. 46. 96, H3, 121. 137. 

153. 154. 155. 170. 198. 
Haydn, Mich. 112. 
Heberlein, H. 174. 177. 186. 193. 
Heim, Ernst 4. 
Heinisch, Victor 167. 
Heinrich XXIV., Prinz Reuß 121. 

158. 
Hellmesberger, Georg 58. 
Henley, W. H. lOö. 
Henning, C. Th. 
Henning, K. 118. 174. 
Henriques, Fini 36. 40. 43. 46.49. 
Henriques, R. 186. 189. 
Henschel, Georg 58. 
Henselt, Ad. 4ü. 153. 
Hering, K. 4. 30. 36. 43. 106. 110. 
Hermann, A. 182. 
Hermann, Fr. 4. 22. 25. 27. 92. 

106. 107. 110. 113. 117. 133. 166. 
Hermann, Rob. 157. 160. 
Hermann, W. 183. 
Herrmann, Reinh. 157. 160. 
Herrmann, Th. 36. 38. 40. 43. 51. 
Herzogenberg, H. v. 162. 203. 
Hess, C. 203. 
Hetzel, M. 196. 
Heubner, Konrad 121. 
Herzfeld, V. v. 51. 39. 
Hille, Gust. 38. 89. 
Hiller, Ferd. M9. 142. 203. 
Hillgenberg, Rieh. 36. 91. 
Hinton, Artur 158. 
Hochberger, Franz 28. 
Hohe Schule des Violinspiels 

172. 
Hofmann, C. 99. 
Hofmann, Heinr. 59. 133. 147. 
Hofmann, Rieh. 11. 14. 15. 19. 22. 

40. 43. 49. 51. 69. 106. 108. 109. 

118. 120. 164. 163. 183. 198. 203. 
Hoffmann, C. 153. 
Hohmann, Ch. H. 4. 
Hollaender, Alexis 152. 
HoUaender, Gust. 15. 38. 41. 43. 

46. 49. 31. 81. 103. 114. 188. 
Holy, Alfred 101. 
Hopfe, Jul. 32, 91. 105. 
Hoya, A. v. der 5. 
Hubay, Jenö 47. 51. 64. 102. 168. 



Huber, Ad. 08. 69. 

Huber, Hans 41. 144. 147. 148. 157. 

203. 
Hüllweck, Ferd. 22. 28. 29. 30. 47. 

183. 206. 
Hünerfürst, F. W. 179. 
Hummel, J. N. 161. 
Hummel, Ferd. 186. 
Humperdinck, E. 47. 

Jacobowsky, Herm. 175. 
Jadassohn, S. 141. 157. 159, 161. 
Jansa,Leop. 28. 30. 106—109.112. 
Jansen, Gust. 134. 
Jensen, G. 154. 203. 
Jensen, Ejler 188. 
Jentsch, M. 51. 59. 163. 
Jeral, W. 175. 184, 186. 191. 193. 

198. 
Jiränek, Jos. 188. 
Joachim, Jos. 53. 39. 61. 89.169.170. 
Joachim-Moser 5. 91. 
Jockisch, Reinh. 5. 
Jokisch, 0. 59. 
Jozefowicz, M. 144. 
Juon, P. 38. 35. 61. 64. 98. 127. 

Kadletz, A. W. 16. 

Kämpf, K. 186. 

Käßmayer, Fr. 118. 

Kalliwoda, W. A. 99. 112. 

Kammermusik-Album 131. 

Karg-Elert, S. 92. 93. 

Karlowicz, M. 89. 

Kaun, Hugo, 64. 162. 191, 

Kays er, H. E. 16. 17. 19. 30. 116. 
136. 203. 

Kellermann, Alb. 101. 167. 

Kewitsch, Th. 107, 

Kiel, Fr. 189. 203. 

Kienzl, Wilh. 39. 103. 206. 

Kirchner, Th. 32. 167. 206. 

Kistler, Cyrill 206. 

Klassert, Martin 36. 38. 

Klassisches und Modernes 51. 

Klauß, V. 206. 

Kiengel, Jul, 142. 152. 154. 176. 
181. 186. 188. 189. 191. 193. 195 
— 196. 198. 199. 201—203. 

Kiengel, P. Ml. 

Kleffel, Arno 47. 32. 124. 

Kletzer, F. 190. 194. 



214 



Namenregister. 



Klingenberg, Job. iSB. 

Klingenfeld, H. 164. 

Köhler, H. 107. 

Köhler, Moritz 15. 17. 

Köhler, Oscar 36. 41. 49. 100. 103. 

Köhler, P. 118. 

Koopmann, Jules 11. 

Kortenbach, Rud. 167. 206. 

Koßmaly, C. 206. 

Kousnetzoff, A. 184. 186. 192. 

Krall, Emil 41. 101. 

Kramer-Petersen 175. 

Krause, Ant. 137. 

Kreisler, Fritz 55. 64. 

Kreutzer, Aug. 111. 

Kreutzer, R., 20. 31. 33. 72. 

Kreuz, Emil 164. 

Krill, C. 157. 

Kritsch, W. E. 88. 

Kroeger, E. R. 147. 

Kroß, Emil 6. 11. 12. 16. 28. 30. 

92. 93. 95. 106. 
Krug, Arnold 52. 102. 121. 160. 
Krug, G. 154. 
Krug-Waldsee, Jos. 147. 
Kryjanowsky, J. 203. 
Kücken, Fr. 203. 
Küzdö, Victor 16. 
Kummer, F. A. 174. 176. 478. 190. 

194. 195. 200. 201. 
Kunkel, Gotthold 4 3. 
Kunze, C. 56. 153. 

Labor, Jos. 144. 
Lachner, J. 150. 151. 
Lachmund, E. 47. 
Lacombe, P. 1 42. 
Lagye, Benoni 36. 38. 41. 
Lalo, E. 52. 59. 82. 197. 
Lange, H. 0. 52. 
Lange, S. de 124. 188. 197. 
Lange-Müller, P. E. 151. 158. 
Langhans, Wilh. 16. 121. 142. 
Laub, Ferd. 64. 
Laurischkus, Max 157. 168. 
Lauterbach, Job. 34. 59. 67. 
Lazarus, Gust. 52. 155. 
Leclair, J. M. 70. 72. 137. 142. 147. 

148. 150. 172. 
Lee, S. 177—180. 182. 188. 193. 200. 

201. 
Lehmann, Rob. 168. 



Lemming, F. C. 22. 

Leonard, H. 17. 19. 31. 52. 135. 

Leonard und Servals 113, 

Levöque, Emile 25. 26. 108. 

Lewinger, M. 49. 

Libon, P. 20. 

Lieblinge, Unsere 36. 

Liegeois, C. 202. 

Lier, J. van 188. 190. 

Lincke, A. F. 19. 

Lindner, A. 199. 201. 

Lipinski, C. 26. 89. 

Listemann, Franz 64. 

Liszt, Fr. 52. 119. 188. 

Liszt-Halir 67. 

Litzau, J. B. 101. 

Locatelli, P. 34. 142. 205. 

Longo, Alessandro 142. 162 

Lorenz, Alfred 160. 

Lotti, Antonio 47. 206. 

Lotto, Isidor 61. 

Lubin, L^on de Saint 22. 56. 93. 

104. 
Lübeck, L. 186. 
Lüdecke, L. 184. 

Mackenzie, A. C. 159. 
Maczewsky, Amadeus 169. 
Madsen, Thorwald 12. 
Mailing, Otto 134. 145. 147. 154. 162. 
Malz, Heinr. 52. 
Marcello, B, 203. 
Marpurg, F. W. 43. 
Marsick, M. P. 41. 61. 
Martini, G. (Padre) 103. 150. 
Martinn, J. 165, 171. 
Marx-Markus, Gh. 175. 186. 190. 

192. 202. 
Mathieu, E. 82. 
Mattheson, Job. 43. 
Matthison-Hansen, Gotfred 145. 

172. 
Matys, Karl 100. 102. 
Maurer, L. 72. 99. 115. 116. 202. 
Mayer-Mahr, M. 52. 
Mayseder, J. 23. 72. 110. 
Mazas, F. 17. 18. 22. 106—108. 114. 

170. 
Meerts, J. L. 23. 26. 28. 29. 
Meerts, L. G. 175. 
Mendelssohn, F. 43. 82. 124. 131. 

134. 139. 155. 159. 183. 203. 



Namenregister. 



215 



Mendelssohn-Burmester 64. 

Merk, J. 179. 181. 

Merkel, G. 206. 

Mestrino, Nicolo 32. 

Metzdorff, Rieh. 127. 

Meyer, C. 164. 

Micliiels, G. 168. 

Milde, L. 190. 

Minkous, L. 23. 

Moffat, Alfred 38. 41. 43. 47. 135. 

136. 167. 184. 186. 
Molique, B. 61. 83. 111. 199. 
Mollenhauer, Ed. 6. 113. 116. 
Mossel, J. 184. 
Mozart, W. A. 47. 49. 52. 73. 74. 

98. 109. 112. 115. 116. 117. 119. 

121. 124. 128 — 130. 132. 147. 151. 

154. 156. 159. 161. 168—170. 203. 

206. 
Mrazek, J. G. 162. 
Müller, Otto 95. 97. 106. 108. 
Münchheimer, Ad. 61. 
Mugellini, Bruno 162. 
Muldermanns, Gh. 29. 31. 
Munck, E. de 182. 

Nachez, Tividar 61. 
Nadaud, Ed. 12. 
Napravnik, Ed. 158. 188. 204. 
Nardini, P. 47. 100. 145. 172. 186. 
Naumann, E. 131. 151. 171. 
Naumann, Georg 164. 
Nawratil, Karl 142. 155. 161. 
Nebdal, Oskar 188. 192. 
Neruda, F. 41. 167. 184. 186. 190. 

192. 
Neupert, Edm. 41. 
Neury, Jos. 41. 
Nicodö, J. L. 59. 204. 
Nicolai, W. F. G. 204. 
Niederberger, B. 188. 192. 
Nielsen, C. 125. 
Nielsen, L. 125. 127. 
Nölck, Aug. 177—179. 183. 188. 

190-192. 
Noren, H. Gottlieb 102. 156. 184. 

191. 
Norris, Mary 102. 
Noskowski, Siegmund 159. 
Noväcek, Ottokar 33. 
Nowotny, K. 12. 19. 
Nürnberg, Herrn. 96. 



Oesten, M. 38. 
Offenbach, J. 188. 200. 201. 
Ondricek, Fr. 6. 12. 64. 
Onslow, G. 121. 130. 139. 142. 153. 

155. 163. 204. 
Orchesterstudien 24. 164. 
Orchesterstudien aus R. Strauß 

sinfonischen Werken 1 65. 
Ortmans, Rene 17. 

Paganini, N. 26. 35. 47. 64. 67. 68. 

89. 95. 
Palaschko, Joh. 26. 38. 52. 59. 

166. 
Pals, Leop. van der 77. 
Pape, L. 202. 
Papini, Guido 6. 39. 
Paque, G. 202. 
Päque, Desire 149. 151. 
Parlow, E. 184. 
Paul, Emil 152. 
Peiniger, 0. 56. 
Rente, Emilio 23. 56. 
Perepelitzin, P. v. 61. 
Petersen, J. 33. 36. 52. 
Pfitzner, H. 204. 
Philips, Eugen 145. 158. 
Piatti, A. 182. 192. 194. 199. 205 
Pick-Mangiagalli, R. 122. 
Pleyel, J. 96. 97. 107. 
Poenitz, Franz 101. 206. 
Polledro, J. B. 19. 
Popper, D. 168. 177. 180. 182. 188. 

191—193. 195. 196. 199. 202. 
Popper, Wilh. 186. 189. 
Porpora, N. A. 147. 159. 172. 204. 
Portnoff, Leo 41. 69. 
Praeger, H. A. 111. 
Prume, Fr. 61. 64. 110. Hl. 
Purcell, Henry 43. 96. 

Rabl, Walter 147. 
Rachmaninoff, S. 204. 
Radeglia, V. 204. 
Raff, Joach. 122. 125. 127. 134. 145. 

149. 158. 162. 199. 
Raif, Oskar 138. 
Ralling, 0. 56. 
Rameau, J. Ph. 41. 103. 
Raphael, Georg 53. 
Rasse, Frangois 157. 
Rauchenecker, G. 122. 



216 



Namenregister. 



Reber, H. 47. 

Reger, Max 43. 53. 62. 64. 95. 127. 

128. 142. 149. 158. 204. 
Rehbaum, Theob. 7. 16. 27. 32. 

47. 102. 107. 108. 165. 
Rehfeld, Fabian 65. 104. 
Reinecke, Karl 77. 117. 122. 137. 

145. 156. 169. 192. 199. 204. 
Reinhard, Aug. 101. 
Rheinberger, Jos. 100-103. 122. 

131. 142. 206. 
Rice, N. H. 53. 
Richter, C. A. 39. 
Rieding, 0. 59. 69. 70. 
Riemann, Hugo 41. 125. 158. 
Ries, Ferd. 77. 152. 
Ries, Hubert 7. 34. 
Rimsky-Korsakow, N. 186. 
Ritter, Alexander 170. 
Ritter, Herrn. 49. 165. 167. 
Roberti, Giulio 159. 
Rode, P. 23. 31. 34. 56. 59. 108. 

110. 168. 
Röder, E. 103. 206. 
Röntgen, Jul. 53. 56. 142. 157. 
Rolla, A. 17. 
Romberg, B. 194—196. 199. 201. 

202. 204. 
Romberg, A. und B. 113. 
Rosenhain, J. 172. 204. 
Rossi, Marcello 53. 102. 
Roth, Ph. 174. 
Rovelli, P. 24. 31. 
Rubinstein, Ant. 47. 53. 59. 125. 

143. 147. 149. 158. 159. 167. 169. 
172. 187. 190. 199. 204. 
Rudnick, W. 206. 
Rüdinger, A. 176. 
Ruhl, Hans 19. 26. 27. 
Rung, Fr. 150. 
Ryelandt, J. 204. 
Rzhia, F. 97. 

Sahla, Rieh. 65. G8. 
Saint-Saens, C. 65. 77. 83. 156. 

162. 197. 204. 
Salter, Norbert 175. 176. 
Sammartini, G. 159. 
Sarasate, P. de 65. 
Sass, A. L. 12. 
Sauret, Emile 7. 12. 49. 53. 56. 59. 

62. 65. 68. 90. 92. 104. 



Sauzay, Eugen 166. 
Scalero, Rosario 143. 
Scarlatti, Dom. 49. 
Schäfer, Dirk 149. 163. 
Scharwenka, Ph. 47. 53. 62. 78. 
147. 149. 151. 156. 168. 172. 204. 
206. 
Scharwenka, X. 104. 143. 
Schjelderup, Gerh. 104. 
Schmidt, Ernst 7. 29. 36. 39. 41. 
Schmidt, Hans 56. 
Schmidt, Jac. 91. 
Schmidt, Oscar 42. 
Schmidt, Otto 156. 
Schmidt-Bode, 158. 
Schneeberger, F. 167. 
Schön, Moritz 7. 108—110. 112. 114. 
Scholz, Rieh. 8. 13, 15. 17. 19.20. 

29. 39. 
Schradieck, H. 13. 
Schroeder, Alwin 176. 187. 
Schroeder, Carl 127. 174. 176—182. 
187. 189. 191 — 193. 196. 199. 201. 

Schroeder, Herrn. 8. 29. 30. 33. 
34. 36. 39. 105. 107. 119. 152. 153. 

Schubert, Franz 53. 65. 70. 116. 
122. 125. 128. 132. 134. 138. 143. 
149. 158. 163. 

Schubert, Franz (Dresden) 53. 

Schubert, Job. 204. 

Schuberth, Gh. 49. 53. 56. 98. 
125. 131. 182. 191. 195. 202. 

Schuberth, Ferd. 105. 

Schutt, Ed. 104. 145. 157. 159. 

Schultz, Aug. 8. 165. 

Schultz, Edwin 95. 96. 

Schultz-Beuthen, H. 56. 191. 

Schumann, Camillo 190. 

Schumann, Georg 162. 204. 

Schumann, Rob. 65. 101. 103. 125. 
138. 143. 147. 150. 153. 157. 160 
—162. 169. 184. 187. 190. 200. 

Schumann-Burmester 48. 

Schwartz, Alex. 189. 

Schwers, P. 154. 155. 

Schytte, L. 153. 167. 

Sebald, Alexander 13. 

Seitz, Fr. 49. 69. 70. 196. 

Sekles, B. 163. 

Servals, Fr. 195. 200. 

äevcik, 0. 8. 13. 14. 176. 

Seybold, A. 37. 39. 43. 69. 70. 



Namenregister, 



217 



Sibelius, Jean 90. 103. 
Sidorowitsch, C. de tOI. 
Simon, A. 169. 
Sinding, Chr. Ö6. 62. 84. 99. 1Ö5. 

192. 
Singer, Edm. 4.3. 48. 
Sinigaglia, Leone 44. ö3. 62. 84. 

117. 126. 
Sitt, Hans 14. 16. IS- 20. .37. .39. 

42. 44. 48. j3. 54. Ö9. 69. 70. 75. 

85. 103. 103. 107. 108. 165. 168. 

170. 171. 
Sivori, C. 65. 
Sjögren, E. 56. 148. 149. 
Slunicko, Joh. 78. 145. 
Smetana, B. 126. 
Smith, Joh. 193. 
Söchting, Emil 132. 
Sokolow, N. 184. 204. 
Solle, Fr. 8. 

Sonatenstudien 137—139. 143. 
Spangenberg, H. 48. 
Spielter, Herrn. 187. 190. 204. 
Spies, Ernst 44. 54. 62. 97. 119. 
Spohr, L. 8. 24. 29—31. 49. 54. 56. 

62. 78. 85. 86. 99. 111. 112. 119. 

131. 134. 145. 156. 158. 161. 169. 

170. 204. 
Stamitz, Joh. 34. 75. 113. 139. 
Steiner, H. v. 165. 171. 
Sternberg, Const. 135. 
Stiastny, J. 201. 
Stradella, A. 42. 167. 187. 206. 
Strauß, Rieh. 127. 160. 204. 
Street, Jos. 205. 
Stücke alter Meister 48. 
Sulzer, Jos. 49. 102. 187. 
Svendsen, J. S. 56. 115. 122. 13i. 

150. 168. 196. 
Swert, J. de 176. 179—181. 190. 

192. 197, 
Sykora, B. 195. 
Szekäcs, Jules 42. 48. 54. 
Szuk, L. 181. 

Tanzweisen lOi. 

Tartini, G. 24. 3.1. 49. 54. 143. 143. 

149. 168. 204. 
Taubert, E. E. 49. 101. 161. 
Taubert, Wilh. 143. 204. 
Taylor, Coleridge, S. 132. 
Telemann, G. Ph. 161. 



Thern, C. 114. 
Thieriot, F. 202. 206. 
Thomassin, Desire 59. 150. 
Thomson, Cesar 68. 
Thurn, Georg 39. 
Tibbe, H. 168. 
Tietz, H. 171. 
Tirindelli, P. A. 86. 
Togni, Feiice 14. 
Toller, Ernst 206. 
Tottmann, Alb. 136. 
Tours, B. 97. 
Trnecek, H. 79. 

Tschaikovvsky, P. 44. 48. 59. 62. 
90. 97. 102. 133. 195. 206. 

Valentin, G. 205. 

Veit, H. W. 122. 126. 

Venth, C. 59. 

Venzl, Jos. 24. 108. 

Veracini, Fr. 143. 203. 

Verhey, Th. H. W. 79. 

Viardot, P. 42. 

Vieuxtemps, H. 21. 26. 49. 60. 63. 

86. 143. 
Vieuxtemps und Servais 113. 
Villa, Ricardo 66. 
Violinmeister-Album 60. 
Violoncell-Album 185. 
Viotti, J. B. 75. 79. 108—110. 167. 

201. 
Vitali, Tomaso 148. 
Vivaldi, A. 98. 102. 138. 
Vogel, Bernh. 36. 
Vogel, Moritz 9. 
Volkmann, Rob. 126. 153. 168. 169. 

187. 190. 200. 202. 

Waghalter, Ignatz 130. 
Wagner, R. 190, 202. 206. 
Wahls, Heinr. 14. 17. 37. 92. 107. 

118. 
Wallace, VV. V. 54. 
Wallner, Leop. 169. 170. 
Walter, Ernst 136. 
Weber, C. M. v. 
Weber-Burmester 48. 
Weber, F. 96. 171. 
Weber, Miroslav 54. 86. 126. 131. 

133. 
Weckbecker, W. 143. 
Wehrle, Hugo 62. 



218 



Namenregister. 



Weickmann, A. 167. 168. 

Weidig, Ad. 120. 

Weingartner, F. 127. 132. 148. 

163. 
Weingärtner, J. 205. 
Weiß, Jul. 9. 16—18. 29. 30. 32. 

33. 37. 39. 44. 48. 50. 54. 110. 
Werner, J. 174, 176. 177. 180. 189. 

202. 
Wery, N. 18. 
White, Jos. 32. 91. 
Wickenhaußer, R. 54. 
Wiemann, L. 165. 
Wieniawsky, H. 31. 60. 62. 66. 68. 

86. 91. 104. 167. 
Wilhelmj, A. 14. 60. 62. 63. 66. 68. 

170. 
Wille, Georg 176. 
Wilm, N. V. 133. 205. 
Winding, Aug. 42. 
Winge, Per. 98. 
Winterberger, A. 102. 
Wittenbecher, 0. IST. 206. 
Witting, C. 9. 18. 
Wittmann, R. 183. 
Wohlfahrt, Franz 9. 14—16. 32. 

96. 105. 107. 118. 137. 203. 



Wohlfahrt, Roh. IH. llfi. 165. 

174. 
Wohlrab, Rieh. 174. 
Woikowsky-Riedau, V. v. \o^. 

106. 
Wolf, Hugo 42. 122. 127. 
Wolf, 0. 190. 

Wolf-Ferrari, E. 131. 145. 163. 
Wolfermann, A. 206. 
Wolff, F. 105. 
Wolfrum, Ph. 131. 162. 203. 

Ysaye, Eugen 63. 104. 

Zahn, Ad. 206. 
Zajic, Florian 16—18. 
Zaremba, S. 189. 
Zeckwer, C. W. 146. 
Zilcher, Herm, 79. 100. 
Zilcher, Paul 153. 
Zillmann, Ed. 54. 
Zimmer, G. 2ü6. 
Zinke, Gust. 14. 
Zipoli, D. 204. 
Zsold, Nander 50. 



DIE VIOLINE 



UND 



IHRE MEISTER 



VON 



W. J. VON WASIELEWSKI 

Fünfte umgearbeitete und vermehrte Auflage 

von 

Waldemar von Wasielewski 

Geheftet lo M, in Leinwand gebunden 12 M. 



Wasielewskls Buch, von dem sich innerhalb weniger Jahie eine 
neue 5. Auflage nütig machte, hat seine Stellung als das maß- 
gebende Buch über die Violine und ihre Meister immer mehr be- 
festigt. In erschöpfender und doch keineswegs weitschweifiger Art 
behandelt es die EntwickeUing des Geigenbaues, der Violinkompo- 
sition und des Violinspiels. Von Corelli, dem Stammvater und Be- 
gründer des kunstgemäßen Violinspiels, bis zu der großen Zahl 
beachtenswerter, ja bedeutender Erscheinungen am Geigerhimmel 
der Gegenwart, fehlt in dem Buche keine für die Entwickelung des 
Violinspiels wichtige Bersünlichkeit, gleichviel welcher der Schulen 
des Violinspiels des 17., 18. oder 19. Jahrhunderts und der Jetztzelt 
sie auch angehüite, ob sie ihre Kunst italienischen, deutschen, 
französischen, belgischen oder niederländischen Meistern verdankte. 
Wer Interesse an der Welt der Geiger nimmt, der wird an dem Buche 
Freude haben, die die anmutige Art der Darstellung, belebt durch 
die Wiedergabe von Originaldokumenten und hie und da auch 
durch charakteristische Anekdoten, sicherlich noch steigern dürfte. 
Der Einband des Werkes ist in eigenartiger Weise mit dem Bilde 
des den Hexentanz spielenden Paganini geschmückt. 



WILH. JOS. VON WASIELEWSKI 

DAS VIOLONCELL 
UND SEINE GESCHICHTE 



Zweite, durdigearbeitete und vermehrte Auflage 
von WALDEMAR VON WASIELEWSKI 



1911. VII, 255 Seiten S**. Geheftet 6 Mark, in Leinwand gebunden 7.50 Mark 



"YY" ras das Wasielewskisdie Budi »Die Violine und ihre Meister« für die große Zahl der 
VV Geiger bedeutet, das ist diese »Gesdiidite des Violoncells« für die CeUistenwelt, ein 
Budi, das jeder besitzen sollte. Durch zahlreidie Ergänzungen und Verbesserungen ist das 
Werk auf den Stand der Gegenwart gebradit worden, und hat insbesondere durdi die be= 
träditliche Anzahl Neuaufnahmen jüngerer Cellisten für die Gegenwart erhöhten Wert cr= 
halten. Kaum ein Name, der auf dem Gebiete der Cellokomposition oder als Virtuos 
des Instrumentes hervorgetreten ist oder audi als Lehrer des Violoncellspiels zu gutem 
Klang kam, wird in diesem Werke vergeblich gesudit werden. Eingeleitet wird das Budi 
durdi die GesAichte der Viola da Gamba <Basso di Viola) des 16. Jahrhunderts, als dem 
eigentlichen Vorläufer des Violoncells. Hier finden wir Abbildungen der Instrumente der 
allerersten bekannten Lautisten und Gambisten Hans Judenkünig und Hans Gerle, ge^ 
langen von ihnen zu den englischen und französischen Gambisten des 17. Jahrhunderts und 
den bedeutenden Deutschen zu Ende des 17. und 18. Jahrhunderts. Nach dieser Geschichte 
der Gamben und Gambisten folgt »Die Kunst des Violoncellspiels im 18. Jahrhundert«,- 
sie umfaßt die Abschnitte; I. Italien, II. Deutscfiland, III. Frankreich. An sie schließt sich 
der dritte Teil des Budies »Die Kunst des Violoncellspiels im 19. Jahrhundert an, der in 
die Unterabteilungen IV. Italien, V. Deutschland, VI. Frankreidi, Belgien und Holland, 
VII. England und Skandinavien, VIII. Die slawischen Länder und Ungarn, zerfällt. Im 
Scfilußwort gibt Wasielewski einen Rückblick auf den Entwicicelungsgang des Violoncellspiels 
und spricht hier nidit nur den tonangebenden Cellisten die Steigerung der Leistungsfähige- 
keit zu, sondern vor allem den deutschen Tonmeistern, die das Violoncell in das Bereich 
ihres Sdiaffens zogen und durch die Anforderungen, die sie in ihren Werken an die Aus* 
führenden stellten, zur Förderung der Tedinik, wie des Ausdrucksvermögens nicht un* 
erheblich beigetragen haben. — Ein Verzeichnis der bekanntesten Komponisten für 
das Violoncell beschließt mit einer Zusammenstellung aller Violoncellsdiulen 
von der Mitte des iS. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart das Werk, 



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